Schulprogramm des Ritzefeld-Gymnasiums

„Ein Schulprogramm beschreibt die grundlegenden pädagogischen Ziele einer Schule, die Wege, die dorthin führen, und Verfahren, die das Erreichen der Ziele überprüfen und bewerten. Es ist damit das zentrale Instrument der innerschulischen Verständigung und Zusammenarbeit, die darauf zu richten sind, die Qualität der Bildungs- und Erziehungs­arbeit weiterzuentwickeln und auf einem hohen Niveau nachhaltig zu sichern.“ (RdErl. des MSW NRW v. 25.6.97)

Das Schulprogramm stellt die Grundlage der innerschulischen Verständigung dar und bietet den Rahmen für die Gestal­tung der pädagogischen Arbeit. Die Entwicklungsvorhaben und pädago­gischen Konzepte, die im Schulprogramm aus dem Jahr 2000 dargestellt sind, haben wir kontinuierlich fortgeschrieben. Dabei haben wir Erfahrungen bei der Verwirk­lichung der Kon­zepte aufgegriffen und das Programm unter Einbezug veränderter ge­sell­schaftlicher Rahmenbe­dingun­gen und erziehungs­wissen­schaftlicher Herausforderungen stetig weiter entwickelt. Dies werden wir auch in Zukunft tun. Grundlage hierfür ist eine Diskussion aller am Schulleben Beteiligten, woraus sich allgemein akzep­tierte Handlungsweisen ergeben, die in der Schulkonferenz be­schlos­sen werden und nach Erprobung und Evaluation in das Schulpro­gramm einfließen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weib­licher Sprach­formen verzichtet – sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beide Geschlechter.

 

Inhaltsverzeichnis

1 Das Ritze auf dem Weg

Aus der Geschichte unserer Schule

Jeder Jugendliche, der heutzutage am Ritzefeld-Gymnasium Schüler ist, hat sich mit seiner Unterschrift unter den Schulvertrag dem Namen seiner Schule verpflichtet. Um die Bedeutung dieser Unterschrift zu ergründen, kommt man nicht an der Person Roland Ritzefelds vorbei – und es stellt sich unweigerlich die Frage: Wer war dieser Mann?

„Roland Ritzefeld hat sich in Stolberg eingesetzt für ein soziales Miteinander und die Achtung menschlicher Würde. So stehen alle Mitglieder unserer Schule in der Tradition einer Bildungs­gemein­schaft, in der gegenseitige Achtung das Schulklima bestimmt und jegliche Formen von Missachtung und Gewalt keinen Platz finden. Jede Schülerin, jeder Schüler dieser Schule soll die Gewissheit haben, nicht diskriminiert oder durch Mobbing schikaniert zu werden, weder in der geschlossenen Lerngruppe des Unterrichtsraumes noch in der Öffentlichkeit eines weltweiten Internets. Alle Schüler setzen sich aktiv für Toleranz und Respekt gegenüber allen Mitgliedern der Schul­gemeinschaft ein. „Wir reden miteinander“, so lautet ein Grundsatz unserer Schule. Das schließt auch Streiten mit ein – aber mit fairen Mitteln.“

So lautet eine Passage des Schulvertrags, die an die Tradition dieser Schule anknüpft und den Bogen spannt zur Gegenwart. Und obwohl die Schule in ihrer über 130-jährigen Geschichte schon viele Namen trug, ist mit Einführung der Koedukation am damaligen „Mädchengymnasium Stolberg“ ein Vorbild gefunden worden und zu einem tra­genden Pfeiler des Schulprogramms der Schule gewor­den: Pfarrer Roland Ritzefeld – ein Mann, der sich für die Stadt Stolberg und ihre Bürger durch seinen uner­müdlichen Einsatz bei der Förderung des Schulwesens verdient gemacht hat, insbesondere auch durch mehrere Schul­neubauten und die Anstellung weiterer Lehrer, so dass man Roland Ritzefeld als den Begründer des höheren Schulwesens in Stolberg bezeich­nen kann. Dies ist jedoch keineswegs ein voll­ständiges Bild des Roland Ritzefeld, der von 1840 bis 1900 als katholischer Pfarrer, Seelsorger und Mitglied des Gemeinde­rates in Stolberg tätig war, die St. Lucia-Kirche erbaute und das Bethlehem-Krankenhaus, das Stolberger Waisen­haus und das nach ihm benannte Rolandshaus gründete, in dem zu dieser Zeit ein stark berufs­orientierter Unterricht erteilt wurde. Für sein vielfältiges soziales Engagement wurde Roland Ritzefeld zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Im Jahre 1980 wurde unsere Schule schließlich in „Ritzefeld-Gymnasium“ umbenannt. Dieser Name bedeutet für unsere Schule eine Verpflichtung: Offen­heit für die Notwendigkeiten der Zeit, soziale Aufgeschlossenheit und Sorge um jeden Menschen – motiviert aus gläubiger Verant­wortung vor Gott.

Wo stehen wir heute?

Wer die Festschrift zum 125-jährigen Bestehen unserer Schule durchstöbert, stößt un­wei­gerlich auf zentrale Stützen unserer Schulgemeinschaft, die seitdem lebendig und den Verän­de­rungen der Zeit entsprechend fortgeschrieben wurden und uns zu dem machen, was wir heute sind: eine lebendige Schule, die unseren Schülern gemäß ihrer unterschiedlichen Begabungen eine Vielzahl an Lern- und Lebens­räumen bietet, die Gemein­­schaft pflegt, offen ist für Veränderung von innen und außen und somit auch zukünftig neben einer um­fassen­den Ausbildung die Persön­lich­keits­entwicklung eines jeden Schülers beglei­tet und Hilfestellung bei der persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortung bietet. Hierdurch werden Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbst­ständig­keit gestärkt, aber auch die Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Die aktuell etwa 750 Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums verteilen sich auf meist vier Parallel­klassen pro Jahrgangsstufe und auf entsprechend viele Oberstufenkurse. Als zukünf­tig drei­zügi­ges Gymna­sium werden wir zu einer noch überschaubareren Schule im gebundenen Ganztag, die mensch­liche Begeg­­nung und intensive pädagogische Betreu­ung, vor allem aber guten Unter­richt und ein diffe­ren­ziertes Fächer­angebot be­günstigt.

Wo wollen wir hin?

Unseren Auftrag sehen wir darin, jedem Schüler auf der Basis einer fundierten kulturellen und allgemeinen Bildung vielfältige inhaltliche und methodische Kompetenzen als Voraus­setzungen für die Studierfähigkeit zu vermitteln und ihn individuell in seiner Entwicklung zu unterstützen – hin zu einer mündigen, sozial verantwortlichen Persönlichkeit, die sich den Aufgaben, dem Wandel und den Heraus­forderungen unserer demokratischen Gesellschaft stellt und diese aktiv, kreativ und kritisch mitgestaltet. Nachfolgende Gedanken stellen dabei Leitlinien dar, die der Orientierung, aber auch der Stand­ortbestimmung und der Reflexion über den zurückgelegten Weg dienen sollen.

2 Leitlinien unseres Handelns

Im Verlauf der zumeist acht, neuerdings neun Jahre an unserer Schule, in denen aus Kin­dern junge Erwach­se­ne werden, durchläuft jeder Jugendliche einen ganz individuellen und viel­schichti­gen Entwicklungs­prozess. Auf die­sem Weg ist die Be­glei­tung dieser indivi­du­ellen Per­sön­lich­keits­ent­wicklung und die Vermit­tlung einer vertief­ten All­ge­mein­bil­dung eine zen­trale und heraus­for­dern­de Auf­ga­be des Unter­richts und der außer­unter­richt­lichen Aktivi­tä­ten am Ritzefeld-Gym­nasium. Im Mit­tel­punkt unserer Arbeit steht daher ein ganzheit­licher Bildungs- und Erziehungs­be­griff mit dem Ziel, die jungen Erwachse­nen zu befähi­gen, ihr Leben mit Kompetenz, Welt­offen­heit und in sozialer Verant­wortung zu gestal­ten. Dazu gehört neben der Wissensvermittlung auch die Vermittlung von Orien­tierung in einer sich stetig verändern­den Welt. Darun­ter verstehen wir die Motivation zum Ler­nen und zur Leis­tungs­be­reit­schaft, aber auch zur Über­nahme von Ver­ant­wor­tung, zur Offenheit gegen­über Neuem und zur Team­fähig­keit. Dies schließt die Ent­wicklung emo­tio­naler und kreativer Fähig­kei­ten sowie die Ver­mittlung so­zia­ler, ethischer und reli­giö­ser Wert­vorstellun­gen und Ver­hal­tens­weisen mit ein. Hierzu ist ein kooperatives Miteinander zwischen allen am Erziehungs- und Lern­prozess Beteiligten notwendig. Eine Identifizierung mit der Schulgemein­schaft sowie ein hohes Maß an Motivation und Lern­bereit­schaft tragen weiterhin zum Gelingen dieses Pro­zesses bei. Dabei kommt einem gegenseitigen verständ­nis- und respektvollen Umgang große Bedeutung zu.

Erziehungsschwerpunkte – der „rote Faden“ durch unsere Schule

entwicklungsstufenErziehung wirkt im zwischenmenschlichen Kontakt – auf der Basis von Beziehungen – und  im Spannungsverhältnis zwischen Lenken und Wachsen lassen. An diesem Prozess wirken zuallererst Eltern, aber auch Lehrer mit. Erziehung gelingt, wenn ein Grundkonsens darüber herrscht, was Kinder benötigen. Elemente eines Erziehungsstils, der die Balance hält zwischen den Bedürfnissen des Kindes nach freier Entfaltung, aber auch Struktur und Orientierung, sind z.B. Wertschätzung, Unterstützung, Konsequenz, Mitgestaltung, eine optimistische Grundhaltung und wirkungsvolle Kommunikation.
Diese Elemente sind die Voraussetzung dafür, dass Menschen in einer sozialen Gruppe (Familie, Klasse, Schulgemeinschaft) Bedeutsames lernen und ihre Persönlichkeit entwickeln können. Dabei müssen die Beziehungen durchaus nicht immer harmonisch, jedoch von gegenseitiger Achtung geprägt sein.

Diese Erfahrung machen unsere Schüler im Unterricht und außerhalb, sei es in Arbeitsgemeinschaften, Projektkursen, im Rahmen der Schülermitverwaltung, in Beratungsgesprächen oder bei Klassenfahrten. Hierbei kommt der Rolle des Lehrers als Vorbild und Begleiter besondere Bedeutung zu. In unserem Bemühen zu erziehen können auch Fehler passieren, aber wir sind ständig im Gespräch und in Verständigung mit allen Beteiligten, um voneinander zu lernen, uns weiterzuentwickeln und gemeinsam Fehler zu vermeiden.

Ziele: auf die Zeit nach dem Schulabschluss vorbereiten, Lern- und Lebensraum bieten, Lebensbezug herstellen

Zentrale Aufgabe eines Gymnasiums ist die Vorbereitung der Schüler auf das Abitur und damit auf das Erlangen der Studierfähigkeit. Hierzu zählen u.a. fundierte Fachkenntnisse, aber auch die Fähigkeit, wissen­schaftlich zu arbeiten, Informationen unter Nutzung unter­schiedlichster Medien zu beschaffen, Material sinnvoll auszu­werten, neue Erkenntnisse zu gewinnen und diese über­zeugend zu präsen­tieren. Die Fähigkeit zur Übernahme von Verant­wortung – in Führungs­positionen oder auch im Team – gehört ebenso zur Persönlich­keits­entwicklung wie die Entwicklung sozialer und medialer Kompetenzen.

Darüber hinaus wollen wir unsere Schüler aber ebenso auf selbstständiges, lebens­langes und nach­haltiges Lernen, auf die praktische Be­wältigung der sich in Alltag und Beruf stellen­den Auf­gaben sowie auf die aktive und verant­wortete Teilnahme am gesell­schaft­lichen Leben vor­be­rei­ten. Wir verstehen Bildung als Hilfe zur Selbstentfaltung, zum Entdecken, Entwickeln und Nutzen der eigenen Fähigkeiten, die gleichzeitig eingebunden sind in ein soziales Miteinander ohne Vor­ur­teile. Hierbei haben die Achtung der Menschenwürde, Res­pekt und Toleranz eine zentrale Be­deu­tung.

Die Schule ist bestrebt, ein auf die Schüler und die örtlichen Gegeben­hei­ten aus­ge­rich­tetes Konzept zu ent­wickeln, um so einen größtmöglichen praktischen Lebens­bezug her­stellen zu können. Ent­sprechend den spezi­fischen Gegebenheiten liegen hierbei Schwer­punk­te auf sozialem Training, inter­kulturellem Lernen (Integration), der individuellen För­de­rung von schwäche­ren und stärkeren Schülern oder auch auf künstlerischen Angebo­ten mit dem Ziel der Persönlich­keits­ent­wicklung. Hierbei geben wir der Vielseitig­keit der Bildung, also einer umfassenden und zeit­ge­mäßen Allgemein­bildung, den Vorrang vor einer frühen Speziali­sierung.

Ziele: Sinne schärfen, Kreativität entdecken, auf Augenhöhe kommunizieren

Die Schulung der Sinne und die Kreativitätsförderung stellen zentrale Bausteine bei der Persönlich­keits­ent­wick­lung unserer Schüler dar. In den musisch-künstlerischen Fächern wird den Schülern ermöglicht, ihre Kreativität zu entdecken und die Heraus­forderung in der emotio­nalen Auseinan­der­setzung zu suchen, ihre Talente individuell und gemeinschaftlich zu entwickeln, ihre Stärken zu zeigen und in vielfältigen Ausdrucks­formen zu verwirklichen. Die intensive Arbeit an gemein­schaft­lichen Projekten der BigBand, des Orchesters, des Chors, in der AG Debattieren, bei Theateraufführungen und Kunst­aus­stellun­gen und nicht zuletzt auch im Sport fördert Teamgeist und Sozialkompetenz. Die Präsen­tation der Projekte in der Öffent­lichkeit macht nicht nur Spaß, sondern stärkt in hohem Maße auch das Selbst­vertrauen durch Aner­ken­nung und Erfolg. Gleichzeitig tragen derartige Aktivitäten wesent­lich zur Außen­darstellung der Schule bei und ermöglichen die Identifikation mit der Schulge­meinschaft.

Ziele: soziales Miteinander in sozialer Verantwortung, Toleranz pflegen, Respekt entgegenbringen, Schul­gemeinschaft pflegen

Kommunikative Kompetenzen sind Grundvoraussetzungen, um sich aktiv am Unterricht, bei allge­mei­nen Gesprächen über gesellschaftliche Themen oder an der Mitgestaltung unser Gesellschaft zu beteiligen. Wenn Menschen ihre Bedürfnisse und Interessen artikulieren, mit anderen abstim­men und durchsetzen wollen, müssen sie effektiv miteinander kommuni­zie­ren können. Die Ver­mitt­lung dieser Kompetenzen ist daher ein grundlegendes Bildungsziel unserer Schule. Unsere Schüler gewinnen hierdurch an Selbst­ver­trau­en und Selbst­­ständigkeit und haben mehr Erfolg beim Lernen und bei der zwischen­menschlichen Verstän­di­gung inner­halb und außerhalb der Schule. Für die aktive Gestaltung, Mitwirkung und Mitbe­stimmung bei gesellschaft­lichen Fragen sind kommuni­kative Kompetenzen unerlässlich. Um diese Ziele zu erreichen, pflegen wir ein Schul­klima, in dem sich alle Mitglieder unserer Schul­gemein­schaft wohl fühlen können. Dies setzt einen respekt­vollen, toleranten und gewalt­freien Um­gang miteinander voraus. Gewalt- und Drogen­präven­tion sowie Konflikt­lösung werden sowohl im Unterricht als auch in der AG Streitschlichtung von Beginn an thematisiert. Zur Pflege sozialer Kompetenz und Kommu­nikation auf Augen­höhe tragen aber auch Aktivitäten wie gemein­same Feiern, Sportveranstaltungen, Klassenfahrten und Wandertage wesentlich bei.

Ziele: Orientierung bieten, zum (Be-)Werten auffordern

Unsere Schule steht in einer langen Tradition, die zu Beginn mit dem Leben und Wirken Roland Ritzefelds näher beschrieben wurde. Hieran anknüpfend möchten wir unseren Schülern die Orientie­rung bieten, unsere Welt „human“ zu gestalten. Dieser Begriff schließt für uns neben der sozialen Kompo­nente weitere Ziel­vorstellungen (Umwelterziehung, Gesundheitserziehung, Gerechtigkeit, Frieden…) mit ein. Alles hat einen Wert, was uns hilft, die Welt human zu gestalten. Wertevermittlung bedeutet im Lebens­umfeld der Schule, die Frage zu stellen, inwiefern die Lerninhalte es den Schülern ermöglichen, an der Gestaltung einer humanen Welt mitzu­wirken. Die daraus resultierende Kompe­tenz der Schüler ist schließlich die Fähigkeit, Situationen oder Sach­ver­hal­te vor diesem Hintergrund „bewerten“ zu können. Wir wollen also keine Werteerziehung im klassischen Sinne, sondern zum Werten bzw. Bewerten auffordern, also das „Werten“ vermit­teln. In einer sich rasant ent­wickeln­den Informationsgesellschaft ist ein fundierter und kritischer Umgang mit moder­nen Medien – insbeson­dere dem Internet – eine Grund­voraussetzung, um die Orientierung zu finden bzw. den Überblick zu behalten.

Ziele: kulturelle Vielfalt fördern, Zusammenhalt stärken, global lernen

Das Ritzefeld-Gymnasium ist offen für Menschen aus aller Welt. Sie sind hier willkommen – Inter­nationalität und Vielfalt sind eine große Chance für unsere Gemeinschaft. Sie fördert gegenseitigen Respekt und stärkt den Zusammenhalt an unserer Schule. Integration heißt vor allem, Chancen­gleichheit beim Zugang zu Arbeit, zu Bildung und Ausbildung sowie in der Gesellschaft insgesamt zu gewährleisten. Die künftige gesellschaftliche, kulturelle und wirt­schaftliche Entwicklung wird weit­gehend davon abhängen, wie Bildung in einer vernetz­ten Welt vollzogen wird. Angesichts der Dyna­mik des sozialen Wandels und der Globali­sierung der Lebenswelten (Interkulturalität) ist für eine erfolg­reiche Lebens­gestaltung auch eine neue Lernkultur vonnöten. In einer Welt, in der Zusammen­arbeit über Landes- und kulturelle Gren­zen hinaus immer wichtiger wird, benö­tigen Schüler neben der Fähigkeit zur Orien­tierung auch Offenheit und Toleranz gegen­über Neuem und Unbekanntem auch die Fähigkeit, Dinge aus anderen Perspek­tiven zu betrachten. Das Wissen um die Besonder­heiten anderer Kulturen bietet nicht zuletzt auch die Möglichkeit, in Reflexion die eigene Kultur besser kennen zu lernen, Sichtweisen kritisch zu hinterfragen und hierdurch eine eigene kulturelle Identität zu entwickeln. Da unsere Schüler unter­schiedlichen Nationali­täten und Glaubensrichtungen ange­hören, sind diese Fähigkeiten für das Zusam­menleben an unserer Schule, aber auch im gesell­schaftlichen und privaten Bereich sehr wichtig. Durch Schulaktivitäten, z.B. durch interkul­turellen Austausch und Begegnungen sowie in Projekten mit unseren ausländischen Partnerschulen wird die Kommuni­kations­fähigkeit der Schüler gefördert. Die Nutzung des vielfältigen Fremd­sprachen­angebots bietet die Möglichkeit des Erwerbs interna­tionaler Qualifikationen, ohne die eine spätere berufliche Flexibilität auf internationaler Ebene deutlich erschwert wird.

Durch unsere geographische Lage im Herzen der Euregio Rhein-Maas liegt uns die Begegnung mit unseren Nachbarländern Belgien und Niederlande sowie der euregionale Gedanke besonders am Herzen. Deswegen möchte das Ritzefeld-Gymnasium als Euregioprofilschule Sprachkenntnisse und das Zusammenleben in der Euregio fördern.

3 Umsetzung der Leitlinien in den Fachbereichen

Was immer Du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an. (Johann Wolfgang von Goethe)

Das Ritzefeld-Gymnasium baut auf einer langen und erfolgreichen Bildungstradition auf. Es ist bis heute eine Schule mit star­kem Zuspruch, weil eine gymnasiale Erziehung von einem Bildungs­verständnis ausgeht, das über bloße Wissens­vermittlung hinausreicht und im Sinne der Persönlich­keitsentwicklung den ganzen Men­schen im Blick hat. Unsere gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Ordnung beruht auf gemein­samen Werten. Werte geben Orientierung und unterstützen die Entwicklung der Persönlichkeit. Sie geben uns Regeln, die das Miteinander in unserer Gesell­schaft leichter machen. Persönliche und soziale Kompetenz, Ein­stellun­gen und Verhaltensweisen und die dahinter stehen­de Werteorientierung der Jugendlichen sind genauso wich­tig wie ihre fachlichen Qualitäten und Kompe­ten­zen. Selbstständigkeit und Offenheit, Lern- und Leis­tungs­bereit­schaft, Zuverlässigkeit und Gemeinsinn, Verantwor­tungsbewusstsein und Rücksichtnahme sind allesamt Tugen­den, die in jeder Gemeinschaft unverzichtbar sind.

Werte werden zuallererst in der Familie vermittelt, aber auch Schule hat den Auftrag der Werte­vermittlung. Ohne Werte ist jedoch eine Erziehung kaum denkbar, ohne Erziehung – sei es in der Familie oder in der Schule – ist Bildung kaum denkbar. Den Bildungs- und Erziehungsauftrag sehen wir nicht als alleinige Aufgabe der Lehrer­schaft, er kann nur in einer aktiven und gelebten Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrern gelin­gen. Unsere Schulgemeinschaft ist geprägt durch demokratisches Handeln, Respekt voreinander und Aus­tausch unter­­einander, mit dem Ziel, Verantwortung für uns selbst, unsere Mitmenschen, aber auch zukunfts­gerichtet für nach­folgende Generationen und unsere Umwelt zu übernehmen.

Verantwortliches Handeln setzt eine solide Allgemeinbildung voraus. Darunter verstehen wir u.a.

  • die Beherrschung der Muttersprache bzw. der Verkehrssprache Deutsch, verbunden mit der Fähigkeit, seine eigenen Gedanken in dieser Sprache schriftlich und mündlich auszudrücken
  • sicherer Umgang mit mindestens einer Fremdsprache und grundlegende Kenntnisse einer weiteren
  • grundlegende Kenntnis der Geschichte und der politischen und räumlichen Verhältnisse des eigenen Landes
  • grundlegende Kenntnis der Methoden und Denkweisen in Mathematik und Naturwissen­schaften
  • Beherrschung und kritischer Umgang mit herkömmlichen und modernen Medien
  • Bewältigung menschlicher Lebenssituationen aufgrund von Beschäftigung mit Religion und Ethik
  • Sinn für Schönheit durch Auseinandersetzung mit bildender Kunst, Musik und Literatur und eigenes Gestalten
  • Körperbewusstsein und Verantwortungsgefühl für die eigene Gesundheit.

Dieses Ziel der Allgemeinbildung ist nur erreichbar durch eine fun­dier­te Methoden- und Sozialkompe­tenz. Ent­schei­dend sind hier kooperative Lernformen (nach Brüning & Saum) und Methoden, die die Schüler zum Selbstlernen und zur Zusam­men­arbeit befähigen (Meyer, Gudjons u.a.).

Das Ritzefeld-Gymnasium bietet seinen Schülern einen geeigneten Lern- und Lebensraum, damit sie diese persönlichen und sozialen Kompetenzen durch selbstständiges Lernen in zunehmen­der Eigen­verant­wortung erreichen können. Dieser unser Lebensraum ist aber auch gekenn­zeich­net durch offene Kommunikation, Transparenz und Teamgeist, wobei die individuellen Potenziale des Einzelnen berück­sichtigt wer­den. Daher verzichten wir bewusst auf eine Schwerpunktsetzung im Rahmen des Fächer­kanons, da wir allen Schülern ein möglichst breites Unterrichtsangebot vermitteln wollen, das der Individua­li­tät der Schüler so weit wie möglich gerecht wird, gleichzeitig aber – auch durch außer­unterrichtliche Aktivi­täten – eine umfassende Studien- und Berufsorientierung ermöglicht.

Die in den schulinternen Lehrplänen festgelegten Themen und Texte tragen in hohem Maße den Zielen der Allgemeinbildung und Studierfähigkeit Rechnung: durch Sachtexte aus verschiedenen Wissens­gebie­ten, litera­rische Texte aus vergangenen Epochen und fremden Ländern; durch Diskus­sionen, in denen die kritische Distanz und Überprüfung eigener Standpunkte gefördert werden; durch den frühzeitigen und kontinuierlichen Ein­satz von Methoden wie Recherchieren und Präsentieren in verschiedenen Formen. Dazu gehört auch der Umgang mit Medien aller Art, traditio­nellen wie beim Projekt „Zeitung in der Schule“ (Kl. 8), aber ebenso mit den vielfältigen Chancen und Risiken neuerer und neuester Medien. So muss etwa verändertes Sprachverhalten bewusst gemacht und reflektiert werden. In den zentralen Bereichen – Sprechen und Schreiben, Umgang mit Texten, Reflexion über Sprache – sollen nicht nur Kenntnisse erworben werden; vielmehr sollen die Schüler durch die Möglichkeiten, die ihnen der Unterricht zum Ausdruck von Meinungen, Überzeugungen und Gefühlen oder auch Stimmungen gibt, in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden. In Form von Unterrichts­bei­trä­gen, Referaten und Präsen­ta­tionen, aber auch beim Vorlesen, beim Sprechen in Dialogen, beim sze­ni­schen Spiel oder dem Vortrag von Gedichten, werden Fähigkeiten gefördert und Hemmungen überwunden. Hinsicht­lich kreativer und darstellerischer Aufgaben erfüllt unser Deutsch­unterricht eine bedeutende Funktion. Im Vorlesewettbewerb (Klasse 6) oder bei den Theater­auffüh­rungen der Literaturkurse (Q1) werden die Ergebnisse nach außen getragen. Viele Teilbereiche des Deutschunterrichts eignen sich, um durch Sozialformen wie Part­ner- und Gruppen­arbeit sowie durch Unterrichts­gespräche und Diskussionen einerseits gemeinschaftliches Handeln, andererseits das Akzeptieren anderer und die Relativierung eigener Meinungen zu fördern. Indem Methoden und Inhalte stets auf den Respekt vor dem „Anders-Denken, Anders-Fühlen, Anders-Sein“ zielen, leisten wir als Fachlehrer unseren Beitrag zu Sozialkompetenz und Teamfähigkeit. Die Materialien, mit denen wir uns beschäftigen, spiegeln – in Inhalt, Sprache, Struktur – Werte und Wert­vor­stellungen des Autors, der Entstehungszeit etc. Als heutige Leser und Leserinnen begegnen wir diesen Vorstellungen auf der Grundlage unserer eigenen Erfahrungen, die aufgrund der viel­fältigsten Einflüsse heutzutage individuell variieren. Erziehung zu Toleranz und Respekt hindert nicht die Festlegung auf Werte, die in unserem Kulturkreis gewachsen und anerkannt sind. Dazu gehört ein Leben ohne Gewalt als Indi­viduen in einer sozialen Gemeinschaft führen zu können, und ebenso die Ablehnung jeder Form von Benachteiligung und das Recht jedes Einzelnen auf persönliche Entfaltung. Bisher fördern wir in unserem Fach vielfältige Schülerinteressen auch außerhalb der Schule durch Literatur, Bibliotheks-, Theater- und Filmbesuche. So nehmen wir jährlich am Euregio Literatur­wett­bewerb teil (EF, Q1) und führen eigenverfasste oder überarbeitete Theaterstücke mit Literaturkursen und AGs auf. Einen Schwerpunkt unserer Fachschafts­arbeit sehen wir in einer individuellen Stärkung der Sprach­kom­petenz unserer Schüler (z. B. durch Lesezirkel und Lesetraining).

Sprachen sind Tore zur Welt. Dieser Erkenntnis der gymnasialen Bildungstradition fühlt sich unsere Schule verpflichtet und bietet eine Vielzahl von Fremdsprachen an. Zurzeit haben die Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums die Möglichkeit, Englisch, Latein, Französisch, Spanisch oder auch Niederlän­disch in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium zu lernen.

Das Anliegen unseres Unterrichts ist nicht nur Fremdsprachenkenntnisse, neue Wörter, Grammatik zu vermitteln, sondern auch die dahinter stehenden andersartigen Denkmuster und Wertvorstellungen. So sollen die Schüler Einsichten in fremde Kulturen erhalten.

Das Lateinische schätzen wir wegen seiner kulturerschließenden Eigenschaft und als hervorragende Voraussetzung für das Erlernen weiterer romanischer Sprachen. Außerdem steht Latein für die Kontinuität europäischer Bildung und ist als Wissenschaftssprache durchaus noch aktuell, z.B. in Studienfächern der Geisteswissenschaften, für die das Latinum verlangt wird.

Der Unterricht in den modernen Fremdsprachen folgt dem Leitziel der „interkulturellen Hand­lungs­fähigkeit“ und richtet auch einen kritischen Blick auf eigene Vorstellungen und Verhaltensweisen. Das führt zur Ausbildung einer toleranten Grundeinstellung und der Fähigkeit, sich dem jeweiligen Begegnungsmoment entsprechend angemessen in der Zielsprache zu verständigen. Unsere Schüler sollen langfristig in die Lage versetzt werden, souverän mit Neuem und Fremdem im privaten und beruflichen Umfeld umzugehen und sprachliche und kulturelle Missverständnisse zu vermeiden. Derartige Situationen entstehen heutzutage sicherlich nicht nur im sogenannten Ausland, sondern überall, in Deutschland und auch vor Ort, in Stolberg.

Sowohl das Angebot neuer Handlungsmöglichkeiten, die im Fremdsprachenunterricht entstehen, als auch das gemeinsame Nachdenken darüber und das Abwägen der eigenen Einstellung gegenüber Nachahmungs­würdigem und Ablehnenswertem tragen zur Erweiterung des eigenen Horizonts und zur Ausbildung einer verantwortungsbewussten Persönlichkeit bei. Eine entsprechende Haltung soll in der Sekundarstufe I angebahnt und in der Sekundarstufe II ausgebaut werden. Über die Vermittlung landeskundlichen Wissens hinaus werden Impulse in den Bereichen Literatur, Geschichte, Philosophie und Theologie gegeben.

Der seit vielen Jahren stattfindende Schüleraustausch mit dem französischen Collège Félix Buhot in der Stolberger Partnerstadt Valognes bietet unseren Schülern echte fremdsprachliche Begegnungs-möglichkeiten. Dies gilt im weiteren Sinne auch für die regelmäßig stattfindenden Exkursionen in die nahegelegene belgische Nachbarregion, z.B. nach Verviers, Lüttich oder Brüssel. Im Lateinunterricht finden alljährlich Kompakttage in Xanten, Köln und Trier statt. Studienfahrten nach England, Frank­reich und bei Interesse nach Spanien führen das Angebot interkulturellen Austauschs an außerschuli-schen Lernorten in der Oberstufe fort. Desweiteren sind englische Theateraufführungen und E-Mail-Projekte in Englisch und Spanisch geplant. Außerdem arbeiten wir auf einen Schüleraustausch mit England, Betriebspraktika im Ausland, die Verankerung von Spanisch in der Sekundarstufe I, Projektarbeit und eine Erweiterung der AGs im Fremdsprachenbereich hin.

In der Sekundarstufe I liegt auch im Fremdsprachenunterricht ein besonderer Schwerpunkt auf der Vermittlung von fachlich bedeutsamen Methoden, wie zum Beispiel Texterschließungs- und Präsen­tationsstrategien, die später vertieft werden. Im Fach Latein des Anfängerunterrichts ist Wochen­planarbeit fester Bestandteil des unterrichtlichen Vorgehens. Im Fach Englisch werden individuelle Leistungsstände der Lernenden durch das Angebot von Forder- und Förderkursen sowie unterschied­lich gestaltetes Arbeitsmaterial für die Lernzeit berücksichtigt. Für besonders an Fremdsprachen interessierte Schüler bietet das Ritzefeld-Gymnasium eine Spanisch AG in der Klasse 8 an. In den Stufen 7 und 8 können die Schüler außerdem eine AG zur Vorbereitung auf das französische Sprach­zertifikat DELF (Diplôme d‘Etudes de la Langue Française) belegen. Der Kurs endet mit einer Prüfung beim Institut Français in Aachen.

Es ist geplant, für außergewöhnlich leistungsstarke Schüler in der Sekundarstufe II eine weiter­führende AG einzurichten, die darauf abzielt, das Niveau der Sprachprüfung DALF (Diplôme approfondi de langue française) zu erreichen. Inhaber des DALF sind beim Eintritt in eine französische Universität von der Sprachprüfung befreit. Ein vergleichbarer Kurs im Fach Spanisch bereitet interessierte Schüler auf die Sprachprüfung DELE (Diploma de Español como Lengua Extranjera) vor, die vom staat­lichen Instituto de Cervantes vor Ort organisiert wird, während die Universität Salamanca in Spanien für die Ausarbeitung, Korrektur und Auswertung aller Examen weltweit verantwortlich ist. Facharbei­ten in den modernen Fremdsprachen bereiten die Schüler der Oberstufe auf ein mögliches weiter­führen­des Studium vor. Denjenigen, die erfolgreich einen Leistungskurs Französisch besucht haben, steht der Zugang zu französischen Universitäten offen. Mit dem Angebot des Faches Wirtschafts­englisch, das in Kooperation mit der IHK in Aachen durchführt wird, können unsere Schüler ihre eigenen Fähigkeiten im Fach Englisch sehr weit ausbauen und spezialisieren und gleichzeitig ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

Auf diese Weise tragen die Sprachenfolge und der hohe Stellenwert, den der Fremdsprachenunterricht an unserer Schule einnimmt, zur Vorbereitung auf die Anforderungen einer ständig zusammen­wachsenden globalen Gesellschaft bei, in der unsere Schüler ein aussichtsreiches und selbstbe­stimm­tes Leben führen sollen.

Jeder Mensch ist ein Künstler (Joseph Beuys)! Der musisch-künstlerische Bereich umfasst die Wahr­neh­mung, Gestaltung und Reflexion bezogen auf die künstlerisch-ästhetische Vielgestaltigkeit von Kultur und Lebens­wirk­lichkeit. Eine kritische Auseinander­setzung mit der Bild- und Hörwelt in unter­schiedlichen Medien in Vergan­gen­heit und Gegenwart schärft die Sinneswahrnehmung und ermög­licht durch die Konzentration auf Einzel­phäno­me­ne (z.B. konzentriertes Betrachten oder Hören von exemplarischen Werken) eine Orientierung in einer zuneh­mend medial beherrschten Welt bei gleich­zeitiger Stärkung der Emotionalität. Durch die Vermittlung einer ästhe­ti­schen Grundbildung leistet der musisch-künstlerische Bereich aber auch seinen Beitrag im Sinne einer ganz­heit­lichen Persön­lich­keits­­ent­wicklung, unsere Schüler zu befähigen, durch schöp­ferisches Denken und Handeln ihre künst­lerisch-ästhetische Identität zu finden, ihr kreatives Gestaltungs­potential zu ent­fal­ten und kulturelle Orientierung in Zeit und Raum zu erlangen (Beleuchtung verschiedener Musik- und Kunst­epochen, Kennenlernen von Instru­menten, Bild- und Gestaltungstechniken, Einbezug außerschulischer Lernorte (z.B. Theater, Kon­zerte, Kunstaus­stellungen etc.)). Das vorhandene Wahr­neh­mungs- und Aus­drucks­vermögen der Schüler wird im Unter­richt entwickelt, erweitert und zu ästhetischem Denken und Handeln aus­ge­bildet. Die ästhe­tische Art der Welt­er­fahrung bezieht sich auch auf die Fähigkeit zur persön­lichen Reflexion dieser Erfahrun­gen. Indem unsere Schüler lernen, Musik und Bilder kontextbezogen zu deuten und zu gestalten, entwickeln sie Kompe­tenzen, die sie zur selbst­bestimmten und aktiven Teilhabe an viel­fältigen Formen von Kunst und Kultur aus Vergangenheit und Gegen­wart, aber auch zu einem kritischen und kreativen Wahrneh­mungs­vermögen ge­gen­über der per­sönlichen Umwelt und der Alltagsrealität befähigen. Kompe­tenzen entstehen im Zusam­men­spiel von Neugier, Motivation, Fähigkeit, Wissen, Handeln, Verstehen, Urteilen und Erfahrung auch mit unge­wohn­ten Musik- und Bildwelten, ebenso in Verbindung mit Erlebnissen, in der Auseinan­der­­setzung mit der stilistischen, histo­rischen und funktio­na­len Vielgestaltigkeit, in kreativen Schaffens- und Aus­füh­rungs­prozessen, in der Her­stellung und Themati­sie­rung von Kontexten und – nicht zuletzt – im ästhe­ti­schen Erleben. Musik und Bilder gestal­ten bedeutet auch, etwas Persönliches zu schaffen, etwas Einmaliges – abhängig von der Individualität des Schülers. Diese ein­maligen, persönlichen Gestal­tungs­­wege werden durch den Unterricht angestoßen, gefördert und entwickelt. Auch multimediale Formen der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit werden aktiv erfahren und kreativ erprobt. Durch die Stärkung der Kommunikationsfähigkeit und Toleranz durch Erörterung ästhetischer Frage­stellun­gen wird Sozialkompetenz vermittelt. Neben der Erweiterung und Differenzierung der Wahr­neh­mungs­fähigkeit stellt die Ausbildung von Kompetenzen im Bereich des Gestaltens einen weiteren Schwer­punkt dar. Gruppen­dyna­mische Prozesse spielen eine große Rolle in beiden Fächern, da die Schüler ihre Talente nicht nur individuell, sondern auch gemeinschaftlich entwickeln. Durch die Begegnung und im reflek­tie­renden und bewertenden Umgang mit außereuropäischer Musikkultur und Kunst entwickeln sich Toleranz und Respekt vor der Anders­artigkeit. Durch Anerkennung und erfahrbaren Erfolg z.B. bei der Teil­nahme an inner- und außer­schu­lischen Kunst­ausstellungen und Konzerten wird das Selbstvertrauen der Schüler gesteigert (z.B. Kunst­kalender, Wett­bewerbe und Projekte mit regionalen Künstlern, Begegnung mit außereuropäischer Musik und Kunst). Kreative Gestaltungen und deren Erörterung ermöglichen weiterhin auch eine Orientierung in der Medienwelt. Durch die Mitwirkung von Chor, Orchester, Bigband und einzel­nen Klassen in die Gestaltung schul­inter­ner und öffentlicher Aktionen, Feste und Feiern wird die Schul­gemein­schaft gestärkt (z.B. in Unter­richts­projekten, bei Abiturfeiern, Adventskonzerten, beim Weih­nachts­singen, beim gemein­samen Ein­stu­dieren von Liedern und deren Auf­führung – auch im Ausland). Zusammenspiel, aufeinander Hören, Reagieren und Eingehen fördern Team­fähig­keit und Team­geist – jeder Einzel­ne trägt in der Gemein­schaft etwas zur Entstehung von etwas ästhe­tisch Wert­vollem bei.

Raum – Zeit – Gesellschaft

Diesem die Fächer Geschichte, Politik, Sozialwissenschaften und Geografie umfassenden Fachbereich wird am Ritzefeld-Gymnasium ein hoher Stellenwert eingeräumt, spielen hier doch offene, koopera­tive und fächerver­bin­den­de Lernformen eine bedeutende Rolle. Im Fachbereich Gesellschafts­wissen­schaften be­schäftigen sich die Schüler mit den viel­fäl­tigen Erschei­nungs­formen des Zusammenlebens von Men­schen in Vergangenheit, Gegen­wart und Zukunft. Sie gehen der Frage nach, wie dieses Zu­sam­­men­leben gesell­schaftlich, politisch und wirt­schaft­­lich gestal­tet werden kann, welche räum­lichen Bedingungen dabei eine Rolle spielen und wie es in der Vergangenheit gestal­tet wurde. Eck­pfeiler der fachlichen Inhalte, die eine fundierte Allgemeinbildung herstellen, bilden die Kenntnis der eigenen-, der europä­ischen Geschichte und der Weltgeschichte, sie sind die Grund­lagen für die Orien­tierung in Leben und Gesell­schaft. In den Sozialwissenschaften wird verstärkt auf die gegen­wärtigen und zukünf­tigen politi­schen und ökono­mischen Lebenssituationen (politische, ökonomische und gesell­schaft­liche Parti­zi­pation) fokus­siert. Die Geografie behan­delt die natürlichen Gegeben­heiten und sozio­ökonomischen Pro­zesse im räumlichen Wirkungsgefüge. Studier­fähigkeit wird erreicht durch die Herausbildung analytischer Fähigkeiten in Abhängig­keit von den spezi­fischen Erfor­der­nissen der jeweiligen Fächer (Text-, Bild-, Karten-, Statistikanalyse), die Einbin­dung der analysierten Medien in historische, politische und räumliche Zusam­menhänge und schließlich die Beurtei­lung und Bewertung analysierter Fakten und Meinungen unter historischen, politischen und raumpla­ne­rischen Gesichts­punkten. Reflexion gesellschaftlicher Kon­flikte und ihrer Bewältigungs­möglichkeiten (Kom­pro­­miss­fähigkeit, Gewalt­losigkeit).

Ziel des Unterrichts zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ist eine Mündigkeit, resultierend in der Fähig­keit und Bereitschaft, Verant­wor­tung für das eigene Leben zu übernehmen und verant­wortlich und reflektiert am gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen. Durch die regel­mäßige Thematisie­rung von gesell­schaft­lichen Inhalten nicht nur beim Klassenlehrer wird die politische Bildung der Schüler erweitert. Das Thema Wahlen und Demokratie (Wahlen in der Klassen­gemeinschaft, Rollenspiele, Klassen­rat bis hin zur Streit­schlich­tung und Berufsberatung) wird so regel­mäßig gepflegt. Dabei lernen die Schüler, Interessen zu artiku­lieren, sie mit anderen abzugleichen und ge­mein­same Lösungen zu erar­bei­ten, was zu einer Gesprächs­kultur führt, die von festen Regeln unter­stützt wird. Ausgehend von lebensnahen Lernsituationen (privat, beruflich und gesell­schaft­lich) erarbeiten sich die Schüler zuneh­mend die Kompetenzen, mit fachlichen Methoden Informa­tionen zu sammeln, die sie zur Bewäl­tigung kon­kreter Situationen benötigen, sie zu verarbeiten und mit anderen Infor­ma­tionen zu ver­knüp­fen. Eigene Lösungs­vorschläge und Urteile werden formuliert und im Rahmen der an Humanität orientierten Grundsätze (Menschen­rechte, Grundgesetz) überprüft. Aktuelle politische Entwicklungen werden hierbei aufgegriffen und fließen in den Unterricht ein (Rechtsradikalismus, Lokalgeschichte). Die Schüler entwickeln weiterhin die Bereitschaft, Meinungen und Einstellungen anderer zu respektieren und deren Rechte zu achten. Darüber hinaus erarbeiten sie sich Ordnungs­struk­turen, um weiteres histo­risches, geo­gra­fisches und politisches Wissen, das sie im Laufe des lebens­lan­gen Lernens erwerben, gedank­lich einzusortieren und Orien­tie­rung zu gewinnen. Dies ermöglicht ihnen schließlich die aktive Teilhabe am öffent­lichen Diskurs in unserer Gesell­schaft. Im Fach Geografie rücken die Betrachtung und Erkundung des unmittelbaren Wohnumfeldes, die konkrete Stadt­pla­nung und die Flächen­nutzungsplanung in den Mittelpunkt. Als örtlicher Bezug wird das Umfeld der Euregio Maas-Rhein einbe­zogen. Einen gewissen Gegenpol bilden die Themenbereiche Globalisierung und Zukunfts­visionen. Der Unterricht eröffnet einen Raum für Reflexion sowohl über die historischen Wurzeln der eigenen Gegen­wart als auch über die offene Zukunft. Schüler erkennen die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmen­be­dingungen mensch­lichen Handelns sowie die Verantwortung bei der Gestaltung von Zukunft. Die Beschäftigung mit anderen Gesellschaften und Kulturen in anderen Zeiten oder Räumen lässt deren Eigenart und Wert deutlich werden und leistet so einen Beitrag zur interkulturellen Bildung (Offenheit für Neues). Kontroverse Wertvor­stellungen, Interessen und Zukunftsvorstellungen werden als Grund­elemente des sozialen Zusammen­lebens deutlich. Unterricht in Gesellschaftswissenschaften trägt somit in beson­derer Weise zur Wertever­mittlung bei, indem er grundlegende Werte und Normen erlebbar macht: Tole­ranz abweichender Meinungen, Umgang mit Konflikten im gewaltfreien Diskurs, Einüben demokra­tischer Ver­hal­tens­weisen. Darüber hinaus macht er diese Werte und Normen selbst zum Thema, wenn sich die Schüler etwa Möglichkeiten einer nachhaltigen Nutzung von Räumen und Ressourcen erschließen, die Bedeutung von Rechts­staat und Menschen­rechten erkennen und Regeln, Verfahren und Institutionen, die heute das Zusammenleben in unserem Gemein­we­sen bestimmen, als notwendig erachten.

Bildungsschwerpunkt Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik

Aktualisierung: Im Schuljahr 2016/17 wurde die Ausweisung des MINT-Bereichs als Bildungsschwerpunkt in der Schulkonferenz vom 24.01.2017 beschlossen. Eine Evaluation erfolgt i.d.R. alle 2 Jahre.

Ansprechpartner: C. Ewen, Dr. R. Ostrowski

 

Naturwissenschaften und Technik prägen unsere Gesellschaft in allen Bereichen. Sie bilden einen be­deu­­tenden Teil unserer kulturellen Identität, und das Wechselspiel zwischen den Erkenntnissen der Physik, Chemie und Biologie und deren technischer Anwendung bewirkt Fortschritte auf vielen Gebieten. Die Weiter­ent­wick­lung der For­schung in diesen Bereichen stellt die Grundlage für neue Verfahren dar (z.B. in Medizin, Bio- und Gen­tech­no­lo­gie, Umweltwissenschaften und Informa­tions­technologie). Neue Werkstoffe und Produk­tions­ver­fahren werden neu konzipiert oder ständig ver­bessert. Andererseits birgt die natur­wissen­schaft­lich-tech­ni­sche Entwick­lung aber auch Risiken, die erkannt, bewertet und beherrscht werden müssen. Moderne Indus­trie­gesellschaften benötigen ent­sprechend gebildete Arbeitskräfte, um in einem globalen Markt konkurrie­ren zu können. Hierzu ist nicht nur Wissen aus den MINT-Fächern nötig, sondern auch die Verbindung mit den Gesell­schafts­wissen­schaf­ten.

Ziele einer naturwissenschaftlichen Grundbildung sind, wichtige Phänomene in Natur und Technik zu ken­nen, Zusam­menhänge zu durchschauen, die Fachsprache und Geschichte der natur­wissen­schaftlichen Fächer zu verste­hen, ihre Erkenntnisse zu kommunizieren sowie sich mit ihren spe­zi­fi­schen Metho­den der Erkennt­­nis­ge­win­nung und deren Grenzen auseinanderzusetzen. Grundlegendes Wissen in diesem Fach­be­reich er­mög­­licht daher, in einer sich rasant verändernden Welt selbst­be­stimmt und effek­tiv ent­schei­den und han­deln zu können, aktiv an gesell­schaft­licher Kommunikation und Meinungs­bildung teil­zu­ha­ben und an der Mit­gestaltung unserer Lebensbe­dingun­gen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitzu­wir­ken.

Mathematik und Physik stellen eine wesentliche Grundlage für das Verstehen natürlicher Phäno­mene und für die Erklärung und Beurteilung technischer Systeme und Entwicklungen dar. Biologie-, Physik– und Chemieunterricht ermög­lichen Welt­be­gegnung durch die Modellierung natürlicher und technischer Phäno­mene und die Vorhersage der Ergeb­nisse von Wir­kungs­zusammenhängen. Darüber bietet die historische Entwicklung der Naturwissenschaften einen ver­gleichs­weise und insbesondere für Mädchen oft leichteren Zugang zum Verständnis wissen­schaft­licher For­schung und Erkennt­nis­gewinnung. Dabei bemühen wir uns, gedanklich zwischen verschiedenen Systemen zu wechseln und unter­schied­liche Perspek­tiven anzubieten und zu entwickeln. Ihre Erkennt­nisse führen zu Perspek­tiven und An­wen­dungen, die uns als Teil und als Gestalter der Natur betreffen und für einen verant­wortungs­vollen Umgang mit ihr und für eine nach­haltige Nutzung von Ressourcen sensibilisieren. Sie beein­flussen zunehmend auch politische Ent­schei­dungen und beeinflussen die Fundamente des Wertesystems der Gesell­schaft.

Unmittelbare Naturer­fahrun­gen leisten einen wesent­lichen Beitrag zur Wert­schätzung und Erhaltung der bio­lo­gischen Viel­falt und fördern die Bewer­tungs­kompetenz für ökologische, ökono­mische und sozial trag­fähige Ent­schei­dungen. Unsere Schüler nutzen insbesondere experimen­telle Metho­den zum Erkenntnis­gewinn über natur­­wissen­schaftliche Phäno­mene. Exkursionen und die Nutzung außer­schulischer Lernorte (z.B. an der RWTH Aachen, in Betrieben und Museen der unmittelbaren und weiteren Umgebung) bereichern und ergänzen den Unter­richt durch einen anschaulichen Praxis­be­zug und bieten darüber hinaus wertvolle Einblicke in Arbeits­fel­der, die zu einer umfassen­den Berufs­orientierung im MINT-Bereich beitragen. Hierzu stehen in allen Fächern gut ausgestattete Fach­räu­me und Sammlungen zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt das Ritzefeld-Gymnasium über ein eige­nes Schülerlabor, das von Schülern in Eigenverantwortung geführt wird, Möglichkeiten zur Durch­führung speziel­ler, von Schülern ausgearbeiteter Projektideen bietet und Anschauungsmaterial für den Unterricht bereitstellt. Die Biologie eröff­net den Schülern zu­dem Einblicke in Bau und Funktion des eigenen Kör­pers und leistet so auch einen wichti­gen Bei­trag zur Gesundheitserziehung.

Die technische Informationsbe- und -verarbeitung nimmt in der modernen Lebenswelt eine immer wichtigere Stellung ein. Die Kenntnis der zugrunde liegenden Sachverhalte und Verfahren, ihre prak­ti­sche Beherr­schung sowie ihr reflektierter Einsatz sind in vielen Bereichen Voraus­setzung zur eigenständigen und selbstver­ant­wort­lichen Teilhabe an Arbeits- und Entscheidungsprozessen. Die Infor­mations­technische Grund­bil­dung (ITG) wird im Zu­sammenspiel verschiedener Fächer bzw. in Projek­ten bis zum Ende der SI auf­ge­baut. In den Curricula der Fächer sind fachspezifische Anwen­dun­gen verknüpft, die das Lehren und Lernen im jeweiligen Fach unter­stüt­zen. Durch den oft selbst­bestimmten und spielerisch-krea­tiven, aber auch kri­tischen Gebrauch der neuen Me­dien als Infor­ma­tions-, Kommu­ni­ka­tions- und Ausdrucksmittel leis­tet das Fach auch einen wesentlichen Beitrag zur Medien­erziehung. Hierzu unterhält die Schule zwei voll ausgestattete Medien­räume mit Computer­arbeitsplätzen für jeden Schüler einer Klasse sowie einen weiteren, mobilen Medienraum. Die eingesetzten Metho­den und Techniken tragen auch dazu bei, Pro­bleme, Aufgaben und Lösungs­strategien zu strukturieren. Auf dieser Grund­lage können die Schüler z.B. die Chancen und Risiken des Internets ein­schät­zen, sich rechtliche Aspekte be­wusst machen und Auswirkungen auf die eigene Person und die Gesellschaft erkennen. Darüber hinaus bietet der anwen­dungs­orientierte Charakter Möglich­kei­ten für projekt­orien­tiertes und fachübergreifendes Vor­gehen, das im Fach­­unterricht sowie in Arbeits­gemein­schaf­ten aufgegriffen wird (Web-AG, Netzwerk-AG, Informatik-AG, Robo­ter-AG, Foto-AG, Trickfilm-AG,…).

Zudem können alle Fachbereiche auf eine Medienwerkstatt zurück­grei­fen, die im Unterricht zur Her­stellung von Bild- und Videomaterial sowie verschiedener Printmedien genutzt wird und die für die Öffent­lich­keitsarbeit der Schule zur Verfügung steht. Die benötigte Technik für Ausstellungen, Auf­führun­gen und sonstige Veranstal­tungen wird von einem Team aus Schülern und Lehrern gepflegt und bereit­gestellt.

Zum Schulleben gehört auch das religiöse Leben. Der Evangelische und der Katholische Religions­unterricht sehen ihr Anliegen darin, den Schülern die mögliche Relevanz der Antworten und Angebote des christ­lichen Glaubens für die Fragen und Probleme ihrer Lebenswirklichkeit zu erschließen. Neben der Vermittlung der Grund­züge der eigenen Religion und Konfession und der Förderung des Verständnisses für unsere Kultur und Geschichte gehören die Beschäftigung mit Religion als Hilfe­stellung zur persönlichen Entfaltung in sozialer Ver­ant­wortung sowie Dialog und Auseinan­der­setzung mit anderen Religionen und Weltanschau­ungen zu den grund­legenden Aufgaben (vertiefte Allge­meinbildung). Am Ritzefeld-Gymnasium sind für die Schüler Freiräume geschaffen, sich mit grund­legenden welt­anschaulichen Fragen und Antworten zu befassen und Fundamente der eigenen Reli­gion und Konfession sowie anderer Religionen (Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduis­mus) und Kultu­ren kennen zu lernen. Die Kreativität und die freie Entfaltung unserer Schüler stärken wir durch Freiar­beits­phasen, künstlerische Auseinandersetzung (z.B. mit biblischer Geschichte), produktions­orien­tiertes Arbei­ten und Rollenspiele (Persön­lichkeitsentwicklung). Reli­gions­unterricht als eine Art aufgeklärter Auseinan­der­setzung mit dem Ziel eines „vernünftigen Glaubens“ weckt und reflektiert die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für das Handeln der Menschen und ermöglicht eine Antwort aus dem Glauben der Kirche eben auf Vernunft-orientierte Weise. Er befähigt zu persön­licher Ent­scheidung in Auseinander­setzung mit Religion und Konfession, mit Weltanschau­ungen und Ideologien und fördert Verständnis und Akzeptanz gegenüber Entscheidungen anderer. Weiterhin motiviert er zu religiö­sem Leben und verantwort­lichem Handeln in Kirche und Gesellschaft, befähigt zur Kommunikation und solidarischen Teilhabe über den eigenen Kulturkreis hinaus und eröffnet einen unerläss­lichen und wich­ti­gen Zugang zu unserer Kultur in Geschichte, Kunst, Literatur und Musik. Nach dem Vorbild unse­res Schulpatrons Roland Ritzefeld enga­gieren wir uns sozial und pflegen z.B. eine Partner­schaft mit einer brasilia­nischen Grundschule in Marcação, dem Institut des Heiligen Franziskus von Assisi, das wir durch Spen­den unterstützen (z.B. vorweihnachtliche Plätzchen­aktion). Auch führen wir alljährlich ein Krippenspiel bei der Senioren­­advents­f­eier in der Evangelischen Kirchengemeinde Stolberg auf. Wir suchen die Kooperation mit karita­tiven Einrichtungen, ermu­ti­gen unsere Schüler zu sozialem Engagement und unterstützen sie dabei, fördern dadurch Sozial­kom­pe­tenz und Team­fähig­keit. Wir planen und organisieren mit den Schülern monatliche Schulgottesdienste und begleiten auch besondere Anlässe wie das Abitur mit feierlichen konfessionsübergreifenden Gottesdiensten. Auch die Begleitung und Ver­arbeitung von besonderen Konfliktsituationen (z.B. Tod eines Mitschülers oder Lehrers) wird in diesem Zusammen­hang wahrgenommen.

Immer steht dabei im Vordergrund, unsere Schüler zu kritisch-befreiendem Denken und Handeln aus ethisch-moralischer Per­spek­­tive anzu­lei­ten und auf dieser Grundlage gesellschaft­liche Entwicklungen zu hinterfragen und voranzu­treiben (Werte-Orientierung).

Im Unterricht werden – immer im Zusammenhang mit der Reflexion der eigenen Konfession – die großen Weltreligionen thematisiert, und wir ver­mitteln unseren Schülern, dahin gehende Gemein­samkeiten zu erkennen und Unterschiede wahrzunehmen. Kooperative und kommuni­kati­ve Prozesse unterstützen wir, indem wir die Reflexion des eigenen Lebens und zur Suche nach Möglich­keiten zum Dialog mit anderen Religionen und Weltanschau­ungen fördern. Angesichts der kulturellen, religiösen und welt­an­schau­lichen Vielfalt gilt es, fremde Traditio­nen und Über­zeugungen entsprechend ihrem Selbst­verständnis wahr­zunehmen, respektvoll wie kritisch mit ihnen umzugehen und zwischen lebens­förderlichen und destruktiven Erschei­nungs­formen von Religion bzw. Religiosität einerseits und ihren extremistischen Auswüchsen anderer­seits unter­scheiden zu lernen (Offenheit für Neues). Wir eröffnen die Perspektive einer besseren und gerech­te­ren Welt und ermutigen zu aktiver, zuver­sichtlicher Mitgestaltung einer solchen. Die Inhalte des Religions­unter­richts werden am Ritzefeld-Gymnasium in großer Offenheit und Akzeptanz erteilt.

Wie in den Fächern Evan­ge­lische und Katho­lische Religions­lehre steht im Fach Praktische Philosophie die zusammen­hängen­de Behand­lung von Sinn- und Wertfragen im Mittelpunkt. Allerdings übernimmt das Fach „Praktische Philo­sophie“ diese Aufgabe im Sinne einer sittlich-mora­lischen Orientierung ohne Bindung an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung. Ziel ist es, den Schü­lern dabei zu helfen, Antwor­ten auf die Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz zu finden und sie dazu zu befähi­gen, in einer pluralen Gesell­schaft selbstbestimmt, tolerant, verantwortungs­be­wusst und soli­darisch zu leben. Zwar ist das Fach Philosophie curricular in das gesellschafts­wissen­schaft­liche Aufgabenfeld eingebunden, aufgrund der Weite des philosophischen Frage- und Denkhorizonts überschreitet es jedoch die Grenzen eines einzelnen Aufgabenfeldes. Der Unterricht thematisiert entsprechend die Grund­la­gen des menschlichen Wissens und Denkens, die Normen und Werte des Handelns und die Bedin­gun­gen der Wirk­lichkeit in ihren kulturellen, gesellschaftlichen, ökono­mi­schen, geschichtlichen und politischen Erschei­nungen. Die Inhalte des Faches gliedern sich in sieben Fragekreise, die in den jeweiligen Jahr­gangs­stufen mit schüler­relevanten Themen gefüllt werden, die an die Lebens­welt, Interessen und Fragen der Schüler an­knüp­fen: die Frage nach dem Selbst, nach dem Anderen, nach dem guten Handeln, nach Recht, Staat und Wirt­schaft, nach Natur, Kultur und Technik, nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien und nach Ursprung, Zukunft und Sinn.

Die Bewegungs-, Spiel und Sporterziehung hat am Ritzefeld-Gymnasium einen hohen Stellenwert, um wichtige Impulse für die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu geben und ihre Freude an Bewegung sowie am individuellen und gesellschaftlichen Sporttreiben zu wecken, zu erhalten und zu vertiefen. Sie basiert bei uns auf zwei grundlegenden Säulen: Dem für alle Schüler verbindlichen Sportunterricht und dem außerunterrichtlichen Schulsport.

Ziel des Sportunterrichts ist es, die Schüler zu einem selbstständigen, lebenslangen Sporttreiben zu befähigen. Dabei werden im Rahmen von sportlichen Aufgabenstellungen gleichzeitig Erfahrun­gen ermöglicht, die in besonderer Weise zur Entwicklungsförderung der Kinder und Jugendlichen beitragen (z.B. FairPlay im Teamsport, Umgang mit Freude, Frust und Unsicherheiten, Entwicklung eines Gesund­heits­-, Sicherheits- und Umweltbewusstsein). Der Sportunterricht erfüllt damit einen Doppelauftrag: Die Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur auf der einen und die Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport auf der anderen Seite. Der Sportunterricht findet am Ritzefeld-Gymnasium in der Jahrgangsstufe 5 vierstündig und in den Jahrgangsstufen 6 – 12 jeweils dreistündig statt. Neben der vielfältigen Thematisierung von z.B. verschiedenen Spielen (z.B. Basketball, Fußball, Handball), leichtathletischen Disziplinen oder turnerischen und tänzerischen Elementen werden über die Jahrgangsstufen hinweg auch immer wieder aktuelle Sporttrends aufgegriffen und kritisch reflektiert. Dabei werden die Schüler aktiv in die Unterrichtsplanung mit einbezogen. In „unterricht­lichen Freiräumen“ können individuelle Schwerpunkte vereinbart und vertieft werden, um so die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse gezielt zu fördern. Ab der 11. Klasse (Q1) können die Schüler dann eigene Kurs­pro­file wählen, die es ihnen ermöglichen, ihre Stärken und Interessen im Sport deutlicher herausbilden.

Die Säule des außerunterrichtlichen Schulsports setzt sich am Ritzefeld-Gymnasium aus verschie­denen Bestandteilen zusammen: den Sport-AGs, dem Pausensport, den Sportfesten und Sporttur­nieren, einer Skifreizeit und den Schulmannschaften im Rahmen des Landessportfestes NRW.

Die Sport-AGs (z.B. Basketball, Tischtennis, Fußball, Tanzen, Sport allgemein) finden zum Teil im Rahmen der Wahlpflicht-AGs in der Unter­richts­zeit statt, zum Teil werden sie zusätzlich in der langen Mittagspause oder im Anschluss an die Unter­richtszeit angeboten. In den einstündigen Mittagspausen besteht die Möglichkeit, sich bei der Spielausleihe Sportgeräte auszuleihen und die Turnhalle (unter Aufsicht) zu nutzen. Darüber hinaus finden in einer weiteren Turnhalle teilweise Sport-AGs statt (s.o.). In den Jahrgangsstufen 5 und 6 findet jährlich das Sportfest „New Games“ statt; hier treten die verschiedenen Klassen innerhalb eines Jahrgangs in unterschiedlichen Bereichen (z.B. Ultimate Frisbee, Touch-Rugby, Beach-Fußballtennis,…) gegeneinander an. In den Jahrgangsstufen 7 bis 9 findet halbjährlich ein Sportspielturnier statt, in denen die Klassen eines Jahrgangs entweder im Fußball, im Basketball, im Handball oder im Volleyball gegeneinander antreten (die Sportart wechselt je nach Jahr­gangs­stufe). In der Klasse 9 wird eine einwöchige Skifreizeit für alle Schüler des Jahrgangs durchgeführt. Schließlich ist das Ritzefeld-Gymnasium jedes Jahr mit mehreren Schulmann­schaften bei den Meisterschaften des Landessportfestes NRW vertreten und konnte hier bereits einige Erfolge erzielen (z.B. im Tischtennis, Fußball, Basketball). Der Schulsport prägt das Schulleben am Ritzefeld-Gymnasium damit in zentraler Weise mit, sodass für die Schüler eine Grundlage dafür geschaffen wird, Freude an Bewegung, Spiel und Sport entwickeln zu können.

Da sich die Lerninhalte insgesamt jedoch nicht auf diesen Fächerkanon beschränken, kommen noch weitere Bausteine aus dem Bereich Erziehung mit fächerübergreifendem Charakter hinzu: Umwelt­erziehung, Gesund­heits­erziehung, Suchtprävention, Verkehrserziehung, Medienpädagogik, Studien- und Berufsberatung, Lernen in und für Europa usw. Die Inhalte dieser Bausteine sind aufeinander abge­stimmt und ergänzen sich gegenseitig. Dabei stellen die eingesetzten Lehr- und Lernmethoden die Verbindung zwischen den einzelnen Bausteinen dar und geben dem „Haus des Lernens“ Halt und Stabilität im Hinblick auf das Schulprogramm. Zielgerichtet führt es unsere Jugendlichen zur Allge­meinbildung und Studierfähigkeit und – ebenso wichtig – formt sie zu gebildeten Persön­lichkeiten in sozialer Verantwortung.

4 Pädagigische Konzepte - Bildung

Lernräume - Schule als Lern- und Lebensraum

Aufgabenkonzept

Durch die Schulzeitverkürzung G8 und die damit einhergehende Mehrbelastung der Schüler an den Nachmittagen ergeben sich zwei Problemfelder im Hinblick auf die Aufgaben: die höhere Wochen­stunden­zahl der Schüler, die eine erhöhte Anzahl potentieller Aufgaben bedingt und die durch den Nachmittagsunterricht nur begrenzt zur Verfügung stehende Zeit zur Erledigung dieser Aufgaben­menge. Beide Aspekte erfordern eine intensive Auseinandersetzung mit der außerunterrichtlichen Lernzeit, um die gestiegene Belastung der Schüler nicht mit einer erhöhten Aufgabenmenge zu ver­stärken. Ziel des Aufgabenkonzeptes ist es, mit dem Gedanken „Qualität vor Quantität“ schu­lischen Erfolg zu sichern und gleichzeitig den gestiegenen schulischen Belastungen der Schüler Rechnung zu tragen.

Das von uns entwickelte Aufgabenkonzept reglementiert und reduziert die Belastung der Schüler, unterstreicht aber auch die Notwendigkeit der Bearbeitung von Aufgaben für den weiteren schulischen Erfolg. Es dient der besseren Strukturierung von Lernzeit, um das Lernen effektiver zu gestalten und die Belastung der Schüler zu begrenzen. Wir möchten jedes Kind dabei unterstützen, seine Aufgaben selbstständig zu lösen und im Sinne von Chancengleichung Sorge tragen, dass es nicht scheitert, wenn elterliche Begleitung nur in Ansätzen möglich ist. Die dazu benötigten Kompetenzen werden vermittelt, z.B. im Hinblick auf die Bereiche Arbeitsorganisation, Zeitmanagement, Arbeits­metho­den, Lernstrategien, Stärkung der Selbständigkeit, des Selbstver­trau­ens und der Persönlichkeit.

Den rechtlichen Rahmen für das Konzept bilden der Hausaufgabenerlass (vom 01.07.2009) und § 42 und § 65 des Schulgesetzes NRW, nach dem der Schulkonferenz die Aufgabe obliegt, die Grundsätze für Umfang und Verteilung der Hausaufgaben und Klassenarbeiten festzulegen.

Aufgaben…

  • sollten gut in den Unterricht integriert sein;
  • dienen zur Vorbereitung/Vorentlastung von Unterricht;
  • dienen dazu, im Unterricht Erarbeitetes einzuprägen, einzuüben und anzuwenden;
  • ermöglichen eine bessere Mitarbeit im Unterricht;
  • bieten Gelegenheit zu selbständiger Auseinandersetzung;
  • sollten „honoriert“ werden (z.B. Vorlesen, Einsammeln etc.);

Organisatorischer Rahmen

  • Rhythmisierung (Doppelstunden-Modell, Integration von Aufgaben in den Unterricht);
  • Förderunterricht in den Hauptfächern (D, M, E, F, L)
  • zusätzliche Hilfestellung in den Hauptfächern innerhalb der Mittagspause
  • Kompakttage Methoden/Soziales Stufe 5
  • Kompakttage/Projekttage in der Mittelstufe
  • „Methodentraining“ für SII

Ausstattung

  • Freiarbeitsraum (SI und z.T. SII)
  • Computerarbeitsplätze
  • Selbstlernzentrum (für SII)
  • Info-Tafeln in jeder Klasse SI (HA, Tests, Klassenarbeiten, etc.)
  • Lernplattform (zurzeit lo-net2)
  • Einträge zur Lernzeit im Klassenbuch und in den Schulplanern (SI)

Mechanismen der Rückmeldung und Evaluation

Eine funktionierende Kommunikation ist unerlässlich. Die Rückmeldung kann individuell über den Schulplaner oder persönlichen Kontakt erfolgen. Ebenso kann die Klassenpflegschaft den Klassen­leh­rer über die Arbeitsbelastung in der Klasse informieren, der diese Informationen an die Fachkollegen weitergeben kann. In Fällen, in denen Schüler länger gefehlt haben, bespricht der Klassen- bzw. Bera­tungslehrer die notwendigen Maßnahmen mit den Fach­kollegen. Nach Absprache besucht der Schüler evtl. den Förderunterricht, wobei das Arbeitsprogramm mit dem betreuenden Kollegen abgesprochen wird. Nach Ablauf eines Schuljahres soll eine schriftliche Befragung aller Beteiligten erfolgen. Die Umfrage wird vom AK Schulentwicklung in Absprache mit der Schulleitung durchgeführt.

Personeller Rahmen

Eine mögliche Belastung durch unterrichtsbegleitende Aufgaben wird reduziert

  • dadurch, dass sich nicht zwingend aus jeder Unterrichtsstunde Aufgaben ergeben
  • durch die „Lernzeit“ für alle Schüler im Gebundenen Ganztag (wenn möglich an einem Langtag mit Lehrkräften aus dem Klassenteam)
  • dadurch, dass durch die Einrichtung von Doppelstunden Übungsphasen zunehmend in den Unter­richt integriert werden
  • dadurch, dass an Tagen mit Nachmittagsunterricht in Fächern, die auch am Folgetag auf dem Stundenplan stehen, keine Aufgaben aufgegeben werden
  • durch das freiwillige und an Langtagen stattfindende Betreuungsangebot für alle Schüler der Klassen 5 – 9 bis 15.45 Uhr. (Diese betreuten Zeiten sind für Schüler gedacht, die zu Hause aus verschiedensten Gründen nicht arbeiten können, z.B. weil ihre Eltern nach Mittag (noch) nicht zu Hause sind).

Lehrkräfte

  • treffen in der Lehrerkonferenz allgemeine Regelungen für nicht gemachte Aufgaben (zeitnahe Benach­richtigung an die Eltern, evtl. Nacharbeiten bei Förderunterricht/Aufgaben­betreu­ung) und für den Umgang mit langfristig erkrankten Schülern
  • treffen in den Fachkonferenzen Absprachen zu Art und Umfang der Aufgaben
  • planen ausreichend Zeit ein, um die Aufgaben in Ruhe stellen und Rückfragen beantworten zu können.
  • bemühen sich, Aufgaben nach Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit der Schüler differenziert zu erteilen
  • würdigen Aufgabenbearbeitungen unter pädagogischen Gesichtspunkten
  • beziehen Aufgaben in ihren Unterricht mit ein
  • soweit realisierbar eine Mischung von „harten“ und „weichen“ Fächern je Unterrichtstag
  • stellen bei größerer Hausaufgabendichte die Aufgaben über einen längeren Zeitraum
  • geben an, wie viel Zeit in etwa für die Aufgaben benötigt werden sollte
  • stellen differenzierte Aufgaben für unterschiedlich leistungsstarke Schüler im Sinne einer stärkeren Individuali­sierung
  • fördern individuell schwächere Schüler in diesen Unterrichtsphasen und begleiten sie bei projektähnlichen, längerfristigen Aufgaben
  • bieten bei Schwierigkeiten Gespräche mit den Eltern und Beratung über individuelle Maß­nahmen an
  • nehmen evtl. Kontakt auf mit der Aufgabenbetreuung, um außerunterrichtliche Unterstützung zu nutzen
  • Klassenlehrer koordinieren die Gesamtbelastung der Aufgaben durch Feedback von Schülern und Eltern
  • erarbeiten mit dem Klassenlehrer Methodenbausteine in bestimmten Jahrgangsstufen zum Thema „Wie man sinnvoll Hausaufgaben macht“ bzw. im Rahmen des Konzeptes „Lernen lernen“

Schüler

  • notieren alle Aufgaben in ihrem Schulplaner, erstellen einen Plan zur gleichmäßigen Vertei­lung der Aufgaben (Was mache ich wann?) und lassen sich bei der Bearbeitung der Aufgaben Zeit (zum Lernen)
  • fragen nach, falls die Aufgabenstellung nicht klar sein sollte
  • bearbeiten alle Aufgaben regelmäßig und sorgfältig
  • erkundigen sich bei Fehlzeiten selbstständig nach den in dieser Zeit gestellten Aufgaben und arbeiten diese nach. Schüler bemühen sich um Lernpartnerschaften in der Klasse
  • zuverlässige „Buchführung“ über die zu erledigenden Aufgaben nach einem klaren System
  • teilen den Lehrkräften mit, wenn sie mehr Zeit als angegeben für die Aufgaben benötigen
  • versuchen bei Schwierigkeiten einen Lösungsansatz und benennen schriftlich die Probleme bei der Bearbeitung. Fragen werden notiert, mit dem Lernpartner diskutiert oder im Unterricht gestellt
  • vergleichen ihre Ergebnisse in der Schule sorgfältig und hinterfragen die Probleme bei fal­schen Lösungen
  • Hinweis: Lernbiologisch ist es nicht ergiebig und deshalb nicht sinnvoll, 90 Minuten oder gar länger ohne Pause zu arbeiten. Deshalb sollten die Schüler regelmäßig kurze Pausen von wenigen Minuten Dauer einschieben (z. B. etwa alle 30 bis 45 Minuten). Ggfls. können die Aufgaben auch auf verschiedene Blöcke aufgeteilt werden
  • sollen die Rolle von Paten übernehmen (Stufe 9: Streitschlichter; Stufe 7-12 Paten für Kl. 5);
  • bieten Hausaufgabenbetreuung an (gegen Honorar)

Eltern

  • schaffen gute Rahmenbedingungen für eine ruhige Bearbeitung der Aufgaben,
  • interessieren sich für Unterrichtsinhalte und den Lernfortschritt ihrer Kinder und überprüfen, ob die Aufgaben vereinbarungsgemäß angefertigt wurden,
  • erhalten bei wiederholter Nichtanfertigung oder unsachgemäßer Anfertigung von Aufgaben eine Mitteilung und wirken an einer positiven Verhaltensänderung ihres Kindes mit,
  • arbeiten organisatorisch mit, so dass eine regelmäßige Zeitplanung bzw. Aufteilung entsteht,
  • teilen den Lehrkräften mit, wenn ihre Kinder die Aufgaben deutlich länger oder kürzer bear­beit­en als geplant,
  • bearbeiten bei Schwierigkeiten die Aufgabe nicht selbst, sondern hinterfragen, was das Kind bisher verstanden hat. Daraus kann es möglicherweise die Lösung einer Aufgabe selbst ent­wickeln. Trifft das nicht zu, ist ein kurzer Vermerk sinnvoll, dass das Kind sich mit der Aufgabe auseinandergesetzt hat, diese aber nicht eigenständig lösen konnte,
  • nehmen Angebote der Schule wahr (z.B. Elternsprechtage, Sprechstunden der Lehrkräfte, ITG für Erwachsene).

Lernzeit

Alle Kollegen werden gebeten, in den Klassen 5-7 keine Hausaufgaben (Ausnahme Vokabeln), sondern nur noch „Aufgaben für die Lernzeiten“ zu erteilen. Alle weiteren Aufgaben und Übungen sollen in der Unterrichtszeit bearbeitet werden.

Das Eintragen dieser Aufgaben in das Klassenbuch hat sich bewährt, allerdings sollte in Klammern auch noch die ungefähre Arbeitszeit in Minuten angegeben werden.

Sind nicht alle Aufgaben von allen Schülern in der Lernzeit bewältigt worden, so entscheidet der dort unterrichtende Lehrer, ob dies an der zu großen Menge der Aufgaben lag oder einzelne Schüler zu langsam gearbeitet haben. Im letzten Fall müssen diese Aufgaben zu Hause erledigt werden, damit die betreffenden Schüler nicht leistungsmäßig hinter der Klasse zurückbleiben.

Zur Planung der weiteren Ausgestaltung von Lernzeiten findet sowohl in Arbeitsgruppen als auch in den Lehrerkonferenzen ein regelmäßiger Austausch statt.

Die Lernzeiten sind u.a. als Entlastung der Schüler für die häusliche Arbeit hinsichtlich der im Unter­richt gestellten Aufgaben zu verstehen.

Ein großer Teil der von den Fachlehrern gestellten Aufgaben können als Schulaufgaben in den doppelstündigen Lernzeiten erledigt werden. Aufgaben, die in diesen Lernzeiten aus welchen Gründen auch immer nicht erledigt werden, müssen als „Hausaufgaben“ bearbeitet werden.

Die Klassenlehrer koordinieren die angemessene Verteilung der Aufgaben. Darüber hinaus achten die Fachlehrer der einzelnen Klassen auf die Aufgaben in den anderen Fächern und deren Umfang der Aufgaben und Übungen.

Ansprechpartnerin: Frau Heyser

Unsere gesellschaftliche Situation beim Übergang von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft ist durch soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Veränderungen geprägt, die nahezu alle Bereiche unseres Lebens betreffen. Dabei ist der Wissenszuwachs nicht mehr auf eine Fachdisziplin beschränkt, und bei der Bearbeitung komplexer Probleme in Zusammenarbeit mit Vertretern unter­schiedlicher Fachgebiete werden Interdisziplinarität, Problemlösefähigkeit, Selbstständigkeit und Team­fähigkeit und Kommunikation zu einer großen Herausforderung. Wert und Nutzen des vorhan­denen Wissens hängen immer stärker von der Wissensverknüpfung und -vernetzung ab. In einer Zeit, in der Bildung kontinuierlich und systematisch erweitert werden muss, ist es für die Jugendlichen wichtig, dass erworbenes Wissen anschluss- und anwendungsfähig ist, mit aktuellen Wissens­bestän­den verknüpft werden kann und neue Erkenntnisse und Sichtweisen in vorhandene Strukturen integriert werden können.

Fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen als vernetzendes Lernen schult interdisziplinäres Denken und Arbeiten und bereitet auf den Umgang mit vielschichtigen und vielgestaltigen Problemen vor. Zugleich wird die Fähigkeit zu selbst­organisiertem Lernen und eine Flexibilität im Denken entwickelt und intensiviert. Durch Kombination verschiedener Fächer mit ihren Fachinhalten, Denk- und Arbeits­weisen innerhalb fächerübergreifender Arbeitsphasen können Einsichten in komplexe Zusammenhänge und Problem­lösungsansätze gewonnen werden, welche sich aus den einzelnen Fachdisziplinen so nicht erschließen würden.

Definition

Unsere Sichtweise von „fachübergreifendem“ und „fächerverbindendem“ Unterricht folgt folgender Definition: Im Mittelpunkt des fachübergreifenden Unterrichts steht ein einzelnes Fach, von dem ausge­hend weitere Blickweisen auf ein zu bearbeitendes Thema eröffnet werden. Diese sind auf Inhalte, Fragestellungen und Methoden gerichtet, die über die Kernlehr­plan des jeweiligen Faches ge­nann­ten Inhalte hinausgehen. Der fachübergreifende Unterricht liegt in der Verantwortung des einzel­nen Fachlehrers.

Beim fächerverbindenden Unterricht steht hingegen ein Thema im Mittelpunkt, das in seinen Facetten und Sichtweisen von einem Fach allein nicht oder nur teilweise erfasst und unter Anwendung von Inhalten, Fragestellungen und Verfahrensweisen verschiedener Fächer bearbeitet werden kann. Inhaltlich-organisatorische Koordinierung, Ergebnissicherung und Bewertung sind durch die selbst­organisierte Zusammenarbeit der Fachlehrer gewährleistet.

Ziele

Wesentliche Ziele fächerverbindenden Unterrichts sind Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung, die insgesamt in besonderem Maße zur Persönlichkeitsentwicklung eines Schülers beitragen. In Bezug auf Wissenserwerb sind folgende Teilziele im Detail zu nennen: das Erkennen verschiedener Sichtweisen auf Sachverhalte in anderen Kontexten,  das Erkennen komplexer sozialer, ökonomischer, technologischer, ökologischer und ethischer Probleme und Zusammenhänge, der Erwerb anwendungsfähigen Wissens, das flexible Nutzen fachsystematisch erworbener Wissens­bestände, das Erfahren der Notwendigkeit und Wirksamkeit interdisziplinärer Kooperation und das Erkennen unterschiedlicher Wertehierarchien. Hinsichtlich der Kompetenzentwicklung werden folgende Teilziele verfolgt: Andere Sichtweisen zulassen und sich kritisch damit auseinan­dersetzen, das Einüben systemischer Sichtweisen, ein effektives, zielorientiertes Anwenden von fachspezifischen Arbeitstechniken in anderen Kontexten, das Erarbeiten und Umsetzen von inter­disziplinären Problem­lösestrategien und die Nutzung unterschiedlicher Methoden und Zugangsweisen verschie­dener Fächer. Zur Werteorientierung tragen das Erweitern des Selbst- und Weltver­ständ­nisses, die Stärkung verlässlichen Handelns, die Entwicklung eines Verantwortungs­bewusstseins für ein gemeinsames Anliegen, die Entwicklung der Empathiefähigkeit und das Einüben von Perspek­tivenwechsel bei.

Beschreibung und Umsetzung des Konzepts fächerverbindenden Unterrichts

Um fächerverbindendem Unterricht zu strukturieren und einen schulischen Rahmen zu geben, nehmen wir auf philosophischer Ebene Bezug zu wesentlichen Grundfragen des Menschen: „Individu­um und Gesellschaft“, „Sprache und Denken“, „Natur und Kultur“ und „Raum und Zeit“, die in unter­schied­lichem Maße erkenntnistheoretische, anthropologische, logische, ethische, philosophische und ästhetische Aspekte vereinen.

Innerhalb dieses Rahmens sind gemäß den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz Themenfelder aufgeführt, aus denen sich einzelne, individuell durch die Lerngruppen bzw. unterrichtenden Fachlehrer Themen ableiten lassen, die problemorientiertes Arbeiten ermöglichen. Ein Themenfeld kann unterschiedlichen fächerverbindenden Grundfragen zugeordnet werden, wodurch er unter verschie­denen Blickwinkeln betrachtet und bearbeitet werden kann.

schaubild-faecherverbindender-unterrichtAbb.: Fächerverbindende Grundfragen und Themenfelder

Hinsichtlich der Verbindlichkeit treffen wir folgende Regelungen: Grundsätzlich wird in den in den Fachkonferenzen ausgewählten Kontexten ein fachübergreifender Unterricht angestrebt. Ausgehend vom eigenen Fach und seiner Systematik beziehen die Fachlehrer aller Klassen- bzw. Jahrgangsstufen an geeigneten Stellen im Rahmen ihrer individuellen Gestaltungs­möglichkeiten fachübergreifende Elemente in den Unterricht mit ein. Zwischen den verschiedenen Fächern bestehen Absprachen, durch die eine sinnvolle Reihenfolge der Themen in den einzelnen Fächern, die Zuordnung von Themen­aspekten und die einheitliche Verwendung von Fachbegriffen festgelegt werden.

Ein verbindlicher fächerverbindender Unterricht ist wünschenswert, aber momentan nicht realisiert. Anderen Schwerpunkten der schulischen Entwicklungsarbeit (wie der Gestaltung der Lernzeiten und der Förderunterrichts) soll zunächst Vorrang gewährt werden. Langfristig soll ein regel­mäßiger und strukturierter fächerverbindender Unterricht jedoch angestrebt werden. Aktuell gelten folgende grundlegen­den Strukturen:

  • Eine Vorfestlegung über mögliche Kombinationen bei der Zusammenarbeit der Fächer erfolgt nicht.
  • Dauerlösungen bei der Zusammenarbeit und bei der Themen- und Projektgestaltung sind nicht reali­siert.
  • Im Falle eines fächerverbindenden Unterrichts sollen eine individuelle Festlegung fächerüber­greifen­der bzw. fächerverbindender Inhalte erfolgen, gemachte Erfahrungen durch eine Dokumen­tation und Protokollführung festge­halten werden und die Einrichtung kontinuierlicher Strukturen ermöglicht werden.

Verbindliche fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben

Bei der Unterrichtsgestaltung und –organisation werden teilweise schon fächerverbindende Aspekte berücksichtigt, wenn auch in anderen Gestaltungsformen und unter abweichender Schwer­punkt­bildung. So deckt der ITG-Unterricht in den Klassen 5 und 7 im Bereich des Kompetenzerwerbs im Umgang mit Medien auch fächerübergreifende Aspekte mit ab. Auch die in einigen Fächern durch­geführten Kompakttage beinhalten fachüber­greifende Aspekte (z.B. im Rahmen des Methoden­trainings).

Beispiele:

  • Neue Gemeinschaft (Themenfelder „Neue Gemeinschaft, Kommunikation“) Kompakttage 5er. Die neue Situation an einer weiterführenden Schule bietet Raum für neue Kontakte und Freund­schaften. Bei der Verfolgung gemeinsamer Ziele sind Regeln und Umgangsformen wichtige Voraus­setzungen. Inhaltliche/methodische Anregungen: sich gegenseitig kennen lernen, Umgangsformen, Gesprächs­kultur, Verhaltensregeln, Solidarität und ihre Grenzen, Gemeinschaft, Integration und Ausgrenzung, soziales Gefüge in der Klasse und in der Schule
  • Roboter-Kurse der RWTH Aachen für Mädchen (Themenfelder Informatik, Technik, Naturwissen­schaften) Kompakttage 6er
  • Kochkurse für Jungen (Themenfelder Biologie, Chemie, Ernährungslehre) Kompakttage 6er
  • „Gesunde Ernährung“ Kompakttag 5er
  • Methodentage 5 und EF. Inhaltliche/methodische Anregungen: Lerntypen, Lerntechniken, Zeitplanung, Aufgaben­planung, systema­tisches Üben und Wiederholen, Vokabeln lernen, mit (Schul-) Büchern lernen, mit Lern­materia­lien und Lernspielen arbeiten, häus­liches/­schulisches Arbeitsumfeld, Ordnung und Sauberkeit, Heftführung, Fachlehrerprinzip
  • „Sexualerziehung“ Kompakttag 8
  • Suchtprävention: Kompakttag 8 „Alkohol“

Evaluation

Die Erfahrungen der beteiligten Schüler und Kollegen werden im Anschluss an das Unterrichts­vorhaben mittels eines knappen Fragebogens ausgewertet (Eindrücke/Erfahrungen mit Methoden und Inhalten sowie der Organisation – u.a. im Vergleich mit traditionellem Unterricht; (Verbesserungs­vorschläge in Bezug auf Form und Inhalte)).

Die Rückmeldungen aus dem Kollegium zusammenfassend ergibt sich folgendes Bild: Ein geringer Teil der Schüler ist anscheinend die hohe Intensität und die damit verbundene Mühe bei der konzen­trierten Auseinandersetzung mit einem Thema über einen längeren Zeitraum (bis zu drei Tage) nicht gewohnt, allerdings äußern sich die meisten Schüler positiv über ihre Erfahrungen mit Inhalten und Formen des fächerverbindenden Unterrichts. Sie beschreiben diese Unterrichtsform als besonders lehrreich durch die sinnvolle Verbindung zweier Fächer, zudem als vergleichsweise abwechslungs­reicher und interessanter (Konzentration auf ein Problem, Methodenvielfalt, Teamteaching, Arbeits­atmosphäre etc.). Auch die beteiligten Lehrer sehen den fächer­verbin­denden Unterricht, abgesehen vom größeren Vorbereitungsaufwand, aufgrund der Intensität der Auseinandersetzung mit einem Thema sowie aufgrund neuer Sichtweisen durchaus positiv. Sie sehen Vorteile in der Förderung der Selbstständigkeit der Schüler und schätzen die Möglichkeit, mit einem Kollegen intensiv zusam­menarbeiten zu können.

Ansprechpartner:Herr. Dr. Ostrowski

Lernen lernen

Ziele

Obwohl die Richtlinien des Gymnasiums und die Lehrpläne der einzelnen Fächer in sehr detaillierter Form die Ziele der gymnasialen Bildung und Erziehung formulieren, erscheint es – gerade wegen ihrer Fülle – sinnvoll, dass von uns bewusst Akzente gesetzt werden.

Der im Mittelpunkt des Schullebens stehende Unterricht soll geprägt sein von

  • Lernen und Handeln in wachsender eigener Verantwortung (Selbstständigkeit),
  • Schülerorientierung als Prinzip des Unterrichtens mit zunehmender Einbindung der Schüler in methodische Entscheidungen,
  • Methodenschulung insbesondere im Hinblick auf ein bewusstes und immer wieder neu reflektiertes Verwenden situativ geeigneter Methoden,
  • Verwendung von offenen Übungsformen und alternativen Sozialformen mit Gestaltungs­spielräumen für Kreativität,
  • dem Lehrer als Entwicklungshelfer beim eigenständigen Lernen der Schüler und als Spezia­listen für Lern­arrangements, die das eigenständige Entdecken begünstigen, aber auch als Garanten für das Erreichen von Standards.

Beschreibung und Umsetzung des Lernmethodenkonzepts

Grundsätzlich finden die Prinzipien des Lernen Lernens in allen Fächern und Inhalten Anwendung. Dabei wird besonderer Wert auf sicheres Beherrschen von Grundlagenkompetenzen gelegt, die flexi­bel angewendet werden können, weil sie vollständig verstanden und anschlussfähig für vernetz­tes, fächer­übergreifendes Arbeiten zur Verfügung stehen. Am Ritzefeld-Gymnasium wird folgenden inhalt­lichen Schwerpunkten beson­de­re Bedeutung beigemessen:

  • Fähigkeit zur sachgerechten, strukturierten und formal richtigen Darstellung von Sachver­halten
  • Sicherer Umgang mit den Inhalten und Methoden grundlegender mathematischer Fertigkeiten und Fähigkeiten
  • Kommunikationsfähigkeit im zusammenwachsenden Europa (mehrere Fremdsprachen)
  • Einordnung der wichtigsten aktuellen Geschehnisse in deren historische Wurzeln
  • umfassende und angemessen reflektierte Medienkompetenz

Methodenkenntnisse

In einer Welt, die immer schneller neue Erkenntnisse und mehr Fachwissen produziert, erscheint das Erlernen grundlegender Methoden von besonderer Bedeutung, mit denen sich Einzelne die Welt selbstständig erschlie­ßen können. Dabei sollten die hervorzuhebenden Methoden grundlegend sein und der Bedingung der Anwend­barkeit genügen: Anwendbarkeit in möglichst vielen Fächern (fächer­übergreifender Charakter), im menschlichen Miteinander (soziale und emotionale Kompetenz) und über das Schulleben hinaus (Lebenswirklichkeit und Zukunfts­orientierung). Dabei ist von grund­sätzlicher Wichtigkeit, dass Informationen (im weitesten Sinne) strukturiert, beschafft, erschlossen, ausgewertet und präsentiert werden.

Das erfordert folgende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die mit zunehmender Selbstständigkeit ange­wen­det werden: gezielte Wahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit, Teamfähigkeit (mit der Kompetenz der Regel­findung), Anfertigung von Protokollen, Inhaltsangaben und Berichten, mündliche und schrift­liche Präsen­ta­tionstechniken, sinnvolle und ordentliche Heftführung, Erschließen neuer Begriff­lich­keiten (insbesondere Vokabellernen), professionelle Prüfungs­vor­bereitungen sowie Prüfungs­aus­wer­tun­gen, Erlernen einer realis­tischen Selbsteinschätzung (insbes. bezgl. ihres fachlichen Wissens­­stan­des).

Die Betonung der Methodenkenntnisse erfordert eine starke und mit wachsendem Alter zunehmende Ein­bin­dung der Schüler in methodische Entscheidungen im täglichen Unterricht, Offenheit für neue, schülergemäße Übungsformen, alternative Sozialformen und Gestaltungsspielräume für Kreativität.

Um den Bereich der gezielt eingesetzten Methodenvielfalt an unserer Schule voranzubringen, soll eine speziell hierzu eingerichtete Arbeitsgruppe „Lernwerkstatt und Methoden“ Material zusammentragen, für den Ein­satz in den Fach­bereichen aufbereiten und in internen Fortbildungen an das Kollegium weiter­reichen.

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Schwerpunktbildung im Methoden-Curriculum (Module für die Stufen 5-7 müssen noch Fächern zugeordnet werden)

Materialien, die im Bereich des Lernmethoden-Curriculums zum Einsatz kommen können:

  • Basisprogramm Lernen lernen
  • Orientierungswissen Deutsch
  • Schraeder-Naef, Endres: Der Oberstufentrainer (Sparkasse)
  • Methodentrainer Gesellschafts­wissenschaften (Cornelsen)
  • Methodenseminar: Visualisieren und Präsentieren, Grundzüge der Rhetorik (Kompaktseminar 2 Tage nach den Herbstferien), KA-Stiftung, BAK Aachen, anders.beraten
  • Facharbeit: Sachtexte erschließen; bibliografieren, Internet-Recherche, usw. (Nov. Plenums-veranstaltung Fach­unter­richt, alle Fächer), interne Infos zur Facharbeit, Schurf, B. et al.: Texte, Themen und Strukturen – Themen­hefte: Die Facharbeit
  • Medienkompetenz Filmanalyse (Working with films, E, Sp)
  • Bausteine der Berufsorientierung, „Wege nach dem Abitur“ (AA)
  • Abiturvorbereitung in allen Fächern

Lernmethodentage und Lernmethodentraining

Die Inhalte der Ausbildung im Fach ITG sind im jeweiligen Curriculum für die Klasse 5 und 7 dargelegt und in das Methoden-Curriculum eingebettet.

Die Kompakt- oder Projekttage zur Festigung der Methodenkompetenz werden in einem Methoden­konzept für die Mittelstufe auch in den Stufen 8 bis 10 durchgeführt. So nehmen die 8. Klassen seit mehreren Jahren teil am Projekt „Zeitung in der Schule“. Auch das Lernen an außerschulischen Lern­orten wurde in der Mittelstufe verstärkt eingesetzt.

Zu Beginn des Schuljahres werden in der Stufe 5 Methodentage durchgeführt. Ein Team aus Klas­sen­lehrern, besonders ausgebildeten Lehrern und Betreuern gestaltet die ersten drei Tage mit dem Alter der Schüler angepassten Konzepten. Das Methodentraining in der EF soll noch weiter ent­wickelt wer­den. Hierzu soll die Arbeits­gruppe „Lernmethoden“ ein entsprechendes Konzept ent­wickeln. Sowohl die verbindlichen Kompakttage einschließlich ihrer Konzepte sowie das Lernmethoden­trai­ning müssen in ein fächer­übergreifendes Methodencurriculum eingebettet werden.

In der Jahrgangsstufe 11 führen wir schon seit vielen Jahren ein Methodentraining durch. Es wurde von mehreren Lehrer-Teams zu unterschiedlichen Themenbereichen an aufeinander folgenden Kom­pakt­­­tagen angeboten – wenn möglich an einem außerschulischen Ort (z.B. Kaserne Donnerberg). Allerdings war der organi­sa­torische und perso­nelle Aufwand dieses Konzepts recht groß. Daher hat sich im letzten Jahr insbe­sondere die Fachschaft Geschichte dieses Themas angenommen und einen „reduzierten“ Metho­den­tag organisiert. Angestrebt wird aber wieder ein auf breiterer Basis aufge­stell­tes Methoden­training, allerdings ist noch keine dafür geeignete Form gefunden worden. Auch dies ist Aufgabe der Arbeits­gruppe „Lernmethoden“. Inhaltliche Aspekte eines solchen Trainings umfassen das Zeit­management beim Arbeiten und Lernen, Mitschreiben im Unterricht, Referate, Vorbereitung auf das Praktikum, Bewerbungstraining für das Betriebspraktikum, Praktikumsbericht bzw. Präsen­tation, Vorbereitung auf die Facharbeit in der Q1, Thema eingrenzen und formulieren, Recherche (Stadt­­bibliothek), Biblio­gra­fieren und Gliedern, Zitieren, Texte lesen, analy­sieren und auswerten, Auf­bau der Facharbeit, End­redaktion und Abstract.

Akzentuierung besonderer Formen des Lernens

Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz durch kooperatives Lernen

Kooperatives Lernen ist eine Unterrichtsstrategie, die Schülern helfen soll, neben fachlichen auch persönliche, soziale und methodische Kompetenzen zu erwerben. Die Grundstruktur (think – pair – share) ist Prinzip des Unterrichts und wird mit anderen Lehr- und Lernformen verbunden.

Selbstorganisiertes Lernen

SOL- was ist das? Während unsere Schüler in der Unterstufe die Möglichkeit der Lernzeiten nutzen können, bieten wir – wenn auch nicht ausschließlich – für unsere älteren Schüler die Möglichkeit eines Arbeitsraumes an (Selbstlern­zentrum SLZ). In Hohlstunden und in der Mittagspause steht das Selbstlernzentrum zur Verfügung, in dem in Stillarbeit gelernt wird, Aufgaben erledigt werden können oder am Computer gearbeitet werden kann. Im Oberstufenraum/SLZ können unsere Schüler in Gruppen arbeiten, gemeinsam lernen oder sich lesenderweise erholen.

Erlebnispädagogik

Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode, die ursprünglich in der Reformpädagogik als Gegen­bewe­gung zum „verkopften“ Lernen Einzug in die Schulen hielt. Inzwischen wird sie im außerschulischen Bereich, insbesondere in der Jugendarbeit, verwendet. Die Angebo­te sind ebenso vielfältig wie die möglichen Ziel­gruppen. Bislang überwiegen natursportliche Aktivitäten, doch auch Programme, die die Stadt als Erlebnisraum erschließen, rücken stärker ins Blickfeld. Auch in der Schule werden erlebnispädagogische Elemente – besonders im Sport, auf Ausflügen und teilweise auch im „normalen“ Unterricht – genutzt.

Die Erlebnispädagogik setzt darauf, dass sich besondere Erlebnisse tief einprägen und lange nach­wirken. Mit ihrer Hilfe sollen Lernprozesse vor allem in Gang gesetzt werden. Angestrebt werden Entwick­lungen in Verhalten, Denken und Fühlen. Diese umfassen z.B. individuelle, soziale, sachliche und ökologische Lernziele. Die Lerninhalte werden nicht rein theoretisch vorgegeben, sondern sollen ganzheitlich erfahrbar sein und sich aus einer Real­situation ergeben. Der Sinn und Zweck des Erlern­ten wird so unmittelbar ersichtlich.

Die meisten erlebnis­pädagogischen Angebote werden für Gruppen konzipiert. Die Gruppe macht soziales Lernen erforderlich und ist gleichzeitig Grundvorrausetzung für individuelle Lernerfolge.

Als Mittel der Erlebnispädagogik gelten klassische (Extrem-)Sportarten wie Klettern, Segeln, Kajak­fahren, Berg­wandern usw., aber auch Kooperations- oder Initiativspiele. Es gibt verschiedene Modelle, wie diese Aktivitäten am effektivsten zu lang anhaltenden, alltagsrelevanten Lernerfolgen führen sollen. Im Unterschied zum reinen Fun-Sport ist jedoch maßgeblich, dass die Aktivitäten immer mit einer pädagogischen Zielsetzung verknüpft sind.

Für alle Lernformen bestehen Ansätze der Umsetzung, die jedoch auf der Initiative einzelner Kollegen beruhen und nicht systematisch eingebunden sind. In diesem Bereich benötigen wir noch ausgereifte und verbindliche Konzepte. Dabei stehen wir noch am Anfang eines langen Entwicklungsprozesses, den wir über Fortbil­dungen des Kollegiums, die Ausarbeitung der Konzepte, die Umsetzung und anschließende Evaluation jedoch in den Blick nehmen wollen.

Ausstattung des Selbstlernzentrums

Eine kurze Beschreibung des Selbstlernzentrums wird an dieser Stelle noch nachgeliefert.

Darüber hinaus verfügt der Raum über eine kleine Bibliothek, in der sich aktuelle Nachschlagewerke und Übungsmaterial für die verschiedenen Fächer finden. Der Bestand wird konstant erwei­tert und den Schüler­bedürf­nissen angepasst. Dort findet sich auch eine größere Sammlung an Zeit­schriften, wie beispielsweise „Der Spiegel“, „Geo“ und viele mehr. Hier liegen auch aktuelle Zeit­schrif­ten und Infomaterial zur Berufswahl und zum Studium aus.

Ansprechpartner: Herr Dr. Ostrowski       

Lern-Coaching

Beim Lerncoaching wird mit jedem Schüler individuell in Einzelarbeit an seinem jeweiligen Problem gearbeitet. Das Lerncoaching kann man grob in drei Kategorien einteilen:

Lernstrategien

Hier wird zum einen erarbeitet, was dem Schüler leicht fällt. Dieser Ansatz wird dann auf die Arbeit in Problem­bereichen übertragen. Zum anderen kann man neue Lernstrategien erlernen, z.B. das visuelle Lernprinzip, hier werden Lerninhalte bildlich / fotografisch gemerkt und wieder abgerufen.

Prüfungsangst

In diesem Bereich wird auch zuerst der Ist-Zustand genau betrachtet, um dann entsprechende neue Verhaltensweisen einzuüben, z.B. Entspannungstechniken, Konzentrationstechniken oder das Abrufen des erlernten Stoffes.

Lernblockaden

Häufig ist hier der Konzentrationsmangel. Dann werden wie bei der Prüfungsangst Konzentrations­techniken und neue Verhaltensweisen eingeübt.

Ergänzend zu den Schülerthemen kann auch noch ein Eltern-Konflikt-Training angeboten werden. Hier wird mit den Eltern ein Kommunikationstraining durchgeführt, welches das eigene Konflikt­ver­ständnis und –verhalten, aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Einüben von Konfliktgesprächen, Regeln und Ver­einba­rungen enthält.

Ansprechpartner: N.N.

Die Leistungsbewertung von Schülern durch Lehrkräfte erfolgt als Bewertung von Einzelleistungen sowie als perio­dische Zusammenfassung in numerischer Form als Schulnote in Zeugnissen. Wie jede Leistungs­bewertung ist die Leistungsbewertung in der Schule eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die unvorhersehbare Folgen haben kann. Sie unterliegt daher detaillierten rechtlichen Vorschriften, aber auch der pädago­gischen Freiheit der Lehrpersonen. Die im Folgenden dargestellten Grundsätze zur Leistungs­bewertung sollen dabei helfen, eine Leistungs­bewertung vorzunehmen, die den Leistungen des Schülers entspricht.

Unter Einbezug der rechtlichen Rahmenbedingungen werden die Maßstäbe der schriftlichen und münd­lichen Beurteilung festgelegt, die für das Kollegium verbindlich sind. Die Fachschaften spezifi­zieren neben den inhaltlichen und methodischen Aspekten Besonderheiten der Leistungsbeurteilung, die sich aus den jeweiligen Fachcurricula ergeben. Ziel dieser Darstellung ist es, allen Beteiligten am Schulleben, hier auch insbesondere den Schülern und Eltern, die Leistungsbewertung transparent und nachvollziehbar zu erklä­ren. Dies ist für die vertrauens­volle und zielgerichtete Arbeit eine entschei­dende Voraussetzung.

Gesetzliche Vorgaben als Basis der Leistungsbeurteilung in der Sekundarstufe I und II

Die Beurteilung von Schülerleistungen in der Sekundarstufe I wird geregelt durch das Schulgesetz § 48  und die APO-SI § 6 und wird ergänzt durch eine Reihe von Erlassen wie dem LRS-Erlass, dem Haus­aufgaben-Erlass und dem Erlass zur Lernstandserhebung. Für die Sekundarstufe II wird die Beurteilung der Schülerleistungen durch die Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt), 3. Abschnitt § 13 -17 vom 5. Oktober 1998 zuletzt geändert durch Verordnung vom 5. November 2008 geregelt. Gleichzeitig finden die Vorgaben der Kernlehr­pläne für die jeweiligen Fächer Berücksichtigung. Alle Lehrpersonen haben die Pflicht, sich über die aktuellen Vorgaben zu informieren.

Die Fachkonferenzen überarbeiten regelmäßig ihr schulinternes Curriculum und passen ggfls. die fachspezi­fischen Regelungen zur Leistungsbewertung an. Die Curricula befinden sich auf dem aktu­ellen Stand der Lehrpläne und nehmen Bezug auf die derzeit im Unterricht eingesetzten Lehr­werke. Die fach­spezifischen Leistungsbewertungs­konzepte geben für alle Jahrgangsstufen konkrete Hinweise in Bezug auf die Leis­tungs­überprüfung und –bewertung.

Unterricht und Lernerfolgsüberprüfungen sind darauf ausgerichtet, Schülern Gelegenheit zu geben, grund­legen­de Kompetenzen, die sie in den vorangegangenen Jahren erworben haben, wiederholt und in wech­seln­den Zusammen­hängen anzuwenden. Für die Schüler sollen sie eine Hilfe für ihr weiteres Lernen dar­stellen. Die Lernerfolgs­überprüfungen sind daher so anzulegen, dass die Kriterien für die Notengebung den Schülern verständlich sind und die jeweilige Überprüfungsform den Lernenden auch Erkenntnisse über die indivi­duelle Lernentwicklung ermöglicht. Daher sollte die Beurteilung von Leistun­gen mit der Ermittlung des erreichten Lernstandes und individuellen Hinweisen für das Weiterlernen verbunden werden, wozu auch Hinweise zu Erfolg versprechenden individuellen Lern­strategien gehören können. Den Eltern sollten gegebenenfalls im Rahmen der Lern- und Förderempfehlungen Wege aufgezeigt werden, wie sie das Lernen ihrer Kinder unterstützen können. Bewer­tet werden alle von den Schülern im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen, wobei im Sinne der Orientierung an Standards grundsätzlich alle in den entsprechenden Lehrplänen ausgewiesenen Bereiche bei der Leistungsbewertung angemessen zu berücksichtigen sind. Dabei kommt den prozess­bezogenen Kompetenzen der gleiche Stellenwert wie den inhaltsbezogenen Kom­pe­tenzen zu.

Die Anforderungen in den Klassenarbeiten bzw. Klausuren müssen den aufgrund des erteilten Unterrichts zu erwar­tenden Leistungen und den Anforderungen der Lehrpläne entsprechen. Klassen­arbeiten und Klausu­ren sollen im Unterricht angemessen vorbereitet werden, allerdings ist ein reines Abfragen von Erlerntem zu vermeiden. Bei der Korrektur werden die Fehler an der Stelle ihres Auftretens und am Rand markiert. Bei der Verwen­dung der Korrekturzeichen bietet es sich an, nach Abschnitt 4.2.2 der Vorgabe der Richtlinien und Lehr­pläne für die jeweiligen Fächer zu verfahren; in der Sekundarstufe I können darüber hinaus weiter­führende Erläuterungen sowie den individuellen Lernfortschritt der Schüler dokumentie­rende Bemerkun­gen hilfreich sein. Erreicht bei einer Arbeit bzw. Klausur ein Schüler kein ausreichendes Ergebnis, sind geeignete Maßnahmen einzuleiten, die die Unterrichts­ergebnisse verbessern und die Leistungsfähigkeit des Schülers fördern. Über die geeigne­ten Maßnahmen entscheidet der Fachlehrer evtl. nach Rücksprache mit den Eltern des betroffenen Schülers bzw. nach direkter Rücksprache mit dem betroffenen Schüler.

Die Teilnote im Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ wird von der unterrichtenden Lehrkraft unab­hän­gig von der Teilnote im Bereich „Schriftliche Arbeiten“ ermittelt, den Schülern mitgeteilt und auf Wunsch erläutert. Zu diesem Beurteilungsbereich „gehören alle im Zusammenhang mit dem Unter­richt erbrachten mündlichen und praktischen Leistungen sowie gelegentliche kurze schriftliche Übun­gen. Die Leistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind bei der Beurteilung ebenso zu berück­sichtigen wie die übrigen Leistungen (§ 6 APO-SI). Dabei wird die Qualität und Kontinuität der von den Schülern einge­brachten Beiträge berücksichtigt.

Selbstständiges Arbeiten sowie das Arbeiten in Gruppen und Projekten wird in der Leistungs­bewer­tung berück­sichtigt. Gesichtspunkte können entsprechend des Leistungsstandes der Schüler sein, wie und in welchem Umfang sie Beiträge zur Arbeit leisten, Beiträge anderer aufnehmen und weiter­ent­wickeln, sich in die Denkweisen anderer ein­finden, Aufgaben wie Gesprächsleitung, Proto­kollführung, Berichterstattung übernehmen, Informationen beschaffen und erschließen, ihre Grup­penarbeit organi­sie­ren und durch­führen, auch in arbeitsteiligen Verfahren, systematische und erfin­derische Vorgehens­weisen nutzen, ihre Arbeitsschritte überprüfen, diskutieren und dokumen­tieren. Bei der selbständigen Arbeit kann darüber hinaus mitbewertet werden, inwieweit ein Schüler in der Lage ist, das eigene Lernen zielbewusst zu planen und zu steuern, den eigenen Lernerfolg zu über­prüfen und daraus Rück­schlüsse zu ziehen für das weitere Lernen.

Konkretisierung

Sekundarstufe I

Für jede Klassenarbeit werden ein konkreter Erwartungshorizont oder eine Musterlösung sowie ein Bewer­tungs­schlüssel erstellt, die den Schülern zur Einsicht zur Verfügung stehen. Die Bewertung der schrift­lichen Arbeit richtet sich nach deren Umfang und der richtigen Anwendung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der Art der Darstellung. Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache und gegen die äußere Form sind angemessen zu berücksichtigen. Die Korrektur der Klassen­arbeiten enthält neben den Korrekturzeichen ggf. zur Verdeutlichung positive und negative Randbe­mer­kun­gen und/oder einen abschließenden, kurzen, zusammen­fassen­den Kommentar.

Die mündliche Mitarbeit soll dokumentiert werden, z. B. in Form von Listen (Noten oder „qualifizie­rende Symbole“) für eine hinreichende Anzahl von Stunden oder in Form von zusammenfassenden Beurteilungen für mehrere Wochen (z. B. für ein Quartal). Diese Beurteilungen sollen den Schülern mitgeteilt werden. Damit jeder Schüler eine angemessene Note für die sonstige Mitarbeit erhalten kann, sind weitere Formen des Leistungsnachweises zu ermög­lichen. Abgesehen von der reinen münd­lichen Beteiligung können z.B. noch folgende Schülerleistungen einbezogen werden: Heftführung (inhaltlich und formal), Protokolle, Referate, Hausaufgabenvortrag, Präsen­tationen, Versuchsvor­berei­tungen, kurze schriftliche Überprüfungen von Aufgaben. Insgesamt soll gewährleistet werden, dass auch zurück­halten­de Schüler die Möglichkeit erhalten, ihre Leistungen und Fähigkeiten angemessen in die Notenbildung einzubringen.

Laut Schulgesetz (§ 48,2) und APO-SI (§ 6) sind beide Beurteilungsbereiche „angemessen“ zu berück­sichtigen. Das bedeutet aber nicht, dass das arithmetische Mittel beider Noten zu bilden ist. Die Lehrkraft kann im Rahmen ihrer pädagogischen Freiheit und unter Beachtung der Fachrichtlinien sowie geltender Beschlüsse der Fachkonferenz generell oder beschränkt auf den Einzelfall andere Gewichtungen festlegen (Vgl. APO-SI/Erläuterung zu § 6.).

Sekundarstufe II

Für jede Klausur werden ein konkreter Erwartungshorizont oder eine Musterlösung sowie ein Bewertungs­schlüssel erstellt, die den Schülern zur Einsicht zur Verfügung stehen. Der Bewertungs­schlüssel entspricht den Vorgaben für das Zentralabitur, d.h., die Note „glatt ausreichend“ wird bei 45 % der angesetzten Punkte erreicht. Das bedeutet, dass die Grenze zwischen „mangelhaft plus“ und „ausreichend minus“ bei 40 % der angesetzten Punkte liegt. Die Bewertung der schriftlichen Arbeit richtet sich nach deren Umfang und der richtigen Anwendung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertig­keiten sowie der Art der Darstellung. Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache und gegen die äußere Form sind angemessen zu berücksichtigen und können zur Absenkung der Leistungsbewertung um eine Notenstufe in der Jahrgangsstufe EF und um bis zu zwei Noten­punkte gemäß § 16 Abs. 2 APO-GOSt in den Jahrgangs­stufen Q1 und Q2 führen. Die Korrektur der Klausuren enthält neben den Korrek­turzeichen ggf. zur Verdeutlichung positive und negative Randbemerkungen und/oder einen abschließenden, kurzen, zusammenfassenden Kommentar.

Die Mitarbeit im Unterricht steht im Vordergrund der Bewertung. Die mündliche Mitarbeit soll doku­men­tiert werden, z. B. in Form von Listen (Noten oder „qualifizierende Symbole“) für eine hinreichende Anzahl von Stunden oder in Form von zusammenfassenden Beurteilungen für mehrere Wochen (z.B. für ein Quartal). Diese Beurteilungen sollen den Schülern mitgeteilt werden. Damit jeder Schüler eine ange­messe­ne Note für die sonstige Mitarbeit erhalten kann, sind weitere Formen des Leistungs­nachweises zu ermöglichen. Abgesehen von der reinen mündlichen Beteiligung können z.B. noch folgende Schüler­leistun­gen einbezogen werden: Kladdenführung (inhaltlich und formal; vgl. SI), Protokolle, Referate, Hausauf­gabenvortrag, Präsentationen, Versuchsvorbereitungen.

„Sonstige Mitarbeit“ und „Klausuren-Leistungen“ sind gleich zu gewichten, wovon aber die unterrich­tende Lehrkraft im Einzelfall in eigener pädagogischer Verantwortung in vertretbarem Maß abweichen kann, z.B. wenn ein zurückhaltender Schüler hervorragende schriftliche Arbeiten vorlegt.

In der Jahrgangsstufe Q1 wird eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt. Facharbeiten werden von der Fachlehrkraft korrigiert und bewertet. Die Note wird schriftlich begründet, wozu fachliche und überfach­liche Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind. In fachlicher Hinsicht kommen neben den für Klausuren genannten Aspekten zum Tragen: Übersichtlichkeit im Aufbau der Arbeit, themengerechte Gliederung, Schlüssigkeit der Gedankenführung/­Beweis­führung, richtige Anwendung bewiesener Inhalte, richtige Gewichtung der einzelnen Aspekte, Eigenständig­keit, kritischer Umgang mit Sekun­där­literatur. An überfachlichen Gesichtspunkten sind zu beachten: äußerer Gesamt­eindruck, sprach­liche Korrektheit, forma­le Exaktheit (Zitate, Fußnoten, Literaturverzeichnis), Objektivität der Darstel­lung und wissen­schaftliche Distanz. Wird statt einer Klausur eine Facharbeit geschrieben, wird die Note für die Facharbeit wie eine Klausurnote gewertet. Es kann sich anbieten, den Inhalt der Fach­arbeit im Unterricht in einem Referat vorstellen zu lassen, um so allen Schülern die Möglichkeit zu geben, sich mit den behandelten Inhalten auseinander zu setzen. Die Art und Weise des Vortrages sowie der vorgestellte Inhalt des Referats, der Umgang mit Rückfragen, verwendete Medien, Informa­tions­unterlagen etc. können im Rahmen des Beurteilungsbereiches „Sonstige Leistungen“ gewertet werden.

Grundsätze zur Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens

Unseren Abiturienten wird auf Wunsch auf einem Beiblatt zum Abiturzeugnis ihr besonderes Engage­ment für die Schulgemeinschaft bestätigt (sofern sie kein Geld für diese Tätigkeiten erhalten haben). Damit werden herausragende Aktivitäten im Verantwor­tungs­bereich der Schule wie Mitarbeit in Konferenzen, in der SV, bei Schulfahrten usw. dokumentiert und gewürdigt.

Ansprechpartner: Herr Dr. Bettscheider  

Individuelle Förderung

Die individuelle Förderung aller Schüler ist eine zentrale Idee des Schulgesetzes in NRW. Das Recht auf individuelle Förderung wird in §1 des Schulgesetzes für jede Schülerin und jeden Schüler formuliert. Die individuelle Förderung muss daher breit aufgestellt sein und von der Hochbegabtenförderung bis zur Förderung von  Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten reichen.

Der Aspekt der individuellen Förderung wird durch die Neuformulierung der  Ausbildungsordnung für die Sekundarstufe I (APO–SI, §3) noch weiter betont, indem jede Schule verpflichtet wird, ein Förderkonzept zu entwickeln.

Ein für die Schule einheitliches und verpflichtendes Förderkonzept verdeutlicht, dass individuelle Förderung nicht nur in der Verantwortung der einzelnen Fachlehrer liegt, sondern allgemeine Aufgabe der Schule ist. Individuelle Förderung basiert auf zwei Säulen, die sich gegenseitig bedingen: Fachlich, fachübergreifende und außerunterrichtliche Förderungen müssen von der Schule koordiniert und abgestimmt werden.

Grundlage und Voraussetzung für eine individuelle Förderung ist es, die spezifischen Begabungen bzw. Defizite jedes Schülers zu analysieren. Die Diagnoseverfahren am Ritzefeld-Gymnasium werden im Folgenden aufgeführt.

  • Beobachtungen der Fachlehrer
    Verschiedene Beobachtungsmöglichkeiten wie Klassenarbeiten, Tests, Hausaufgaben, Schülerhefte oder die sonstige Mitarbeit im Unterricht werden genutzt, um Schüler sowie Eltern im Hinblick auf eine Förderung zu beraten. Zusätzlich können die Beobachtungen in Empfehlungen für die Klassenkonferenz, für Lern- und Förderempfehlungen und Förderpläne münden.
  • Beratungsgespräche
    Regelmäßige Beratungsgespräche und Sprechstundentermine mit Schülern und den Eltern helfen dabei, auch außerhalb des Unterrichts mit den Schülern ins Gespräch zu kommen und aus einer anderen Perspektive beraten und fördern zu können.
  • Ergebnisse der Klassenkonferenzen
    Die Fachlehrer erhalten in den regelmäßig stattfindenden Konferenzen (Zeugniskonferenzen, Erprobungsstufenkonferenzen in den Jahrgangsstufen 5 und 6, Pädagogische Konferenzen in den Jahrgangsstufen 7 bis 9) ein differenziertes und umfassendes Bild über das Leistungs- und Sozialverhalten der Schüler. Insbesondere bei leistungsschwachen und sehr leistungsschwachen Schülern wird beraten, ob bei erkennbaren Defiziten bzw. Begabungen entsprechende  Förderangebote auf freiwilliger Basis bzw. verpflichtend angeboten werden sollen.
  • Selbstreflexion der Schüler
    Schülerinnen und Schüler können häufig sehr gut ihre eigenen Stärken und Schwächen einschätzen. Unterstützt werden kann die Fähigkeit zur Selbstreflexion z.B. durch Selbstkontrollmöglichkeiten im Unterricht oder Selbsteinschätzungsbögen, wie z.B. für das Methodenkonzept in der Unterstufe und auch  im Zusammenhang mit den Quartalsnoten.
  • Zusammenarbeit mit unserem Sozialteam
    Mit unserer Sozialarbeiterin Frau Kamay und unserem Lerncoach Frau Wald bietet sich für unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit von Experten auf ihrem Gebiet beraten zu werden und in kooperativer Zusammenarbeit zwischen Schüler, Eltern, Experte und Lehrkräften individuelle Stärken und Schwächen zu diagnostizieren.
  • Klassenübergreifende Tests
    Durch klassen- und stufenübergreifende Prüfungen und Lernstandserhebungen bzw. diagnostische Tests (z.B. Rechtsschreibdiagnose in Klasse 5, Lernstandserhebungen Klasse 8, mündliche Prüfungen in den Fremdsprachen) erfahren die Schüler durch schulinternen und auch schulexternen Vergleich, wo Begabungen und wo Defizite zu finden sind. Die Aufgabe der Lehrkraft ist auch hier den vorliegenden Förder- oder Forderbedarf zu erkennen.
  • Diagnosebogen
    Auf Basis einer Kollegiumsfortbildung wird zudem überlegt, ob ein zusätzlicher Diagnosebogen (z.B. MAI, SVS, LSL, SDQ) mit in unser Diagnosekonzept aufgenommen werden soll.

Ansprechpartnerin: Frau Birkelbach

Die Komplexität des Begabungsbegriffes und die vielfältigen Begabungsformen führen zu der Erkennt­nis, dass Begabung nur mit vielfältigen Angeboten und Maßnahmen erkannt und gefördert werden kann. Daher ist es notwendig, in der Begabtenförderung verschiedene systemische Elemente miteinan­der zu verknüpfen und unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Begabungsformen anzubieten.

Unter Begabtenförderung verstehen wir die Förderung von Schülern, die über besondere Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen verfügen und die einen Entwicklungsvorsprung gegenüber Gleichaltrigen haben. Ziel der Förderung ist es, Angebote und Anregungen zu ermöglichen, die dem Begabungs­schwer­­punkt eines Schülers gerecht werden und eine individuelle Entfaltung der Persönlichkeit unter­stützen. Die Grundpfeiler der Begabtenförderung  umfassen Angebote der Akzeleration (beschleu­nig­tes Lernen) und des Enrichments (vertieftes Lernen durch Angebote, die über den Lehrplan hinaus­gehen). Hierbei fließen z.B. Unterrichtselemente der Binnendifferenzierung, des Lernens durch Lehren, aber auch außer­schu­lische Bildungsangebote mit ein.

Angebote der Akzeleration

  • individuelle Verkürzung der Schulzeit durch Überspringen einer Jahrgangsstufe
  • Teilunterricht in höheren Jahrgangsstufen
  • Teilstudium („Schüler an die Universität“)

Angebote des vertieften Lernens

  • Individualisierte Angebote der Binnendifferenzierung
  • Wahl zusätzlicher Kurse
  • Arbeitsgemeinschaften
  • Erwerb von Sprachzertifikaten
  • Teilnahme an bundes- und landesweiten Schülerwettbewerben
  • Teilnahme an Schülerakademien

Beratung

Den Fördermaßnahmen geht in der Regel ein eingehendes Beratungsgespräch voraus. Die Informa­tion, Beratung und Betreuung besonders begabter Schüler wird von den o.g. Ansprechpartnern vorge­nommen. Die Begabtenförderung wird von erfahrenen Lehrkräften entwickelt, die sich schon seit vielen Jahren mit dem Bereich der Hochbegabten­förderung intensiv beschäftigen. Primärer Ansprechpartner am Ritzefeld-Gymnasium für Schüler und Eltern ist Herr Dr. Nelles (Ch, Ph). Gege­benenfalls werden die Fachlehrer des Kollegiums in die Beratung mit einbezogen. Ansprech­partner im Netzwerk Begabtenförderung ist Herr Dr. Ostrowski. Um neue Entwicklungen und Wege der Begabten­förderung aufzugreifen, nehmen die Berater regelmäßig an Fortbildungen teil. In diesem Zusammen­hang arbeiten wir auch Hand in Hand mit den für die Berufsorientierung und Berufs­beratung zustän­digen ­Kollegen.

Schwerpunkte unseres Angebots

Um neben den Angeboten für Hochbegabte möglichst viele Schüler zu erreichen und deren Begabun­gen bzw. Interessen zu bedienen, liegen unsere Schwerpunkte im Unterricht v.a. im Bereich der Binnen­differenzierung und der Arbeitsgemeinschaften im Wahlpflichtbereich. Hier versuchen wir, für jede Jahr­gangsstufe Angebote im Bereich „Wissen vertiefen“, „Kreativität entwickeln“, „Aktiv und gesund leben“ sowie „Gemeinschaft entwickeln“ anzubieten.

Seit einigen Jahren haben wir ein Konzept zur Förderung der besonderen Begabungen erarbeitet, das ständig weiterentwickelt wird mit dem Ziel, die besonderen Talente und Begabungen der Schüler recht­zeitig zu erkennen und gezielt zu fördern, zum anderen dazu, die Potentiale einzelner Schüler in einer Lern­gruppe zu stärken und so insgesamt die Lern- und Leistungs­bereit­schaft in den Lerngruppen zu fördern. Besondere Beachtung finden dabei die so genannten „Underachiever“ – besonders begab­te Schüler, die unter dem Niveau ihrer Leistungsfähigkeit bleiben und möglicherweise die Freude am Lernen und an neuen Herausforderungen verlieren.

Binnendifferenzierung

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit stützt sich auf die Methode des „Lernen durch Lehren“. Die Begabten bringen ihr zusätzliches Wissen in das Unterrichtsgeschehen ein. Sie helfen somit, den Unterricht noch abwechslungsreicher zu gestalten und motivieren auf diese Weise ihre Mitschüler. Teilweise ver­suchen wir, diese Schüler auch in anderen Lerngruppen und Jahrgangsstufen als Tutoren oder Leiter einer Arbeitsgemeinschaft einzusetzen, z.B.:

  • bei der Durchführung von Roboter-Workshops an den Grundschulen im Einzugsgebiet
  • als Tutoren bei den am Ritzefeld-Gymnasium durchgeführten Roboter-Workshops der RWTH (go4IT) für Mädchen der 6. Klassen
  • bei der Durchführung von Arbeitsgemeinschaften in verschiedenen Jahrgangsstufen, teilweise jahrgangs­übergreifend (z.B. Roboter-AG, Biologie-AG, Schach-AG, Gitarren-Workshop, Kunst-AG, Schülerlabor, Schülerzeitung und Medienwerkstatt)
  • die Betreuung des Schülerlabors und der Biologie-AG, die sich die Schüler im Falle eines Bio­logie­studiums an der RWTH Aachen zum Teil im Bereich der „communication skills“ anrech­nen lassen können

Im Rahmen des zurzeit allerdings überarbeiteten bzw. neu gestalteten Forder- und Förderkonzepts der Schule gibt es in den Klassen 5 und 6 klassenübergreifende Stunden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, in denen sich die Schüler intensiv und kreativ mit eigens für sie geeigneten Unter­richtsinhalten beschäftigen. Der Unterricht ist problem-, projekt- und handlungsorientiert und folgt dem Prinzip des Enrichments. Hier fließen Erfahrungen und Anregungen aus dem Projekt „Lern­poten­ziale“ ein, an dem unsere Schule teilnimmt.

Arbeitsgemeinschaften und Projektkurse

Unsere Arbeitsgemeinschaften im gebundenen Ganztag decken vielfältige Themenbereiche ab und sind darauf ausgelegt, verschiedenste Kompetenzen zu entwickeln. Da die Angebote aufgrund von Personal­fluktuationen jährlich variieren, seien an dieser Stelle die Angebote aus dem Schuljahr 2012/13 aus den Bereichen „Wissen vertiefen“, „Kreativität entwickeln“, „Aktiv und gesund leben“ sowie „Gemein­schaft fördern“ genannt (AGs im Wahlpflichtbereich sind schraffiert gekennzeichnet):

Link zu den aktuellen AG-Angeboten

Wettbewerbe

Am Ritzefeld-Gymnasium gibt es zudem seit langem eine ausgeprägte Wettbewerbskultur (intern und extern), insbe­sondere im naturwissenschaftlichen Bereich. Unsere Schüler werden verstärkt zur Teil­nahme an regionalen und über­regionalen Wettbewerben ermuntert, Wettbewerbsaufgaben werden auch im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften besprochen. Einige Wettbewerbe werden im Hause intern ausgetragen (z.B. in Parallelkursen), bei einigen führen wir die erste (Schul)-Runde durch. In Wett­­bewer­ben des mittleren und gehobenen Anspruchsniveaus können leistungs­starke Schüler Herausforderungen finden, die sich ihnen im normalen Klassenunterricht nicht oder nicht mehr stellen. Darüber hinaus bieten sich hier häufig auch Möglichkeiten, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen.

In der Regel versuchen wir, die betreffenden begabten Schüler direkt anzusprechen. Außerdem bieten wir Informa­tionen zu Wettbewerben und Veranstaltungen auf unserer Homepage an, so dass sich interes­sierte Schüler auch selbst melden können. Um die Wettbewerbsteilnahme zu erleichtern, führen wir verstärkt Schulrunden und Wett­bewerbe bei uns im Hause durch. U.a. haben wir regel­mäßig Teil­neh­mer an folgenden Wettbewerben:

  • Vorlesewettbewerbe (intern und extern)
  • Euregio-Schüler-Literaturpreis (zurzeit jedoch nicht)
  • Schach – Bezirksmeisterschaften
  • Bundeswettbewerb Mathematik, Mathe-Olympiade
  • Net Race, Informatik-Biber, Bundeswettbewerb Informatik
  • Jugend forscht, Internationale Junior Science Olympiade, Internationale Biologie-, Chemie- und Physik-Olympiade, Bundes-Umwelt-Wettbewerb, Freestyle-Physics als interner Wettbewerb, Be smart don´t start
  • RWE- und EWV-Schulwettbewerbe, Wettbewerbe der Firma Grünenthal
  • Börsenspiel (Wirtschaft), Gründerwettbewerb der Sparkasse
  • Kreis- und Landesmeisterschaften in den Ballsportarten (Eurode-Cup Fußball)

Neben der Integration von außerschulischen Lernangeboten in den regulären Unterricht bieten wir begab­ten Schülern in Arbeitsgemeinschaften oder zu bestimmten Veranstaltungen ausgewählten Schülern aller Jahrgangsstufen die Teil­nahme an außerschulischen Veranstaltungen an (z.B. Veran­staltungen der RWTH, Aachener Modell II, Tag der Biologie, Tag der Physik etc., Schüler­forschungs­tage, der Besuch des Deutschen Museums in Bonn, der Firma Bayer). Auch die Teilnahme an außer­schulischen Bildungs­angeboten konnte in einigen Fällen erfolgreich vermittelt werden, u.a. die Teil­nahme an Ferien-Akade­mien, z.B. am Science College Haus Overbach in Jülich. Im vorletzten und im letzten Schuljahr nahm jeweils eine Schülerin an der NRW-Junior Akademie teil.

Besonders begabte Oberstufenschüler können an dem Programm „Schüler an die Uni“ der RWTH Aachen teilnehmen. Die RWTH Aachen bietet die Möglichkeit, den Besuch von Lehr­veran­staltungen in Mathematik, Physik und Chemie mit einem qualifi­zierten Leistungsschein abzuschließen. Damit wird die Leistung der Schüler in gleichem Maß wie die der eingeschriebenen Studierenden gewertet. Über eine Teilnahme bzw. Beurlaubung ausge­­wählter Schüler entscheidet die Schulleitung nach Beratung durch die Ansprech­partner der Fach­gruppen an der RWTH.

Eigene Erfahrungen

Die hier dargestellte Übersicht zeigt, dass die Schule für begabte Schüler vielfältige und zahlreiche Angebote bereithält bzw. durch Kooperation und Vermittlung an außerschulische Lernorte organisiert bzw. ermöglicht. Dem gegenüber stellen wir zunehmend fest, dass insbesondere im gebundenen Ganztag die Motivation vieler Schüler, diese Angebote auch wahrzunehmen, rückläufig ist. Dies betrifft insbesondere die Teilnahme an Wettbewerben und die Teilnahme an Veranstaltungen außer­schulischer Partner, die außerhalb der Unterrichtszeiten liegen.

Die freien Arbeitsgemeinschaften an der Schule werden allerdings gut angenommen und machen viele unter­schied­liche Wege der Begabtenförderung möglich. Sie sind auch relativ leicht an der Schule zu organisieren und kurzfristig umzusetzen. Mit den speziell für begabte Schüler konzipierten Angeboten konnten wir allerdings nur wenige Schüler erreichen. Unter den wenigen Schülern (nach Jahrgangs­stufen Q2 (1), Q1 (0), EF (1), 9 (1), 8 (1), 7 (1), 6 (0), 5 (1)) waren überwiegend Mädchen, die meist auch die entsprechende Unterstützung aus dem Elternhaus mitbringen). Wie intensiv sich die Nutzung außer­schulischer Lernorte ohne Kenntnis oder Einbezug der Schule gestaltet, können wir nicht abschätzen.

Ansprechpartner:  Herr Dr. Nelles

Studien- und Berufsorientierung

Welchen Weg wollen wir gehen?

Am Ritzefeld-Gymnasium gibt es seit vielen Jahren eine kontinuierliche Förderung der Schüler, um ihnen einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen. Der Übergang in die Berufs- oder Studienwelt, nach erworbenem Schulabschluss, soll möglichst reibungslos ablaufen. Dies wurde vor allem in der Oberstufe durch ein Betriebspraktikum und individuelle Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit gewährleistet. Nachdem der Ausbildungskonsens des Landes NRW beschlossen hat das Übergangs­system Schule-Beruf zu erweitern und neu zu gestalten, ist es nun an der Zeit das Angebot für die Schüler zu erweitern und auszubauen. Es werden klare Angebotsstrukturen für die Schüler entworfen und in die Schule getragen. Das „Neue Übergangssystem Schule-Beruf in NRW“(NÜS) / kein Abschluss ohne Anschluss sieht eine durchgängige Berufsorientierung ab Stufe 8 für alle Schulen bindend vor.

Dieses Curriculum soll den Rahmen des NÜS darlegen und konkret das Angebot des Ritzefeld-Gymnasiums verdeutlichen.

 

Eine gelingende Berufsorientierung ist gemeinsame Aufgabe von Schule, Elternhaus, Berufsberatung und Wirtschaft (vgl. v. Berlepsch, P., Lexis, U. & Wieland, C., 2010). Eine gute, in enger Kooperation mit Unternehmen und anderen Akteuren stattfindende Berufs­orientierung kann Erfolg haben. Schnell wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarkts, sei es durch neue Berufe und verän­derte Qualifikationsanforderungen, neue Studiengänge, den weiter wachsenden Dienstleistungs­sek­tor, die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien, den allgemeinen tech­ni­schen Fortschritt etc.. Daraus ergibt sich für die berufliche Orientierung in Schulen fortlaufender Ände­rungs- und Anpassungsbedarf. Ein Abiturient kann heute bereits zwischen 360 Ausbildungs­gängen und 9.000 Studienmöglichkeiten wählen (C. Löwer, Süddeutsche Zeitung, 19. April 2005, S. 34). Die Schüler müssen bei der Klärung ihres Selbst­bildes, ihrer Interessen, der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Begabungen unterstützt und angeleitet wer­den. Die Berufsorientierung sollte im Kern folgende Aufgaben erfüllen:

  • Bereitschaft, sich auf Berufswahlfragen einzulassen, fördern
  • berufswahlbedeutsame persönliche Eigenschaften und Selbstwahrnehmung stärken
  • Entscheidungsverhalten und Handlungskompetenz stärken
  • Kenntnisse über die Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftswelt vermitteln
  • Techniken der Informationsverarbeitung (Sammeln, Selektieren, Aufbereitung) vermitteln
  • Wahrnehmung und Bewertung von Alternativen schärfen

Um die Qualität und die Entwicklung einer nachhaltigen Berufsorientierung an der Schule zu fördern, hat das Land NRW im Jahr 2012 damit begonnen, ein systematisches Übergangs­system für alle Schüler von der allgemeinbildenden Schule bis in die duale Ausbildung bzw. ein Studium hinein umzusetzen. Das Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRWsoll Schulen einen Rahmen bieten, eine hochwertige Berufsorientierung durchzuführen.

Auszug aus dem Handout „Kein Abschluss ohne Anschluss 2013, NRW“: Mit diesem Übergangssystem Schule – Beruf in NRW werden:

  • im Bereich der schulischen Berufs- und Studienorientierung der allgemeinbildenden Schulen die guten Ansätze und Einzelmaßnahmen in ein Gesamtsystem der Berufs- und Studien­orientierung überführt.
  • die Übergänge in eine Ausbildung oder ein Studium gemeinsam gestaltet entweder als konkretes Ausbildungsangebot vorrangig in Betrieben bzw. durch vollzeitschulisch anerkannte Ausbildungen oder als Unterstützung durch ergänzende Übergangsangebote bzw. durch studienqualifizierende Bildungs­gänge an Berufskollegs.
  • die Aktivitäten im Übergang Schule – Beruf durch eine kommunale Koordinierung nachhaltig und systematisch befördert und die erforderlichen Abstimmungsprozesse organisiert.

Bisher war es so, dass in den Unterrichtsfächern nur vereinzelt und wenn ja, eine wenig konkrete Berufs­orien­tierung stattgefunden hat. Informationen wurden nur mit dem Fach verknüpft und der Nutzen zumeist nicht erkannt. Die Bewerbung war klassisch Inhalt des Deutschunterrichts und wurde nur von wenigen Schülern mit dem Begriff Berufsorientierung verbunden. Exkursionen und Wander­tage wurden selten unter der Perspektive Berufsorientierung beleuchtet. Durch die Einführung von Standardelementen, wie beispielsweise dem Berufswahlpass wird den Lehrern sowie den Schülern des Ritzfeld-Gymna­sium eine Möglichkeit gegeben, in vielen Unter­richts­fächern Anknüpfungspunkte für die Berufsorien­tierung zu finden, was eine Beratung und Orientierung stark vereinfacht. Die Berufs­orientierung bekommt durch die Bearbeitung der schulinternen Curricula zusätzliche Relevanz.

Um eine möglichst genaue Darstellung des Übergangssystems zu gewährleisten, werden auszugs­weise Inhalte der Broschüre: „Neues Übergangssystem Schule – Beruf in NRW. Zusammenstellung der Instrum­ente und Angebote (Stand: November 2012)“ dargestellt und zitiert. Herausgeber ist das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW. Es handelt sich in großen Teilen um Zitate, die zur vereinfachten Lesbarkeit jedoch in Kapitel 2 nicht konkret als solche gekennzeichnet werden. Im Quellenverzeichnis befindet sich ein Link zur digitalen Version des genutzten Dokuments, welche eine konkretere Auseinandersetzung mit der digitalen Broschüre ermöglichen soll.

Die mit dem neuen Übergangssystem Schule-Beruf in NRW einzuführende systematische Berufs- und Studienorientierung unterteilt sich in 4 Phasen:

Phase 1: Potenziale erkennen und als Planungsgrundlage für den individuellen Lernprozess nutzen.

Mit dem Beginn der Jahrgangsstufe 8 werden alle Schüler sowie Eltern über das in Abstim­mung mit der Berufsberatung erarbeitete schulinterne Konzept der Berufs- und Studien­orien­tierung informiert.

Ein von der Schule ausgewähltes und möglichst regional abgestimmtes Portfolioinstrument (z.B. Berufswahlpass) wird für die Berufs- und Studienorientierung aller Schüler einge­führt.

Eine Potenzialanalyse liefert allen Schülern zu Beginn des Prozesses eine fundierte Selbst- und Fremdein­schätzung von personalen, sozialen und fachlichen Potenzialen.

Ergebnisse der Potenzialanalyse werden im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Schüler indivi­duell ausgewertet und im Portfolioinstrument dokumentiert. Schüler sowie Eltern sind daran beteiligt. Die Einbeziehung der Eltern stellt sicher, dass sie die Möglichkeit erhalten, individuelle Lernprozesse aktiv mitzugestalten.“

duale-ausbildung

Strukturschema: “Neues Übergangssystem Schule und Beruf”

AV           1. berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme der Regionaldirektion NRW der BA i.V. m. Ausbildungsvorbereitung Teilzeit im BK und ergänzend Ausbildungsvorbereitung Vollzeit im BK mit begleiteten Betriebspraktika; über Ausbildungsbausteine anrechenbare Berufsfachschule

EQ          Einstiegsqualifizierung

JH           Maßnahme der Jugendhilfe (Jugendwerkstatt/Werkstattjahr)/Aktivierungshilfen ergänzende Ausbildungsangebote

BaE/BaE NRW 3. Weg – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (Regionaldirektion NRW der BA)

vollzeitschulische Berufsausbildung nach BKAZVO mit Kammerabschluss nach BBiG/HWO nur in Berufen, in denen nach dem Arbeitsmarktmonitoring der BA ein Fachkräftemangel absehbar ist

andere außerbetriebliche Ausbildung/partnerschaftliche Ausbildung/Verbundausbildung

Quelle: Neues Übergangssystem Schule – Beruf in NRW. Zusammenstellung der Instrumente und Angebote (Stand: November 2012).

Phase 2: Begegnung mit der Arbeitswelt – Berufsfelder kennen lernen

„Als Vorbereitung auf das schulische Betriebspraktikum sollen alle Schüler Kenntnisse über die regionale Berufs- und Arbeitswelt erhalten und ihre Erkenntnisse aus der Potenzialanalyse für eine erste praxisnahe berufliche Orientierung nutzen. Dazu sollen sie mehrere Berufsfelder vorrangig in Betrieben, d.h. an außerschulischen Lernorten, exemplarisch erkunden und ihre Erfahrungen mit weite­ren Personen (Mitschülern, Lehrkräften, Sorgeberech­tigten, Berufsberatern sowie ­Wirtschafts­vertretern) reflektieren. Die Ergebnisse der Auswertung werden im Portfolioinstrument dokumentiert und sollen zu einer gezielten Auswahl für das schulische Betriebspraktikum führen.“

 Phase 3: Praxis der Arbeitswelt kennen lernen und erproben

„Ab dem 9. Jahrgang lernen die Schüler berufliche Tätigkeiten praxisbezogen kennen und erproben ihre Fähigkeiten und Eignung vertiefend, indem sie in der Regel in jeweils einem spezi­fischen Berufs­feld ein Prakti­kum absolvieren. Dieses schulische Betriebspraktikum findet zumeist zwei- bis drei­wöchig in einem Betrieb statt, in dem die Schüler lernen, sich unmittel­bar mit betrieblichen Arbeits­abläufen und -struk­turen auseinanderzusetzen, sich einzubringen und mitzuarbeiten.

Die Auswahl der Praktikumsstellen muss dabei in einem nachvollziehbaren Bezug zu den bisherigen indivi­duellen Erkenntnissen und Erfahrungen stehen und den Schülern realistische Anschlusspers­pektiven ermöglichen. Für Schüler mit dem Ziel der Fach- oder allgemeinen Hochschulreife können bereits hier akademische Berufe von Interesse sein.

Die Schulen definieren spezifische Aufgaben der Schüler für das Praktikum. Die Unternehmen und die Schulen betreuen und beraten die Schüler während des Praktikums und geben in geeigneter Form den Praktikanten und den betreuen­den Lehrkräften eine qualifizierte Rückmeldung. Sie dokumen­tieren die Tätigkeitsbereiche und beobachten Leistungen der Schüler.

Die Schüler erhalten die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und diese für ihren individuellen Berufswahlprozess und ihre Entscheidungsfindung zu reflektieren und zu dokumentieren. Die Schule stellt in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung sicher, dass die Schüler über Bildungs- und Ausbildungswege informiert werden, um ihre individuelle Studien- und Berufswahlentscheidung zu konkretisieren und für ihren Lernprozess zu nutzen. Die Sorgeberechtigten sind in diesen Prozess systematisch und angemessen einzubeziehen.

Darüber hinaus sollen ausgewählte Schüler die Möglichkeit erhalten, sich in einzelnen Berufsfeldern vertiefend zu erproben und ihre Lernmotivation im Hinblick auf den Schulabschluss zu stärken, etwa im Rahmen zusätzlicher berufsorientierender Praxiskurse oder in Langzeitpraktika. Sie haben zum Ziel, die Ausbildungsreife der Schüler zu fördern und ihnen verbesserte Chancen auf eine an­schlie­ßende duale Ausbildung zu eröffnen.“

 Phase 4: Berufs- und Studienwahl konkretisieren, Übergänge gestalten

Für Schüler, die mit dem Ende des zehnten Pflichtschuljahres die allgemein­bildende Schule verlassen, entscheidet sich im (vor-)letzten Pflichtschuljahr, ob sie sich mit hinreichendem Erfolg auf eine duale Ausbildungsstelle bewerben (können), sich in der gymnasialen Oberstufe oder über Angebote des Berufskollegs weiterqualifizieren oder im Rahmen des Übergangssystems ihre Ausbildungsreife fördern und ggf. einen allgemeinbildenden Schulabschluss nachträglich erwerben wollen.

Die Schüler gestalten dazu ihre Bewerbungsphase auf der Grundlage ihres bisherigen Berufs- und Studienwahlprozesses, dokumentiert im ausgewählten Portfolioinstrument, planvoll und zielgerichtet, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Die Angebote der Arbeitsagentur zur individuellen beruflichen Beratung für alle Schüler sind hierbei einzubeziehen. Die Schule gewährleistet, dass sie über Bildungs- und Ausbildungswege des dualen Ausbildungssystems, der Hochschulen und der beruflichen Schulen informiert sind und ihren Bewerbungsprozess entsprechend zeitlich und inhaltlich angemessen gestalten können.

Für Schüler mit Förderbedarf besteht zum einen die Möglichkeit, sich über weitere Praxiskurse, Lang­zeitpraktika zu qualifizieren und ihre Chancen auf einen Einstieg in eine duale Ausbildung zu erhöhen, zum anderen, im Rahmen der verschiedenen Formen der Beratung und Begleitung weitere Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

In der gymnasialen Oberstufe zielt die pädagogische Arbeit der Schule darauf, dass die Schüler mit dem Erwerb der Hochschulreife studierfähig sind. Hierzu ermöglichen die Schulen mit gymnasialer Oberstufe ihren Schülern spätestens in der Sekundarstufe II über geeignete Kooperationen mit Hoch­schulen und/oder Betrieben Einblicke in die Anforderungen von Berufen und/oder Studien­gän­gen. Die An­gebote der Studienberatung der Arbeitsagentur und der Hochschulen sind dabei einzube­ziehen. Schüler der gymnasialen Oberstufen führen ggf. ein (weiteres) Schülerbetriebs­praktikum durch, nach Möglichkeit auch als duales Orientierungs­praktikum.

Als individuelles Reflexionsinstrument und als Feedback zum Prozess sowie als Planungsinstrument erarbeiten alle Schüler nach individuellem Bedarf zusammen mit den in den Beratungsprozess einzubin­denden Akteuren (Lehrkräfte, Eltern, Berufsberater usw.) am Ende der Vorabgangsklasse bzw. zu einem möglichst frühen Zeitpunkt der Abgangsklasse eine realistische Anschlussperspektive, die in einer Anschlussvereinbarung dokumentiert wird.

Hierfür ist die Zusammenarbeit der abgebenden und der aufnehmenden Systeme (allgemeinbildende Schule, Berufskolleg, Hochschulen) einschließlich der Wirtschaft regional zu fördern.“

Mit jeder Phase sind verbindliche Standardelemente (SBO) umzusetzen. Es handelt sich dabei um verschiedene miteinander verzahnte Elemente von der Beratung bis zum Praktikum. Entscheidend ist, dass mit diesen Elementen an allen Schulen ein Mindeststandard an beruflicher Bildung ab dem Schuljahr 2012/13 vorgeschrieben wird.

Standardelemente (SBO) an den Schulen:

  1. Qualitätsentwicklung, Erfahrungstransfer und Qualifizierung
  2. Schulische Beratung
  3. Beratung und Orientierung durch die BA
  4. Elternarbeit
  5. Curriculum
  6. Koordinatorinnen/Koordinatoren für Berufs- und Studienorientierung
  7. Berufsorientierungsbüros (BOB)
  8. Portfolioinstrument
  9. Potenzialanalyse
  10. Berufsfelder erkunden
  11. Betriebspraktika in Sek. I und II
  12. Praxiskurse
  13. Langzeitpraktikum
  14. Studienorientierung
  15. Bewerbungsphase
  16. Übergangsbegleitung

Anmerkung: Diese Standardelemente (SBO) werden in der Broschüre von Seite 15-45 genauer definiert www.arbeit.nrw.de/pdf/…/uebergang_gesamtkonzept_instrumente.pdf. Die konkrete Umset­zung am Ritzefeld-Gymnasium wird in Kapitel 3 behandelt. Unterstützung zur Umsetzung des NÜS/KAOAS erhalten die Schulen aus der Kommune, im Fall des Ritzefeld-Gymnasiums von der Städteregion Aachen (Bildungsbüro).

Im folgenden Abschnitt werden die Maßnahmen zur Berufsorientierung am Ritzefeld-Gymnasium Stolberg beschrieben. Neben langandauernd bestehenden Strukturen gibt es seit dem Schuljahr 2012/2013 diverse Neuerungen, die sich an den vorgegebenen Standardelementen des KAOAS orien­tieren. Bestehende Strukturen wurden angepasst und neue Ideen und Optionen in das Portfolio der Studien- und Berufsorientierung aufgenommen.

Grundlage stellen alle ausführbaren Standardelemente aus der Abbildung „Prozess der Schulischen Berufs- und Studienorientierung“ dar. Anmerkung: Unsere Kommune ist Referenzkommune, welche den Übergang Schule und Beruf einführte und nicht alle Standardelemente sind in Stadt und Land Aachen umsetzbar, da grundlegende Strukturen erst in der Entwicklung sind.

berufsorientierung

http://www.berufsorientierung-nrw.de/cms/upload/pdf/BSO_MSW.pdf (Stand: 1.1.2014)

Das Übergangssystem Schule und Beruf sieht eine durchgängige Förderung der Schüler im Bereich Berufsorientierung vor. Das Angebot des Ritzefeld-Gymnasiums Stolberg beginnt ab dem Schuljahr 2013/2014 bereits ab der Stufe 7, um allen Kooperationspartnern, die im Vorfeld des NÜS akquiriert wurden, gerecht werden zu können.

Stufe 7

In der Jahrgangsstufe 7 kommen die Schüler erstmalig in Kontakt mit dem Bereich Berufsorien­tierung. Im Museum Zinkhütter Hof wird die Zukunftswerkstatt besucht, die in ihrem Forum ein breites Angebot zur Bewusstseinsschaffung bzgl. ihrer Interessen und Stärken anbietet.

„Erleben, Erkennen, Begreifen – nirgendwo lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene besser als in einer Umgebung, die Impulse gibt und Bewusstsein schafft. Das Forum Zinkhütter Hof ist ein außerschulischer Lernort, mit abwechslungsreichem Programm weit über die traditionelle Schul-, Aus- und Weiterbildung hinaus.“(Museum Zinkütter Hof 2013)

Die Schüler bekommen zunächst im Klassenverband eine Einführung zum Projekt: „Komm auf Tour“-meine Stärken, meine Schwächen (gefördert durch die BZGA und die Bundes­agentur für Arbeit). In Form eines Erlebnisparcours, welcher dann in Kleingruppen absolviert wird, werden verschiedene Vorlieben der Schüler abgeprüft, indem sie basteln, bauen, managen, rechnen uvm. dürfen. An sechs Stationen geht es um die Zukunft. Die Fragestellungen: „Wie möchtest Du leben? Welche Berufsfelder könnten zu Dir passen? Neugierig?“ stehen für die Schüler an diesem Tag im Vordergrund. Zum Abschluss werten die Schüler ihre Ergebnisse aus und bekommen entsprechend ihrer Resultate Infor­mationsmaterial zur Bearbeitung ausgehändigt. Eine weitere Nachbereitung erfolgt eine Woche später innerhalb des Klassenverbands, bei welcher die entdeckten Stärken und Schwächen, in Form einer Diskussion mit dem Klassenlehrer, bestätigt oder präzisiert werden.

Das Projekt „Komm auf Tour“-meine Stärken, meine Schwächen (gefördert durch die BZGA und die Bundesagentur für Arbeit) ist zusätzliche eine Vorbereitung auf die Potentialanalyse in der Stufe 8.

Übersicht Ritzefeld-Gymnasium

berufs-und-studienorientierung

 

Stufe 8

Potentialanalyse

In der Mitte des Schuljahres wird für die Stufe 8 in Zusammenarbeit mit der Städteregion Aachen eine Potentialanalyse mit allen Schülern der Stufe verbindlich durchgeführt. Inhalte dieser Potentialanalyse sind beispielsweise: (RWTH 2014)

  • CV-Painting
  • Bauphasen
  • Programmierung
  • Berichterstattung

Potentiale, die beobachtet werden:

  • Praktisch/fachliches Potential
  • Methodisch/kognitives Potential
  • Arbeitshaltung
  • Persönliches Potential
  • Soziales Potential

potenzialanalyseInhalte können je nach Anbieter variieren, entsprechen jedoch den vom Träger eingeforderten Mindest­standards.

Um eine perspektivisch langfristige, gleichmäßige Struktur für das Ritzefeld-Gymnasium zu gewähr­leisten, wurde in 2014 eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Organisatoren der Poten­tial­analyse namentlich: RWTH Aachen und dem Ritzefeld-Gymnasium getroffen. Die Ergebnisse werden in einer individuellen Beratung zwischen den Schülern und den ausführenden Partnern an einem Termin in der Schule durchgeführt. Anschließend erhalten die Schüler eine Beratung hinsicht­lich ihrer Stärken und Fertigkeiten, die sich bereits in ihrer Entwicklung deutlich zeigen sowie ein Zertifikat, welches die Teilnahme und die individuellen Potentiale darlegt. Spätestens am Tag der Ergebnis­bekanntgabe wird das Portfolioinstrument Berufswahlpass eingeführt.

Der Berufswahlpass

Der Berufswahlpass (BWP) wird bindend für die Schüler eingeführt und dient der kontinuierlichen Dokumentation der zu durchlaufenden Maßnahmen der Berufsorientierung.

Das bietet der Berufswahlpass (Stand 31.05.2013) 

Der Berufswahlpass besteht aus einem Ordner mit Einstecktasche auf dem Rücken, fünf farbigen Registerblättern, 59 farbigen Inhaltsseiten und dem achtseitigen Aufgabenheft

  • Der Berufswahlpass hilft Schülern bei der beruflichen Orientierung.
  • Der Berufswahlpass ermöglicht Eltern, Lehrkräften, der Berufsberatung und Betrieben eine Unterstützung der Jugendlichen auf ihrem Berufsfindungsweg.
  • Der Berufswahlpass stellt die Angebote zur Berufsorientierung vor.
  • Der Berufswahlpass hilft, das persönliche Stärkenprofil zu ermitteln.
  • Der Berufswahlpass ist geeignet, den Weg zur Berufswahl zu dokumentieren.
  • Der Berufswahlpass fasst alle notwendigen Unterlagen zusammen, die für eine überlegte Berufswahl sinnvoll sind.
  • Der Berufswahlpass hilft bei der Lebensplanung.

Der Berufswahlpass, der von den Schülern selbst geführt und mit Einträgen und Dokumenten versehen wird, ist ein bewährtes Instrument zur beruflichen Orientierung im Rahmen des schulischen Berufsorientierungsprozesses. Der Berufswahlpass wird im Unterricht aller Schulformen ab der Sekun­darstufe I  eingesetzt und kann die Jugendlichen ein Leben lang begleiten.

Diese Arbeits- und Dokumentationsmappe hält Antworten und Hilfen zu möglichen Fragen parat. Wichtig ist, dass es bei der Arbeit mit dem Berufswahlpass zu Gesprächen zwischen Schülern und ihren Eltern, Lehrkräften, Beraterinnen und Beratern über Berufswünsche, Ausbildungswege, Berufs­alltag usw. kommt. Es ist ein Anliegen der Autorinnen und Autoren, dass es zu einem intensiven Austausch auch über die Inhalte des Berufswahlpasses kommt.

  • In der Einführung wird ein Überblick über Elemente einer zielgerichteten Berufsorientierung gegeben, d. h. es werden sieben Schritte zur Findung eines Berufes oder einer Studienrichtung aufgezeigt. Gleich hier am Anfang können Eltern ihr schriftliches Einverständnis zur Verwen­dung der im BWP enthaltenen Daten, z. B. für die Berufsberatung geben und sind so wiederum mit in den Berufsorientierungsprozess mit eingebunden.
  • In Teil 1 „Angebote zur Berufsorientierung“ z. B. unter der Fragestellung „Wer macht was bei der Berufsorientierung?“ sind neben dem Schüler selbst, die Schule, die Berufsberatung, die Betriebe, die Eltern und deren Aufgaben als wichtige Partner im gesamten Orientierungs­prozess mit aufgeführt.
  • In Teil 2 „Weg zur Berufswahl“ geht es um die Klärung von schulischen und außerschulischen Interessen, Selbst – und Fremdeinschätzungen zur Ermittlung von Kompetenzen. Zur per­sön­lichen Lernplanung finden die Schüler eine Checkliste, in der es zu so wichtigen Frage­stel­lungen kommt wie u.a.: „Passen deine Stärken zu den beruflichen Anforderungen?“ Hier werden die Jugendlichen nicht damit allein gelassen, sondern das Ergebnis der Lernplanung führt zu einem Beratungsgespräch, was protokolliert wird. Außerdem findet sich hier eine Anregung zur Planung von Übergangsschritten für die Zeit nach der Allgemeinbildenden Schule in eine betriebliche Ausbildung bzw. in eine weiterführende Schule.
  • In Teil 3 „Dokumentation“ findet sich die eigentliche Berufswahlpass-Seite, auf der alle Informationen für einen Start in den Beruf zusammengefasst sind, als da wären: persönliche Daten, Interessen, Stärken, Berufsziele, Praktika und anderweitige Praxiserfahrungen und Bescheinigungen. Hier finden die Jugendlichen Hilfen, um die gesammelten Unterlagen und Bescheinigungen zu sortieren und zu bewerten.
  • Im Teil 4 „Lebensordner“ gibt es Hinweise zum Umgang mit persönlichen Unterlagen und zu Themen wie: eigenes Zimmer/eigene Wohnung, das Auskommen mit dem Einkommen, Versicherungen und Ämter.
  • Das achtseitige Aufgabenheft enthält einen Fahrplan über einzelne Schritte zur Berufs­wahl­entscheidung mit Datumsangaben und Erledigungsvermerken. Das Aufgabenheft ist eine wichtige Orientierungshilfe für die Jugendlichen.

Girls´ and Boys´ Day

Das Ritzefeld-Gymnasium bietet den Schülern der Klasse 8 die Möglichkeit an, am Girls´ oder Boys´ Day teilzunehmen. Anders als die vorherigen Angebote ist dies ein Angebot, welches auf Frei­willig­keit beruht. Die Schüler melden beim Klassenlehrer an, wenn sie diesen Event besuchen möch­ten. Es erfolgt dann in der Regel eine Freistellung vom Unterricht (Ausnahme Klausurtag).

Am Girls‘ Day können Schülerinnen einen Einblick in Berufsfelder erhalten, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. In erster Linie bieten technische Unternehmen und Abteilungen, sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen am Girls‘ Day Veran­staltungen für Mädchen an und tragen diese im Vorfeld auf der Aktionslandkarte unter www.girls-day.de ein. Anhand von praktischen Beispielen erleben die Teilnehmerinnen in Laboren, Büros und Werkstätten, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann. Der Girls‘ Day richtet sich an alle Schülerinnen allgemeinbildender Schulen ab Klasse 5, schwerpunktmäßig bis Klasse 10. Auch Schülerinnen höherer Klassenstufen können Girls’Day-Veranstaltungen besuchen, wenn dies von den Kultusministerien der Länder unterstützt wird. (Stand 31.05.2013)

Am gleichen Tag können Schüler Berufe kennenlernen, in denen bislang nur wenige Männer arbeiten. Das sind vor allem Berufe aus dem sozialen, erzieherischen und pflege­rischen Bereich. Außerdem können sie an Angeboten zur Lebensplanung und Sozialkompe­tenzen teilnehmen. Der Boys’Day richtet sich an alle Schüler allgemeinbildender Schulen ab Klasse 5, schwerpunktmäßig bis Klasse 10. Auch Schüler höherer Klassenstufen können Boys’Day-Angebote besuchen, wenn dies von den Kultusministerien der Länder unterstützt wird. (Stand 31.05.13)

Stufe 9

In der Stufe 9 findet der Berufsanalysetest statt. In Zusammenarbeit  mit der Agentur für Arbeit wird im Politikunterricht ein Test durchgeführt, der den Schülern, neben der Potentialanalyse weitere Optio­nen der Berufsorientierung bietet. Basierend auf der Grundlage dieses Tests besuchen die Schüler an einem Nachmittag das Berufsinformationszentrum (BIZ) in Aachen und bekommen auf das Ergebnis des Tests abgestimmte Berufe vorgestellt. Viele Informationen werden via Berufsflyer ausgehändigt. Hierzu gehören: Studien- Ausbildungszeit, Berufsprofil, Verdienstmöglichkeiten, Perspektiven und Aufstiegschancen.

Mit Hilfe dieser Flyer wird eine anschließende Internetrecherche zu den ausgewählten Berufen durchgeführt. Dazu werden die speziellen Plattformen der Arbeitsagentur genutzt. Die Schüler werden angehalten, sich entsprechend ihrer Vorstellungen und Wünsche einen Beruf auszuwählen, und das gefundene Material auszudrucken und für ihren Berufswahlpass aufzuarbeiten. Die getroffene Aus­wahl stellt die Grundlage zur Suche eines Praktikumsplatzes für die Stufe EF dar.

Zum Ende der Stufe 9 findet eine allgemeine Informationsveranstaltung für die Schüler bezüglich des Betriebspraktikums statt. Das Ritzefeld-Gymnasium legt Wert darauf, dass die Schüler  möglichst selbstständig einen Praktikumsplatz erwerben. Bei der Informationsveranstaltung bekommen sie die Rahmenvorgaben für sich und die Betriebe präsentiert und ausgehändigt.

Eine geforderte Berufsfeldorientierung in der Stufe 9 ist aufgrund mangelnder Strukturen innerhalb der StädteRegion Aachen derzeit noch nicht geregelt möglich. Am Ritzefeld-Gymnasium wurde ein Pilotversuch gestartet, die Schüler zur Teilnahme am Boys´ und Girls´Day zu verpflichten. Offensicht­lich gibt es jedoch zu wenig Stellen für die Vielzahl an Schülern.

Stufe EF

Schülerbetriebsprakti­kum

Den beteiligten Schülern soll durch ein Schülerbetriebspraktikum die Möglichkeit eröffnet werden, einen wirklich­keitsnahen Einblick in die Anforderungen am Arbeitsplatz zu erhalten und somit ihr Blickfeld über den Schulall­tag hinaus wesentlich zu erweitern. Auch wenn eine gezielte Vorbereitung auf einen bestimm­ten Beruf mit die­sem Praktikum nicht beabsichtigt ist, so besteht dennoch die Möglichkeit, sich über einzelne Berufe und Berufsfelder zu informieren.

Praktikumspräsentation

Die Lehrerkonferenz hat im Dezember 2013 beschlossen den Praktikumsbericht durch eine Praktikumspräsentation zu ersetzen. Dies bietet folgende Vorteile: Die Schüler präsentieren sich gegenseitig Informationen und Erfahrungen aus vielen verschiedenen Arbeitsfeldern. Die persönliche Bewertung des Arbeitsfeldes bietet einen positiven Anreiz. Die Schüler setzen sich tiefgründig mit ihrem gewählten Arbeitsfeld auseinander und erweitern ihre kommunikative Kompetenz durch die 15-minütige Präsentation.

Stufe Q1 und Q2

AOK-Bewerbungstraining

Anfang Mai 2013 wurde für die Stufe Q1 das insgesamt vierte Bewerbungstraining der AOK in Zusam­men­arbeit mit dem BGZ Stolberg durchgeführt. An einem Tag wurden von 8.45 bis 17.00 Uhr folgende Inhalte bearbeitet: Berufsfindung, telefonischer Erstkontakt, schriftliche Bewerbung, Einstellungstest (Übungstest wurde durchgeführt), Assessmentcenter (Gruppenarbeiten) und Vorstellungsgespräche.

Feedback von Beraterin Kirsten Lauterbach: „Die Gruppe war wirklich super, sehr konzentriert, problemorientiert, interessiert, sie hatten gute Ideen und haben selbständig gearbeitet. Auch die Präsentationen waren gut. Anregungen wurden sofort umgesetzt. Ich freue mich schon auf die näch­ste Gruppe 2014.“ Im Frühjahr 2014 wird dieses Beratungstraining erneut durchgeführt werden.

Fit for Study

FIT FOR STUDY schlägt eine Brücke zwischen Schule und Studium, um den Übergang zwischen beiden Systemen zu erleichtern. Die dreitägige Veranstaltung beginnt mit einer Analyse der Teilnehmer. Die Stärken und Potentiale der SuS werden individuell ermittelt, um eine gezielte Schulung zu ermög­lichen. Teamarbeit und Kommunikation werden entsprechend der Potentiale gefördert. Durch Ver­folgung der Lebensspur werden Leistungsförderer und Leistungshemmer offengelegt, so dass die Schüler sich entsprechend organisieren können, um lernförderliche Situationen zu schaffen und gegen­teiliges zu vermeiden. Unterstützt durch ausgebildete Coaches wird mit Videoanalysen, Präsen­tationstools und Teambildungsvarianten in einem sehr angenehmen Arbeitsklima dafür gesorgt, dass die Teilnehmer einen genauen Überblick über ihre Stärken und Potentiale erlangen. Nach Ablauf der drei Ausbildungstage besitzt jeder Teilnehmer ein Portfolio über seine Stärken, die zu behebenden Schwächen und die Ziele, welche er ab diesem Zeitpunkt verfolgt, um ein möglichst erfolgreiches Abitur, Studium oder eine Ausbildung zu erreichen. Das Konzept basiert auf Studien der RWTH Aachen, die Schwächen von Studenten und Studienabbrechern analysiert haben. Aus dieser Analyse hervorgehend wurde Fit for Study konzipiert und in den vergangenen 5 Jahren mit überwältigendem Erfolg angewendet.

Besuch Ausbildungsbörse Stolberg/Eschweiler

Jährlich führen die Städte Stolberg und Eschweiler gemeinsam mit örtlichen Bildungseinrichtungen eine Ausbildungsbörse für die Jugendlichen in unserer Region durch. Hierdurch sollen den Jugend­lichen in unseren Städten Perspektiven für ihre berufliche Zukunft aufgezeigt, Informationen über Weiter­bildungsmöglichkeiten und Berufsbilder sowie berufsbegleitende Studiengänge aus den ver­schie­densten Bereichen vermittelt und evtl. auch bereits Kontakte zwischen potentiellen Auszubil­denden und Ausbildungsbetrieben hergestellt werden. Die Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums können gemeinsam mit dem STUBO diese Veranstaltung auf freiwilliger Basis besuchen und Informationen und Kontakte sammeln.

Konzept zur individuellen Förderung und Beratung

Das Ritzefeld-Gymnasium Stolberg orientiert sich am Landesvorhaben „Kein Anschluss ohne Ab­schluss“. Dieses Vorhaben sieht eine kontinuierliche individuelle Förderung durch Ausführung der Standardelemente vor. Zusätzliche Beratung können die Schüler durch den STUBO der Schule sowie die externe Berufsberaterin erlangen. Beratungsgespräche können abgestimmt und im Normalfall im STUBO Büro in N3.3 durchgeführt werden. Sämtliche Informationen zu Neuerungen, Terminen zur Berufsorientierung und zur  Durchführung von Maßnahmen können dem Kalender und der Homepage des Ritzefeld-Gymnasiums entnommen werden. In der Sekundarstufe I übernehmen die Klassenlehrer die Durchführung von BO – Maßnahmen und agieren als erster Berater. Der STUBO übernimmt in diesem Fall Supervisionsaufgaben. In der EF übernehmen die Kurslehrer diese Beratungsfunktion im Zusammenhang mit der Präsentation des Praktikumsplatzes. STUBO und Berufsberaterin bieten in der Q1 und Q2 individuelle Beratung und Förderung an.

Evaluation von Erfahrungen

Die Evaluation der ausgeführten Maßnahmen gestaltet sich derzeit noch schwierig, da viele Elemente neu eingeführt wurden. Individuelle Gespräche und kurze Abfragen innerhalb des Unterrichts durch den STUBO oder die Klassenlehrer lassen den Schluss zu, dass die neuen eingeführten Maßnahmen, solange sie reibungslos verlaufen als sehr gut, hilfreich und angenehm empfunden werden. Langfristig werden schriftliche Evaluationsbögen erarbeitet, welche die internen Abläufe zusätzlich verbessern sollen.

Ausblick

In den kommenden Jahren soll das Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ vollständig am Ritzefeld-Gymnasium durchlaufen werden. Grundlegend ist die Arbeit an den Rahmenbedingungen durch die Träger des Projektes. Die Implementation eines Curriculums für die SEK II wird weiter ausgearbeitet und vorangetrieben.

Sobald die Maßnahmen in allen Jahrgängen von Stufe 7 – Q2 durchlaufen werden, sollte die Arbeit des STUBO in zwei Aufgabenbereiche getrennt werden. (Einführung eines STUBO Sek I und Sek II).

Die Eltern sollen zukünftig stärker in den Berufsorientierungsprozess eingebunden werden.

Quellenverzeichnis

Ansprechpartner: Herr Grouls

4 Pädagigische Konzepte - Erziehung

Wirkliche Erziehung besteht darin, das Beste in uns zu fördern. (Mahatma Gandhi)

Schon die Philosophen der Antike versuchten sich an einer Definition des Wertebegriffs. Ursprünglich im Bereich des Wirtschaftslebens beheimatet, wird er aufgrund seiner Vielschichtigkeit heutzutage in fast allen wissenschaftlichen Disziplinen verwendet. Erst im 19. Jahrhundert gewann der Begriff Wert die philosophische Bedeutung als Lebensinhalt und –orientierung. Als Werte werden in der Pädagogik Erkennt­nisse und bestimmte Eigenschaften bezeichnet, die der Mensch aus persönlichen und den Erfahrungen anderer ableitet. Die darauf basierenden Einstellungen und Überzeugungen geben ihm Orientierung für sein eigenes Handeln. Schlussfolgernd sind Werte also etwas ganz Persönliches, geprägt durch den Erfahrungsschatz jedes Einzelnen, der aus ihnen ganz individuelle Werte und Verhaltensweisen entwickelt. Schule kann auf vielschichtige Weise, u.a. auch durch die Vorbild­funk­tion aller am Schulleben Beteiligten (Lehrer, Schüler, Eltern) zu diesem sich entwickelnden Erfahrungs­schatz beitragen und Erfahrungshorizonte erweitern, ohne „mit dem Zeigefinger“ lenken zu wollen.

Die Schüler, Eltern und Lehrer gestalten seit Jahren in Offenheit und sozialer Verantwortung das Leben unserer Schulgemeinde. Sie schaffen so gemeinsam die Grundlage für eine erfolgreiche Bildungs­arbeit und geben Gelegenheit, vielfältige und auch persönliche Erfahrungen zu machen. Geprägt ist das gute Schulklima durch das Bemühen um Vertrauen und durch engagiertes Eintreten aller drei Gruppen für ihre Schule.

Schwerpunkte unseres Handelns

Das Ritzefeld-Gymnasium will seinen Schülern einen Lern- und Lebensraum bieten, in dem durch die Pflege von Gemeinschaft die Entwicklung der kindlichen und jugendlichen Persönlichkeit möglich ist. In und außerhalb der klassischen Schulfächer erwerben die jungen Menschen am Ritzefeld-Gymna­sium auf dem Weg einer spiralförmig nach oben führenden Schullaufbahn Kenntnisse und Fähig­keiten, die ihnen die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen.

Für die nach Klassen geordneten Entwicklungsschritte haben wir kurz gefasste  Leitlinien formuliert, die in Verbindung mit den ihnen affinen Werten Erziehungshandeln an der Schule ermöglichen sollen.

Klasse 5:  Ich orientiere mich an der Schule

Klasse 6: Wir werden eine Gemeinschaft

Die ersten beiden Jahre nach dem Schulwechsel sind in der Regel geprägt von dem Hineinfinden in die neuen Verhältnisse, das sich Positionieren in der Gruppe und die Identifikation mit der Klassen­gemeinschaft und der neuen Schule insgesamt.

Gefordert und gefördert werden hierbei Offenheit für Neues, Durchsetzung eigener Bedürfnisse unter Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der Anderen und Akzeptanz möglicher (auch kultureller) Unterschiede.

Klasse 7: Ich übernehme Verantwortung

Mit der beginnenden Pubertät spielt die Selbstfindung eine entscheidende Rolle im Entwicklungs­pro­zess. Die zunehmende Individualisierung darf dabei nicht zum Verlust von Solidarität und Verant­wortung für übergeordnete Zusammenhänge führen.

Das Ritzefeld-Gymnasium geht in dieser Phase durch seine Angebote speziell im AG-Bereich auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schüler ein und verlangt dabei zugleich die Übernahme von Aufgaben und Verpflichtungen in schulischen Einrichtungen (z.B. Biologie-Labor, Medienwerkstatt, Orchester).

Klasse 8: Ich stärke mein Selbstbewusstsein

Klasse 9: Ich finde zu mir selbst

Wenn sich auf dem Weg zur Oberstufe das persönliche Profil der Schüler schärft, muss dies einher­gehen mit einem zunehmenden Selbstbewusstsein, das aber auf einer zugleich zunehmenden Selbst­er­kenntnis und Bereitschaft zur Selbstkritik fußt.

Unsere Schule unterstützt diesen Prozess nicht nur durch Hilfen beim Erkennen der eigenen Bega­bungsschwerpunkte und Grenzen (Berufsorientierung, Praktikum), sondern bietet den Schülern auch innerschulische Betätigungsmöglichkeiten (z.B. im künstlerischen, technischen und medialen Be­reich), bei denen sie Resonanz und unter Umständen auch Kritik der Öffentlichkeit erfahren können. Die Fähigkeit zu ausdauernder Tätigkeit in einem einmal gewählten Bereich auch über Phasen der Frustration hinweg und die Einsicht in möglicherweise berechtigte Kritik mit der Bereit­schaft, darauf konstruktiv zu reagieren, lassen sich so fördern.

Stufe EF: Ich bereite mich auf wichtige Lebensentscheidungen vor

Stufe Q1: Ich werde mündig

Stufe Q2: Wir gestalten die Gesellschaft

Der Heranwachsende nimmt den eigenen Standort zunehmend bedingt durch gesellschaftliche Verhältnisse im eigenen Land und im globalen Raum wahr. Das Bewusstsein, aktiv an der Gestaltung dieser Verhältnisse teilnehmen zu können und sich nicht nur als Objekt unbeeinflussbarer globaler Entwicklungen fühlen zu müssen, kann schon in der Schule gefördert werden, wenn diese sich den Schülern als gesellschaftlicher Raum darbietet, in dem die Prinzipien politischer Partizipation ebenso gelten wie im regionalen und nationalen Rahmen. Bereitschaft zum Engagement, gerade nicht nur für eigene Belange, Anerkennung berechtigter Interessen der Anderen, die Einsicht, dass Regelungen im politischen Raum immer nur Kompromisscharakter haben können, absolute Durchsetzung also unmöglich ist, der unbedingte Verzicht auf Gewalt jedweder Art, die Hochschätzung von Freiheit der eigenen Person und der der Anderen sind Werte, die Schule durch Beteiligung ihrer Schüler an der Regelung des täglichen Lebens erlebbar macht (z.B. SV-Arbeit, Schülerzeitung). Sie ergänzt damit im Praktischen dasjenige, was Schüler etwa im Unterricht der Sozialwissenschaft und der Geschichte lernen.

Schulvertrag und Hausordnung

Die konkrete Werteerziehung am Ritzefeld-Gymnasium spiegelt sich unter anderem im „Schulvertrag“ und in der Hausordnung wider. Beide Dokumente sind hier in ihren wesentlichen inhaltlichen Aspekten verlinkt:

Streitschlichter – AG

Dem im Schulvertrag angesprochenen „Streit mit fairen Mitteln“ dient die aus Schülern jährlich neu zusammengesetzte Streitschlichter-AG. Diese Schüler werden in der neunten Klasse zu Streit­schlichtern ausgebildet und dann in der Jahrgangsstufe zehn in Streitfällen zwischen Schülern vermittelnd tätig. Zwei Kolleginnen, die ausgebildete Mediatorinnen sind, vermitteln das in feste Einzelschritte gegliederte Mediationsverfahren mit viel Spaß an praxisorientierten Rollenspielen. Die Streitschlichtung ist auch eine wichtige Säule unserer Suchtprävention und trägt dazu bei, unseren Schulalltag harmonischer und friedlicher zu gestalten.

Sozialpädagogik und Lerncoaching

Im Rahmen der Ganztagsschule bedarf es einer umfassenden Betreuung der Schüler in Krisen- und Konfliktsituationen. Deshalb arbeiten wir mit zwei speziell ausgebildeten und ständig ansprechbaren Fachkräften zusammen, die zu festen Zeiten in der Schule anwesend sind.

Sozialpädagogin Sandra Nikel versteht sich als die „andere“ Erwachsene in der Schule, die weder benotende Lehrkraft noch Elternteil ist. Sie steht beratend zur Verfügung, wenn es zu Konflikten zwischen Schülern, Schülern und Lehrern oder Schülern und ihren Eltern kommt. Was ihr unter vier Augen anvertraut wird, bleibt geheim, da sie gesetzlicher Schweigepflicht unterliegt. Zugleich gilt für ihre Arbeit an unserer Schule der Grundsatz, dass niemand gegen seinen Willen zu ihr geschickt wird. Frau Nikel hat feste Sprechstunden, ist aber per Mail und über Handy auch rund um die Uhr zu erreichen. Bei ihrem Bemühen, in Krisen und Konfliktsituationen zu vermitteln und die Problem­lösungsfähigkeit von Schülern zu stärken, setzt die Sozialpädagogik im Bereich der Schule an, greift aber nötigenfalls über diesen Rahmen hinaus und kann auch weitergehende Behandlung von Fällen in anderen sozialpädagogischen Einrichtungen vermitteln.

Lerncoach und Heilpraktikerin Sylvia Wald begleitet die Schüler bei ihrem Übergang vom Lernen der frühen Kindheit zum visuellen Lernen, wie es am Gymnasium erforderlich ist (z.B. bei Rechtschreibung und Umgang mit Zahlen). Schüler mit Lernschwierigkeiten können sich an sie wenden, sie erfasst gemeinsam mit ihnen vorhandene Lernstrukturen und führt sie zu Selbstorganisation und Fähigkeit zur Konzentration. Selbstvertrauen und Spaß am Lernen werden so gefördert.

Religionsunterricht und Gottesdienste

Der Religionsunterricht  zielt wie alle anderen Fächer – vielleicht aber in besonderem Maß – auf die Vermittlung von Werten ab. Den jungen Menschen soll bewusst werden, dass das Bewahren von Werten ein mitmenschliches und friedvolles Zusammenleben in sozialer Verantwortung ermöglicht.

Das Ritzefeld-Gymnasium bietet die Möglichkeit am ersten Donnerstag im Monat einen Schulgottes­dienst zu besuchen. Gottesdienste unterbrechen den Alltag, laden ein zur Besinnung, ermutigen den Einzelnen, schaffen ein Gemeinschaftserlebnis. Sie haben in Jahrhunderten ihre heutige Form entwickelt und „atmen einen Hauch Ewigkeit“. Unabhängig von Trends und Machtverhältnissen spüren Menschen, dass ihr Leben, ihre Fragen, Sorgen und Freuden darin Platz haben. Den jungen Menschen ist wichtig zu erleben, dass es in der Gemeinschaft der Gottesdienst­besucher keine Rangunterschiede gibt. Gottesdienste gaben und geben Menschen Mut und Energie für ihre Lebensaufgaben.

Gerade in der heutigen Zeit der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten fühlt sich der Mensch oft gehetzt und zerrissen. Ein Gottesdienst ist ein Ritual, das Halt und wohltuende Beständigkeit bietet.

Der Gottesdienst wird von den Schülern z.T. selber im Rahmen des Religionsunterrichts textlich gestaltet. Für die Katholiken findet die Messe in der Mühlener Kirche Sankt  Mariä Himmelfahrt, für die evangelischen Schüler im Gemeindezentrum Frankental statt.

Jeweils zu Beginn des neuen Schuljahres findet für die neuen Fünftklässler ein ökumenischer Gottesdienst in der Mühlener Kirche statt. Der Gottesdienst wird u.a. vorbreitet und gestaltet von den Fünftklässlern des vorherigen Schuljahres.

Wie am Anfang des Schulalltags auf einer weiterführenden Schule steht auch am Ende –  im Rahmen der Abiturfeier – ein ökumenischer Gottesdienst, der musikalisch und textlich von den Schülern der Q2 – in Zusammenarbeit mit den Religionslehrern der Q2 – vorbereitet wird.

Das Leben des Namensgebers unserer Schule, Roland Ritzefeld, war geprägt durch ein großes soziales Engagement für die Benachteiligten und die Schaffung von Bildungsmöglichkeiten für die gesamte Stolberger Bürgerschaft.

Roland Ritzefeld nachfolgen konkretisiert sich an unserer Schule z.B. durch die sog. Plätzchen-Back­aktion im Advent. Die Schüler backen mit Freunden, Geschwistern, Eltern oder Großeltern Weih­nachts­plätzchen, die die Schüler in den großen Pausen und auch  beim evangelischen Alten­nach­mittag zum Preis von 1,- € verkaufen. Der Erlös der Aktion kommt der Partnerschule des Ritzefeld-Gymnasiums Instituto São Francisco de Assis in Marcaçao in Nord-Brasilien zugute, wo Grundschüler unterrichtet und Erwachsene alphabetisiert werden. Von dem Erlös dieser Aktion und durch die Kollekten der Abiturgottesdienste konnte bisher regelmäßig das Jahresgehalt für eine der brasilia­nischen Lehrerinnen aufgebracht werden.

Bei der in jedem Jahr stattfindenden Aufführung eines Krippenspiels beim Altennachmittag lernen unsere Schüler, ihren Blick auf die älteren Menschen zu richten, die im Samaritanerheim in unmittel­barer Nähe zu unserer Schule leben und die Hilfe brauchen. Beim regelmäßig stattfindenden Advents­singen im ebenfalls benachbarten Stolberger Bethlehem Krankenhaus wenden sich unsere Chor- und Orchestermitglieder kranken Menschen zu.

Praktische Philosophie

Als Wissenschaft und als individuelles Denken ist Philosophie die Auseinandersetzung mit Grund­fragen des Lebens: Woher komme ich? Woher kommt das menschliche Leben überhaupt? Was kann ich über die Welt und über mich selbst wissen?  Wie soll ich leben? Was ist der Sinn meines Daseins? Das individuelle, von der Erfahrung und Vernunft geleitete Denken findet Unterstützung in den Antworten, die Philosophen seit mehr als zweitausend Jahren entworfen haben.

Als Schulfach leitet Philosophie zum selbstständigen, systematischen Nachdenken über das eigene Dasein und die Gesellschaft an. Auch in der Schule orientieren wir uns dabei an den oben genannten Grundfragen, die zumeist eine starke Faszination auf Schüler ausüben.

Diejenigen Schüler, die keinen katholischen oder evangelischen Religionsunterricht belegen, werden im Fach Praktische Philosophie in den Jahrgangsstufen sieben bis neun an ethische Themen, z.B. „Lust und Pflicht“, „Freiheit und Verantwortung“, „Wahrhaftigkeit und Lüge“, „Recht und Gerechtigkeit“ herangeführt. Das Fach ermöglicht es, sich über Fragen des menschlichen Zusammenlebens ohne Anbindung an die Dogmatik der christlichen Religion auszutauschen. Werte und Normen stellen einen Teilaspekt der Philosophie dar, in der besonders nach der praktischen Seite von Philosophie gefragt wird. Insbesondere ethische Probleme werden auf dem Hintergrund der menschlichen Existenz aufgeworfen und diskutiert.

Schülervertretung (SV)

Die Schülervertretung ist das zentrale Gremium für die Mitbestimmung der Schüler an ihrem eigenen Schulleben. Jede Klasse wählt zu Beginn des Schuljahrs einen Klassensprecher, der innerhalb der Klasse als Ansprechpartner für Lehrer und Schüler dienen soll. Die SV-Versammlung setzt sich aus allen Klassen- bzw. Stufensprechern zusammen, aus deren Mitte heraus der Schülerrat gewählt wird. Dieser besteht aus sechs Mitgliedern, meistens Schüler der Oberstufe, und vertritt die Schüler in dem höchsten Gremium der Schule, der Schulkonferenz. Die beiden Schüler mit den meisten Stimmen sind die sogenannten Schulsprecher. Zusätzlich zu den Schülern gibt es auch noch gewählte SV-Lehrer, die aktiv die SV-Arbeit unterstützen. Die SV organisiert verschiedene Veranstaltungen rund um die Schule, z.B. die Fünfer-Achter-Sechser-Siebener-Fete (F.A.S.S.-Fete), die Weihnachtsfeier der Oberstufe und die SV-Fahrt.

Bei der SV-Fahrt fahren jedes Schuljahr alle Klassen- und Stufensprecher und deren Vertreter mit. Auf der Fahrt werden die F.A.S.S.-Feten geplant, aber auch verschiedene schulrelevante oder auch gesellschaftrelevante Themen diskutiert und Möglich­keiten besprochen, mit welchen Aktivitäten sich Schüler oder die Schule „einmischen“ können.

Jugend debattiert

Leben braucht Kommunikation, denn Leben ist Kommunikation. Vielleicht heute mehr noch als jemals zuvor. Nicht umsonst ist der Begriff Kommunikationszeitalter zentral für unsere Zeit. Aber eine gute Kommunikation braucht weniger Kommunikations-„Dinge“, sondern eigentlich etwas ganz anderes, ganz elementares: gutes Zuhören, kluge Fragen, sinnvolle Argumente und eine respektvolle Auseinandersetzung von und mit den Meinungen der Anderen.

Im bundesweiten Projekt Jugend debattiert, das unter der Schirmherrschaft des Bundes­präsidenten steht, findet das Prinzip unserer Schule – Miteinander reden – ein schönes Forum. Das „große Ziel“, das hinter den vielen konkreten Lernzielen (z.B. Stellung beziehen, Argumentationsaufbau und –vor­trag, pro- und contra-Diskussionen, aber auch Fairness und Miteinander) steht, ist letztlich Demokratiekompetenz in einem gelingenden Zusammenleben.

Ansprechpartner: Herr Olbertz

 

 

Ziele

Basis unserer gesundheitserzieherischen Überlegungen ist ein ganzheitliches Verständnis von Ge­sund­heit. Gesundheitserziehung ist nicht nur auf den Körper gerichtet; sie umfasst physische, psy­chische, sozia­le und ökologische Faktoren. Wohlbefinden als Ziel zeichnet sich durch eine Her­stellung eines Gleich­gewichts zwischen diesen Faktoren aus.

Diese Sichtweise ermöglicht, über die traditionell für Gesundheit zuständigen Fächer wie Biologie und Sport hinaus fächerübergreifende Themen und Projekte aufzu­greifen und durchzuführen. Für den Sport­unterricht bedeutet dies, dass eine Leistungsorientierung allein zu einseitig ist und Freude, Wohl­be­finden, Körperbewusstsein und die Erhaltung lebenslanger Gesundheit – gerade bei sportlich leistungs­schwächeren Schülern – ebenso wichtige Unterrichtsziele sind.

Daneben soll der Sportunterricht durch die Vermittlung gesundheitsrelevanter Kenntnisse, Ein­stellungen und Gewohnheiten den Grundstein und das Bewusstsein für ein möglichst lebenslanges Sporttreiben aufbauen. Am Ritzefeld-Gymnasium werden fol­gende thematische Schwerpunkte für die Gesundheitserziehung gesetzt:

ernaehrungBeschreibung und Umsetzung des Konzepts

Seit dem Herbst 2011 wird an der Entwicklung eines Gesundheitskonzeptes am Ritzefeld-Gymnasium gear­beitet. Erste Bausteine sind bereits vorhanden, die in einem größeren Ganzen ihren Platz finden sollen. Das Gesamtkonzept soll auf zwei Säulen aufgebaut werden: gesunden Arbeitsplätzen für  Lehrer und Gesundheitserziehung für die Schüler.

Gesunder Arbeitsplatz für Lehrer

Auf der Lehrerkonferenz im November 2011 wurde der Lehrerrat damit beauftragt, Vorschläge für die Stress-Reduzierung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen an der Schule zu erarbeiten und in die Tat umzusetzen. Eine Fortbildung zum Thema Stressmanagement steht seitdem auf der Wunschliste des Kollegiums.

Im Sommer 2013 konnte ein Lehrerruheraum eingerichtet werden, der die Möglichkeit bietet, während der Mittagspause oder während der Doppelfreistunden zu entspannen und Kraft zu tanken. Mit dem Lehrerarbeitsraum und dem Konferenzraum stehen den Kollegen auch ruhige Arbeitsplätze zur Verfügung, wo Korrekturen ebenso wie Vor- und Nachbereitung des Unterrichts erledigt werden können. Dies ist unbedingt erforderlich, da die Präsenz der Kollegen immer auch Ansprechbarkeit für die Schüler bedeutet. Nur in einem für die Schüler unzugänglichen Raum können die Kollegen die Ruhe finden, die sie benötigen, um die hohe physische und psychische Präsenz, die der Ganztag ihnen abverlangt, dauerhaft leisten zu können.

Auch durch die Möglichkeit, bezüglich der Stundenverteilung und der Stundenplangestaltung Wünsche äußern zu dürfen, die wenn möglich erfüllt werden, kann eine höhere Zufriedenheit der Lehrkräfte und somit auch eine erhöhte Leistungsbereitschaft erzielt werden. Ein überarbeitetes Punktesystem zur Vergabe der Anrechnungsstunden begünstigt in erster Linie, die durch Korrekturen besonders belas­teten Kollegen. Diese werden auch bevorzugt für die vorbereitungs- und korrekturfreien Lern­zeiten zur Aufsicht eingesetzt.

Gesundheitserziehung für die Schüler

Zur Gesundheitserziehung für Schüler werden bereits in den Fächern Biologie und Sport wichtige Bei­träge geleis­tet. Durch das im Zuge des Ganztags ins Leben gerufene Spiel- und Bewegungsprojekt „Bewegte Pause“ wird darüber hinaus die Bewegung der Schüler in den Pausen gefördert. Dies ge­schieht durch die für Ballspiele geöffnete Turnhalle, durch Bereitstellung von Billardtischen und Tisch­tennis­platten, Schulhofschach und vielem mehr.

Gute Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung der Kinder bietet auch das Freigelände der Schu­le mit Frei­­flächen, wo man in den Pausen spielen und toben kann, wo aber auch Nischen Rückzugs­mög­lich­­keiten bieten um zu ent­spannen. Vom Fördererverein bzw. von den Schülern durch einen Spon­sored Walk selbst finanziert gibt es auf dem Neubau-Schulhof eine Bouldermöglichkeit und einen Outdoor-Basketballplatz, der besonders gerne von den Mittelstufenschülern genutzt wird.

Durch Spiel- und Entspannungsangebote wird ein Aus­gleich zum Schulalltag geschaffen und somit ein wirk­­samer Beitrag zur Gesundheitsförderung und zu sozialem Mit­einander geleistet. Der in den großen Pausen geöffnete Streitschlichterraum, die zum Schmökern einladende Schülerbücherei sowie die Ge­sprächs­angebote der Beratungslehrer, des Sozialteams und der Religionslehrer sind ebenfalls unver­zicht­bare Teile der Gesundheitsfürsorge, wenn man von einem Bild des Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist ausgeht.

In dieses Konzept wird auch die Mittagsbeköstigung in der Mensa mit einbezogen. Schon die Tatsache, dass Schülern und Lehrern an unserer Schule zu erschwinglichem Preis täglich ein warmes Mittagessen – auch vegetarisch – ange­boten wird, ist ein Beitrag zur gesunden Entwicklung der Kinder und Jugend­lichen. Dazu trägt nicht zuletzt auch die Atmosphäre bei, in der das Essen einge­nom­men werden kann. Manche Kinder erleben nur in der Schule eine regelmäßige und kultivierte Tisch­gemein­schaft. Mit der Großküche des Bethlehem-Krankenhauses, die uns täglich mit frischem Essen beliefert, werden Gespräche über gesunde Ernährung geführt. Auch von dieser Seite sowie sei­tens des Gesundheitsamtes wurde uns Unterstützung zugesagt. Im von unserem Hausmeister betrie­benen Kiosk werden unseren Schülern neben belegten Brötchen auch Obst, Säfte, Mineralwasser und Milch angeboten.

Im Rahmen unseres Gesundheitskonzeptes spielen auch Suchtprophylaxe und Schulsanitätsdienst eine wichtige Rolle, die an anderem Ort genauer dargestellt werden. Zu erwähnen ist auch noch die über den Unterricht hinausgehende Sexualerziehung, die wir in unseren achten Klassen in Zusam­men­ar­beit mit der sexualpädagogischen Beratungsstelle des SKF Stolberg anbieten. Erwähnt werden soll in diesem Zusammenhang zudem die regelmäßige Ausbildung von Lehrern in Erster Hilfe. Eine weite­re Erste-Hilfe-Fortbildung für das Kollegium ist für das nächste Schuljahr geplant.

Die in der folgenden Tabelle angesprochenen Inhalte werden zum Teil fachspezifisch bzw. fächer­über­greifend oder als Projekte bereits angeboten oder sind zum jetzigen Zeitpunkt in der Planung:

Gesundheitsförderung / Gesundheitserziehung in der SI und SII


Sport
Biologie weitere
Bewegung  Effektiv Lernen lernen (für mehr Freizeit) Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes (ITG)
Was trinke ich nach dem Sport? Trinkgewohnheiten Freizeitverhalten: Sportmöglichkeiten in der Umgebung
AG Selbstbehauptung und Selbstverteidigung Gesunde Ernährung (Frühstück) Ängste (Religion)
Antiaggressionstraining, Jugger Die Wirbelsäule Sich streiten können
Entspannung  Sexualerziehung (Veränderungen des Körpers) Behinderungen (Politik)
Hygiene Essstörungen und gesundheitliche Folgen Gesundheit und Krankheit als Thema in der Werbung (Deutsch)
Praktische Rückenschule Spezielle Kostformen (z.B. Vollwertkost)
Körpererfahrung  AIDS Partnerschaft, Sexualität (Religion, Verhütungsmittelaufklärung in Zusammenarbeit mit dem SKF)
Selbständigkeit  Trainingswirkungen auf das HKL-System sexueller Missbrauch
Selbsttätigkeit  Kommunikationsstörungen/-trainingMethodenkompetenz erweitern: funktionelles Lernen
DopingSport als Droge Meditationstechniken
Eine Fitnessgymnastik mit Springseil oder Gymnastikband  in der Gruppe nach vorgegebenen Kriterien präsentieren Stoffwechselphysiologie Ursachen von Fehlentwicklungen (Ängste) und Hilfestellungen
Warum wärme ich mich auf? – Allgemeine Aufwärmprinzipien kennenlernen, anwenden und bewerten können Genetik: ErbkrankheitenÖkologie

Wirkung von Drogen (Neurophysiologie)

Literatur – Kunst – Sport – Musik:Bewegungstheater, darstellendes Spiel (Aufführungen)
Einzelne Belastungen beim Ausdauer­training benennen, sowie Auswirkun­gen auf die Gesundheit beschreiben.
Wozu Entspannung? – Wir lernen Entspannungstechniken kennen und können sie richtig ausführen
Beim Laufen eine Langzeitaus­dauer­leistung (bis 30 Min.) erbringen.

Beiträge des Faches Biologie

Das Fach Biologie ist, wie bereits oben erwähnt, in besonderer Weise mit der Aufgabe der Gesund­heits­­erziehung betraut. In der Jahrgangstufe 5 wird der Körper des Menschen behandelt (lnhalts­feld: Bau und Leistungen des menschlichen Körpers; Kontext: Gesundheits­bewusstes Leben). In dieser Un­ter­richtsreihe erfahren die Schüler, welche Nahrungsbestandteile in welchen Lebensmitteln ent­halten sind und wie viel man von den einzelnen Lebensmittelgruppen am Tag zu sich nehmen sollte (Nah­rungs­pyramide). So lernen die Schüler schon sehr früh, was eine gesunde Ernährung aus­macht und wie z.B. ein gesundes Frühstück aussieht. Anschließend wird der Weg der Nahrung durch den Kör­per behandelt. In diesem Zusammenhang wird die Wichtig­keit der richti­gen Zahnhygiene behandelt. Eine weitere Reihe in der Jahrgangsstufe 5 beschäftigt sich mit dem Bewegungssystem des Menschen. Hier erfahren die Schüler u.a., Haltungsschäden vorzubeu­gen und Verletzungen zu vermeiden. Das Kapi­tel „Bewegung för­dert die Gesundheit“ ergänzt die Reihe. Hier arbeiten wir mit dem Fach Sport zusam­­­men. Diese Möglichkeit nutzen wir auch beim Thema „Atmung und Blutkreislauf“, insbesondere im Zusammenhang zwischen Ab­läufen im menschlichen Körper und der körperlichen Leistung, der Leis­tungs­steigerung (Training), ihrer Grenzen und Gefahren. Besonders wichtig ist im Fach Biologie der inhaltliche Schwerpunkt „Gesundheitsbewusstes Leben“ in der Jahrgangsstufe 6, denn hier arbeiten wir an einer ersten Drogenprophylaxe (Wirkung lega­ler und illegaler Drogen). Dieser Themenkomplex wird in der Jahrgangsstufe 9 noch einmal vertiefend wie­der­­holt. Die Schüler werden über die Gefah­ren, die jeglicher Drogenkonsum für sie und für den Körper bedeutet, aufgeklärt.

Einen weiteren Aspekt der Gesundheitserziehung sehen wir in der „Sexualerziehung“ (inhaltlicher Schwer­­­punkt: Sexualkunde und Entwicklung beim Menschen in der Jahrgangsstufe 6 und Sexualität und Entwicklung in der Jahrgangsstufe 9). Hier beschäftigen sich die Schüler mit den Veränderungen in der Pubertät und erfahren Wichtiges über den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. In der Jahrgangstufe 9 setzen sich die Schüler mit den inhaltlichen Schwerpunkten „Bakterien, Viren, Immun­system, Impfung, Allergien“ auseinander und lernen die täglichen Gefah­ren durch Krank­heits­erre­ger zu verstehen und einzuschätzen sowie sich angemessen davor zu schützen. Das „Inhalts­feld Stationen eines Lebens — Verantwortung für das Leben“ beinhaltet den Schwerpunkt „Organspende am Beispiel der Niere“.

Beiträge des Fachs Sport: Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln

Der Schulsport hat den Doppel­auf­trag der Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und der Erschließung einer Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur. Hierbei wird vor allem auch die päda­go­gische Perspektive „Gesundheit för­dern, Gesundheits­bewusstsein entwickeln“ berück­sichtigt. Auf­grund von Bewegungsmangel, Fehlbelastungen und schlechter Ernährung kommen dem Sport­unter­richt und allen weiteren bewegungs­orientier­ten Angeboten (AGs) eine erhöhte Bedeu­tung zu (vgl. schul­internes Curriculum im Fach Sport).

Die aktuelle gesundheitswissenschaftliche Forschung versteht Gesundheit als das physische, psy­chische und soziale Gleichgewicht eines Menschen, das dann gegeben ist, wenn sich dieser Mensch im Einklang mit den gegebenen inneren und äußeren Lebensbedingungen befindet. Diese umfas­sen­de Definition macht deutlich, dass Gesundheitserziehung sowohl die Verbesserung der körperlichen als auch der psychischen Verfassung des Menschen anstrebt und vor allem Verhaltenwirksamkeit erreichen muss. Auch wenn der Sportunterricht meist nur Gesundheitspraktiken thematisieren kann, so sollte doch zumindest ihr Stellenwert im gesamten Gesundheitskonzept deutlich gemacht werden. Außerdem kann in Zusammenarbeit mit anderen Fächern das überfachliche Anliegen der Gesund­heitserziehung umgesetzt werden.

Stets wurde es als Aufgabe des Schulsports angesehen, einen Beitrag zu leisten zum Erhalt und zur För­derung der Gesundheit der Jugendlichen, zumal sich die körperliche Verfassung vieler Heran­wach­sender ständig verschlechtert. Vor diesem Hintergrund scheinen Gegenmaßnahmen dringend gebo­ten, wobei aber wegen der geringen Stundenzahl, die dem Fach Sport zur Verfügung steht, keine direk­te Beeinflussung des Gesundheitszustandes der Jugendlichen erwartet werden kann. Aber es lässt sich ein entsprechendes Gesundheitsbewusstsein bei ihnen entwickeln, wenn ihnen entsprechende Praktiken zur Gesunderhaltung vermittelt werden. Auch wenn Jugendliche in der Regel ihre Gesund­heit nicht in Frage gestellt sehen und für sie daher der Gesundheitsaspekt kein vorherrschendes Motiv zur Ausübung sportlicher Aktivitäten darstellt, können sie doch einen Sinn darin sehen, sich mit ihrem Körper auseinander zu setzen, seine Funktionsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern oder als jugendlicher Hochleistungssportler ein „Körpergewissen“ zu entwickeln und zu der Einsicht gelangen, dass letztlich die Gesunderhaltung als permanenter Prozess zu verstehen ist, der in die Verantwortung jedes Einzelnen gestellt ist (http://www.sportunterricht.de/sek2/kursdober/perspektiven.html#b  12.1.14).

Das Projekt „Bewegte Pause“

Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 startete das Projekt „Bewegte Pause“. Durch dieses Spiel- und Bewegungskonzept soll die Bewegung der Schüler in den Pausen gefördert werden. Es soll einen Aus­gleich zum Schulalltag und einen wirksamen Beitrag zur Gesundheitsförderung und zu sozialem Miteinan­der bieten. Wir sehen in dem Projekt „Bewegte Pause“ einen wichtigen Baustein zu einem Gesund­heits­erziehungs­­konzept, das ein Schwerpunkt der künftigen Schulentwicklung sein wird. Dabei sollen Schüler in den großen Pausen weitere Möglichkeiten erhalten, sich auszutoben, eigen­verant­wort­lich mit- und gegeneinander zu spielen, Geschicklichkeitsübungen durchzuführen und sich über die Klassen hinaus kennen zu lernen.

Wir erhoffen uns von dem Projekt zugleich eine positive Rückwirkung auf den Unterricht nach der Mit­tags­pause, nämlich einen Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit. Längerfristig werden Fantasie, Ge­­schick­­lichkeit, Wahrnehmungs- und Leistungsfähigkeit gefördert sowie ein Beitrag geleistet zum Abbau von Aggressivität, Hyperaktivität und Übergewicht. Mit dem Projekt Jugger, einer Form des Anti-Aggressionstrainings, haben wir im Schuljahr 2013/14 begonnen.

Um den Schülern die genannten Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten zu bieten, werden ver­schie­dene Spiel- und Sportmaterialien angeschafft, die von den Schülern gegen ihren Schülerausweis ausge­liehen werden können. Auch von Eltern oder Schülern gestiftete oder zur Verfügung gestellte Geräte und Spiele werden gerne entgegen genommen, z.B. Einräder, Stelzen, Wave­boards, Pogosticks, Jong­lier­­materialien usw. Diese können im Sekretariat abgegeben werden. Es ist geplant, dass die Mate­rialien künftig durch die SV verwaltet werden.

Projekt „Schüler werden Lebensretter“

Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 sowie das Lehrpersonal nahmen im Sommer 2013 an einer Schulung Emergency teil. Es handelt sich dabei um ein Projekt zur Entwicklung und Evaluation eines Reanima­tions­kurses für Schüler und Lehrer. Ziel des Projektes ist es, schon Kinder und Jugendliche an das Thema „Laienreanimation“ heranzu­führen, um sie als Ersthelfer in solchen Situationen frühzeitig kompetent auszubilden.

Evaluation

Bisher findet eine Evaluation nur sehr unregelmäßig statt. Diese wird vor allem in Gesprächen mit Schülern und  deren Eltern vollzogen. Ideen werden gesammelt und ins Kollegium getragen.

Die Schüler sind angehalten, regelmäßig eine Rückmeldung über das Essen, welches in der Mensa ausgegeben wird, an die Verantwortlichen des Ganztags zu senden. Seit 2014 kann online eine Bewertung des Mensa-Angebots vorgenommen werden.

Um die Evaluation in Zukunft nachhaltiger zu gestalten, wird überlegt, einen Online-Fragebogen zu entwickeln, welcher alle 2 bis 3 Jahre von den Eltern und/oder Schülern ausgefüllt werden sollte.

Die Entwicklung eines Leitfadens für Lehrer-Elterngespräche in Bezug auf das Gesundheits­konzept ist auch denkbar.

Ansprechpartner: Frau Dr. Heck-Wattjes, Herr Grouls

Ziele – medienpädagogisches Leitbild

Die moderne Medienwelt hat sich rasant und nachhaltig verändert – und unser Leben auch. Kinder und Jugendliche wachsen völlig selbstverständlich mit Internet und Fernsehen auf und sammeln schon ab dem Kindergartenalter vielfältige Erfahrungen. Moderne (digitale) Medien bieten Chancen, bergen Risiken und werfen vor allem für Eltern und Lehrer zunächst einmal eine Flut von Fragen auf. Die Förderung von Medien­kompetenz ist daher eine wichtige Bildungsaufgabe unserer Zeit. Kinder und Jugendliche sollen zu selbstbestimmtem und eigenverantwortlichem Umgang mit den Anforderungen der heutigen Medien­welt befähigt werden. Beim Einsatz von neuen Medien ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen der instrumentellen Nutzung unter fachinhaltlichen Zielsetzungen sowie der Nutzung mit Schwerpunkt auf medienerzieherischen Aspekten. Daher gliedert sich unser Konzept in die Bereiche Medienbildung und Medienerziehung, das sich auch am Leitbild NRW 4.0 orientiert, welches Ziele und Handlungs­notwendigkeiten für das Lernen im Digitalen Wandel beschreibt. Einbezogen sind dabei sowohl schulische als auch außerschulische Lernorte und bereits vorhandene Projekte und Initiativen (z. B. Medienpass NRW). Auch die digitale Infrastruktur, die für die Umsetzung geplanter Projekte notwendig ist, wird im Leitbild konkretisiert (z.B. der Einbezug von Bildungseinrichtungen in den geplanten landesweiten Breitbandausbau). Der digitale Wandel wird dazu führen, dass mehr „digitale Schlüsselkompetenzen“ und Querschnitts­qualifikationen für das Leben, Lernen und Arbeiten in der digitalen Welt entlang des gesamten Bildungsweges und in allen Fächern erworben werden. Diese Schlüsselkompetenzen werden neben Schreiben, Lesen und Rechnen zu einer neuen vierten Kulturtechnik mit folgenden Kompetenzen:

  • Medienkompetenz ermöglicht eine kritische Urteilsfähigkeit sowie Analyse und Einordnung von vermittelten Inhalten in soziale Zusammenhänge, um alle Chancen einer digitalisierten Welt nutzen und gleichzeitig mögliche Risiken erkennen zu können.
  • Anwendungs-Know-how ermöglicht den selbstständigen und sicheren Umgang mit digitalen Medien und Werkzeugen unter Einbezug von Kenntnissen über technische Gefahren und Risiken, wirksame Schutzmaßnahmen sowie über Grundlagen der Verschlüsselung.
  • Informatische Grundkenntnisse zum grundlegenden Verständnis von Algorithmen und deren digitaler Formen, die für die Erstellung digitaler Angebote erforderlich sind.

Dazu gehören aber auch die Schlüsselkompetenzen Kreativität, gesellschaftliches Verantwortungs­bewusstsein, Denken in Zusammenhängen, inter- und transdisziplinäres sowie unternehmerisches Denken und Handeln. Alle diese Fähigkeiten müssen zielgruppenspezifisch, bedarfsgerecht und alters­angemessen im Fachunterricht vermittelt werden. Die Kernlehrpläne fordern explizit den breiten Einsatz neuer Medien – von der Textverarbeitung im Deutschunterricht, über die Tabellenkalkulation im Mathematikunterricht bis zur Software zum Ton- und Videoschnitt oder zur Bildbearbeitung im Musik- oder Kunstunterricht.  Der Kompetenzrahmen des bereits erfolgreich entwickelten Medienpasses NRW dient hierbei als Orientierungsrahmen.

Ansprechpartner

Neben der Schulleitung ist eine Vielzahl an Akteuren an der Medienbildung und -erziehung beteiligt, da sie integraler Bestandteil des Unterrichts und der Unterrichtsentwicklung sind. Letztere findet in den Fachschaften statt, wo wiederum alle Fachlehrer sowie Schüler und Eltern die Medienentwicklung mitgestalten können. Auf organisatorischer und technischer Ebene bündeln die Fachbereichsleiter (Sprachen, Gesellschafts­wissenschaften und MINT) und die zuständigen Fachlehrer für die Bereiche Theater, Musik und Technik die einzelnen Aktivitäten und stimmen sich untereinander ab:

  • Fachbereich Sprachen (S. Beckwermert, J. Wilneder)
  • Fachbereich Gesellschaftswissenschaften (D. Fischer, A. Mischlewitz)
  • Fachbereich MINT (C. Ewen, Dr. R. Ostrowski)
  • Theater (A. Hager, A. Hommelheim), Musik (T. Horbach, S. Grümmer)
  • Technik (A. Hommelheim, T. Horbach, M. Kiel, Dr. R. Ostrowski)

Seit vielen Jahren wird der EDV-Support des Ritzefeld-Gymnasiums von der Firma AixConcept betrieben. Anfragen an den Schulsupport von schulischer Seite koordinieren Herr Grouls, Herr Dr. Ostrowski und Herr Wieners, die zusammen mit Herrn Horbach, Herrn Mischlewitz und Herrn Kiel auch den First Level Support übernehmen. Primäre Verantwortungsbereiche für den First Level Support umfassen:

  • Pädagogisches Netzwerk, Verwaltungsnetzwerk, SLZ (A. Grouls, Dr. R. Ostrowski, C. Wieners)
  • Schüler-Clients, Lehrer-Clients, WLAN (A. Grouls, Dr. R. Ostrowski, C. Wieners)
  • Kopierer, OHPs und Beamer (A. Mischlewitz, M. Kiel)
  • Audio- und Videotechnik (Team Aulatechnik, T. Horbach)
  • Ausstattungsbedarf, Anschaffungswünsche (A. Hommelsheim, T. Horbach, Dr. R. Ostrowski)
  • Fortbildungsbedarf/Fortbildungsplanung (S. Grümmer)

Unterrichtsentwicklung

Der Bereich Unterrichtsentwicklung umfasst die Themenfelder „Lernen mit Medien“ und „Leben mit Medien“ und beschreibt, welche Medien zur Entwicklung von Lern- und Medienkompetenz in welchen Klassen und Fächern genutzt wird.

Medienbildung – Lernen mit Medien

Im Themenfeld Lernen mit Medien werden digitale Medien als Werkzeuge zur Förderung eines schüleraktivierenden Unterrichts genutzt. Sie werden im Rahmen der auch im Medienpass NRW (2017) unterschiedenen Kompetenzbereiche eingesetzt. Während in den letzten Jahren einige dieser Kompe­tenzen noch im Rahmen von Ergänzungsstunden in den Jahrgangsstufen 5 und 7 im Fach ITG (Informa­tionstechnologische Grundbildung) behandelt wurden, werden diese Kompetenzen zukünftig in allen Fächern geschärft. Durch die Anbindung an fachliche Themen kann der Lernprozess der Schüler individuell gestaltet und der Lernerfolg gesteigert werden. Der neu hinzuge­kommene Kompetenzbereich „Problemlösen und Modellieren“ wird hauptsächlich vom neu eingerichteten Informatik-Unterricht in der Jahrgangs­stufe 7 abgedeckt, begleitet von Kompakttagen und anderen Angeboten in den übrigen Jahrgangsstufen. Da unsere Schule wahrscheinlich zu G9 zurückkehren wird, steht in naher Zukunft die Überarbeitung der schulinternenn Curricula an. Um diesen Kompetenzerwerb systematisch in der Schule zu verankern, legen die Fachbereiche erneut in ihren fachlichen Lernmittelkonzepten fest, welche Kompetenzen in welcher Jahrgangsstufe und in welchen Fächern erworben werden sollen und arbeiten die neuen Entwicklungen im Bereich „Bildung in der digitalen Welt“ mit ein. Analog zum bewährten MINT-Konzept der Schule verankern wir auch die Medienkompetenz in vier tragenden Säulen: Unterricht, Projektkurse (Arbeitsgemeinschaften), außerschulische Lernorte/ Kooperationen und Wettbewerbe.

Eine ausführliche Beschreibung der Umsetzung ist im Medienkonzept des Ritzefeld-Gymnasiums zu finden.

Medienerziehung – Leben mit Medien

Im Themenfeld Leben mit Medien werden Fragen zum alltäglichen Umgang der Schüler mit Medien und ihre Erfahrungen in einer durch Medien geprägten Welt thematisiert. Hier werden v.a. Teilnahme-, Reflexions- und Urteilskompetenzen erworben. Einige Inhalte aus diesem Themenfeld werden ebenfalls in den Fachunterricht in allen Fächern integriert, andere werden in Projekten in unterschiedlichen Jahrgangsstufen aufgegriffen und auf einem jeweils altersange­messenen Niveau behandelt werden (z.B. Smart User, Cybermobbing-Projekt), so dass insgesamt alle Aspekte des Medienpass NRW abgedeckt werden. Hierzu treffen die Fachvorsitzenden verbindliche Absprachen, um fächerverbindendes Lernen zu fördern, Doppelungen zu vermeiden und die verschiedenen Blickwinkel aller Fächer zu ver­knüpfen. Exemplarisch kann hier das Präventionsprojekt „Umgang mit Medien“ in Klasse 7 genannt werden, in dem Kompakttage in Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit und der Suchtberatungsstelle Eschweiler gestaltet werden. Themen sind eine reflektierende Analyse des Umgangs mit Medien und des eigenen Konsumverhaltens, weiterhin auch Cybermobbing, Suchtverhalten und Handlungsalternativen.

Viele Kinder und Jugendliche gehen heute selbstverständlich mit Smartphone, Chat und Internet um. Oftmals sind sie dabei technisch versierter als ihre Eltern und Lehrkräfte (z.B. Filmen mit dem Smartphone, Web-Blog, soziale Medien). In vielen Bereichen sind sie sich aber über die Tragweite ihrer Handlungen jedoch nicht bewusst. Für Eltern und Lehrer sind durch diese Entwicklungen neue Herausforderungen entstanden. Einerseits sollte die neue Jugendkultur akzeptiert werden, die ganz neue Kommunikations- und Informationswege für sich entdeckt hat. Gleichzeitig müssen Schüler über rechtliche Grundlagen der Mediennutzung informiert und die Konsequenzen ihres Handelns müssen diskutiert werden. Dies deckt der Medienpass NRW ab.

Neben dem Erreichen der fachspezifischen inhaltlichen und methodischen Ziele ist es jedoch vor dem Hinter­grund einer zunehmend medienbestimmten Lebenswirklichkeit unsere Aufgabe, medien­erziehe­rische Ziele einzubeziehen und unsere Schüler zu einem selbstständigen und kritischen Umgang insbeson­dere mit den modernen elektronischen Medien zu erziehen und sie damit zu einer konstruktiven und verantwortungsvollen Nutzung von Medien, sowohl im Bereich des Konsumierens als auch des Produ­zierens, zu befähigen, die eine Beurteilung der Folgen und der Bedeutung für den Einzelnen und die Gesellschaft mit einbezieht.

Moderne digitale Medien kombinieren zunehmend die Möglichkeiten einer immer mobileren Kommu­nikation mit gleichzeitiger Darstellung, Speicherung und Bearbeitung sämtlicher Informa­tio­nen, Bilder, Fotos und Filme. Sie üben eine enorme Anziehungskraft auf Jugendliche aus und sind im Allgemeinen nicht mehr aus dem alltäglichen Leben unserer Schüler wegzudenken. Dies lässt sich sehr gut an ihrem eigenen Tagesablauf aufzeigen, indem sie beispielsweise ganz konkret aufzählen, mit welchen Geräten und Diensten sie in Kontakt kommen. Dabei ergibt sich eine Gelegenheit, festzustellen, dass die Beschäfti­gung mit diesen Medien nicht nur Zeit und Geld kostet, sondern auch ein hohes Abhängig­keitspotential beinhaltet. Dieses Problemfeld wird im Unterricht und in den AGs durch Diskussionen in den ent­sprechenden Schülergruppen thematisiert. Es ist jedoch noch nicht Gegenstand einer ausge­sprochenen Suchtprophylaxe.

Ein anderes wichtiges Anliegen ist uns vor allem der Aufbau von Wissen und Kenntnissen im Umgang mit personenbezogenen Daten sowie die Entfaltung eines nachhaltigen Bewusstseins für die eigene Verant­wortlichkeit bei der Weitergabe von persönlichen Informationen und dem Schutz der Privat­sphäre, insbesondere wenn es um die Nutzung von Anwendungen in sozialen Netzwerken  und externen digitalen Diensten zur Speicherung und dem Austausch größerer Daten­mengen (Clouds) geht. So verschaffen sich unsere Schüler z.B. im ITG-Unterricht, zukünftig in den Fachunterricht integriert – einen Überblick über ver­schiedene soziale Netzwerke und deren Benutzerkreise oder über unterschiedliche Cloud-Anbieter und deren Leistungen. Anschließend sammeln und diskutieren sie Argumente für und gegen einzelne Angebote und den Beitritt zu bestimmten Gruppen. Bei der Auseinandersetzung mit Datenschutz erkennen die Schüler eine Vielzahl von Gefahren, wie z.B. Cybermobbing, die sich im Zusammenhang mit dem Missbrauch von ausspio­nierten Daten ergeben.

Genauso wird auch die identifikationsmodellierende Wirkung der persönlichen Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien, wie etwa bei einem unkontrollierten Konsum von Computerspielen, thematisiert. Als Alternative dazu bietet die Schule in Unterricht und AGs konkrete produktions- und hand­lungs­orien­tierte Projekte an, die auf eine selbstbestimmte und zielgerichtete Nutzung unter­schied­licher Möglich­keiten der medialen Selbstdarstellung durch digitale Bild-, Ton- und Text­bear­beitung abzielt.

Die Handhabung entsprechender Software ist zwar meist logisch aufgebaut und leicht nachvoll­ziehbar, sodass die Schüler zumindest zeitweise weitgehend selbstständig damit arbeiten können. Dennoch sind viele, vor allem professionellere Programme, die an unserer Schule zur Anwendung kommen, recht komplex und verlangen den Schülern ein hohes Maß an Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen ab. Als Strategie der Selbstmotivation müssen sie den Mut und die Bereitschaft aufbringen, sich mit dem entsprechenden Programm über einen längeren Zeitraum auseinander­zusetzen, obwohl sie zunächst das Gefühl haben, kaum etwas zu verstehen, nicht weiterzukommen oder ihre Produkte immer wieder verwerfen.  Insofern geht es uns im Umgang mit Medien auch um die Entwicklung personaler und volitionaler Kompe­tenzen.

Gelingt dies, dann steht am Ende dieser Arbeit ein vorzeigbares digitales Produkt, das die Schüler selbst aufwertet und ganz offensichtlich im Gegensatz zum schnellen Konsum von digitalen Fertig­produkten steht.  Auf dieser Erkenntnis basiert der Aufbau eines persönlichen Anspruchs an digitale Programme und Produkte insgesamt und an die eigene Beschäftigung damit.

Die Vermittlung medienerzieherischer Kompetenzen und Inhalte findet sowohl im Unterricht als auch in den Arbeitsgemeinschaften bzw. Projektkursen statt (s.o.). Diese Arbeit soll systematisch ausgebaut und im Rahmen einer stufenüber­greifenden Progression, die alle unterschiedlichen Angebote der Schule einschließt, vernetzt werden. Angestrebt wird in diesem Zusammen­hang die Implementierung einer kon­kreten Zielperspektive, z.B. in Form eines Medien- Zertifikats (über den Medienpass NRW hinaus), der alle Medien-Aktivitäten eines Schülers in seiner Schullauf­bahn dokumentiert und für Bewerbungen verwen­det werden kann.

Ansprechpartner: Herr Dr. Ostrowski, Frau Wilneder

Umweltbildung und –erziehung haben am Ritzefeld-Gymnasium eine lange Tradition und sind seit jeher im Schulprogramm fest verankert. Um den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwick­lun­gen der letzten Jahrzehnte Rechnung zu tragen, ist jedoch eine Standortbestimmung und Neuorien­tie­rung erfolgt. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist entwicklungs-, werte- und kompetenz­orientiert, während die klassische Umweltbildung eher konservierend, monovalent (der Schutz der Natur als oberster Wert) und handlungsorientiert war. Die pädagogische Herausforderung besteht darin, die Kompetenz der Schüler zu fördern, ihre eigenen Werte und Wertvorstellungen bewusst in ihre Entscheidungen und in ihr Handeln einfließen zu lassen. Diese Kompetenz wird auf unserem Weg in die Weltgesellschaft deshalb immer wichtiger, weil die Situationen komplexer werden, Ent­wicklungen immer stärker von (zumeist politischen) Entscheidun­gen beeinflusst und gesteuert werden und von jedem Ent­wick­lungsschritt verschiedene, möglicher­weise widersprechende Wert­vorstellungen gleichzeitig betroffen sind.

Definition

Zunächst einmal möchten wir uns von den Begriffen Umweltbildung und Umwelterziehung lösen und sie – wie im Titel schon dargestellt – durch „Bildung und Erziehung für eine nachhaltige Entwicklung“ ersetzen. Nach dem Verständnis der Brundtland-Kommission, die den Begriff 1987 prägte und als Leitbild für die zukünftige Umweltpolitik aller Länder der Erde verkündete, meint nachhaltige Entwick­lung eine wirtschaftlich-gesellschaftliche Entwicklung, in der Ökonomie, Ökologie und soziale Ziele so in Einklang gebracht werden, dass die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen befriedigt werden, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu gefährden.

Dieses Leitbild ist genauso vage wie umfangreich und es gilt nun, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung im Unterricht und im Schulalltag für uns umzusetzen. Hinzu kommt, dass das Konzept eine sehr hohe Komplexität aufweist. Daher ist es angebracht, den Begriff nachhaltige Entwicklung zu konkretisieren. Hier folgen wir den Ausführungen von de Haan (1998) und orientieren uns an den nachfolgenden Leitzielen:

  • Naturverträglichkeit: Erhalt der Naturvielfalt (Biodiversität) und Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft, Vegetation etc.
  • Ökonomische Tragfähigkeit: Verlangsamung der immer stärker wachsenden Stoff- und Ener­gie­ströme, Effizienz­steige­rung im Material- und Energieeinsatz (Effizienzstrategie). Wichtige Kriterien sind die verstärkte Nutzung erneuerbarer Ressourcen und Energieträger, die Mini­mie­rung des Einsatzes von nicht erneuerbaren Ressourcen und Energieträgern und deren Ersatz durch erneuerbare, die Minimierung von Emissionen und des Einsatzes von Risiko­techno­logien.
  • Soziale Gerechtigkeit: umfasst nicht nur die Gerechtigkeit innerhalb einer Gesellschaft, zwischen Gesellschaften oder Generatio­nen, sondern vielmehr auch gleiche Ansprüche aller Menschen und Völker auf die Nutzung der natürlichen Ressourcen und gleiche Rechte auf Entwicklung.
  • Globale Zusammenarbeit: Eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung muss von allen Natio­nen und gesellschaftlichen Gruppen getragen und unterstützt werden. Sie zielt auf die Zusam­menarbeit und Partizipation aller an der Umsetzung einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklung Beteiligten.

Ziele

Bildung für nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung sollte Jugendliche auf diesen gesell­schaft­lichen Gestaltungsprozess vorbereiten. Die in der Agenda 21 geforderte Neuausrichtung der Bildung auf eine nachhaltige Entwicklung zielt demnach nicht nur auf die Einbeziehung von Umwelt- und Entwicklungsfragen, sondern auch auf die Entwicklung von Kompetenzen zur Realisierung einer nachhaltigen Entwicklung. Die Zielorientierung an der Vision einer sich nachhaltig entwickelnden Gesellschaft macht auch die eigene Zukunft der Schüler zum sinnstiftenden Moment von Bildungs­pro­zessen. Werteerziehung erstreckt sich hierbei nicht im Nachvollziehen anerkannter gesellschaftlicher Normen, sondern umfasst das Erlernen des Umgangs mit vielen, auch einander widersprechenden Wert­vor­stellungen. Derartige Bildungsziele sind nur zu erreichen, wenn man die Schüler darin unterstützt und fördert, sehr anspruchs­volle Kompetenzen zu entwickeln – Kompetenzen, an denen wir selbst allzu oft scheitern. Dennoch ist dieser Ansatz es uns wert, es zu versuchen.

Beschreibung des Konzepts zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Kompetenzen

Eine moderne Bildung zur nachhaltigen Entwicklung ermöglicht die Verzahnung von Wissens­ver­mittlung, Werteaneignung und Persönlichkeitsentwicklung und ist auf die Entwicklung von Lernkom­petenz gerichtet. Sie ist bestimmt durch Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz (de Haan, 1998). Diese Kompetenzen werden in der aktiven Auseinandersetzung mit fachlichen und fachüber­greifenden Inhalten des Unterrichts erworben. Unter Methodenkompetenz wird die Fähigkeit verstan­den, Sachwissen zielgerichtet aufarbeiten und anwenden zu können. Sie befähigt zur systematischen Bearbeitung von Problemen, zur kreativen Neukombination von Informationen und Lösungswegen, zur Identifikation von Interdependenzen zwischen Problemfaktoren wie zwischen Lösungswegen, zur kontextuellen und kritischen Befragung von Rahmenbedingungen für die Problem- und Lösungs­gene­rierung und zur Reflexion der Gefahren und Risiken der Problemlösung. Sozialkompetenz um­fasst das Vermögen, mit anderen gemeinsam nach Problemlösungen zu suchen, konstruktiv wie kritisch kooperieren zu können. Unter Selbstkompetenz wird die Fähigkeit verstanden, „sich selbst zu orga­ni­sieren, […] sich weiterzuentwickeln, neue Visionen von sich und einem lebenswerten Leben […] ent­werfen und vermitteln zu können. Schließlich umfasst die Selbstkompetenz noch […] die Fähigkeit zur Selbstreflexion“ (DE HAAN 1998).

Didaktische Prinzipien

Die mit den o.g. Zielen verbundenen Bildungs- und Lernprozesse werden an folgenden didaktischen Prinzipien ausgerichtet:

  • Situationsorientierung des Lernens meint die Berücksichtigung der Lebenswelterfahrungen. In der eigenen Lebens­situa­tion kann Betroffenheit erlebt, können Interessenkonflikte analysiert, Umweltschutzmaßnahmen und zukunftsfähige Planungen erprobt und die Auswirkungen eigenen Handelns erfahren werden.
  • Handlungsorientierung des Lernens zielt auf die Förderung praktischer und problemlösungs­bezogener Fähigkeiten und Fertigkeiten. Handlungsorientierte Lernprozesse sollten mit konkreten Ergebnissen des realen HandeIns verbunden sein, um das Engagement der Schüler, Jugendlichen und Kinder im Umweltbereich sichtbar zu machen.
  • Problemlöseorientierung des Lernens zielt auf das Verständnis für systemische Zusammen­hänge und ihre Dynamik sowie für die vielfältigen Vernetzungen und Wechselwirkungen.
  • Interdisziplinarität des Lernens zielt auf die fachübergreifende Behandlung komplexer Themen sowie auf das Verständ­nis für deren Vielschichtigkeit.
  • Kooperationsorientiertes Lernen zielt auf die Zusammenarbeit der Schüler und Schulen unter­einan­der, aber auch auf die Zusammenarbeit der Schulen mit außerschulischen Kooperations­partnern wie Umweltämtern, Natur- und Umweltschutzverbänden etc.

Zur Umsetzung dieser Prinzipien eignen sich insbesondere folgende didaktischen Ansätze: Interdiszi­plinärer und fächer­über­greifender Unterricht, handlungsorientierter und problemorientierter Unter­richt, Konstruktivismus, entdeckendes Lernen, sinnliche Erfahrung und Medienkompetenz, Kom­pe­tenz­erleben und Gruppenarbeit, Alltagsbezug und Abstraktion, Partizipation, Projektarbeit und Schülerfirmen, ganzheitliche Erfahrung und analytisches Denken.

Inhaltlich-thematische Schwerpunkte

Folgende Themen sind fachübergreifend und fächerverbindend besonders zu gewichten:

  • Energie (insbesondere die Formen der Energiegewinnung und des Energieverbrauchs)
  • Mobilität/Verkehr (insbesondere das Mobilitätsverhalten im Freizeitbereich und der Güter­trans­port)
  • Wohnen und Siedlungsentwicklung (insbesondere Wohnformen und Baustoffe)
  • Landwirtschaft und Lebensmittel (insbesondere industrielle Bearbeitung von Lebensmitteln, die Fleischproduktion und der Nahrungsmittelkonsum)
  • Verflechtung lokaler und globaler Entwicklung (insbesondere zwischen der lokalen Arbeits- und Lebenswelt, den globa­len Märkten und verschiedenen Lebenssituationen, z.B. in der Dritten Welt).

Die nachfolgenden Strategien stellen eine Art Analyse- und Bewertungsschema dar, mit denen die genannten fünf Themen­felder betrachtet werden können.

  • Permanenzstrategien (Strategien und Rahmenbedingungen dauerhaft-nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens)
  • Effizienzstrategien (Strategien der Effizienzsteigerung in der Ressourcennutzung, im Wirt­schaften und in der Verteilung)
  • Suffizienzstrategien (Reflexion auf die heutigen Lebensstile und die Leitbilder nachhaltiger Lebensstile).

Über den Unterricht hinaus ist zu bemerken, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur auf eine inhaltliche und didaktische Neuorientierung von Lernprozessen zielt, sondern ganz konkret auch auf die Ökologisierung unserer Schule: Energie­einsparungen, Begrünungen, Mülltrennung und -reduktion, Reduzierung und Vermeidung umweltbelastender Materialien etc., aber auch die Beteili­gung der Schüler an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen.

Umsetzung des Konzepts zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

In der Über­zeugung, dass ein bewusster, gewissenhafter und reflektierter Umgang mit Natur und Umwelt nur vor dem Hinter­grund eines fundierten Wissens sowie dessen gleichzeitiger Überführung in Hand­lungs­kompetenzen gelingen kann, ist die Um­welt­erziehung im schulischen Alltag fester Bestand­teil der Unterrichtsfächer und der außerunterrichtlichen handlungs­orientier­ten Gestaltung.

Die Wissensvermittlung erfolgt vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern sowie in Erdkunde, Politik, Praktische Philo­sophie bzw. Religionslehre:

Fach Aspekte der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
Biologie 5: Nutzpflanzen und Nutztiere6: Lebensräume vor der Haustür (Naturbeobachtungen), Gefährdete Arten und Artenschutz

7: Energiefluss / Stoffkreisläufe in Ökosystemen, Ökosystem Wald – Einfluss des Menschen auf Ökosysteme

EF: Ökologische Bedeutung der Fotosynthese

Q1: Ökologische Konsequenzen gentechnisch veränderter Lebensmittel, Ökologie und Nachhaltigkeit, Gewässer­ökologie (Fließgewässer und See), Kläranlage

Chemie Generell: Entsorgungshinweise für Chemikalien und Gefahrstoffe7: Wir gewinnen Stoffe aus Lebensmitteln, Feuer und Flamme/ Brand-Brände/ Kunst des Feuerlöschens, Luft und Luftverschmutzung, Wasserreinhaltung und –klärung, Recycling

8: Streusalz und Dünger – wie viel verträgt der Boden?, Salze und Gesundheit

9: Anwendung von Säuren im Alltag und Beruf, Zurück zur Natur – Moderne Kunststoffe, Alternative Energie­anlagen, nachwachsende Rohstoffe

EF: Natürliche und künstliche Aromastoffe, Stoffkreisläufe

Q1: Probleme der Chlorchemie, Biodiesel, Akkus vs. Batterien – auch unter dem Gedanken des Umwelt­schutzes

Q2: Sonnenschutzmittel, Natürliche vs. synthetische Farbstoffe

Erdkunde Generell: Aspekt der Nachhaltigkeit5: Der Natur auf der Spur – Eingriff des Menschen in die Natur; Natur schützen und bewahren

7, EF: Handeln des Menschen im Raum und die Folgen für die jeweiligen Ökosysteme – sozioökonomische Folgen

9: Landwirtschaftliche Produktion im Spannungsfeld von natürlichen Faktoren weltweitem Handelns und Umweltbelastung

Q1: Raumstrukturen und raumwirksame Prozesse in der Wechselwirkung von natürlichen Systemen und Eingriffen des Menschen

Q2: Raumstrukturen und raumwirksame Prozesse im Spannungsfeld von Aktionen und Konflikten sozialer Gruppen, Staaten und Kulturgemeinschaften

Physik 6: Energieumformungen, -entwertung9: Kernkraft und alternative Formen der Energiegewinnung (Einbezug der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule), Funktion von Kraftwerken (Wärmekraftwerk, Wasserkraftwerk)

Q2: Kernkraft

Politik 5: Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser, Müll und die Umwelt
Praktische Philosophie  6: Leben von und mit der Natur, Tiere als Mit-Lebewesen8: Technik – Nutzen und Risiko, Der Mensch als kulturelles Wesen

Q1: Umweltethik

Religion 6, 9: Verantwortungsvoller Umgang mit der SchöpfungEF: Schöpfungstheologie und Umweltethik

Q2 :Christliche Ethik in Kernbereichen gesellschaftlicher Verantwortung

 

Das Umweltkonzept gliedert sich in fünf miteinander vernetzte und aufeinander aufbauende Elemente:

fachwissen-motivation

Neben dem vermittelten Fachwissen bilden die Vereinbarungen der Schulgemeinschaft, die vom Kollegium, der Schülerschaft sowie den Eltern getragen werden, die Basis des Konzepts. Die Ausbildung von Handlungskompetenz im persönlichen Einfluss- und Entscheidungsbereich ist von großer Bedeutung. Der auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 formulierte Grundsatz „Global denken, lokal handeln“ wird auch am Ritzefeld-Gymnasium ernst genommen: Abfall­trennung in allen Räumen, sparsamer Umgang mit Wärmeenergie und Strom – alle sorgen mit ihrem eigenen Handeln für eine Entlastung der Umwelt und darüber hinaus für beträcht­liche Einsparun­gen bei den Betriebskosten. Darüber hinaus sind Schüler und Lehrer bemüht, im Sinne einer umweltverträglichen Schule weitere Schwachstellen zu beseitigen. Die Umweltexperten der Klassen und die Schüler einer Umwelt-AG zeigen Mängel auf und regen Verbes­serun­gen an.

Ein Besuch der ersten Biogasanlage in NRW im benachbarten Ort Dorff als Beispiel innovativer Technik zur Energieerzeugung im Schul­gebäude, Photovoltaik-Anlagen und Sonnenkollektoren auf dem Dach der Schule demonstrieren zukunftsträchtige Energie­nutzung und fördern den Erkenntnis­prozess durch Realbegeg­nungen. Informationen über den erzeugten Strom und rund um die Solar­energie sind über eine Informationstafel abrufbar.

Die Klassenlehrerteams informieren zu Anfang der Klasse 5 grundlegend und ausführlich über die schulinternen Vereinbarungen. Die Klassenlehrerteams bzw. die Stufenleiter wiederholen diese zu jedem Schuljahr, um einen nachhaltigen bewussten Umgang mit der Umwelt zu initiieren. Und nicht zuletzt werden die im Rahmen der Umwelterziehung an unserer Schule gewonnenen Kenntnisse, Einsichten und Verhaltensweisen auch in der Privatsphäre aller Beteiligten ihren Niederschlag finden. Umwelt­erzie­hung ist zusammen­hängen­des Lernen über einzelne Fächer und Jahrgangsstufen hinaus.

Das Energiesparkonzept

In Zusammenarbeit mit dem Hausmeister entwickeln wir ein Energiesparkonzept, mit Hilfe dessen die Energiekosten deutlich reduziert werden können. Das Energiesparkonzept wird in weiten Teilen durch den Hausmeister umgesetzt und zentral gesteuert. So sind z.B. im Foyer Bewegungs­melder installiert, die das Licht nur im Bedarfsfall einschalten und automatisch abschalten.

Leitlinien zum Umweltschutz am Ritzefeld-Gymnasium

Als Schule fühlen wir uns der nachhaltigen Zukunftssicherung verpflichtet. Wir wollen daran mit­wirken, die Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen auch für die zukünftigen Genera­tio­nen zu erhalten. Unser Ziel ist es, Umweltwissen zu vertiefen, Umweltbewusstsein zu fördern und für umweltschonendes Verhalten im schulischen und privaten Bereich zu sensibilisieren.

Das Thema Umweltschutz ist integraler Bestandteil verschiedener Lehrpläne. Darüber hinaus wollen wir im Schulalltag beispiel­gebend aktiven Umweltschutz umsetzen. Dazu wollen wir

  • den Stromverbrauch niedrig halten durch moderne, stromsparende Beleuchtung (laufend), durch Anschaffung strom­sparender Geräte (laufend), durch Computer mit Energiespar­pro­gram­men (laufend), durch Abschalten nicht benötigter Computer und sonstiger Geräte (OHP, Drucker, Scanner usw.) und Lampen (z.T. Installation von Bewegungsmeldern, Ausschalten des Lichts auch beim kurzfristigen Verlassen der Klassenräume, Vermeiden von Standby). Strom­leisten werden vollständig ausgeschaltet, da ansonsten Geräte weiterhin Strom ziehen kön­nen.
  • mit der Heizungswärme sparsam umgehen durch bedarfsgerechte Erwärmung der Räume (Thermostatventile, geplant $$$), durch energiesparende Bedienung der Fenster (Stoßlüftung, mittags Fenster schließen) (Information der Klassen-Umweltexperten), durch Einbau neuer Fenster und Fassadendämmung (laufend)
  • unnötigen Wasserverbrauch vermeiden (Einbau sparsamer Armaturen, laufend), z.B. auch durch kurze Duschphasen nach dem Sport und das Schließen des Wasserhahns beim Einseifen und Händewaschen.
  • Abfall möglichst vermeiden bzw. fachgerecht trennen (Abfalltrennung in allen Räumen), möglichst Recyclingpapier in Unter­richt und Verwaltung verwenden (bis auf Zeugnisse o.ä). (erfolgt laufend in der Verwaltung, Verkauf von Recycling-Schul­heften zum Schuljahresbeginn)
  • Hrk: Das Papier der Fehlkopien wird gesammelt und dem Kunstunterricht als Material zur Verfügung gestellt
  • die Verwendung von umweltfreundlichen Schulmaterialien fördern (Information der Eltern, Anschaffungen für Unter­richt und Verwaltung). (laufend, Elterninfo 5.Klasse) (Papphefter, satt Schnellhefter aus Plastik; Butterbrotdosen und wieder verwendbare Getränkeflaschen etc.)
  • uns bemühen, Papier einzusparen und Papierverschwendung zu vermeiden. Daher wird der Kopier­verbrauch der Kollegen individuell nachgehalten, um eine Hemmschwelle zu setzen. Außerdem sollten Arbeitsblätter nach Möglich­keit im Format DIN A5 und/oder beidseitig gedruckt werden. Das Papier der Fehlkopien wird gesammelt und dem Kunst­unterricht als Material zur Verfügung gestellt. Wiederholt einsetzbares Material wie z.B. Fördermaterialien oder Stationenlernen werden zur Ressourcenschonung laminiert und wieder verwendet. Recyclingmaterial (wie Drucker- und Tonerpatronen) wird im Lehrerzimmer gesammelt.
  • regelmäßig über den schulischen Umweltschutz informieren und so zum Mitmachen anregen (regelmäßige Information und Fortbildung der Klassen-Umweltexperten).
  • in der Mensa kein Einweggeschirr anbieten, sondern für Heißgetränke und Speisen wird Porzellangeschirr verwendet. Auch werden stets vegetarische Alternativen angeboten.
  • die umweltschonende Mobilität der Schüler durch Schließfächer in den Fluren unterstützen. Dadurch ist die tägliche Traglast der Schüler reduziert, so dass sie die Schule problemlos mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen können. In diesem Zusammenhang wurden extra weitere Fahrradständer auf dem Schulgelände errichtet. Auch die Eltern arbeiten mit an der Umsetzung des Umweltkonzepts, denn das Bringen mit dem Auto durch die Eltern sollte die Ausnahme sein, zumal die Verkehrssituation insbesondere an der Ritzefeldstraße dies kaum zulässt.

Das Konzept hat den ganzheitlich gebildeten, verant­wortungs­voll und gewissen­haft handelnden Men­schen zum Ziel, der sein eigenes Umwelthandeln kritisch reflektiert. Diese Handlungs­kompetenz soll einerseits angeregt werden durch die Ermöglichung von Natur­erfahrungen (Erlebnis­pädagogik), durch die Natur im Allgemeinen und die schulische Nahum­gebung im Besonderen, die als schützens­wertes und zu gestaltendes Umfeld erfahren werden. Vor allem außerh­alb normierter Sportstätten lassen sich Naturerlebnisse vermitteln und Anlässe für die Umwelt­erziehung aufgreifen. In diesem Zeichen stehen auch unsere Klassen- und Studienfahrten. Auch hier werden unsere Schüler von Anfang an an das Bildungskonzept für eine nachhaltige Ent­wick­lung herangeführt. So gewinnen Aspekte nachhaltiger Entwicklung auch im Kontext von Sportwochen (am Ijsselmeer, Winter­sportwochen) an Bedeutung und werden im Sinne eines nachhaltigen Bewusstseins thematisiert. Gefestigt werden soll dieses nachhaltige Bewusstsein, indem die Klassen der Jahrgangsstufe 6 je ein Nano-Aquarium übernehmen und dieses pflegen und gestalten, so dass ein verant­wortungsvoller, gestalterischer Umgang mit der Natur früh eingeübt und der Lernort Schule als zu gestaltendes Umfeld erfahren wird.

Andererseits wird diese Kompetenz durch die Erziehung zu einem verantwortlichen und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen gefördert. Aus dieser Zielsetzung ergibt sich das Handlungsfeld „Außer­unterrichtliche Einbindung der Umwelt­erziehung“  und die „Vernetzung mit anderen Konzepten“.

Außerunterrichtliche Einbindung der Umwelterziehung

Jahrgangsstufe Projekt/Maßnahme Ziel
alle Klassenund Stufen HofdienstZum jeweiligen Ende der Großen Pausen übernehmen die Schüler nach einem geregelten  Plan den Hofdienst. Dabei sammeln sie auf dem Schulgelände verlorenen Müll auf und entsorgen ihn. Ein weiteres Projekt zur Umwelterziehung ist die Teilnahme unserer Schüler am sogenannten „Kehraus“ der Stadt Stolberg, bei dem die Schüler das Schulumfeld säubern. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen und der Umweltschutz durch Müllvermeidung werden dadurch eingeübt.
alle Klassen und Stufen Exkursionen und außerschulische LernorteInsbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern werden außer­schu­lische Lernorte aufgesucht:

·         Besuch des Zoos in Aachen und Köln (Zootiere und bedrohte Arten, Nutztiere)

·         Geländepraktikum und ausgewählte Untersuchungen im nahegelegenen Park, am Bachlauf der Vicht und im Biotop „Gehlens Kull“

·         Ökologische Untersuchung einer kleinen Wildwiese

·         Gewässeruntersuchungen an Vicht und Inde

·         Tierspuren im Schnee/Wald

·         Wochenmarkt und Bauernhof

·         Besuch der Kläranlage

·         Besuch der Biogasanlage in Dorff

·         Besuch des Bay-Lab

Die außerschulischen Lernorte werden aufgesucht, um einerseits einen positiven Zugang zur Natur zu ermöglichen und andererseits, um praktischen Umweltschutz nachzuvollziehen.
alle Stufen: Verantwor­tungsvoller Umgang mit lebenden Tieren ·         In Zusammenarbeit Schülern, Lehrern und Eltern werden in der Mensa und im Schülerlabor Aquarien (Malawi, Kalt­wasser und Süßwasser) gestaltet und gepflegt.·         Zudem sind ein Insektarium für Stabheuschrecken, eine Axolotl-Zucht und ein Käfig für Farbmäuse angelegt, die von Schülern gepflegt werden.

·         Geplant ist eine Erweiterung um eine Regenwurmkiste, ein Moosarium, ein weiteres Terrarium, eine Ameisenfarm und weitere Insektarien.

Die Schüler erlernen einen verantwortungsvollen und wertschätzenden Umgang mit Tieren und erfahren diese als Mitlebewesen.
Sonstige Projekte für alle Stufen ·         Nach dem Konzept des „urban gardening“ gestalteten interessierte Schüler aller Jahrgangsstufen Pflanzenkübel auf dem unteren Schulhof  Die Schüler gehen verantwortungsvoll mit der Natur um und gestalten ihre Umwelt nachhaltig.

Vernetzung mit anderen Konzepten

Auf Grund der weitreichenden Konsequenzen des Umwelthandelns ist das Konzept der Umwelter­ziehung mit den Konzepten zur Werteerziehung und sozialer Verantwortung (soziale Projekte) verknüpft, so dass die Förderung eines nachhaltigen reflektierten Umweltbewusstseins auch von diesen Konzepten profitiert. Zudem ist der Spielort Natur (Erlebnis-Pädagogik), der einen weite­ren wichtigen Zugang der Naturerfahrung bietet, an das Gesundheitskonzept der Schule angebunden, die sich somit wechsel­seitig begünstigen.

Literatur

  • de Haan, G. (1998): Schlüsselkompetenzen, Umweltsyndrome und Bildungsreform. In: BEYER, A. und WASS VON CZEGE, A. (Hrsg.): Fähig für die Zukunft. Schlüsselqualifikationen für eine nachhaltige Entwicklung. Verlag Krämer, Hamburg.
  • Rost, J. : Umweltbildung – Bildung für nachhaltige Entwicklung. Was macht den Unterschied? Zeit­schrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 2002, 25, 7-12.

Ansprechpartner:  Frau Dr. Heck-Wattjes, Herr Dr. Ostrowski

Seit dem Herbst 2013 steht ein erweitertes Verkehrs- und Mobilitätskonzept im Fokus der Schul­ent­wicklung. Ausgangspunkt war ein Wunsch der Schulpflegschaft nach einem Angebot der Schule in Bezug auf eine Ausbildung zum Erwerb eines Mofa-Führerscheins. Am 15.10.2013 erwarb Herr Griemens im Rah­men einer Fortbildung zum Mofakursleiter an der Jugendverkehrsschule Bonn.

Im Rahmen dieser Fortbildung wurde auch bewusst gemacht, dass sich Verkehrs- und Mobilität­serziehung in der Schule nicht auf einen bloßen Mofa-Kurs beschränken dürfe, sondern gemäß RdErl. d. Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder v. 2. 9. 2003 – 513-6.08.03.01-798 zu den Grund­aufgaben der Schulen in NRW gehöre.

Verkehrserziehung

Im Rahmen der Kompakttage der Erprobungsstufe sind die Erkundung der neuen Schulumgebung, der Schul- und Verkehrswege sowie die Vorgaben und Abläufe im Zusammenhang mit den Schul­gottes­diensten in der Kirche Mariä Himmelfahrt Fixpunkte.

Dabei werden – unter Mitwirkung des Schulpolizisten – Straßenführungen erkundet, die Schulwege über Straßenkarten erschlossen, Gefahrenstellen bewusst gemacht und unbekannte Situationen reflek­tiert, auch der Umgang mit dabei erlebbarer Aggression und Gewalt.

In Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Aachen werden die Schüler der Sekundarstufe II (EF) im Rahmen der Initiative „Crash Kurs NRW“ mit den Folgen zu schnellen Fahrens konfrontiert und dabei sensibilisiert für die eigene Verantwortlichkeit als Verkehrsteilnehmer.

Mobilitätserziehung

Wandertage, Exkursionen und Studienfahrten in der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II geben immer wieder Anlässe und Möglichkeiten besonders auch das Netz der Radwege bewusst zu machen und zu erkunden. Dabei stehen auch die Nutzungsmöglichkeiten des Öffentlichen Personen-Fernverkehrs im Blickpunkt.

Unterrichtlich gehen besonders die Fächer Geographie, Physik, Sport, Evangelische und Katholische und Religionslehre, Deutsch und Mathematik auf die Thematik der Mobilität bzw. Mobilitätserziehung ein.

Mofakurs

Zum Sommer 2014 soll ein erstes Ausbildungsangebot zur Erlangung eines Mofa-Führerscheins im Rahmen des Gebundenen Ganztags am Ritzefeld-Gymnasiums umgesetzt werden.

Ansprechpartner: N.N.

Wir machen Kinder stark!

Uns allen begegnen heute vielfältige Formen der Sucht. Sie kann sich äußern in dem Konsum von illegalen Drogen, der Abhängigkeit von in der Gesellschaft akzeptierten Rauschmitteln (Alkohol, Nikotin) bis zu ausgeprägten Verhaltensweisen wie Spielsucht oder Magersucht. Die vielschichtigen Ursachen für ein Suchtverhalten liegen dabei im seelischen, körperlichen und sozialen Bereich. Daraus ergibt sich für die Schule grundsätzlich, dass sich Suchtprävention als Konzept aus unter­schied­lichen Handlungsfeldern zusammenfügen muss.

In den letzten Jahren ist der Aspekt der zunehmenden Abhängigkeit von elektronischen Kommunika­tionsmitteln (besonders von Smartphones und SocialApps) immer stärker in den Mittelpunkt gerückt, so dass auch dieses Thema in das Konzept integriert werden muss.

Beschreibung und Umsetzung des Konzepts fächerverbindenden Unterrichts

Suchtprävention sehen wir nicht nur als Aufgabe der Beratungslehrer für Suchtprävention, sondern von allen im Erziehungsbereich tätigen Personen. Dabei steht die Förderung der Persönlichkeits­entwicklung und der sozialen Verantwortung im Vordergrund.

Aufklärung

Heranwachsende müssen wissen, welche Gefahren von den vielfältigen legalen und illegalen Drogen ausgehen, wie sie aussehen, wie sie wirken etc. Diese sachliche Information wird weitgehend im Fachunterricht geleistet, sie ist thematisch in den Curricula verschiedener Fächer verankert, wobei dort fachspezifische Aspekte im Vordergrund stehen (z.B. biologisch-medizinische und/oder soziale Aspekte). Die Gefahren der Abhängigkeit von elektronischen Kommunikationsmitteln werden im Informatik-Unterricht thematisiert.

Ausbildung von (Sozial-)Kompetenz

Drogenkonsum ist oft Ausdruck einer Flucht. Heranwachsende im Alter zwischen zwölf und achtzehn Jahren müssen vielfältige Entwicklungsaufgaben lösen (Akzeptieren der eigenen körperlichen Erschei­nung, Positionieren in der Gruppe der Gleichaltrigen, Übernahme von gesellschaftlichen Rollen, Ent­wickeln eigener Wertesysteme usw.). Hierbei kommt es zu Spannungen, Wider­sprüchen und Konflikten. Die Schule begleitet diese Entwicklungsaufgaben und hilft bei ihrer Bewältigung. Je besser es Eltern und Lehrenden gelingt, die Heranwachsenden mit Selbst-, Sach- und Sozial­kompe­tenz auszu­statten, umso geringer wird das Suchtrisiko.

Beratung

Die Suchtberatungslehrer verstehen sich zunächst als Ansprechpartner, einerseits von Schülern, die selbst Probleme mit Drogen haben oder auf solche in ihrem Umfeld stoßen, oder auch von Lehrern bzw. Eltern, die bei den Kindern und Jugendlichen besondere Verhaltensweisen wahrnehmen. Die Gespräche werden vertraulich behandelt. Bei Bedarf können Kontakte zu professionellen Hilfs­orga­nisa­tionen hergestellt werden.

Regeln

Besitz, Konsum und die Weitergabe von illegalen Drogen sind ein Straftatsbestand und an der Schule selbstverständlich verboten. Bei Zuwiderhandlung, insbesondere bei Fremdgefährdung, müssen der Schulleiter, die Erziehungsberechtigten und im Rahmen der Erlasslage die Polizeibehörde informiert werden. Im Falle der (ausschließlichen) Selbstgefährdung wird abgestuft mit Beratung, pädagogischen und Ordnungsmaßnahmen entgegen gewirkt. Dabei können andere Fachstellen der Suchtberatung ein­bezo­gen werden. Der Konsum von Alkohol ist grundsätzlich untersagt. Dabei kann der Schulleiter bzw. die Schulkonferenz zu besonderen Anlässen (z.B. Feiern wie die Entlassung der Abiturienten etc.) Ausnahmen gestatten. Unser Schulgelände ist rauchfreie Zone.

Verantwortung für den eigenen Körper, Vertrauen zu sich selbst, zu Mitschülern und Lehrpersonen verleihen der Suchtprävention eine besondere Bedeutung. Die Übernahme von Verantwortung und die Stärkung des Selbstbewusstseins sind daher wichtige Schwerpunkte der Bildung und Erziehung, insbesondere in den Klassen 7 und 8.

Ganz konkret sind am Ritzefeld-Gymnasium folgende Maßnah­men fest installiert:

„Gemeinsam von Anfang an Vorbild sein! Eltern und Schule praktizieren Suchtprävention“

Die Elterninformation über das Suchtpräventionsprogramm erfolgt in Form von Elternbriefen, die konkrete Themen vorstellen und jedes zweite Schuljahr (Klassen 5, 7, 9 und EF) ausgeteilt werden. Weiterhin geben wir einen Überblick über die Themen auf der Schulhomepage. Eine dritte Säule bildet die Möglichkeit, mit den Beratern für Suchtprävention Beratungsgespräche zu führen.

Erprobungsstufe: Wir orientieren uns an der Schule und werden eine Gemeinschaft

Zu den Schwerpunkten in der Erprobungsstufe gehören die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, das Erlernen von Kooperationsfähigkeit und die Erfahrung von Gemeinschaft.

  • Kennenlerntage
    • Kennenlernen der anderen
    • Vertrauen lernen
  • Etablierung des „Klassenrat“-Konzepts
  • „Suchtsack“
    • Informationen (Wie entsteht eine Sucht?)
    • Ich-Stärkung
    • Lernen „Nein“ zu sagen
  • Erlebnisfähigkeit fördern durch Spiele und Aktionen(z.B. am Wandertag)
  • Begleitung beim Wettbewerb „Be smart, don´t start“ (Jahrgangsstufen 5-9)
  • Sensibilisierung für Essstörungen
  • Aufklärung über die Gefahren der Abhängigkeit von elektronischen Kommunikationsmitteln im ITG-Unterricht

Mittelstufe: Wir übernehmen Verantwortung für uns selbst und für andere

Hier bilden die Selbstachtung, die Achtung des Anderen und die Fähigkeit, Konflikte zu lösen und Frustration zu bewältigen, besondere Schwerpunkte der Bildungs- und Erziehungsarbeit.

  • Kennenlernen bei neuer Klassenzusammensetzung
    • Selbst- und Fremdwahrnehmung bei Mobbing in der Schule
  • Aufklärung über die Gefahren der Abhängigkeit von elektronischen Kommunikationsmitteln im ITG-Unterricht
  • Gefahren aus dem Netz
    • Cybermobbing
    • Spiel-/Onlinesucht
  • Konfliktlösungsstrategien vertiefen
  • Informationen über weiche und harte Drogen
  • Informationen zur rechtlichen Sachlage durch die Polizei

Innerhalb dieses Rahmens nimmt die Schule immer wieder an überregionalen Projekten und Kam­pag­nen verschiedener Organisationen teil (G+S, BZgA, Be smart don´t start, Kinoprojekte etc.). Hinzu kommen vielfältige und wechselnde Aktivitäten zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls, auch im AG-Bereich (z.B. Kurs „Selbstverteidigung“).

Oberstufe: Wir treffen wichtige Lebensentscheidungen und werden uns unserer Verantwortung bewusst

In der Oberstufe steht die Festigung der Persönlichkeit im Mittelpunkt.

  • „Anti Stigma Programm“
    • Konfrontation mit ehemals Süchtigen und ihren Lebensgeschichten
  • Drogen im Straßenverkehr
    • B. „Crashkurs“, „Alkoholkoffer“

Ansprechpartner: Frau Dr. Heck-Wattjes, Frau Kamay

Seit über zehn Jahren werden an unserer Schule im Rahmen einer einstündigen, freiwilligen  Arbeits­ge­mein­schaft in der Jahrgangsstufe 9  Mediatoren  ausgebildet. Die einzelnen Schritte der klassischen Streitschlichtung werden den Schülern von den Kolleginnen Frau Welscher und Frau Heck-Wattjes vermittelt, die beide eine entsprechende Ausbildung zur Mediatorin durchlaufen haben. Sich selbst und andere besser wahr zu nehmen, non-verbale Botschaften entschlüsseln können, die Methode des Aktiven Zuhörens beherrschen, Gefühle verbalisieren können und Verschwiegenheit sind die wichtigs­ten Kompetenzen, die unsere Schlichter in der AG erwerben. Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkei­ten werden im Rollenspiel eingeübt und im folgenden Schuljahr in der Praxis erprobt. Die fertig ausgebildeten Mediatoren erhalten eine Urkunde, die sie bei späteren Bewerbungen vorlegen könn­ten, und werden dann in der Jahrgangsstufe EF als Streitschlichter eingesetzt. Sie übernehmen Dienste im Streitschlichterraum, der für ratsuchende Unter- und Mittelstufenschüler in jeder zweiten großen Pause offen steht. Diese Möglichkeit wird gut genutzt und führt in der Regel zur Beilegung von Streitigkeiten. Bei schwierigeren  Fällen werden die beiden Kolleginnen oder die Schulsozialarbeiterin Frau Nikel eingeschaltet.

Von  Oberstufenschülern wird die Streitschlichtung nicht in Anspruch genommen. Allerdings erweisen sich die ausgebildeten Mediatoren, und in den letzten Jahren waren das mindestens 10 pro Jahr­gangs­stufe, in ihren Kursen als ausgleichend wirkende Gruppenmitglieder und tragen so zur  Harmoni­sierung bei.

Bei Mobbingfällen, v. a. bei dem immer häufiger auftretenden Cyber-Mobbing, wird an unserer Schule in der Regel die Methode des „No-Blame-Approachs“ angewendet. Das gesamte Kollegium wurde an einem pädagogischen Tag in dieser Methode geschult und findet Unterstützung bei den Mediatoren-Kolleginnen bzw. bei der Schulsozialarbeiterin. Diese Art der Mobbing-Intervention führte bisher in fast allen Fällen zu einer deutlichen Verbesserung der Situation der gemobbten Schüler.

Streitschlichtung und Mobbingintervention sind nicht nur Säulen unserer Suchtpräventionsarbeit, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention. Je weniger ungelöste Konflikte brodeln, desto geringer ist die Gewaltbereitschaft unter den Schülern. Durch die Streitschlichtung werden wir zudem sehr frühzeitig auf die Kinder aufmerksam, die eine problematische Aggressivität aufweisen. In diesen Fällen wird Kontakt zur Schulsozialarbeiterin Frau Nikel hergestellt, die sich mit den Eltern zusammen setzt und, wenn erforderlich, andere Institutionen mit einbezieht. Auch unser Lerncoach Frau Wald, die über eine Ausbildung zur Heilpraktikerin Psychotherapie verfügt, wurde in solchen Fällen schon häufiger sehr erfolgreich aktiv.

Einen weiteren Baustein dieses Konzepts bildet die monatliche Polizeisprechstunde.

Ein harmonisches, friedliches Schulleben, in dem Gemeinschaft erfahren wird und in dem man ungestört und fröhlich zusammen  lernen kann, ist unser großes Ziel.

Ansprechpartner: Frau Dr. Heck-Wattjes

Mit  Frau Kamay steht uns eine erfahrene Sozialpädagogin für Beratungsgespräche und die psycho-soziale Begleitung im Schulalltag zur Verfügung. “Wir reden miteinander!“ lautet ein Grundsatz unserer Schulgemeinschaft. Aufgabe von Frau Kamay ist es, mit dafür zu sorgen, dass sich alle im Ritzefeld-Gymnasium wohl fühlen. Sie steht deswegen den Schülern, Eltern und Lehrern als neutrale Person zur Seite, wenn das Reden mal nicht so leicht fällt, und bietet ihre Unterstützung bei kleinen und großen Problemen rund um das Schulleben an. Auch bei privaten Krisen oder Konflikten, bei gravierenden Lebenseinschnitten – wenn jemand verstorben ist oder die Eltern/Partner sich trennen, kann man sich an sie wenden. Zu ihren Arbeitsbereichen zählen Lernschwierigkeiten, Verhaltens­auffällig­keiten, Aggressionen bzw. Gewaltbereitschaft, Studien- oder Berufswahl, das Stärken von Klassengemeinschaften, Projektarbeiten, Suchtprävention, die Gestaltung des Ganztags sowie  Erzie­hungs­­beratung für Eltern.

„Was ist Schulsozialarbeit?“

Schulsozialarbeit ist ein sozialpädagogisches Angebot einer studierten Fachkraft in der Schule. Die  Zielsetzungen, sowie die Arbeitsbereiche und -inhalte von Schulsozialarbeit sind gesetzlich verankert und werden in Absprache mit der Schulleitung und den Lehrkräften verbindlich vereinbart und individuell für die Schule/Schulform konzeptioniert. Auf gleichberechtigter Basis setzten Lehrkräfte und Sozialarbeiter gemeinsam die verschiedenen Angebote um, evaluieren diese und betreiben Schulentwicklung.

sozialraum-schuleDie Kinder und Jugendlichen werden durch die sozialpädagogischen Angebote in der Schule in ihrer individuellen, sozialen und schulischen Entwicklung gefördert. Schulsozialarbeit begleitet und unterstützt neben den Kindern und Jugendlichen, auch die Eltern und die Lehrkräfte bei der Erziehung; sie bemüht sich Bildungsbenachteiligungen durch sozialpolitisches Engagement zu verringern oder abzubauen und eine schülerfreundliche Umwelt im Schulhaus zu schaffen. Hierbei agiert die Schul­sozial­arbeit in drei unterschiedlichen Bereichen (siehe Grafik), die sowohl in der Schule als auch im Sozialraum angesiedelt sind, der die Schule umgibt (hier: Stadt Stolberg, StädteRegion Aachen). Einige sozialpädagogische Angebote im unterrichtlichen, außerunterrichtlichen und im außer- schulischen Rahmen möchte die Grafik verdeutlichen.

Der beraterische Schwerpunkt von Schulsozialarbeit beruht auf den beiden Grundprinzipien von Frei­willigkeit (keiner kann zur Beratung gezwungen werden) und Vertraulichkeit (es besteht nach § 203 StGB Schweigepflicht gegenüber Dritten). Durch den Schwerpunkt „Netzwerkarbeit“ wird die Schul­sozial­arbeit zur Schnittstelle zwischen Schule und Sozialraum. Eine Grundvoraussetzung für Schul­sozialarbeit ist, ein möglichst hoher Bekanntheitsgrad der Fachkräfte bei Schülern, Eltern und Lehrern.

Ziele Umsetzung durch
Schulsozialarbeit will„Menschen stärken!“

Indem Lebensbewältigung durch Persönlichkeits­entwicklung machbar wird;

Beratung/Vermittlung in Krisen und Konfliktsituationen; Problemlösungs- und Sozialkompetenzen stärken;Alltagskompetenzen trainieren;

Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Kommunikations- und Teamfähigkeit, sowie grundlegende demokratische Strukturen, Solidarität, politische und gesellschaftliche Partizipation lehren;

Identifikationsmöglichkeiten anbieten.

der bestmögliche Schul­abschluss erreicht wird und niedrigschwellige Jugendhilfeangebote;Erschließen von sozialräumlichen Ressourcen;

positive Schulatmosphäre;

Schule zu Lern- und Lebensraum kombiniert;

Abbau von Verhaltensauffälligkeiten, schuldevianten Verhalten, Lernstörungen/-schwierigkeiten;

Erkennen von Begabung.

Ursachen für Bildungsbenach­teili­gung erkannt und abgebaut werden, damit der Zugang zu kulturellen Werten und Bildungsinhalten allen Menschen ermöglicht werden kann. gelingende Netzwerkarbeit;Wahrnehmen des politischen Mandats der Sozialen Arbeit; Veränderungen in Strukturen und Bedingungen schaffen.

Definitionen zur Schulsozialarbeit aus der Fachliteratur:

Albert Mühlum (1993): „1. Schulsozialarbeit ist ein Handlungsfeld, kein Arbeitsprinzip und keine Methode; 2. Schul­sozialarbeit ist auf methodenbewusste berufliche Sozialarbeit/Sozialpädagogik gegründet; 3. Schulsozialarbeit ist in der Schule oder im unmittelbaren Schulumfeld angesiedelt; 4. Schulsozialarbeit ist schülerzentriert tätig – ungeachtet möglicher Schwerpunkte wie schulunter­stützender, familienberatender oder umfeldorientierter Art.“ (In: MÜHLUM, A.: Schulsozialarbeit, in: BECKER-TEXTOR, Ingrid; TEXTOR, Martin (Hrsg.): Handbuch der Kinder und Jugendberatung, Neuwied 1993, S. 246)

Matthias Drilling (2009): „Schulsozialarbeit ist ein eigenständiges Handlungsfeld der Jugendhilfe, das mit der Schule in formalisierter und institutionalisierter Form kooperiert. Schulsozialarbeit setzt sich zum Ziel, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten, sie bei einer für sie befriedigenden Lebensbewältigung zu unterstützen und ihre Kompetenzen zur Lösung von personellen und/oder sozialen Problemen zu fördern. Dazu adaptiert die Schulsozialarbeit Methoden und Grundsätze der Sozialen Arbeit auf das System Schule.“ (In: DRILLING, M.: Schulsozialarbeit. Antwor­ten auf veränderte Lebenswelten Bern/Stuttgart/Wien 42009, S. 14)

Ansprechpartner: Frau Kamay

4 Pädagigische Konzepte - Schulentwicklung

Konzept zum Ausbildungsprogramm für Lehramtsanwärter

Ausbildungsbeauftragte

Zwei Ausbildungsbeauftragte sind Ansprechpartner für die Lehramtsanwärter. Sie stehen den Lehr­amts­anwärtern beratend zur Seite, besuchen sie gegebenenfalls im Unterricht und unterstützen sie bei möglichen Problemen im Verlauf der schulischen Ausbildung. Bei auftretenden Konflikten fungieren sie als Vermittler.

Die Ausbildungsbeauftragten sorgen für die Einhaltung des formal-rechtlichen Rahmens der schu­lischen Ausbildung. Sie überprüfen Belegungspläne und Gutachten der Ausbildungslehrer und geben diese an Seminar und Schulleitung weiter, sie beraten die Lehramtsanwärter bei der Erstellung von Stundenplänen und fungieren als Ansprechpartner für das Zentrum für schulpraktische Lehreraus­bildung.

Die Ausbildungsbeauftragten gestalten gemeinsam mit den Lehramtsanwärtern das schulische Begleitprogramm.

Die Ausbildungsbeauftragten informieren die Lehramtsanwärter über anstehende Besonderheiten im Schuljahr, bereiten diese z.B. auf Elternsprechtage, Elternabende, den Tag der offenen Tür etc. ange­messen vor.

Jeweils ein Ausbildungsbeauftragter betreut das EPG als Schulvertreter.

Gemäß §16 (3) der OVP erhalten die Ausbildungsbeauftragten vor abschließender Erstellung der Langzeitbeurteilung die Gelegenheit zur Stellungnahme. In diesem Zusammenhang besuchen die Ausbildungsbeauftragten den Unterricht der Lehramtsanwärter in beiden Fächern. Außerdem holen die Ausbildungsbeauftragten Informationen von Fachlehrern und Fachkonferenzen über Ausbildungs­stand, außerunterrichtliches Engagement und Leistung ein.

Schulleitung

Die Schulleitung besucht jeden Lehramtsanwärter innerhalb der schulischen Ausbildung im Unterricht und gibt eine entsprechende Rückmeldung.

Die Schulleitung verfasst eine Langzeitbeurteilung mit Endnote auf der Grundlage der Beurteilungs­beiträge der Ausbildungslehrer gemäß §16 (2) OVP und der eigenen Beobachtungen gemäß §16 (3).

Begleitprogramm

Vor Beginn des selbstständigen Ausbildungsunterrichts findet ein schulinternes Begleitprogramm für die Lehramtsanwärter statt. „Schulen entwickeln gemeinsam mit Zentren für schulpraktische Lehrer­ausbildung schulische Ausbildungsprogramme auf der Grundlage des Kernkurrikulums.“ (§14 OVP)

Die Themen bzw. Schwerpunkte richten sich nach aktuellen Anlässen des Schuljahres und der Schule und können daher in der Reihenfolge variieren.

Übersicht über das Begleitprogramm:

Thematische Schwerpunkte im 1. Quartal
Der erste Tag:Kennenlernen, Planung des Ausbildungsablaufes in der Schule, Schulführung, Schlüsselübergabe, Kopiercode, Computerpasswort, Organisatorisches (Stundentafel, Stundenpläne, Vertretungsplan, etc.), Hausordnung des Ritzefeld-Gymnasiums

Vorstellung der Schulleitung

Gemeinsames Erstellen eines Hospitationsplanes für die ersten 1-2 Wochen

Die ersten Beobachtungen am Ritzefeld-Gymnasium:Austausch über erste Unterrichtsbeobachtungen, Besonderheiten des Doppelstundenmodells und des Ganztagsbetriebes, Lernzeiten (Hausaufgaben), Klärung von Fragen Handlungsfeld 1

Brandschutz, Rettungswege

Schulgesetz, ADO, Mitwirkungsgremien
Die ersten eigenen Stunden:Unterrichtsorganisation (Planung von Unterrichtsreihen und -stunden, schuleigene Curricula, Unterrichtsstörungen) Handlungsfeld 1, Handlungsfeld 2
Die Leistung der Schüler beurteilen:Beurteilung von Schülerleistung, Leistungsbewertungskonzepte, rechtliche Grundlagen, geeignete Verfahren finden, Transparenz Handlungsfeld 3
Erprobungsstufe (Bedeutung, Aufbau, Probeunterricht, Erprobungsstufenkonferenz, Unterstufenkoordination)
Mittelstufe (Bedeutung, Aufbau, Differenzierung und Abschlüsse, Versetzungsbedingungen, LSE 8, Mittelstufenkoordination)
Oberstufe (Bedeutung, Aufbau, Wahlen, Versetzungsbedingungen, Abschlüsse, Zentralabitur, Oberstufenkoordination)
Thematische Schwerpunkte im 2. Quartal
Elterngespräche: Elternsprechtag, Elternabend, Tag der offenen TürHandlungsfeld 4
Klassenfahrten, Wandertage, Exkursionen:Rechtliche Grundlagen, Organisation, schulische Besonderheiten
Pausenaufsichten, Schulgelände:Beschlüsse der Schul- und Lehrerkonferenz, rechtliche Grundlagen
Mündliche Abiturprüfungen:Schulische Organisation, Besuch und Reflexion solcher Prüfungen

Selbstständiger Ausbildungsunterricht

Im zweiten und dritten Halbjahr ihrer Ausbildung erteilen die Lehramtsanwärter selbst­ständigen Ausbildungsunterricht im Umfang von jeweils 9 Wochenstunden. In Ausnahmefällen kann die Zahl der Wochenstunden anders auf die beiden Halbjahre verteilt werden. Die Lehramtsanwärter können Wünsche zur Unterrichtsverteilung äußern, diese können aber nicht immer erfüllt werden.

Bei der Korrektur von Klausuren und Klassenarbeiten fordern die Lehramtsanwärter selbstständig Unterstützung ein, indem sie jeweils eine korrigierte gute Klausur und eine korrigierte Klausur, die Schwächen aufweist, mit einem Fachkollegen bzw. einer Fachkollegin besprechen. Eine kurze Doku­men­tation des Reflexionsgesprächs soll an einen der ABBs weitergeleitet werden.

Außerunterrichtliche Aktivitäten

Lehramtsanwärter werden von den ABBs und der Schulgemeinschaft ermuntert, sich in einem vertret­baren Rahmen außerunterrichtlich an der Schule zu engagieren.

Ansprechpartner: Frau Hager, Herr Mischlewitz

Vorbemerkung

Der Fortbildung von Lehrkräften kommt für die Optimierung der Leistungsfähigkeit von Schulen eine bedeutende Rolle zu. Sie hat den Auftrag, Lehrer bei der Erweiterung ihrer fachlichen, didaktischen und erzieherischen Kompetenz zu unterstützen und die Weiterentwicklung  des Unterrichts und der Arbeit der Schule in ihrem Selbstverständnis als pädagogische Handlungseinheit und lernende Organisation zu fördern. Die Lehrerfortbildung  steht in einem engen Wechselverhältnis  zur Schulprogrammarbeit.  Das Schulprogramm erfasst vor allem die Entwicklungsziele der Schule, während die Fortbildungsangebote  die Schulprogrammarbeit unterstützen und zur kontinuierlichen und systematischen Umsetzung des Schulprogramms beitragen. Fortbildungen haben aus unserer Sicht zwei zentrale Aufgaben zu erfüllen: dem Einzelnen nützen und seine Professionalität stärken, und den gemeinsamen Schulentwicklungsprozess fördern und begleiten.

 Allgemeine Rahmenbedingungen

Sowohl das Schul- als auch das Landesbeamtengesetz sehen regelmäßige Fortbildungen für Lehrkräfte vor und stellen deren besondere Bedeutung für die (Weiter -)Entwicklung  von Schule in den Mittelpunkt. Präzisiert wurden diese Ziele im Runderlass vom 06.04.2014 (BASS 20-22 Nr.8). Er regelt die Formen der Lehrerfortbildung und die Maßnahmen zur Qualitätserweiterung (Weiterbildung). Er ist von grundsätzlicher Bedeutung für die Fortbildungsplanung der Schule. In Ziffer 1.1 wird ausgeführt, dass Fortbildung Schulen in ihren Entwicklungsprozessen begleitet und die professionelle Kompetenz des Schulpersonals (Lehrkräfte, pädagogische und sozialpädagogische Mitarbeiter, Schulleitungen) für ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erweitert. Weiterbildung dient der Qualifikationserweiterung mit dem Ziel des Aufbaus neuer Handlungskompetenzen.

Struktur  der Lehrerfortbildung

Fortbildung, die insbesondere der Qualität schulischer Arbeit und der Weiterentwicklung dient, findet vorrangig schulintern statt. Sie ist arbeitsplatzbezogen ausgerichtet, in die schulische Fortbildungsplanung als Element der Schulentwicklungsplanung eingebunden und steht somit in kontinuierlicher Rückkopplung zur Gesamtentwicklung der Schule. Schulexterne Lehrerfortbildungen finden bei Themenstellungen, die einzelne Lehrkräfte  einer Schule betreffen, statt, um spezielle Qualifikationen zu vermitteln. Ziel der externen Fortbildung ist es auch, die Kooperation mit Lehrkräften anderer Schulen zu stärken.

Fortbildungsformen

Lehrerfortbildungen werden am Ritzefeld-Gymnasium in drei Bereiche aufgeteilt (siehe auch Schema):

Lehrerkollegium

Fortbildungen werden von den Fortbildungsbeauftragten organisiert, welche aus den Fortbildungskatalogen der Bezirksregierungen und Kompetenzteams sowie der weiteren Träger entsprechend den Vereinbarungen des Fortbildungsplans konkrete Fortbildungsangebote zusammenstellen und in Rücksprache mit dem Lehrerkollegium auswählen. Diese Fortbildungen gibt es am Ritzefeld-Gymnasium im Regelfall einmal pro Halbjahr.

einzelne Fachgruppen

Fachkonferenzen richten ihre Wünsche mithilfe eines Bedarfsermittlungsformulars an die Fortbildungsbeauftragten, um Angebote zu erhalten bzw. Kontakte zu Moderatoren herzustellen.

einzelne Lehrkräfte

Fortbildungen werden in Absprache mit der Fortbildungsbeauftragten bzw. dem Schulleiter selbst organisiert (Antragsformular). Für die der Planung und Durchführung von Fortbildungen stehen verschiedene Fortbildungsträger (Bezirksregierungen,  Kompetenzteams wie Berufsverbände, kirchliche Einrichtungen, Fachverbände, private Anbieter etc.) zur Verfügung. Erfolgte Fortbildungen werden von den Fortbildungsbeauftragten tabellarisch festgehalten und veröffentlicht.  Zudem  werden  in Lehrer- und Fachkonferenzen Fortbildungen von Kollegen vorgestellt.

Schwerpunkte der Lehrerfortbildung

Die Fortbildungsplanung unserer Schule trägt zur Unterstützung und Weiterentwicklung des Schulprogramms und zur Förderung der Schulentwicklung bei und ist an folgenden grundsätzlichen Schwerpunkten orientiert:

  • individuelle Förderung
  • Unterrichtsentwicklung
  • Erziehungsarbeit
  • Standardsicherung
  • Schulentwicklung und -organisation

Nach der Ermittlung des Fortbildungsbedarfs in der Lehrerkonferenz und in den Fachkonferenzen wird ein Fortbildungsbedarfsplan (s. Tabelle Fortbildungsplan) erstellt.

Fortbildungsbereiche  und – wünsche

Fortbildungsvorschläge können durch das Kollegium unter Benennung  seiner Schwerpunkte bzw. Prioritäten, daneben auch von Fachkonferenzen und einzelnen Lehrkräften erfolgen. Neben den individuellen Fortbildungswünschen, nach denen sich die Fortbildungsplanung u.a. richten muss, entsteht auch durch verbindliche Vorgaben der Schulbehörde oder aufgrund der im Schulprogramm  noch zu vereinbarenden Arbeits- und Zielplanung zusätzlicher Bedarf an Fortbildungen. Die Schulleitung kann zudem Themen vorschlagen, die sie für die Entwicklung des Schulprogramms als notwendig erachten und entscheiden im Rahmen der aufgestellten Grundsätze über die Vorschläge. Um die Akzeptanz von Fortbildungsangeboten zu erhöhen, wird jährlich (in der letzten Konferenz des Schuljahres) eine Befragung zu Fortbildungswünschen durchgeführt.

Beteiligte und Zuständigkeiten

Fortbildungsbeauftragte

Zur organisatorischen Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung der Fortbildungsmaßnahmen besteht am Ritzefeld-Gymnasium eine Funtkionsstelle als Fortbildungsbeauftragte. Die Fortbildungsbeauftragte ist federführend bei der Fortbildungsplanung.

Die Fortbildungsbeauftragte

  • ermittelt regelmäßig den Fortbildungsbedarf des Lehrerkollegiums,
  • bereitet zusammen mit der Schulleitung und Schulsteuergruppe die jährliche Fortbildungsplanung unter Beachtung der in der Lehrerkonferenz beschlossenen Grundsätze vor,
  • koordiniert Abstimmungsprozesse in Fortbildungsfragen,
  • unterstützt Fachkonferenzen bzw. schulinterne Arbeitsgruppen in allen Fortbildungsfragen,
  • ist Ansprechpartnerin der Lehrkräfte für alle Fortbildungsfragen,
  • sammelt Informationen über Fortbildungsangebote und wertet sie aus,
  • informiert das Lehrerkollegium über Angebote  der staatlichen Lehrerfortbildung  und anderer Träger von Fortbildungseinrichtungen,
  • unterstützt das Lehrerkollegium bei der Vorbereitung und Durchführung schulinterner Fortbildungsveranstaltungen,
  • berät den Schulleiter bei der Entscheidung über schulexterne Fortbildungsanträge von Lehrkräften auf der Grundlage der Fortbildungsplanung
  • kooperiert mit dem örtlichen Kompetenzteams (vor allem) der Städteregion Aachen, des Kreises Düren und dem Dezernat für Lehrerfortbildung bei der Bezirksregierung,
  • evaluiert die durchgeführten Fortbildungsmaßnahmen,
  • und dokumentiert die Fortbildungsarbeit der Schule.

Aufgaben der Schulkonferenz

Die Schulkonferenz ist an der Beratung über Grundsätze der Fortbildung/der Fortbildungsplanung beteiligt und beschließt über die Durchführung ganztägiger Fortbildungen für das Lehrerkollegium („Pädagogischer Tage“).

Aufgaben der Lehrerkonferenz

Die Lehrerkonferenz

  • entscheidet über Grundsätze der Lehrerfortbildung auf Vorschlag der Schulleitung und dem Arbeitskreis Schulentwicklung,
  • berät regelmäßig auf der Grundlage der schulischen Entwicklungsziele über   den schulischen Fortbildungsbedarf, die konkrete Fortbildungsplanung der Schule,
  • fasst Beschlüsse über die Durchführung schulinterner Lehrerfortbildungen für das Gesamtkollegium,
  • und beantragt bei der Schulkonferenz die Durchführung ganztägiger „Pädagogischer Tage“.

Aufgaben der Fachkonferenzen

Die Fachkonferenzen

  • beraten mindestens einmal jährlich über den fachspezifischen Fortbildungsbedarf und teilen diesen der Fortbildungsbeauftragten mit,
  • prüfen die fachspezifische Fortbildungsangebote des örtlichen Kompetenzteams und externer Träger,
  • stellen die Teilnahme von Fachkonferenzmitgliedern an dienstlich  angeordneten Fortbildungsveranstaltungen sicher,
  • beantragen, nach Rücksprache mit der Fortbildungsbeauftragten, die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen bei der Schulleitung,
  • initiieren und organisieren fachspezifische Fortbildungen,
  • stellen den Transfer fachspezifischer Fortbildungsergebnisse innerhalb der Fachkonferenz sicher (z.B. durch Referate und Weitergabe von Materialien)
  • und evaluieren die in Verantwortung der Fachkonferenz durchgeführten Fortbildungen.

Aufgaben der Schulleitung

Die Schulleitung

  • genehmigt Fortbildungsanträge und ggf. Sonderurlaub,
  • schlägt Fortbildungen in der Lehrerkonferenz sowie im Arbeitskreis Schulentwicklung vor.

Aufgaben der Finanzkoordination

Die Finanzkoordinatorin

  • bewirtschaftet den Fortbildungsetat,
  • bearbeitet zusammen mit dem Schulsekretariat die Fortbildungsanträge mit Erstattungsanspruch  aus dem Fortbildungsetat,
  • und führt die notwendigen Online-Buchungen durch.

Aufgaben der einzelnen Lehrpersonen

Die einzelne Lehrperson

  • teilt der Fortbildungsbeauftragten den persönlichen Fortbildungsbedarf mit,
  • prüft für die eigene Person infrage kommende Fortbildungsangebote,
  • beantragt (nach Rücksprache mit der Fortbildungsbeauftragten) die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen bei der Schulleitung
  • und berichtet im jeweiligen Gremium (z.B. Lehrerkonferenz oder Fachkonferenz) über die Ergebnisse besuchter Fortbildungsveranstaltungen.

Entscheidungen über Fortbildungsanträge

Aufgrund der Teilnahme an Fortbildungen sollte möglichst kein Unterrichtsausfall  entstehen. Unterrichtsfall entsteht nicht, wenn die beantragende Lehrkraft den  Fortgang  des Lernprozesses durch geeignete Aufgaben für den Vertretungsunterricht  sicherstellt.

Kriterien für die Bewilligung

  • Fortbildungsmaßnahmen, die von der Behörde angeordnet werden.
  • Fortbildungsmaßnahmen, die aufgrund von Veränderungen der schulorganisatorischen oder curricularen Vorgaben erforderlich sind (z.B. Kernlehrpläne, Schulzeitverkürzung).
  • Fortbildungsmaßnahmen, die sich aus Funktionen innerhalb der Schule ergeben (z.B. Moderatorentätigkeit, Funktionsstelle, Stufenleitung usw.).
  • Fortbildungsmaßnahmen, die sich aus gravierenden methodischen und inhaltlichen Änderungen eines Faches ergeben.
  • Fächerübergreifende Veranstaltungen.

Die eingegangenen Vorschläge werden von der Fortbildungsbeauftragten im Rahmen der Prioritätenliste erfasst und dienen als Grundlage für eine mittel- und langfristige Fortbildungsplanung.  Bei der Auswahl und Bewilligung der Maßnahmen sollten zusätzlich folgende Kriterien beachtet werden:

  • Zu welchen Themen sind Fortbildungen erforderlich?
  • Decken sich diese Themen mit dem Schulprogramm?
  • Welche  dieser Themen sind in schulinternen Fortbildungsveranstaltungen zu bearbeiten?
  • Welche zeitlichen, finanziellen und personellen Ressourcen stehen für die Fortbildung zur Verfügung?
  • Wer soll an welcher Fortbildung teilnehmen?
  • Wie kann die Qualität der Fortbildungen bewertet werden?
  • Wie können  Fortbildungsergebnisse in der Schule bekannt gemacht und  effektiv umgesetzt werden?

Grundsätze der Kostenübernahme

Zur Finanzierung der Fortbildungsaktivitäten erhalten die Schulen von der Bezirksregierung über den Schulträger ein Fortbildungsbudget zugewiesen, dessen Höhe jährlich neu festgesetzt wird (RdErl.v.06.04.14,BASS  20 -22). Die Bewirtschaftung der zugewiesenen Mittel erfolgt durch die Schulleitung (§  59  Abs.7 SchulG) und die Finanzkoordination der Schule. Es können grundsätzlich nur solche Fortbildungsprojekte der Schule finanziert werden, die durch die Fortbildungsplanung gedeckt sind.

Evaluation

Die Evaluation der Fortbildungsplanung  soll unter drei Schwerpunkten erfolgen:

Schwerpunkt ”Fortbildungsveranstaltungen”

Die Evaluation im Schwerpunkt „Fortbildungsveranstaltungen” bezieht sich auf erreichte Ziele und vermittelte Inhalte, angewandte Methoden und Medien, die Kompetenz der Moderatoren bzw. Referenten, organisatorische Fragen, den zeitlichen Ablauf sowie um Konsequenzen für künftige Fortbildungsveranstaltungen.

Schwerpunkt ”Anwendung in der Praxis”

Die Evaluation im Schwerpunkt „Anwendung in der Praxis” beinhaltet die Analyse von Faktoren, die die Umsetzung in die Praxis erschweren und die Entwicklung von für die Umsetzung in die Praxis förderlichen Strukturen und Hilfen.

Schwerpunkt ”Fortbildungsplanungsprozess”

Die  Evaluation  im  Schwerpunkt  „Fortbildungsplanungsprozess”  beinhaltet  die Bewertung aller Elemente der Fortbildungsplanung einschließlich ihres Zusammenwirkens im Fortbildungsplanungsprozess. Dabei geht es u.a. um die in der Fortbildungsplanung  unter der Perspektive des Schulprogramms vereinbarten Ziele, den Ablauf und die Entscheidungen  im Fortbildungsplanungsprozess, die Fortbildungsplanungskonzeption der Schule sowie um Folgerungen für die Weiterentwicklung der Fortbildungsarbeit an der Schule.

Das  fortgeschriebene  Fortbildungskonzept

  • soll die Ergebnisse der internen und externen Evaluation einbeziehen
  • soll die Ergebnisse der Befragung des Kollegiums zu ihren Fortbildungswünschen (vgl.  Agenda  2020) einbeziehen.
  • soll jährlich fortgeschrieben  werden.

In den letzten Jahren wurden pädagogische Tage (Kollegiumsfortbildungen) zu folgenden Themen durchgeführt:

Krisenmanagement

Das Kollegium wurde von Herrn Waldschmidt (Coach für Krisenintervention, vgl. www.crossing-waldschmidt.de) durch einen Fachvortrag und Rollenspiele auf verschiedene   Krisensituationen, die in der Schule auftreten könnten, vorbereitet. Sinnvolle Reaktionen auf plötzliche Todesfälle von Mitgliedern der Schulgemeinde oder freiwerdende massive Gewalt wurden angebahnt. Im Anschluss bildete sich ein schulinternes Team, das sich als Krisenteam weiter fortbilden ließ und in einem zusätzlichen Seminar von Herrn Waldschmidt geschult wurde. Die Arbeit dieses Teams hat sich bereits im Schulleben als wertvoll erwiesen. So konnte nach dem plötzlichen Tod einer Oberstufenschülerin angemessen reagiert werden.

Fachschaftsarbeit

zur Leistungsbewertung und zu den schulinternen Curricula. An diesem Tag arbeiteten  alle Kollegen in Fachgruppen und diskutierten die Grundsätze der Leistungsbewertung und die Umsetzung der Richtlinien in schulinternen Curricula. Die verschriftlichten Konzepte wurden gesammelt und Dokumente zur Einstellung auf der Homepage vorbereitet.

Arbeit am Schulprogramm

An diesem Tag wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die Aspekte des Schulprogramms bearbeiteten. So gab es z.B. folgende Themen: Binnendifferenzierung, Förderpläne 5/6, Fördermaßnahmen  7-9, Fördern und Fordern Klasse 5, Förderangebote, Kooperationen, Wahlmöglichkeiten.

Kooperatives Lernen

Kolleginnen des Kompetenzteams der Städteregion Aachen zeigten uns praxisnahe neue und schnell umsetzbare Methoden für verschiedene Unterrichtsfächer, um den Wechsel vom Einzelstunden- zum Doppelstundenmodell  zu optimieren.

Diagnostik

Das Kompetenzteam Aachen stellte uns verschiedene Wege zum Diagnostizieren  von Lehr- und Lernschwierigkeiten vor. Diese Fortbildung hat uns in unserem Weg der Diagnostik und Förderung bestätigt, so dass das Schulprogramm im Bereich „Individuelle Förderung“ fortgeschrieben und überarbeitet werden konnte.

Erste Hilfe

Die Erste Hilfe-Fortbildung frischte unser Wissen beim Umgang mit Verletzungen und  in Gefahrensituationen auf. Alle Kollegen sind weiterhin „Ersthelfer“. Damit dies so bleibt, soll diese Fortbildung auch weiterhin regelmäßig im Programm belassen werden.

Neben den pädagogischen Tagen wurde im Jahr 2013 für die gesamte Schüler-  und Lehrerschaft ein „EMuRgency-Tag“ durchgeführt. An Reanimationspuppen übten alle Schüler und Lehrer die Herz-Lungen Wiederbelebung unter Anleitung eines Teams der AIXTRA (Aachener Interdisziplinäres Trainingszentrum für medizinische Ausbildung der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen).

Ein Team unserer Schule nimmt mehrmals im Jahr an Netzwerktreffen zum Projekt „Lernpotenziale- Individuell fördern im Gymnasium“ teil und berichtet anschließend in Lehrerkonferenzen dem Kollegium. (siehe auch Bericht „Lernpotenziale“). Das Projekt des Ritzefeld-Gymnasiums bezieht sich auf ein Förder-/Forder-Konzept der Klasse  5, das  in Klasse 6 fortgeschrieben wird. Es haben bereits Netzwerktreffen zu untenstehenden Themen stattgefunden, zwei weitere Netzwerktreffen stehen bis zum Ende der Projektphase noch aus.

  • 1. Netzwerktreffen (November 2012) „Von der Idee zum Konzept“
  • 2. Netzwerktreffen (Februar 2013) „Erste Schritte“
  • 3. Netzwerktreffen (Juni 2013) „Chancen und Risiken“
  • 4. Netzwerktreffen (November 2013) „Vom Konkreten zum Allgemeinen“
  • 5. Netzwerktreffen (Februar/März 2014) „Nachhaltigkeit“
  • 6. Netzwerktreffen (Mai/Juni 2014) „Veränderung“
  • 7. …
  • 8. …

Neben den allgemeinen Fortbildungen nahmen regelmäßig Kollegen oder mehrere Mitglieder einer Fachgruppe als Multiplikatoren an externen Fortbildungen teil, um sich speziell in ihren Fächern oder Fachgebieten weiter zu qualifizieren.

Nachfolgend werden die Fachgruppen-Fortbildungen seit dem Jahre 2011 aufgelistet.

  • Fortbildung zu graphikfähigen Taschenrechnern (Fachschaft Mathematik)
  • Fortbildung zu neuen Schulbüchern (Fachschaft Englisch)
  • Fortbildung der Fachschaften  zur Implementierung  der neuen Kernlehrpläne  für die Sekundarstufe II in die schulinternen Curricula.

Die Auflistung der folgenden Fortbildungen umfasst bis 2014 nur die Fortbildungen, welche aus dem Fortbildungsbudget der Schule gezahlt  wurden. Fortbildungen, die z.B. kostenlos waren und/oder in der unmittelbaren Nähe stattfanden und für die somit keine Fahrtkosten beantragt wurden, sind nicht erfasst. So ist es durchaus möglich, dass einige Kollegen, z.B. die Fachvorsitzenden noch weitere Fortbildungen besucht haben, ohne dass diese unten aufgeführt sind. Seit 2015 sollen alle Fortbildungen in der nachfolgenden Übersicht auftauchen.

2011
  • Business English
  • Mündliche Prüfungen in der Sekundarstufe I (Fachschaft Englisch)
  • Implementation des Kernlehrplans evangelische Religion
  • Schul-Ski-Kongress 2011
  • PEDAV
2012
  • Evangelische Religion: Vom KLP zum Unterricht
  • Krisenintervention (pädagogischer Tag, s. o.)
  • Basisqualifizierung für Lehrerräte
  • AKO-Fortbildung
  • Krisenteamschulung (s. o.)
2013
  • Ordnungsmaßnahmen in der Schule
  • Schulleiterfortbildung
  • Schneesport mit Schulklassen
  • Netzwerktreffen Lernpotenziale (s. o.)
  • Administration des Schulnetzwerks
  • Das allgemeine Persönlichkeitsrecht  an der Schule: Was tun, wenn Schüler im Netz gemobbt werden?
2014
2015
2016

Zukünftig soll es auch interne Fortbildungsmöglichkeiten der Fachschaften geben, an einem Tag möchten sich z. B. die Kollegen der Fachschaft Physik gegenseitig experimentelle Erfahrungen aus ihrem Unterricht vorstellen und vorhandene Materialien zu Werkstätten und Stationenlernen austauschen. Als Bedarf für zukünftige Fortbildungen  (Agenda 2020) wurden in einer Lehrerkonferenz die folgenden Themen festgestellt und abgestimmt:

  • Erste Hilfe (2016 durchgeführt)
  • Doppelstunden –  neue  Methodenkonzepte   (2014  durch  das  Thema „kooperatives Lernen“ behandelt)
  • Zukünftige Berufswelt  unserer  Schüler  – wie sehen  Ausbildung  und Studium heute aus?
  • Gesprächsführung
  • Strategien gegen „Burnout“

Schematische Darstellung des Fortbildungskonzeptes

fortbildungskonzept-schema_cr

Ansprechpartner: Frau Grümmer, Herr Mischlewitz

Ziele und Strategien der Schulentwicklung

Grundlage der Qualitätsentwicklung der Schule ist die Verständigung über ein Leitbild und über Ziele und Strategien der Schulentwicklung. Diese werden im Schulprogramm beschrieben. Gute Schulen lassen sich durch gemeinsame Grundsätze und Werte, klare Zielsetzungen und vereinbarte Maß­nahmen zur Qualitätssicherung und -entwicklung kennzeichnen. Im Mittelpunkt steht die Unter­richts- und Erziehungsarbeit, die von den schulischen Gremien, aber auch von einzelnen Lehrkräften und Teams mit Hilfe geeigneter Evaluationsinstrumente regelmäßig überprüft und verbessert wird. Die Ergebnisse werden in einen pädagogischen Diskurs und einen planvollen Umsetzungsprozess überführt. Für die Erarbeitung und die Fortschreibung des Schulprogramms sollte zudem die Entwick­lung der Schule als Ganzes regelmäßig evaluiert werden. Auf diese Weise gewinnt die Schule Steuerungswissen für die Ver­besserung ihrer Arbeit und der schulinternen Rahmenbedingungen. Das jeweilige Schulumfeld und die landes­weiten Rahmenbedingungen werden in diesem Zusammenhang ebenfalls in den Blick genommen, da die Erfolge und Wirkungen der Schule nicht unwesentlich auch von ihnen abhängen.

Schulentwicklung vollzieht sich in verschiedenen Qualitätsbereichen bzw. Arbeitsfeldern:

  • Ergebnisse der Schule: Persönlichkeitsentwicklung der Schüler (Selbstvertrauen, Selbst­ständigkeit, Verantwortungsbewusstsein,…), Schulleistungen im Vergleich, Schulabschlüsse und weitere Bildungswege
  • Unterricht: Schulinterne Lehr- und Fachpläne, Unterrichtsgestaltung, Schülerunterstützung und -förderung im Lernprozess, Leistungsanforderungen und Leistungsbewertungen
  • Lehrerprofessionalität und Personalentwicklung: Zielgerichtete Personalentwicklung, Arbeits- und Kommunikationsstrukturen und –kultur, Personaleinsatz der Beschäftigten
  • Schulmanagement: Schulleitungshandeln, Wahrnehmung der kooperativen Gesamtverant­wortung, Qualitätsmanagement, Verwaltungs- und Ressourcenmanagement, Schul- und Unter­richtsorganisation
  • Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung: Schulprogramm, Selbstevaluation der Unter­richts- und Erziehungsarbeit, Die Entwicklung der Schule als Ganzes
  • Schulkultur und Schulklima: Schulkultur, Schulklima, Schule als Teil einer Region, Kultur- und Traditionspflege, klare pädagogische Grundsätze, Atmosphäre ohne Angst und Gewalt, Gestal­tung des Schulgebäudes, der Räume, des Geländes

Schulprogramm

Das Schulgesetz (§39a) sieht ein Schulprogramm als zentralen Bestandteil der Qualitätsentwicklung und Qualitäts­sicherung vor. Durch gesetzliche Vorgaben, zentrale Bildungsstandards und Rahmen­plä­ne sowie durch schulart­bezo­ge­ne Erlasse werden klare Vorgaben für die pädagogische und didak­tische Arbeit formuliert, aber auch Gestaltungs­räume, in denen wir als einzelne Schule über pädago­gische Grundsätze sowie interne curriculare Schwerpunkte selbst entscheiden können. Das Schulpro­gramm ist daher ein wesentliches Instrument, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Es ermög­licht Beteiligung und schafft auch Verbindlichkeiten, so dass Entwicklungsziele und Prozesse transpa­rent werden. Darüber hinaus gibt es uns die Möglichkeit, unser Profil und unsere Identität zu schärfen und publik zu machen. Schließlich bildet es auch die Grundlage für externe Evaluation, an der sich unsere Qualität und Ansprüche messen lassen.

Qualitäts-merkmale Ziel und Anhaltspunkte Beispiele
Leitbild 

Entwicklungsziele und Schwerpunkte

 

Maßnahmenplanung

 

Umsetzungswege

Auf der Grundlage eines abgestimmten Leitbildes verständigen sich Schulleitung und Lehrkräfte mit Schülern, Eltern und anderen Beteiligten auf pädagogische Grundsätze. Daraus ableitend formuliert die Schule ihre Entwicklungsziele und Schwerpunkte. Um diese zu realisieren, werden geeignete Maßnahmen und Aktivitäten vereinbart.·         Berücksichtigung des gesetzlichen Bildungsauftrags der Schule unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes und der eigenen Stärken

·         Konkretisierung von Entwicklungsbereichen

·         Orientierung an einem pädagogischen Ziel- und Werteverständnis

·         Dokumentation von Stärken und Entwicklungsbereichen

·         Abstimmung der Zielsetzungen, Planungen, Prioritäten und Maßnahmen innerhalb der Schule

·         Einbezug von Gremien und Partnern in den Entwicklungs­prozess

·         Dokumentation von Entscheidungsgrundlagen und Transparenz der Entscheidungsprozesse

·         Vereinbarung und Veröffentlichung von Terminen und Verantwortlichkeiten

·         Kontrolle / Dokumentation des Erreichens der vereinbarten Ziele

·         Veröffentlichung des schulischen Leitbildes·         Schulprogramm mit Fortschreibungen

·         abgestimmter Maßnahmenkatalog

·         Dokumentierte Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität (Konzept zur Unterrichtsentwicklung)

·         Befragungen der Lehrkräfte sowie der Schüler- und Elternschaft

·         Abgestimmtes Verfahren für Verbesserungsvorschläge der Schulgemeinschaft

·         Dokumentation schulischer Stärken und Verbesserungsbereiche

·         Dokumentation eines gemeinsam vereinbarten Maßnahmenkatalogs mit Priorisierung

·         Regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen

·         Dokumentation der Bilanzierung

·         Schulinternes Qualitätshandbuch

 

Arbeitskreis Schulentwicklung – Von ungeklärten Fragen hin zu Visionen

Vor nunmehr fast drei Jahren hat sich am Ritze ein Arbeitskreis gebildet, der sich intensiv mit Themen der Schulentwicklung auseinandersetzt. Neben der Neuorientierung und –ausrichtung der Informa­tionen und Veranstaltungen für Grundschüler und ihre Eltern war schnell klar, dass die weit­rei­chenden Veränderungen des Schullebens in den vergangenen Jahren im bestehenden Schul­programm nicht ausreichend bzw. transparent dargestellt werden. Das bestehende Programm, das durch Anhänge mit in Lehrer- und Schulkonferenzen beschlossenen Verände­run­gen stets fortgeschrieben wurde, ent­sprach nicht mehr den heutigen und zukünftigen Anforderungen.

Also verschaffte man sich zunächst einen Überblick über die Inhalte und erstellte den Plan, zunächst im Arbeitskreis an Leitlinien und Leitgedanken zu arbeiten, einen roten Faden durch das Schul­pro­gramm in Form eines Inhaltsverzeichnisses zu legen und alsbald das gesamte Kollegium einzu­be­zie­hen. Ergebnisse der einzelnen Runden wurden an Stellwänden interaktiv präsentiert und einzelne Aspekte in Tagesordnungspunkten der Lehrerkonferenzen und an pädagogischen Tagen diskutiert.

Zu den wesentlichen Aufgaben des Arbeitskreises Schulentwicklung zählen die Organisation und Moderation der Diskussion aller Beteiligten (Schüler, Eltern, Kollegium, Schulleitung) um die zukünf­tige Ausrichtung und die Ziele der Schule, die Planung und Strukturierung des Entwicklungs­prozesses der Schule auf dem Weg hin zu diesen Zielen, die Gewährleistung der Kommunikation und des Informationsflusses zwischen allen Beteiligten und die Herstellung von Transparenz des Entwicklungs­prozesses (durch Protokolle, Berichte, …)

Dem Arbeitskreis Schulentwicklung gehören neben der Schulleitung Vertreter des Lehrerkollegiums sowie je drei Vertreter der Schulpflegschaft und der Schülerschaft an. Ein Vertreter der Schulleitung und des Lehrerrates nimmt regelmäßig an den Sitzungen teil, die grundsätzlich für die Mitglieder der Schulgemeinschaft öffentlich sind.

Chronik der Sitzungen des AK Schulentwicklung

In Bereichen, die einer intensiven Beschäftigung und Diskussion bedürfen, wurden Arbeitsgruppen gebildet (AG Lernzeit, AG Fördern und Fordern, Projekt Lernpotenziale). Ergebnisse dieser Arbeits­gruppen sind an entsprechender Stelle aufgeführt.

Arbeitsgruppen

Angesichts der weitgreifenden Veränderungen der Schullandschaft im Allgemeinen (G8, Ganztag, Kernlehrpläne, …) und des Gymna­siums und damit unserer Schule im Besonderen (Doppelstunden­modell, Übermittgasbetreuung, …) hatte und hat sich unsere Schule ständig diesen äußeren Ein­flüssen auf die Gestaltung des Schulalltags gestellt und die Aufgaben der Innovation wahrge­nom­men. Dabei wurden soweit möglich Ideen und Initiativen für solche Innovationen aus der Schul­gemeinde (Schüler-, Elternschaft und Kollegium) aufgegriffen. Nicht zuletzt, um die Aufgaben und die Arbeit an der Weiterentwicklung der Schule so zu teilen, dass sie auf möglichst viele Schultern verteilt ist und eine Überbelastung Einzelner vermieden werden kann, wurden aus dem Kollegium heraus Arbeits­gruppen eingerichtet, in denen interessierte und engagierte Kollegen, aber auch Vertreter der Schüler- und Elternschaft zusammenarbeiten mit dem Ziel, Problemlösungen, Konzepte bzw. Umsetzungs­vorschläge zu entwickeln, die dann ggfls. nach Beschluss durch die Schulkonferenz in die Praxis umgesetzt werden. Die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen erfolgt auf freiwilliger Basis, wobei ca. zwei Drittel des Kollegiums sich in den Arbeitsgruppen engagieren. Die Arbeitsgruppen organisieren und koordinieren ihre Arbeit eigenverantwortlich, sofern eine organisatorische Einbin­dung der Arbeiten nötig ist, übernimmt das der Arbeitskreis Schulentwicklung. Arbeitsgruppen haben einen Moderator, der auch als Ansprechpartner für die Schulleitung zur Verfügung steht, die die Erreichung der Ziele überprüft und für die Nutzung und Umsetzung der Ergebnisse sorgt.

Arbeitsgruppen im letzten und aktuellen Schuljahr

Arbeitsgruppen Ziele Mitwirkende
Daueraufgaben
erweiterte Schulleitung Organisatorische Angelegenheiten, die zeitnah geregelt werden müssen Schulleitung, Koordinatoren der Unter-, Mittel- und Oberstufe, Stunden- und Vertretungsplaner, Mitglied des Lehrerrates
Arbeitskreis Schulentwicklung Arbeit am Schulprogramm offener ArbeitskreisModeration: Dr. Ostrowski
Arbeitsgruppe Ganztag Fortentwicklung und Verankerung in und außerhalb der Schule, Evaluation offener ArbeitskreisModeration: Herr Dr. Ostrowski, Ganztagskoordinator
Arbeitsgruppe Fördern und Fordern Erstellen von Förderkonzepten, Projekt „Lernpotenziale“ offener ArbeitskreisModeration: Frau Hark, Frau Birkelbach
PR-Team Informationssammlung, Aufbereitung in verschiedenen Medien, Schaffung und Unterhalt einer schulweiten Kommunika­tionsstruktur, Weiterent­wicklung von Konzept und Organisation offener ArbeitskreisModeration: Herr Fischer
Methoden-Curriculum Systematische Weiterentwicklung des Methoden-Curriculums bis zum Ende der SI und für die Oberstufe, Information über Konzept und Material; Kontrolle und Evaluation der Umsetzung offener ArbeitskreisModeration: N.N.
AK MINT der Städteregion Vernetzung der MINT Aktivitäten in allen Schulformen der Städteregion Dr. Ostrowski

 

Arbeitsgruppen Ziele Mitwirkende
Befristete Projektaufgaben (abgeschlossen)
Lehrerraumprinzip Erkundung  entsprechender Modelle an anderen Schulen, Entwicklung eines Konzepts, Prüfung der organisatorischen Realisierbarkeit offener ArbeitskreisModeration: Frau Hünten-Pohl
Lehrer-Entlastungs-konzept Aufstellung der bestehenden Entlastungsregelungen, Neugewichtung, Präsentation in der LK offener ArbeitskreisModeration: Herr Baral
Medienkonzept Überprüfung und Fortentwicklung des Medienkonzeptes der Schule offener ArbeitskreisModeration: Herr Griemens
Begabtenförderung Information über bestehende Regelungen und Umsetzung offener ArbeitskreisModeration: Herr Griemens

Evaluationen

Schüler-/Eltern-Feedback

Die direkte Rückmeldung der Schüler und Eltern hat am Ritzefeld-Gymnasium eine lange Tradition und ist fest im Schulalltag verankert. Wünsche, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge werden stets mit einem offenen Ohr aufgenommen und so weit möglich auch zeitnah umgesetzt. Neben den Schulorganen der SV, Klassenpflegschaften, Schulpflegschaft und Schulkonferenz gibt es am Ritze­feld-Gymnasium neben den Elternsprechtagen zahlreiche weitere Einrichtungen, über die Rückmel­dungen von Schüler- und Elternseite eingebracht werden können und eingebracht werden:

  • Befragung der Eltern der 4.-Klässler zur Qualität der Information über die Schule (Elternabend, Ritze-Night und Schnupperunterricht sowie Informationsmaterial)
  • Befragung der Eltern der Erprobungsstufe zur Regelung des Vertretungsunterrichts am Nach­mittag (bis 15.00 Uhr statt 15.45 Uhr)
  • Ganztagstreffs sind unregelmäßig, möglichst einmal jährlich durchgeführte informelle Treffen, bei denen Schüler- und Elternvertreter, Mitarbeiter im Ganztag, der Chefkoch des Bethlehem-Gesundheitszentrums sowie Vertreter des Kollegiums Entwicklungen reflektieren und initiie­ren. Bisher wurden Ganztagstreffs durchgeführt am: 09.02.2010, 27.04.2010, 30.01.2012, 15.01.2014
  • Der Elternverteiler auf Emailbasis umfasst derzeit knapp 400 Emailadressen, die von Eltern auf eigenen Wunsch hin erfasst werden. Über diesen Verteiler werden Eltern in unregel­mäßigen Abständen und bei Bedarf Informationen zugesandt, die dann (bislang allerdings nur selten genutzt) von deren Seite kommentiert werden können über die Adresse eltern@ritzefeld-gymnasium.de (gepflegt und bedient über den EDV-Koordinator Manfred Griemens). Eine Umstrukturierung, die die Klassenpflegschaftsvorsitzenden bei der Verteilung von Informa­tionen in den Klassen/Stufen einbezieht, wurde Anfang des Schuljahres 2014/15 umgesetzt.
  • Intensiver genutzt wird die Feedbackmöglichkeit der Dienstmailadressen, die für das alle Lehrer und weiteren Mitarbeiter über die Schulwebsite angelegt sind.
  • Bei den jährlichen SV-Fahrten wird den Schülern über zwei Tage die Möglichkeit gegeben, sich über Entwicklungen am Ritzefeld-Gymnasium auszutauschen und neue zu initiieren. In die Organe hineingetragen werden die Ergebnisse durch die SV-Lehrer, die zeitweise teilnehmende Schulleitung sowie die Schülervertreter in der Schulkonferenz.
  • Tagesordnungspunkt Belange der Schülerschaft in den Lehrerkonferenzen, vorgetragen durch die SV
  • Jährlich nimmt das Ritzefeld-Gymnasium teil an der empirischen Dauerbeobachtung der Bildungsberichterstattung Ganztagsschule NRW über die Teilnahme an der Online-Befragun­gen für Lehr- und Fachkräfte sowie an der entsprechenden Fragebogenaktion für Eltern und Schüler: http://www.bildungsbericht-ganztag.de/cms/front_content.php?idart=102
  • Neben dieser großen Fragebogenaktion führte das Ritzefeld-Gymnasium in Zusammenarbeit mit der Küche des Bethlehem-Gesundheitszentrums (Caterer) bislang zwei Umfragen zum Mensaangebot
  • Befragung zu Besuchen außerschulischer Lernorte (z.B. Körperwelten in Bochum, 01/2014)

Lehrer-Feedback

Zu verschiedenen Punkten der Organisation des Schullebens wurde im letzten Jahr eine Lehrer­befragung – erstmals online – durchgeführt. Zu den Themen gehörten z.B.

  • Vertretungsregelung bis 15.00 Uhr
  • Kinderbetreuung bei Konferenzen an verschiedenen Wochentagen
  • Einrichtung eines Ruheraums für Lehrkräfte
  • Einführung des Lehrerraumprinzips
  • Einführung des Fachraumprinzips
  • Änderung der Hausordnung dahingehend, dass die SI-Schüler sich in den großen Pausen auch im Gebäude aufhalten dürfen
  • Einführung von Klassenlehrer-Teams
  • Veröffentlichung des Stundenplans auf der Homepage
  • Veröffentlichung des Vertretungsplans auf der Homepage (einschließlich der Randbedin­gungen)

Die Ergebnisse dieser Befragung wurden im Arbeitskreis Schulentwicklung evaluiert, der nächsten Lehrerkonferenz zur Abstimmung vorgelegt, so dass einige der genannten Punkte neu geregelt wur­den.

Qualitäts-merkmale Ziel und Anhaltspunkte Beispiele
interne Evaluation der Unterrichts- und Erziehungsarbeit 

interne Evaluation der Schule als Ganzes und ihrer Entwicklung

 

externe Evaluation

Die Entwicklung der Schule in den Qualitätsbereichen wird regelmäßig überprüft und bewertet.·         Ziele und Maßnahmen für die Verbesserung der Unterrichts- und Erziehungsarbeit in den Konferenzen und Teams der Schule

·         Konzept zur systematischen Qualitäts-Überprüfung anhand des Leitbildes und der Schulent­wicklungsstrategie

·         Definition nachvollziehbarer Evaluationsziele getragen durch die Schulgemeinschaft

·         Bewertung der Arbeits- und Entwicklungsergebnisse

·         Dokumentationsregeln für die Ergebnisbewertung

·         Überprüfung der Zufriedenheit der Schulgemeinschaft

·         Konsequenzen aus dem Vergleich ihrer Leistungs- und Entwicklungs­daten mit dem Landesdurchschnitt und mit denen vergleichbarer Schulen

·         Regelmäßige Schüler- und Eltern-Rückmeldungen zur Unterrichts- und Erziehungsarbeit·         Auswertung und Fortschreibung der schuleigenen Arbeitspläne und der Jahresprogramme der Fachkonferenzen

·         Einsatz schulinterner Evaluations­instrumente zur Unterrichts- und Erziehungsarbeit

·         Einrichtung kollegialer Lerngemein­schaften (z.B. regelmäßige Unterrichtshospitationen)

·         Regelmäßige Bestandsaufnahmen zur Situation der Schule und ihrer Entwicklung

·         Regelmäßige Bilanzierung und Dokumentation der Leistungs- und Entwicklungsdaten der Schule (z.B. in der Lehrer- und Schulkonferenz)

·         Regelmäßige Ermittlung der Zufriedenheit der beteiligten Gruppen und der „Abnehmer“

·         Qualitätspartnerschaft mit anderen Schulen (z.B. wechselseitige Hospitationen, Vergleichsarbeiten)

Ansprechpartner: Herr Dr. Ostrowski

5 Schulisches Leben

Wir übernehmen Verantwortung

Das Ritzefeld-Gymnasium ist ein Gymnasium im Gebundenen Ganztag. Das Konzept beruht im Wesntlichen auf drei Säulen, dem Doppelstundenmodell, den Förderangeboten (siehe auch Begabten­förderung) und der Mensa. Dort wird in der Mittagsfreizeit ein warmes Mittagessen angeboten, das gemeinsam in der Schule eingenommen werden kann. Die Mittagsfreizeit fördert das soziale Miteinander der Schüler, aber auch zwischen Schülern und Lehrern. Ganztagsangebote wie Übermit­tags­kurse, Bewegte Schule, Arbeitsgemeinschaften und offene Ange­bote unterstützen dieses soziale Miteinander. Der Ganztag bietet zudem zahlreiche Möglich­kei­ten der Einbindung und Mitarbeit von Schülern und Eltern.

Eckdaten zur Unterrichts- und Ganztagsorganisation

foerderangebote-im-ganztagAnsprechpartnerin: Frau Heyser

Bei der Verwirklichung der Leitgedanken des Ritzefeld-Gymnasiums spielt die Schülervertretung (SV) im Schulalltag eine wichtige Rolle. Sie ist das zentrale Gremium für die Mitbestimmung der Schüler an ihrem eigenen Schulleben. Eine jede Klasse wählt zu Beginn des Schuljahrs einen Klassensprecher, der innerhalb seiner Klasse als Ansprechpartner für Lehrer und Schüler dienen soll. Aus allen Klassen- bzw. Stufensprechern setzt sich dann eine SV-Versammlung zusammen, aus deren Mitte heraus der Schülerrat gewählt wird. Dieser besteht aus sechs Mitgliedern, meistens Schüler der Oberstufe, und vertritt die Schüler in dem höchsten Gremium der Schule, der Schulkonferenz. Die beiden Schüler mit den meisten Stimmen sind die sogenannten Schulsprecher. Zusätzlich zu den Schülern gibt es auch noch gewählte SV-Lehrer, die aktiv die SV-Arbeit unterstützen.

Die Grundsätze der Mitwirkung an Schulen sind in § 62 des Schulgesetzes NRW und insbesondere im SV-Erlass festgelegt. Gewählte Vertreter aus der Schülerschaft tragen in vielen Bereichen des Schulalltags Verantwortung, in verschiedenen Konferenzen (Schülerrat, Fachkonferenzen, Schulkonfe­renz), aber auch im täglichen Schulalltag bei der Kommunikation mit der Schulleitung und dem Kolle­gium.

Die SV arbeitet im Arbeitskreis Schulentwicklung mit. Sie organisiert verschiedene Veranstaltungen rund um die Schule mithilfe der Schüler und Lehrer, z.B. die F.A.S.S.-Fete (eine Feier für die Fünfer-, Achter-, Sechser- Siebener-Klassen), die Weihnachts­feier der Oberstufe und die SV-Fahrt. Bei der SV-Fahrt fahren jedes Schuljahr alle Klassen- und Stufen­sprecher und deren Vertreter mit. Auf der Fahrt werden die F.A.S.S.-Feten geplant, aber auch verschie­dene Themen besprochen (wie z.B. “Homo­sexualität an Schule” – und wie damit umzugehen ist).

Ansprechpartner: Frau Grümmer, Herr Bock

Das  Ritzefeld Gymnasium hat sich qualifiziert zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Im Zuge dieses Auftrages und der Verantwortung gegenüber den Jugendlichen in Stolberg werden folgende Projekte –  z.T. seit mehreren Jahren –  angeboten und durchgeführt:

Burg Vogelsang

Mit der Burg Vogelsang ip besteht seit 2011 ein Kooperationsvertrag, der vorsieht, dass die Jahrgangs­stufe 9  – im Rahmen eines Projekttages  – sich vor Ort mit den nationalsozialistischen Zielen  in Burg Vogelsang auseinandersetzt. Der Vormittag ist thematisch ausgefüllt mit der Erkundung des Geländes und der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus anhand von Quellen, Denk­mälern, Gebäu­den, Schriften  und Zeitzeugen­aussagen. Am Nachmittag werden die Schüler konfron­tiert mit faschis­tischen und fremdenfeindlichen Parolen, Sprüchen und Ausschreitungen, damit die jungen Menschen – im Rahmen ihrer gegebenen Möglich­keiten – wachsam gegenüber rechten Tendenzen sind. Hintergründe des Konzepts sind in Abschnitt „Besondere Angebote im Bereich der Gesellschafts­wissenschaften“ dargestellt.

Vortrag

Für die EF wird ein Referent zum Thema: „Gefahren durch den neu aufkommenden Rechts­radikalis­mus im Aachener Land“ eingeladen. Gerade in Stolberg ist diese Thematik von nicht zu unter­schätzender Bedeutung, da im Stolberger Stadtrat ein Ratsvertreter der NPD sitzt.

Studientag

In der Q1 ist angedacht, den sogenannten Wandertag als Studientag in der Jahrgangsstufe zu nutzen. Für die geschichtsinteressierten Schüler ist eine Exkursion zum EL-DE-Haus (Gestapo-Haus) nach Köln oder alternativ zum Heimatmuseum nach Hürtgenwald verbunden mit dem Besuch des Soldaten­friedhofs in Hürtgenwald geplant.

Weimar/Buchenwald

In der Q2 wird für geschichts- und gesellschaftswissenschaftlich interessierte Schüler eine dreitägige Exkursion nach Weimar und Buchenwald angeboten und durchgeführt. Die Schüler werden konfron­tiert mit dem brutalen Vorgehen der Nationalsozialisten gegenüber politisch, gesell­schaft­lich und religiös anders denkenden und handelnden Menschen. Dadurch soll ihr eigenes Bewusstsein ge­schärft werden, um sich für Minderheiten oder sozial Ausgegrenzte in unserer Gesellschaft einzu­setzen. Hintergründe des Konzepts sind in Abschnitt „Besondere Angebote im Bereich der Gesell­schafts­­wissenschaften“ dargestellt.

Aktionen in Stolberg

Im April an einem Samstag bieten die weiterführenden Schulen sowie verschiedene gesellschaftliche Gruppen  in Stolberg ein buntes Programm gegen den Rechtsradikalismus auf dem Kaiserplatz an.

So sorgt z.B. die Big-Band des Ritzefeld-Gymnasiums neben anderen auftretenden Gruppen für die musikalische Gestaltung des Nachmittages.

Neben Infoständen werden  auch von Stolberger Schülern Aktionen durchgeführt, so z.B. sind für 2014 „die  lebenden Worte“ geplant. Die Schüler bilden mit ihrem Körper selber Worte, wie  z.B. „Demokra­tie bewahren“ oder „gegen Faschismus“ um somit ein Gegengewicht zu rechts­radikalen Parolen persönlich darstellen.

Ansprechpartnerin: Frau Richter

Im Schuljahr 2006/07 wurden zum ersten Mal interessierte Schüler der neunten Klassen zu Schul­sani­tätern ausgebildet. Durch Ausbilder des DRK-Stolberg besteht die Möglichkeit einen SAN A – Schein zu machen (und später freiwillig noch „aufzusatteln“). Nach Abschluss der Ausbildung können diese Schülerinnen und Schüler als Schulsanitäter in der Schule eingesetzt werden.

Derzeit sind acht Schüler der Stufe Q2 als Schulsanitäter tätig. Sie arbeiten wochenweise abwech­selnd in Schichten und sind in allen Pausen (auch den Mittagspausen) im Sanitätsraum anwesend, um bei Notfällen helfen zu können. Bei Notfällen während der Unterrichtszeit können die Sanitäter ebenfalls benachrichtigt werden und sind zumeist binnen kurzer Zeit da, um Erste Hilfe zu leisten.

Bei schulischen Veranstaltungen wie Bundesjugendspielen, Sponsored Walk, Tag der Offenen Tür oder SV-Fete für die Unter- und Mittelstufe sind ebenfalls immer mindestens zwei Schulsanitäter gleich­zeitig vor Ort anwesend.

Dank der Initiative von Schülereltern, die selbst beim DRK tätig sind, verfügt das Ritzefeld-Gymnasium inzwischen auch über eine recht stattliche Ausrüstung wie wetterfeste Sanitäterjacken, Walkie-Talkies und einen eigenen Sanitätsraum.

Im letzten Jahr haben erfreulicherweise auch wieder mehrere Schüler der jetzigen Stufe EF die Ausbildung zum Schulsanitäter abgeschlossen, sodass sie nach den Osterferien und dem Weggang der Q2 deren Schichten übernehmen können und auch für die nächsten Jahre eine Versorgung durch Schulsanitäter sichergestellt ist. Im nächsten Schuljahr soll dann wieder für interessierte Schüler der jetzigen Stufe 8 eine Ausbildung angeboten werden.

Ansprechpartner: Herr Bock

Text in Überarbeitung

Ansprechpartner: Frau Richter, Frau Stüben

Das Ritzel – hier geht´s rund

Das Ritzel wurde in 2009 an unserer Schule eingerichtet als ein von Schülern in Eigenverantwortung geführtes naturwissenschaftliches Labor zur individuellen Nutzung, zur Förderung von selbst­bestimm­tem, forschendem Lernen und zur Erschließung von Lernfeldern, die  Aufgaben heutiger Laborpraxis widerspiegeln. Die Angebote sind zum Teil im Ganztag eingebettet und richten sich an interessierte Schüler aller Klassen und Jahrgangsstufen, die Entwicklung und Verwirklichung eigener Projektideen der Schüler wird jedoch besonders gefördert. Auch bei der Planung und Einrichtung des Labors wurden die Schüler von Anfang an beteiligt.

Wie wird das Labor genutzt?

Das Labor stellt eine Bereicherung des naturwissenschaftlichen Unterrichts dar. So wird Projekt- oder projektorientierter Unterricht leichter realisierbar, da Raum besteht, um im Rahmen eines Projekts benötigte Materialien einfach einmal „liegen lassen“ zu können (z.B. im Projektunterricht zum Thema Fließgewässer). Das Labor wird jedoch nicht nur im Unterricht, sondern auch durch mehrere AGs genutzt, momentan durch eine Nistkastenbau-AG und eine Aquarien-AG. Darüber hinaus bietet der Raum die Möglichkeit, experimentelle Arbeiten zur Vorbereitung auf die Teilnahme an Wettbewerben im naturwissen­schaftlichen Bereich durchzuführen. Ebenso ist langfristig das Erstellen von Unterrichts­material hier möglich.

Im Bereich der Biologie ist das Beobachten und Bestimmen von Tieren und Pflanzen möglich (Mikros­kopie, Digitalisierung mikroskopischer Bilder, Bestimmungsliteratur), weiterhin die Anzucht von Kleinlebewesen (Triops, Hydren etc.). Die Betreuung „lebendiger“ Anschauungsobjekte (z.B. Pflanzen, Fische, Insekten etc.) oder die Anzucht von Kleinlebewesen ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeiten im Labor, die somit unmittelbar in den Unterricht einfließen Zur Untersuchung von Umweltproben (in Wasser­, Boden oder Luft) stehen Umweltkoffer zur chemisch-physikalischen Charakteri­sierung zur Verfügung. Handwerkliche Fertigkeiten sind beim Bau von Pflanzenpressen oder Nistkästen gefragt. Ein Highlight ist für viele Schüler sicherlich auch die Herstellung von Apfelwein. Auf den PCs steht Lernsoftware in Form von Simulationsprogrammen und Lernspielen zur Verfügung.

Im Fach Physik wird das Schülerlabor insbesondere zur Vorbereitung und Durchführung von internen und externen Schulwettbewerben und zum selbstorganisierten kreativen Experimentieren genutzt (z.B. elektronische Schaltun­gen, Solarenergie und Brennstoffzelle, Betrieb einer Wetterstation). In den letzten Jahren wurde im Fach Physik u.a. physikalisches „Spielzeug“ angeschafft, das sich ideal zum spielerischen Erfassen physikalischer Phänomene eignet. Auch in anderen Fächern wie z.B. Chemie, Erdkunde oder Technik kann das Schülerlabor für verschiedene Projekte genutzt werden, z.B. Zau­berei, Kriminalistik, Kristalle züchten, Orientierung mit Karte und Kompass, GPS oder Modellbau.

Lang­fristig sind Kooperationen mit außerschulischen Partnern angedacht. Wir sind immer auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für Materialanschaffungen zu Projekten aus „Schülerideen“, zur Erstellung von Unterrichtsmaterial oder zur Erweiterung der Ausstattung. Eltern und Außen­stehende, die die Möglichkeiten sehen, uns in irgendeiner Weise hierbei helfen zu können, werden gebeten, sich mit Herrn Dr. Ostrowski in Verbindung zu setzen, der das Labor betreut.

Arbeitsbereiche

Das Schülerlabor bietet unterschiedliche Arbeitsplätze, die entweder permanent verfügbar sind oder je nach Bedarf temporär eingerichtet werden. Neben einer Grundausstattung mit Labortisch und Wasch­becken, Kühlschrank usw. stehen Präsentationsmöglichkeiten und eine Bibliothek mit Bestim­mungs­literatur zur Verfügung, weiterhin Digitalkameras sowie eine Kamera, die Zeitraffer­auf­nahmen ermög­licht.

Mittlerweile verfügt das Labor über zwei PC-Arbeitsplätze, die Internet-Recherchen, aber auch die Auswer­tung und Dokumentation von Experimenten ermöglichen. Anhand von Lernsoftware aus allen naturwissenschaftlichen Bereichen können sich die Schüler verschiedene Themengebiete selbst erschlie­ßen und eigenverantwortlich lernen.

Ein Arbeitsplatz mit PC für Stereolupe mit Schwanenhals-Kaltlichtleiter, Mikroskop und FlexCam sowie dem Messwerterfassungssystem COBRA III von Phywe steht den Schülern permanent zur Verfügung. Zur Durchführung von Gel-Elektrophoresen kann ein Arbeitsplatz zeitweise eingerichtet werden und soll noch um Möglichkeiten der Durchführung einer PCR erweitert werden.

Ein weiterer permanenter Arbeitsplatz ermöglicht die chemische Untersuchung von Fließgewässern und stehenden Gewässern. Auf Exkursionen können mit Hilfe der chem. Untersuchungskoffer und Geräte zur Messung von Sauerstoff, Leitfähigkeit, pH-Wert und Temperatur auch Analysen auch vor Ort vorgenommen werden. Ein Fotometer und ein Luminometer stehen ebenfalls zur Verfügung.

Einen Schwerpunkt der Arbeiten der Biologie-AG bilden die Einrichtung, der Betrieb und die Pflege unserer Süßwasser-Aquarien, worunter auch die Betreuung des großen Malawisee-Aquariums in der Mensa fällt. Die Schüler der AG betreuen auch die Regenwurmzucht sowie ein Insektarium zur Zucht von Stabheuschrecken und Ameisen und pflegen das Anschauungsmaterial für den Biologie-Unterricht (z.B. fleischfressende Pflanzen). Der Aufbau eines Kaltwasseraquariums wurde fertiggestellt, ein weiteres Terrarium ist in Planung.

In Kooperation mit den Firmen Aquatop und Dennerle ist geplant, für die 5. und 6. Klassen Nano-Aqua­rien anzuschaffen, die von den Klassen über einen längeren Zeitraum (bis zu 2 Jahre) gepflegt werden sollen und deren Entwicklung dokumentiert werden soll.

Rund um eine Werkbank mit Schraubstock und Werkzeug bieten sich Möglichkeiten zum Bau von Pflanzenpressen, Nistkästen, Regenwurmkisten, Fledermauskästen, Insektennisthilfen, aber auch Solarkochern u.ä. Die Ausstattung eines Nistkastens mit einer Nistkastenkamera ist in Planung, mit dem Ziel, „Live“-Bilder von der Jungenaufzucht ins Klassenzimmer holen zu können. In Kooperation mit den örtlichen Forstbehörden ist die Anbringung der selbst gebauten Nistkästen in ausgesuchten Waldgebieten angedacht, so dass die Begleitung eines Monitoring-Programms der Besiedlung der Kästen durch verschiedene Vogelarten möglich wird.

Darüber hinaus stellt das Schülerlabor den Ausgangspunkt für Exkursionen zu ausgewählten Stand­orten in der näheren Umgebung dar (z.B. Steinbrüche in Stolberg, Galmeivegetation am Schlan­gen­berg in Breinig, Fließge­wässer­untersuchungen an Vicht und Inde, Exkursionen zu Natur­schutz­gebieten und in den Nationalpark Eifel).

Ansprechpartner: Herr Dr. Ostrowski

Wir gehen in die Welt hinaus

Kunst

Kunstausstellungen / Präsentationen

Neben der Teilnahme an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, die den Schülern eine vertiefte Auseinandersetzung mit neuen Gestaltungsprozessen ermöglichen,  wird den Schülern die Teilnahme an zahlreichen Projekten und regionalen Aktionen ermöglicht. Dies impliziert die Teilnahme an Kreativ­wettbewerben und lokalen künstlerischen Veran­staltungen, z.B. die mehrfach erfolgte Teil­nahme an der Aktion “Kunst rundum Stol­berg“.

Nicht nur in den Kunsträumen sind die Werke aus dem Kunstunterricht zu sehen. Im Sekretariat, in den Klassenräumen, an zahlreichen Stellen im gesamten Schulgebäude werden die Schülerarbeiten gezeigt, meist als belebendes Gestaltungselement, häufig auch als Gegenstand der Auseinander­setzung.

Seit 1999 werden in regelmäßigen Abständen Kunstausstellungen des Ritzefeld-Gymnasiums im Museum Zinkhütter Hof durchgeführt, um den Schülern die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Arbei­ten an außerschulischen Orten zu geben. Auswahl und Aufhängung der Bilder und Objekte, Vorbe­rei­tung und Durchführung der Vernissage erfordern vorausschauendes Planen und Handeln.

Impul­se von außen in Form von Zusammenarbeit mit Künst­lern der Region führten in der Vergan­gen­heit zur Gestaltung gemeinsamer künstlerischer Projekte in der Schule.

Das Ritzefeld-Gymnasium gestaltet stets ein Fenster für den Adventskalender im Stolberger Rathaus, dessen feierliche Eröffnung begleitet durch den Schulchor ein stimmungsvolles Ereignis ist.

In jedem Jahr entwerfen unsere Schüler einen Kunstkalender für die Schulgemeinde, immer wieder ein begehrtes Weihnachtsgeschenk. In Anlehnung an die vorgegebenen Unter­richts­inhalte besuchen die Teilnehmer der Kunstkurse der Oberstufe relevante Kunstaus­stellungen in der Umgebung. Am Ende des Schuljahres werden Projekttage eingerichtet, an denen Schülern ein intensives kreatives Arbeiten ermöglicht wird.

Ansprechpartnerin: Frau Amian

Musik

in Überarbeitung

Theater

in Überarbeitung

Lernpartnerschaft Ritzefeld-Gymnasium – Vogelsang ip

Die Lernpartnerschaft zwischen beiden Institutionen ist bei einer gemeinsamen Fortbildung der Geschichtslehrer in Vogelsang angeregt und am 25.01.2011 offiziell abgeschlossen worden.

Die ehemalige „NS-Ordensburg“ Vogelsang gehörte an prominenter Stelle zum System der Heran­bildung von Führernachwuchs für die NS-Bewegung und stand auch direkt in Zusammenhang mit der Durchführung des Holocaust im besetzten Russland. Als unmittelbar in der Nachbarschaft befindlicher Ort von Bedeutung für die jüngere deutsche Geschichte bildet Vogelsang eine hervor­ragend geeignete Gelegenheit, Geschichte anschaulich zu machen. Dem kommt entgegen, dass seit Beginn der Lernpartnerschaft ein intensiver Austausch zwischen den Geschichtslehrern und den pädagogischen Mitarbeitern von Vogelsang ip stattgefunden hat.

Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt bei einem jährlich veranstalteten Workshop aller 9. Klassen der Schule zum Thema Nationalsozialismus in Vogelsang. Eine ähnliche Zusammenarbeit im Bereich der S II ist bei Vogelsang ip in Vorbereitung.

Allerdings konnten bereits zwei Projekte mit Kursen der Stufe 13 (jeweils Geschichte Zusatzkurs) durchgeführt werden. Dabei entstanden didaktisch verwertbare Materialien: Einmal eine von Schülern produzierte Videodokumentation über die Ausbildung des Führer-Nachwuchses auf Vogelsang, die die heutige Beschaffenheit des Ortes mit historischem Archivmaterial verschränkt. Diese Arbeit wird in Vogelsang selbst zur Information von Schüler-gruppen eingesetzt und fand zudem bei einem medien­didaktischen Kongress in Dortmund 2011 lobende Beachtung. Das andere Projekt war die unter­richtliche Erprobung von videobasierten Zeitzeugeninterviews in drei Kursen „Geschichte neu“ der Stufe 13 bzw. Q 2 in den Jahren 2012 und 2013, die zur Entwicklung einer im Unterricht einsetzbaren DVD inklusive ausdruckbarer Schülerarbeitsblätter führte.

Außerschulischer Geschichtslernort Weimar

Seit dem Schuljahr 2009/10 findet regelmäßig eine dreitägige Exkursion der Geschichtskurse der Abiturstufe (St. 13 bzw. Herbst 2013 Q 2) nach Weimar statt.

Entstanden ist die Initiative aus dem Bemühen, den Schülern der Geschichtszusatzkurse in Stufe 13 das Fach Geschichte, das sie ja ursprünglich nicht gewählt hatten, möglichst anschaulich zu machen.

Auf Weimar fiel die Wahl, neben dem Umstand , dass der durchführende Lehrer eine tiefergehende Kenntnis des Ortes besaß, aufgrund der Tatsache, dass dieser Stadt als Geschichtsort eine überragen­de Bedeutung zukommt: Als Zentrum der deutschen Geistesgeschichte und Tagungsort der Verfas­sungs­gebenden Nationalversammlung 1919 steht Weimar für die humanistische Tradition in der deutschen Geschichte; als Hauptstadt Thüringens nach 1918 ist es aber zugleich der Ort der ersten nationalsozialistischen Regierungsbeteiligung in Deutschland und schließlich mit dem Lager Buchen­wald „Nachbar“ eines der größten Konzentrationslager des „Dritten Reiches“. Daran schließt sich die Geschichte dieses Lagers als wichtigster „antifaschistischer“ Gedenkort der DDR an. Diese eigen­tüm­liche Verschränkung der freiheitlichen und autoritär-diktatorischen Stränge der deutschen Geschichte soll den Schülern während der Exkursion durch Stadtführung und Führung auf dem ehemaligen KZ-Gelände sowie durch Reflexion auf ihre eigenen Kenntnisse der politischen Geschichte und Geistes­geschichte bewusst gemacht werden.

Aus der ursprünglich speziell für die „Geschichte neu“- Kurse konzipierten Fahrt hat sich mittlerweile eine Veranstaltung entwickelt, die regelmäßig vom Großteil der Geschichtsschüler der Abiturjahr­gangsstufe wahrgenommen wird.

Ansprechpartner: Herr Schumann

Deutschland gilt als ein führender Technologie-Standort – noch! Jedes Jahr werden jedoch zunehmend Ingenieure und Informatiker gesucht. Dem gegenüber spielen Technik und Informatik in Schulen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Wir am „Ritze“ legen großen Wert auf die Förderung natur­wissenschaftlich interessierter Schüler. Das Angebot von Roboter-AGs für die Sekundarstufe I bietet die Möglichkeit, den Schülern schon frühzeitig Anwendungsgebiete aus Technik und Informatik, die im alltäglichen Schulunterricht nicht oder kaum thematisiert werden können, nahe zu bringen. Hierdurch wird Technik „begreifbar“ und für einige Schüler erst zugänglich, da die Anschaffung der Ausrüstung für manche Familien auch zu teuer ist.

RIGOROS – RItze GOes RobotS

go4IT – mein Roboter macht, was ich will – eine Erfolgsgeschichte

Es begann im Jahre 2011. Die Wochen vom 15.02 – 24.02. standen für alle Mädchen der 6. Klassen ganz im Zeichen der Roboter, denn sie durften jeweils zwei Tage lang Roboter bauen sowie Motoren und verschiedene Sensoren programmieren und steuern. Unterstützt wurden sie dabei von Mitar­bei­tern des Lehrstuhls für Informatik der RWTH Aachen im Rahmen des Projekts „go4IT – Mein Roboter macht, was ich will“. Über einen spielerischen und handlungsorientierten Zugang zu Technik und Informatik, bei dem Anfassen und Auspro­bieren erwünscht war, wurden Grundkenntnisse vermit­telt und Teamarbeit gefördert. Zum Abschluss des Projekts wurden die eigens gebauten und be­nann­ten Roboter von den Mädchen mit Stolz präsentiert – kleine Technik-Wunderwerke namens Robby, Susi oder Jingo, die winken, tanzen, musizieren, einem Parcour folgen und – aufs Wort gehorchen konnten.

Unser ehemaliger Schulleiter Armin Ochse sagte damals: „Von wegen Frauen und Technik! Es ist schon erstaun­lich, wie schnell die Mädchen ihre anfänglichen Berührungsängste mit Technik und Informatik ablegen und sich mit zunehmender Begeisterung und wachsendem Selbst­bewusstsein den technischen Aufgaben stellen. Da das Interesse bei den Mädchen so groß war, sind wir dankbar für das Angebot des go4IT-Teams, für jede 6. Klasse einen Workshop anzubieten. Wir hoffen, auch im nächsten Schuljahr wieder Roboter-Workshops am Ritze durchführen zu können und würden uns wün­schen, dass solche Projekte bei den Mädchen auch langfristig das Interesse wecken, sich weiterhin und unvoreingenommen mit tech­nischen und natur­wissen­schaftlichen Fragen ausein­ander zu setzen.“ Dr. Ostrowski, der sich der Organi­sation der Workshops an der Schule angenommen hat: „Schüler, die in ihrem Betriebs­prakti­kum an der RWTH Aachen an LEGO Robotern ihre ersten Informatik-Erfahrungen gesammelt haben, berichten regelmäßig von Anwendungen, bei denen die im industriellen Bereich eingesetzte Software in ihren Grundzügen der hier verwendeten Programmier­sprache recht nahe kommt. Dieser Praxis­bezug bei der Steuerung von Industrie-Robotern z.B. im Automobilbereich oder auch in der Medizin­technik zeigt sich immer wieder. In einer Arbeitsgemeinschaft können interessante Frage­stellun­gen aus dem Unterricht und aus der Praxis aufge­griffen werden. Die Kooperation mit der RWTH gibt hierbei wertvolle Impulse.“

Der Grund für die ausschließliche Teilnahme von Mädchen an den Roboter-Workshops liegt keines­wegs am möglichen Desinteresse der Jungen. Das go4IT!-Projekt ist ausgelegt auf die spielerische Förderung von Mädchen in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissen­schaften und Technik), mit dem Ziel, Mädchen schon früh für tech­nische Studiengänge und Natur­wissen­schaften zu begeistern, Selbstvertrauen in Umgang und Gestaltung von Technik zu fördern und langfristig den Anteil weiblicher qualifizierter Stu­die­render in den MINT-Fächern zu erhöhen. Das Projekt wird vom Arbeit­geberverband Gesamtmetall im Rahmen der THINK ING-Initiative sowie den regionalen Sponsoren regio IT, INFORM und Regina e.V. finanziell unterstützt.

Wir freuen uns, dass wir über das go4IT!-Projekt der RWTH Aachen seit 2011 jedes Jahr allen Mädchen der 6. Klassen einen Zugang zur Programmierung von LEGO-Robotern bieten können. Ein herzlicher Dank gilt Frau Dr. Westram und dem gesamten go4IT-Team der RWTH Aachen, die den Mädchen diese spannenden und erfolgreichen Projekttage ermöglichen.

Jahrgangsübergreifende Roboter-AGs – Einblicke in die Welt der Informatik

Seit dem ersten von der RWTH Aachen bei uns durchgeführten Workshop hat sich viel getan an unserer Schule im Bereich Technik und Informatik. Es wurden LEGO NXT-Basissätze sowie Ergän­zungs­sätze angeschafft sowie weitere Sensoren, die eine wertvolle Erweiterung des Einsatz­spektrums der NXT-Bausteine ermöglichen.

Im Ganztagsbereich wurde seit dem Schuljahr 2011/12 im Rahmen der Wahlpflicht-AGs die Roboter-AG RIGOROS für Schüler der 5. und 7. Klassen unter der Leitung von Dr. Ostrowski eingerichtet. Den Teilnehmern soll auf spielerische Art und Weise ein motivierender Zugang zu Informatik und Technik und – ergänzend zum ITG-Unterricht in den 5. und 7. Klassen – ein Einblick in die Welt der Informatik ermöglicht werden. Wurde zu Beginn mit der NXT 2.1 Pro­grammier­software gearbeitet, die auf der Basis einer grafischen Pro­grammier­ober­fläche einen intuitiven Zugang zur Programmierung, aber auch zur Messung, Dar­stellung und Auswertung von Messdaten bietet, werden die Schüler nun schrittweise an die Verwendung der textbasierten Programmiersprache NXC herangeführt, die sich für kom­plexere Aufgaben­stellungen besser eignet.

Zeitgleich arbeiten sich interessierte Oberstufenschüler selbstständig in die Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten der LEGO NXT-Bausteine ein mit dem Ziel, im Schuljahr 2012/13 eine Roboter-AG für Mittelstufenschüler anzubieten und eigenverantwortlich zu leiten. Im Rahmen dieser AG steht die Vorbereitung und Teilnahme an Wettbewerben wie z.B. der First Lego League im Mittel­punkt. Ihr werdet sehen, wie spannend es sein kann, sich kreative Anwendungsmöglichkeiten für Robo­ter auszudenken, sie zu bauen und anschlie­ßend zu programmieren. Die vorhandene hoch­wer­tige Ausrüstung ermöglicht zahllose ansprechende Aufgabenstellungen in unterschiedlichen Schwie­rig­keitsgraden.

Die Roboter-AGs sind fächerübergreifend angelegt, wenn es sich im Stundenplan abbilden lässt. Schwerpunkte bilden die Teilgebiete Tech­nik und Physik, bei der Programmierung der Roboter steht natürlich auch die Informatik im Mittelpunkt, wobei in der AG zunächst grundlegende Elemente rele­vant sind (z.B. einfache Befehls­folgen und Variablen). Mit steigender Kom­plexität wird das Programmieren dann anspruchsvoller, so dass auch „Computer-Freaks“ hinzu­lernen können. Es bieten sich interessante Verknüpfungen zu anderen Fächern (z.B. zur Biologie, wie etwa beim Orien­tierungs­sinn der Fledermäuse). Das Arbeiten in den AGs erfolgt immer in Gruppen- oder Partnerarbeit. Das erfordert nicht nur den Austausch von Fachkenntnissen, sondern trainiert auch Disziplin, Team­fähig­keit, Verantwortungsbewusstsein oder den Umgang mit Konflikten. Diese Kompetenzen werden im späteren Berufsleben der Schüler von großer Bedeutung sein.

Im Schuljahr 2013/14 konnten wir erstmals einrichten, dass die Roboter-AG als Wahlpflichtfach in der Klasse 8 von einer Schülerin aus dieser Jahrgangsstufe geleitet wird. C. Fröschen hat sich seit Jahren in der Schule und privat mit LEGO-NXT Robotern beschäftigt, Ferien-Akademien (Haus Overbach, Jülich) besucht und begeistert sich dafür, ihre Mitschüler für die Thematik zu gewinnen. Eine Teilnahme von einer oder mehrern Gruppen an der First Lego League (FLL) ist für das nächste Jahr geplant.

Roboter-Workshops für Schüler der 4. Klassen an Grundschulen

Seit dem dem Schuljahr 2011/12 bieten wir den Grundschulen im Einzugsgebiet des Gymna­siums Roboter-Workshops für Schüler der 4. Klassen an. Mit einem eigens für diese Work­shops ausgear­beiteten Programm „Mit Tim und Struppi unterwegs“ werden den Schülern der Bau eines Roboters und das Erstellen erster eigener Programme ermöglicht, so dass sie mit viel Spaß und Freude recht schnell zu Erfolgserlebnissen kommen. Auch bei diesen Workshops können wir auf die Unterstützung begeisterter und „gut ausgebildeter“ Schüler der 7. Klassen bzw. der Roboter-AG zurückgreifen, die uns bei der Durchführung dieser Workshops helfen und den Schülern der 4. Klassen mit Rat (und gelegentlich auch Tat) zur Seite stehen. Tim und Struppi, unsere beiden Vorführ-Roboter, dürfen natürlich auch nicht fehlen und freuen sich schon auf ihren nächsten Einsatz.

Ansprechpartner: Herr Dr. Ostrowski

New Games

Ein Sportfest der besonderen Art! Die Stufe 5 und 6 messen sich kurz vor den Sommerferien in einem sportlichen Wettkampf der besonderen Art. Jede 5. Und 6. Klasse bildet 4 Mannschaften, so dass ein Pool von 16 Teams pro Jahrgangsstufe entsteht. Diese spielen dann im Schweitzer System gegen­einander in einer zugelosten Sportart. Das Stadion Glas­hütter Weiher wird zu einer Wettkampf­arena umgebaut, in der Beachfuß­balltennis, Touch Rugby, Ultimate Frisbee, Fußball auf dem Minifeld und Baseball gespielt wird. Nicht nur, dass die Schüler mit neuen Sportarten im Unterricht und an diesem Abschlusstag konfrontiert werden, sondern nahezu alle Mannschaften sind in jeder Spielrunde im Einsatz. Jeder Teilnehmer kann sich richtig austoben in knapp 4 Stunden Spiel und Sportzeit.

Den ganzen Morgen wird das Sporterlebnis durch Oberstufenschüler im Sanitäts­dienst und im Schieds­richtereinsatz begleitet. Vier Sportkollegen übernehmen die Turnierleitung und die Supervision des meist spaßigen, spannenden, emotionalen Tages.

Wintersportfahrt in Stufe 9

Seit letztem Jahr konnte eine Wintersportfahrt etabliert werden – mit vollem Erfolg. Schüler, Lehrer und Eltern waren begeistert! Um diesen Erfolg fortzusetzen, fahren die Schüler der 9. Klassen statt nach See­boden in diesem Jahr ins Kleinwalsertal nach Österreich, da die Anfahrt deutlich kürzer ist und auch das Skigebiet für alle Schwierigkeitsgrade mehr und ausge­glichenere Angebote bietet. Die Unterbringung der Klassen erfolgt für eine Woche im Schöntalhof (Hirschegg) in unmittelbarer Nähe der Lifte. Spaß an Bewegung, die Nähe zur Natur und das gemeinschaftliche Erlebnis stehen bei unserer Winter­sportfahrt im Vordergrund. Eingeteilt in verschiedene Ski- und Snowboardgruppen (Anfänger, Fortge­schrittene und Profis) fahren die Schüler mit ausgebildeten Lehrern auf den wunder­schönen Pisten des Klein­walsertals, welches ein großes Angebot für jeden Geschmack und jedes Können bereithält.

Im Sportunterricht ist das Inhaltsfeld Fahren, Rollen, Gleiten obligatorisch in S I und S II zu bearbeiten. Durch die Schneesportwoche ist dieses Inhaltsfeld für die Sek I ganz abgedeckt. Gesundheitsaspekte des Schneesports und kontinuierliche Verletzungsprophylaxe werden im Unter­richt vorbereitend aufgegriffen. Die heraus­fordernde Situa­tion „Schnee mit Gefälle“ bietet den Schülern eine einzigartige Auseinandersetzung mit ihrer Physis und ihrer Psyche. Während einzelne Schüler durchaus schon Erfahrungen mit Eis und Schnee gesammelt haben mögen, so doch vermutlich zumeist in der Ebene.

In Kombination mit dem Gefälle beim alpinen Schnee­sport ergibt sich hier eine völlig neue Situa­tion. Dies ist im besonderen Maße in den Bereichen: Mo­ti­vation, Leistung und Grenz­erfah­rungen spürbar. Nicht lange nach der Ski­fahrt wer­den die Schüler mit der Ein­führung in die Sekun­dar­stu­fe und somit das Kurs­­sys­tem kon­fron­tiert. Die Ski­fahrt wird zu einem positi­ven „Team­building“-genutzt mit erstaun­lich positiven  Aus­wirkungen auf die künf­tige EF. Die Durch­führung der Schneesport­woche bietet zusätzliche Verknüpfungs­optionen von Unterrichts­fächern, die zukünftig auch  in der Vorberei­tung stärker thematisiert werden sollen, entweder im fächerüber­greifenden oder im fächer­verbin­denen Unterricht:

Schwimmabzeichen

Im Laufe der Klasse 5 bekommen die Schüler die Jugendschwimmabzeichen im Rahmen des Unter­richts zu absolvieren. Die Prüfungsleistungen für Schwimmanfänger, des Deutschen Jugend­schwimm­passes, des Deutschen Schwimmpasses, des Deutschen Leistungs­schwimm­passes sowie der Rettungs­­schwimmprüfungen werden in der „Deutschen Prüfungsordnung Schwimmen – Retten – Tauchen“ festgelegt. Herausgegeben wird diese seit 1977/78 von den im Bundesverband zur Förderung der Schwimmausbildung (BFS) zusammengeschlossenen Schwimmsport treibenden Verbänden und der Kultusministerkonferenz.

Prüfungen für Schwimmanfänger

  • Frühschwimmer –Seepferdchen wird am Ritzefeld-Gymnasium vorausgesetzt

Deutscher Jugendschwimmpass (unter 18 Jahren)

Sportangebote in der Pause

In den Pausen am Vormittag stehen den Schülern des Ritzefeld-Gymnasiums insgesamt drei Pausenhöfe zur freien Verfügung. Selbstorganisierte Fußballspiele, Basketballspiele und Fangspiele prägen das Bild auf dem Schulhof. In der Mittags­pause, die insgesamt eine Zeitstunde einnimmt, haben die Schüler die Option, zusätzlich zu den Schulhöfen die große Turnhalle zu nutzen. Fußball und Tanz werden hier durch Schüler der Oberstufe geleitet. Zusätzliche finden in der zweiten Sporthalle verschieden Sport-AGs statt. Im Spieleraum der Schule befinden sich zusätzliche Möglichkeiten, sich aktiv zu erholen. Tischtennisplatten, ein Boxsack, Dreiband Billard Tische und vieles mehr runden das sportliche Angebot für die Pause ab.

Sport – Arbeitsgemeinschaften

Mädchenfußball-AG (5.-9.Klasse)

Fußballspielen macht auch Mädchen Spaß – wie diese AG zeigt. Schwer­punkt der AG ist Spaß und Freude am Spiel. Im wöchentlichen Training wird aber auch Wert auf eine technische und taktische Ausbildung der Spielerinnen gelegt. Die regelmäßige Teilnahme an Turnieren ist obligatorisch, wie z.B. den Stadtmeister­schaften oder Hallenturnieren wie dem alljährlichen Eurode-Cup. In der AG sind alle Mädchen der 5. – 9. Klassen willkommen, die Lust und Laune mitbringen und Spaß am Fußball haben. Unser bisher größter Erfolg (WK IV – Juni 2010) liest sich wie folgt:

  1. Turnier: Städteregionsmeisterschaft (Kohlscheid): SIEGER
  2. Turnier: Bezirkshauptrunde Geilenkirchen (Geilenkirchen): SIEGER
  3. Turnier: Bezirksfinalrunde (Bonn): 4. Platz

Fußball-AG der Jungen

In der Fußball-AG der Jungen dürfen alle interessierten Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9 teil­nehmen – Schüler der Oberstufe sind gelegentlich jedoch auch mal in der Halle zu finden. Man muss nicht zwingend ein Fußballprofi sein, um mitmachen zu dürfen. Jeder ist herzlich willkommen…

Normalerweise findet die AG freitags (14-tägig) im 4. Block statt. Wenn dies stunden­plantechnisch nicht möglich ist, wird in Absprache mit den Schülern ein anderer, passender Termin gesucht.

Spiel und Spaß stehen eindeutig im Vordergrund. Die Schüler organisieren selbständig Spielformen und gestalten die Zeit weitestgehend eigenständig, so dass die AG sehr schülerorientiert ist. Durch die Hallengröße sind wir im Spiel etwas eingeschränkt, was den Spaßfaktor aber nicht negativ beein­flusst.

Schulsportwettkämpfe

Viele Schüler spielen auch in den Wettkampfmannschaften des Ritzefeld-Gymna­siums, die wir seit Jahren im Fußball in allen Altersklassen melden (Wettkampf­klasse I – IV). So sind wir am Schul­jahres­anfang mit allen vier Mannschaften an den Städteregionsmeisterschaften beteiligt und nehmen auch regelmäßig mit allen Mannschaften am internationalen „Eurode-Cup“ (Hallenturnier in Kohlscheid) teil, den wir schon mehrfach gewinnen konnten. Vor allem die Wettkampfklasse III (siehe Foto) war lange Zeit ungeschlagen. Das Highlight war jedoch der Sieg der WK I (Königsklasse) im Jahr 2011.

Weiterhin nehmen wir einmal im Jahr mit der WK III – Mannschaft an einem Hallen­fuß­ballturnier der Gesamtschule Eschweiler teil, so dass die Schüler sehr häufig die Möglichkeit haben, gegen andere Schulen zu spielen. In den letzten Jahren war uns zudem eine erfolgreiche Teilnahme an Beachvolley­ballwettkämpfen, Schachturnieren und Billardturnieren vergönnt. Bei allen Spielen, ob draußen oder drinnen, repräsentieren die Schüler voller Freude ihre Schule – das Ritze!

Deutsches Sportabzeichen

Sowohl in der Sek I als auch in der Sek II wird integriert in den Leichtathletikunterricht oder den Gerätturnunterricht das Absolvieren des Deutschen Sportabzeichens angeboten. Das Deutsche Sportabzeichen ist das erfolgreichste und einzige Aus­zeichnungs­system außerhalb des Wett­kampf­sports, das umfassend die persönliche Fitness überprüft. Die zu erbringenden Leistungen orientieren sich an den moto­rischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Die Leistungen der einzelnen Übungen sind nach  Altersklassen und innerhalb dieser noch einmal nach Leistungen für Bronze, Silber und Gold gestaffelt.

Klassenturniere

In jedem Schulhalbjahr gibt es für die Jahrgänge 7 bis 9 schulinterne Turniere in den Sportarten Volleyball, Basketball, Handball und Fußball. Diese sind wie folgt orga­nisiert:

Zum Halbjahresende:                                                Zum Schuljahresende:

Jahrgang 7: Basketball                                             Jahrgang 7: Fußball

Jahrgang 8: Handball                                                Jahrgang 8: Basketball

Jahrgang 9: Volleyball                                                           Jahrgang 9: Basketball

Diese Verteilung resultiert daraus, dass das schulinterne Curriculum in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 für das Bewegungsfeld 7 „Spielen in und mit Regel­strukturen – Sportspiele“ Basketball als obligatorisch vorsieht.

In erster Linie soll den Schülern aber der Spaß an Bewegung und sportlichen Heraus­forderungen vermittelt werden. Sie sollen die Möglichkeit haben, sich fern von Unterrichtssituation und Leistungs­bewertungs­druck in den jeweiligen Sportarten fair miteinander  messen zu können. Als Grundlage dienen die im Unterricht erworbenen Kenntnisse. Dabei treten Mädchen und Jungs getrennt gegeneinander an. Das Turnier ist so konzipiert, dass jedes Team jeweils einmal, in einem 15-minütigen Spiel, gegeneinander antritt. Die Teams setzten sich aus freiwilligen Schülern zusammen, wobei jede Klasse jeweils ein Mädchen- und ein Jungenteam festlegt. Schüler, die nicht aktiv am Turnier teilnehmen, sind aber dennoch mit anwesend, um ihr Team anzufeuern. Dadurch wird sowohl die Klassengemeinschaft gestärkt, aber auch der klassenübergreifende Kontakt durch gemeinsame Aktivitäten miteinander gefördert. Außerdem ist es denkbar auch nicht aktive Schüler für eine dieser Sportarten begeistern zu können, oder allgemein ihr Interesse über den Schulsport hinaus dafür zu wecken. Zukünftig wären in diesem Rahmen sogar Kooperationen mit Nachbarvereinen denkbar.Quadroballturnier

Der Anlass für den Entstehungsgedanken, das Quadroballturnier auszurichten, war für die Handballabteilung des Polizei-SV Aachen ein sehr trauriger. Denn im August 2008 verstarb deren lang­jähriger Handballkamerad und guter Freund, Frank Czennia, nach kurzer, schwerer Krebser­kran­kung im Alter von nur 44 Jahren. Um einem solchen Aktivposten der Handballabteilung stets in Erin­nerung zu halten, war die Idee eines Frank Czennia – Gedächtnisturniers schnell geboren. Dass daraus kein reines Handballturnier geworden ist, liegt zum einen an der höheren Attraktivität des Quadroball, zum anderen sicherlich auch daran, dass Frank an einem so vielfältigen Turnier besonders seine helle Freude gehabt hätte.

16 Mannschaften spielen in den vier Ballsportarten Handball, Fußball, Volleyball und Basketball um den begehrten Wanderpokal. Am  Start auch ein Team des Ritzefeld-Gymnasiums. Eine Mischung aus Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern trat in diesem sportlichen Wettstreit gegen andere Teams an. Ausgetragen wurde das Turnier in den zwei Hallen und auf dem Rasenplatz der Gesamt­schule Laurensberg. Gespielt wurde im Schweizer System, bei dem jedes Team zunächst einen Spielpartner zugelost bekommt, um dann nacheinander in allen vier Sportarten gegen diesen zu spielen. „Eine tolle Atmosphäre hier“ waren sich die beiden Referendarinnen Nadine Abram und Bit – Na Jeung einig. „Die Teams sind gemischt aus Sportlern aller Sportarten. Das macht es in jedem Spiel  wieder Interessant, da man nie genau weiß, welche Stärke der neue Gegner nun hat. Der Umgang ist sehr fröhlich und fair“.

2012 bei der ersten Teilnahme reichte es für das Team des Ritzefeld-Gymnasiums für Platz 5, punktgleich mit dem dritten Platz – ein echter Achtungserfolg! „Gott sei Dank sind wir nicht im Finale“ so Schüler Paul Schön mit einem Zwinkern. „Dort wird nämlich zwischen den ersten beiden Teams der Sieg mit einem M&M Ball ausge­spielt!“ Was für die Zuschauer überaus amüsant anzusehen ist, ist für die Finalisten ein reines Durcheinander, da dieser Ball kaum berechnet werden kann.

2013 war es dann soweit: Finalspiel mit dem M&M Ball und Sieg im zweiten Anlauf.

Somit ist die Teilnahme 2014 verpflichtend und die Vorbereitungen in der Oberstufen Basketball AG laufen schon.

Ansprechpartner: Herr Grouls

in Überarbeitung

in Überarbeitung

in Überarbeitung

Wir lassen die Öffentlichkeit teilhaben

Ziele

Wir legen Wert auf eine kontinuierliche und transparente Information und Kommunikation aller an der Schule beteiligten Gruppen (Schüler, Eltern, Lehrer, Freunde und Förderer, Ehemalige, etc.).

Information

Zu diesem Zweck werden auf unterschiedlichen Wegen (Printmedien, Homepage, Schüler­publika­tionen, Ver­anstaltungen) Informationen über das Schulleben, Termine und Organisatorisches, schul­interne Angelegenheiten, aber auch schulpolitische Entwicklungen veröffentlicht. Ziel ist es, die einzel­nen Beteiligten und Gruppen möglichst gut zu informieren, um ein hohes Maß an zeitnaher und um­fassender Information zu ge­währ­leisten und somit das Ritzefeld-Gymnasium bestmöglich und professionell zu repräsentieren. Die Arbeit des Public Relations-Team ist unmittelbar verzahnt mit der Medien­werkstatt. Nur so sind viele der nachfolgend genannten Bausteine der Öffentlichkeitsarbeit erst möglich.

Kommunikation

Effektive Kommunikation ist für uns zentrales Element der Kooperation und damit essenziell für das Erreichen unserer Erziehungs- und Bildungsziele

  • zur Verwirklichung unserer Leitideen
  • zur Persönlichkeitsentwicklung unserer Schüler (Erziehen im ständigen Gespräch mit den Heranwachsenden, Akzeptieren eines zunehmend gleich­wertigen Kommunikations­partners)
  • als unverzichtbares Werkzeug konstruktiven Kritikverhaltens
  • als geeignete Form für die Bewältigung von Konflikten, in Anbetracht des Einübens kommuni­kativer Spiel­regeln in einer demokratischen Gesellschaft, als Instrument der zunehmenden Autonomie des sich immer stärker selbst entwickelnden Systems Schule
  • zur effektiven Arbeit und als Medium zur umfassenden Information in den verschiedensten Gremien und Gesprächskreisen der Schule (Schulkonferenz, Lehrerkonferenz, Schülerrat und Mini-SV, Schulpflegschaft, Klassenpflegschaften, Fachkonferenzen, Lehrerrat, Elterngesprächs­kreise, Oberstufenteam, Fachlehrer eines Jahrgangs, …)
  • in Anbetracht der Notwendigkeit von Absprachen bei fächerübergreifendem Arbeiten und bei Projekten.

In regelmäßigen Abständen wird an unserer Schule über die Kommunikationsstrukturen und –pro­zesse reflektiert, insbesondere im AK Schulentwicklung. Diese Reflexionsprozesse fließen auch in das Medien­konzept der Schule mit ein. Im Rahmen von Konferenzen werden Tages­ordnungspunkte vorge­sehen, durch die alle Beteiligten über die aktuellen Vorgänge an unserer Schule ständig (kurz) auf dem Laufenden gehalten werden.

Folgende Informationen bzw. Publikationen werden am Ritzefeld-Gymnasium regelmäßig veröffent­licht:

  • Veranstaltungen: informationsabend für Eltern der Schüler der 4. Klassen, Tag der offenen Tür (Ritze-Night, Die spannen­de Welt am Ritzefeld), Schnupperunterricht, Informationsabende mit unter­schied­lichen Inhalten
  • Printmedien: Flyer, Schulbroschüre, Elternbriefe, Schulplaner, Poster (Fotowand geplant)
  • Digitale Medien: Homepage, Informationssystem (aktuelle Infos und Vertretungsplan), Filme (in Zusammen­arbeit mit der Medienwerkstatt des Ritzefeld-Gymnasiums)
  • Schülerzeitung „geritzt“ als Print- und Online-Fassung

Die Schulpublikationen sollen in besonderem Maße Einsichten in die Arbeit verschiedener Fach­grup­pen und Jahrgänge ermöglichen, um dadurch zur Schaffung von Transparenz und zur Förderung eines Gemeinschafts­gefühls beizutragen. Sie bieten aber auch die Möglichkeit der Meinungsäußerung und können auf besondere Problembereiche aufmerk­sam machen. Darüber hinaus sind sie geeignet, besondere Leis­tun­gen auch in diesem Rahmen ange­messen zu würdigen.

Die Schulleitung ist verantwortlich für alle schulinternen Veröffentlichungen. Die Terminierung und inhaltliche Ausgestaltung der Schulpublikationen werden grundsätzlich mit ihr abgesprochen und ihr vor Drucklegung zur Prüfung vorgelegt. Für die Ausführung sind Redaktionsteams zuständig, deren Bildung und Zusammen­setzung in nachfolgendem Schema erläu­tert wird:

Mitteilungen und Berichte

Elternbrief

v.i.S.d.P.: Schulleiter

Feste Bestandteile aller Ausgaben: Grußwort des Schulleiters, Terminkalender, Personalien,  Adressen / Kontakte, Impressum

Feste Bestandteile der ersten Ausgabe zu Beginn des Schuljahres: Übersicht / Terminierung epochal unter­richteter Fächer, Begrüßung des neuen 5. Jahrgangs / Bericht von der Ein­schu­lung, Bericht zur Entlassung der Abiturienten im vorausgegangenen Schuljahr (ggfls. Artikel zum Lern­mittelleih­verfahren)

Fester Bestandteil der zweiten Ausgabe vor Weihnachten: Einladung zu den Weihnachtskonzerten, Sonstige inhaltliche Bestandteile:, Berichte von den Gesamtkon­feren­zen / Kurzfassungen der Be­schlüsse, Einladungen und Berichte zu besonderen Veranstaltungen wie Konzerten, Theater­aufführun­gen, etc., Berichte von besonderen Aktivitäten, z.B. Durchführung oder Teilnahme an Wett­bewer­ben bzw. Teilnahme an besonderen Prüfungen, Berichte von Projekten, Erläuterungen / Kommentare zu schu­linternen oder schulpolitischen Entwicklungen, Berichte von Schulfahrten

Jahrbuch – Inhalt

Mit der Besetzung der neu zu besetzenden Funktionsstelle der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll am Ritzefeld-Gymnasium wieder ein Jahrbuch herausgegeben werden, das eine bebilderte Dokumen­tation des Schullebens bietet und dabei die zentralen Themen der vergangenen Schuljahre aufgreift. Das Redaktionsteam entscheidet über mögliche thematische Schwer­punkte.

Feste Bestandteile aller Ausgaben: Grußwort des Schulleiters, Impressum, „Fotoreportage zum Schulleben“: Doku­men­tation optisch reizvoller Mo­tive aus dem Schulvormittag, Klassenfotos, Jahr­gangs­­fotos, Kollegiums­foto auf den letzten Seiten*, Platz zum Einkleben von Passfotos (der Klassen­kameraden) auf der letzten Doppel­seite, „Big Shot“ von allen Schü­lern und Lehrern als Titel oder in der Buchmitte

* Neben Schnappschüssen aus dem Schulalltag und Gruppenfotos, die wir selbst schießen, fertigt unser Schulfotograf auch Portraitfotos an, die bei Gefallen gekauft werden können. Die dabei ebenfalls produzierten Passfotos kleben sich die Schüler ohne daraus entstehende Kaufverpflich­tungen gegenseitig ein. Außerdem werden die Fotos zur Erstellung von Schülerausweisen im Scheck­karten­format genutzt.

 Schulplaner

Die Einführung eines spezifischen Schulplaners zum Schuljahr 2012/2013 stellt einen weiteren Baustein der schulinternen Kommunikation dar. Der Schulplaner dient den Schülern einerseits, schu­lische Termine, Aufgaben und Ereignisse übersichtlich zu notieren und zu organisieren, anderer­seits aber auch das Gemein­schafts­gefühl und die Identifikation mit dem Ritzefeld-Gymnasium zu stärken. Darüber hinaus dient der Schul­planer aber auch zur Kommunikation zwischen Lehrpersonal und Eltern.

Der Planer umfasst folgende Bereiche: Persönliche Daten, Kontaktdaten und Ansprechpartner in der Schule, Grußwort des Schulleiters, Informationen über den Namenspatron der Schule, Roland Ritzefeld, auszufüllende Lehrerliste (mit Sprechzeiten), Adressfelder für Bekannte und Freunde, Stundenplan, Verzeichnis der Arbeits­gemeinschaften, Kalendarium, Ferientermine, Wochenüber­sichten über ein komplettes Schuljahr (1 Woche auf 2 Seiten), Hausordnung, Informationen über Kooperationspartner, Förderkreis, Schulsozialarbeit und Lern­beratung, Merkblatt für Erziehungs­berechtigte, Kommentarspalten für Lehrer und Eltern, Abwesenheits­doku­mentation, Platz für Mittei­lungen und Notizen (auch zur Kommunikation mit Eltern), Einsteckmöglichkeit für Notizzettel o.ä.

Homepage www.ritzefeld-gymnasium.de

Mit der Homepage präsentiert sich die Schule nach außen mit aktuellen und wichtigen Ereignissen aus dem Schul­leben, außerunterrichtlichen Aktivitäten in Kooperation mit den verschiedenen Part­nern aus dem Unter­nehmens- und Bildungsbereich, im Rahmen von AGs und weiteren Exkursionen, ihrem Fahrtenprogramm, Erfahrungsberichten von Schülern im Ausland sowie von der Teilnahme an Wettbewerben, Schülerakademien etc., weiterhin mit Schwerpunkten des Schulprogramms sowie ausgesuchten Beispielen aus der Arbeit der verschiedenen Fächer. Sie dient damit insbesondere der ausführlichen Information für alle: für Externe und für zukünftige sowie derzeitige Schulmitglieder.

Die Website Ritzefeld-Gymnasiums soll einerseits die Möglichkeit bieten, sich möglichst umfassend über die Schule zu informieren. Andererseits soll sie aber auch schnelle Zugriffsmöglichkeiten für diejenigen Nutzer gewährleisten, die auf der gezielten Suche nach bestimmten Informationen sind. Aus diesen Wünschen ergibt sich die Notwen­digkeit, eine große Fülle von Einzelaspekten möglichst übersichtlich zu organisieren und darzu­stellen. Die Homepage des Ritzefeld-Gymnasiums verfügt daher über einen Menü-Punkt INTERN (Eltern-Lehrer-Schüler-Information), um den einzelnen Gruppen einen schnellen Zugriff auf die für sie relevan­ten Informationen zu bieten.

Dieser Bereich und das Infosystem der Schule wird als neues Medium intensiv für die interne Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Hier werden zentral alle wichtigen Informationen für alle Schulgemein­demitglieder zur Verfügung gestellt. Neben fachspezifischen Inhalten und konkreten Arbeitsbereichen für Schüler und Lehrer finden sich hier die offiziellen Informa­tionen zu aktuellen Projekten der Schule, Konferenzprotokolle bzw. Beschlüsse, Rundbriefe des Schulleiters und nicht zuletzt natürlich das Schulprogramm. Konferenzprotokolle werden vom Vorsitzenden (oder dem Protokollführer) der jeweiligen Konferenz beim Schulleiter abgegeben. Die Beschlüsse sollen dann im Intranet der Schulge­meinde zugänglich gemacht werden. Das Original wird in der Schule archiviert.

Organisation und technische Umsetzung

Die Pflege der Website wird vom Public Relations-Team (PR-Team) durchgeführt. Die Inhalte der einzelnen Fächer­seiten werden von den Fachgruppen erstellt, gepflegt und die Aktualität der Inhalte überwacht. Das PR-Team kann hierbei unterstützen und wird ggfls. Kontakt zu den Fachkonferenz­vorsitzenden aufnehmen. Aktuelle Informationen werden im Redaktionsteam gesammelt und für die Homepage aufbereitet. Jedes Mitglied der Schule ist angehalten, dem PR-Team interessante Informa­tionen zukommen zu lassen.

Der Umfang der Seite hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Daher wurde beschlossen, die Seite auf ein Content-Management-System (CMS) umzubauen. Ein Link zur alten Homepage ist über die neue Startseite angelegt. Im Zuge des Umbaus wurde auch ein neues Design entwickelt. Diese Entscheidung wurde gefällt, damit die Arbeit an der Seite auch ohne Html-Kenntnisse möglich ist und damit die Pflege der Informationen einfacher wird.

Als Terminkalender wurde ein Kalender als Plug-In eingerichtet. Die Mensapläne werden regelmäßig aktua­lisiert und auf die Seite gestellt, auch das Buchungssystem ist über die Homepage zugänglich. Die Mensanutzer haben in naher Zukunft die Möglichkeit, Kontakt mit der Mensa-Verwaltung aufzu­neh­men, um Fragen, Anre­gun­gen oder Kritik zu äußern.

Der Vertretungsplan wird ebenfalls auf der Homepage mit passwortgeschütztem Zugang unter Ver­wen­­dung von Lehrerkürzeln zur Verfügung gestellt. Es sind jeweils nur der aktuelle und der folgen­de Schultag sichtbar. Das Aktualisieren der Vertretungs­pläne läuft automatisch über den Schulserver.

Der Lehrerbereich der Homepage ist durch ein Passwort gesichert. Daher können auch hier Informa­tionen zur Verfügung gestellt werden, die nur für Lehrer bestimmt sind. Der Downloadbereich der Seite ist in verschie­dene Kategorien unterteilt. Hier werden die verschiedenen Dateien als PDF-Dokumente zur Verfügung gestellt.

Die aktuell verwendete Kommunikations-Plattform „lo-net2“, mit dem ein geschützter und kontrollier­ter Austausch über Unterrichtsinhalte und fachliche Belange zwischen Lehrpersonen und Schülern bzw. Klassen/­Kur­sen möglich ist, wird nur noch selten benutzt und in naher Zukunft durch ein anderes cloudbasie­rtes Informa­tions- und Datei­aus­tauschsystem ersetzt werden. Die Bereitstellung von Materia­lien und Aufgaben durch die Lehrer ist für Schüler ein zusätzliches Angebot. Wir möchten betonen, dass diese Kommunika­tions­form keinen Ersatz für die Arbeit und die Aufgabenstellungen innerhalb des Unterrichts darstellt.

Schulinternes Infosystem

Das in der Schule einsehbare infosystem ist in seiner technischen Umsetzung im Medienkonzept beschrieben. Es dient der Übermittlung aktueller Veränderungen im Vertretungsplan auf einem Großbild-Monitor im Foyer der Schule sowie der Information der Schüler und Lehrer über aktuelle Projekte, Nachrichten und Hinweise auf einem Großbild-Monitor im Eingangsbereich (Ebene A0).

Elternverteiler

Die Elternschaft, die ja nicht regelmäßig in der Schule anwesend ist, wird zusätzlich zum Schulplaner, Elternbrief oder über Infoschreiben zunehmend über entsprechend eingerichtete E-Mail-Verteiler (Klassen­vertei­ler, Stufenverteiler und ein Verteiler für alle Jahrgangs­stufen) informiert. Darüber hinaus sind für die Rückmeldung von Eltern an die Schule alle Lehrpersonen per E-Mail erreichbar.

Online-Schülerzeitung „geritzt“

In langer Tradition erarbeitet eine jahrgangübergreifende Gruppe von Schülern im Rahmen einer Arbeits­gemein­schaft unsere Online-Schülerzeitung „geritzt“. Das Online-Format wurde gewählt, da so nur geringe Kosten für die Homepage anfallen und eine höhere Aktualität gegeben ist als in einer gedruckten Version. Eine Printausgabe mit anderen Inhalten wird vom gleichen Team jedoch in unregel­mäßigen Abständen ebenfalls herausgebracht. Die Schüler arbeiten dabei überwiegend eigen­ständig und werden von betreuenden Lehrern lediglich begleitet und in journalistischen und tech­nischen Fragen angeleitet. Zu den Aufgaben der Schüler­zeitung gehören die Zusammenarbeit mit den lokalen Presseorganen, z.B. durch Redaktionsbesuche und Schüler­praktika in den Redaktionen, Workshops, Vorträge), langfristig der Besuch von Seminaren für Nach­wuchs­journalisten (z.B. der Friedrich-Ebert-Stiftung). Es ist geplant, in freiwilligen oder Wahlpflicht-AGs (Krea­tives Schreiben, Medien-AG) die Schüler an die vielfältigen Bereiche journalistischen Arbeitens heranzu­führen und so langfristig auch für die Arbeit im Team der Schülerzeitung gewonnen werden.

Abi-Zeitschrift

Traditionell gibt der Abiturjahrgang in Eigenregie eine Abi-Zeitschrift heraus, die alle Interessierten käuflich erwer­ben können. Es enthält in der Regel Klassenfotos, Anekdoten und Berichte über Kurs­fahrten. Eine Zusam­men­fassung der Arbeit in den Kursen ist ebenso ein traditionell wichtiger Bestandteil. Es gehört nicht nur zu den Absprachen, sondern zeigt auch die Einsicht der Schüler in gute Gepflogenheiten, dass auch in den Abi-Zeitschriften Kritik auf konstruktive, humorvolle oder zurückhaltende Art geübt wird.

Kooperation mit der lokalen Presse

Das Ritzefeld-Gymnasium ist häufiger Gegenstand der Berichterstattung in den örtlichen Medien (z.B. Stolber­ger Nachrichten). Um die Öffentlichkeit über Veranstaltungen, Neuerungen und Veränderungen an der Schule, aber auch besondere Leistungen einzelner Schüler zu informieren, werden zu diesen Gelegenheiten auch Vertreter der lokalen Presse in die Schule eingeladen. Um auch innerhalb der Schulöffentlichkeit z.B. über Erfol­ge von Schülern zu informieren und die Bericht­erstattung über die Schule transparent darzustellen, wer­den z.B. Zeitungsartikel auf der Homepage veröffent­licht. Ziel ist auch der Ausbau der Kooperation mit den lokalen Medien, z.B. durch Redaktionsbesuche, Vorträge von Journalisten an der Schule, eventuell auch das Gestalten von Zeitungsseiten im Rahmen eines Wahlpflicht­kurses (z.B. in Jg. 9, „Journalistisches Arbeiten“).

Evaluation

Eine Evaluation des Konzepts ist derzeit nicht vorgesehen. Eventuelle Änderungswünsche oder Vorschläge aus der Schulgemeinde werden aber vom PR-Team aufgegriffen und wenn möglich – umgesetzt.

Ansprechpartner: Herr Fischer. Herr Dr. Ostrowski

Eltern und Ehemalige wirken mit

Nach dem Motto „Wir reden miteinander“ sind Erziehungsberechtigte willkommene KommunikationspartnerInnen am Ritzefeld-Gymnasium!

LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen wirken in vertrauensvoller Zusammenarbeit an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule mit und fördern dadurch die Eigenverantwortung der Schule.

Die Basis der Elternmitwirkung ist die Klassenpflegschaft, deren Aufgabe darin besteht, dass sich Erziehungsberechtigte und LehrerInnen gemeinsam um das Wohl der SchülerInnen einer Klasse bemühen. Falls Sie Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich gern an die/den jeweilige/n Klassenpflegschaftsvorsitzende/n. Sollten Sie den Namen oder die Kontaktdaten nicht kennen, senden Sie bitte eine E-Mail an das Sekretariat.

Die Vorsitzenden der Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaften bilden die Schulpflegschaft, die die Interessen der Eltern vertritt. Sie wählt die ElternvertreterInnen für die Schulkonferenz, dem obersten Mitwirkungsgremium der Schule, sowie für die Fachkonferenzen und kann Anträge an die Schulkonferenz richten.

In der Schulkonferenz wirken LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern zu gleichen Anteilen mit. Am Ritzefeld-Gymnasium sind das je sechs VertreterInnen, die in grundsätzlichen Angelegenheiten der Schule beraten und alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam treffen.

Die Fachkonferenzen setzen sich aus den LehrerInnen, die das Fach unterrichten, und aus je maximal zwei Eltern- und SchülervertreterInnen mit beratener Stimme zusammen. Sie entscheiden u.a. über Grundsätze der Methodik des Unterrichts sowie der Leistungsbewertung. Grundsätzlich kann jede/jeder interessierte Erziehungsberechtigte in den Fachkonferenzen mitwirken. Bis zur ersten Schulpflegschaftsversammlung des neuen Schuljahres werden die Namen der Interessierten gesammelt. Sollten mehr als zwei Erziehungsberechtigte für eine Fachkonferenz zur Verfügung stehen, wählt die Schulpflegschaft die beiden ElternvertreterInnen für diese Fachkonferenz.

Neben diesen gesetzlichen Mitwirkungsrechten bietet das Ritzefeld-Gymnasium den Eltern Gehör im Arbeitskreis Schulentwicklung. Durch die regelmäßige Kommunikation zwischen LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern werden die Blickwinkel aller an Schule Beteiligten berücksichtigt, Informationen ausgetauscht und Ideen gemeinsam weiterentwickelt. Dies trägt zu einer steten Weiterentwicklung des Schullebens bei.

Des Weiteren besteht für Eltern die Möglichkeit, Arbeitsgemeinschaften zu leiten oder ein spezielles Projekt während der jährlich stattfindenden Projekttage zu betreuen.

Auch der Förderkreis des Ritzefeld-Gymnasiums lebt durch die engagierte Mitwirkung der Eltern. Ideen, Anregungen und Mitarbeit sind jederzeit sehr willkommen!

Geprägt werden alle Mitwirkungsmöglichkeiten durch das angenehme Schulklima, das auf offenen Gesprächen, Toleranz, Respekt und dem guten Miteinander aller an Schule Beteiligten basiert.

Engagierte Eltern, denen der Schulalltag ihrer Kinder am Herzen liegt und die sich einbringen möchten, sollten ihre Chancen der Elternmitwirkung nutzen: Gestalten Sie den Schulalltag Ihrer Kinder aktiv mit, die Schule braucht SIE!

Gut kommunizieren macht glücklich!

AnsprechpartnerInnen: die Schulpflegschaftsvorsitzenden

Der Kontakt zu Ehemaligen bleibt erhalten durch

  • die zahlreichen Eltern, die selber schon Schüler und Schülerinnen am Ritzefeld-Gymnasium waren,
  • durch den Förderkreis des Ritzefeld-Gymnasiums, der neben zahlreichen Mitgliedern aus der aktuellen Elternschaft auch zahlreiche Mitglieder aus Ehemaligenkreisen führt,
  • durch unregelmäßige Treffen mit Abiturientenjahrgängen,
  • über die Pflege von Kontakten zu entsprechenden Gruppen in Social Networks.

Ansprechpartner: Frau Fielen, Herr Grouls, Herr Olbertz, Herr Dr. Ostrowski

Wir haben Partner, Freunde und Förderer

in Überarbeitung

Ansprechpartner: Herr Dr. Ostrowski

"Du gewinnst nie allein. Am Tag, an dem du was anderes glaubst, fängst du an zu verlieren." (Mika Häkkinen)

Nachfolgende Aufstellung bietet eine Übersicht über Partner des Ritzefeld-Gymnasiums, mit denen wir auf verschiedensten Ebenen zusammen arbeiten. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird laufend überarbeitet und ergänzt.

Insbesondere sind all diejenigen, die als Einzelpersonen oder im Verbund zeitweise oder über einen längeren Zeitraum mit uns kooperieren, hier noch nicht aufgeführt. Auch bei ihnen möchten wir uns an dieser Stelle für ihre wertvolle und unbürokratische Zusammenarbeit bedanken.

Auszeichnungen und Signets

Partnerschulen im In- und Ausland

Partner in der Region

Projektpartner

Kooperation zwischen dem Ritzefeld-Gymnasium und dem Sintermeerten College Heerlen

Stolberg. Am 05.09.2018 erfolgte die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ritzefeld-Gymnasium Stolberg und dem Sintermeerten College Heerlen durch die beiden Schulleiter Dr. Uwe Bettscheider (Stolberg) und Drs. Paul Thönnissen MA (Heerlen, Niederlande). Die beiden Schulen erhoffen sich davon einen engen und freundschaftlichen Kontakt sowie eine intensive Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinaus. Durch regelmäßige Besuche soll der Austausch zwischen den Schulleitungen, Lehrerkollegien und Schülerschaften angeregt werden, um so die Unterrichtsqualität dauerhaft zu steigern. Auf Schulleitungsebene findet bereits jetzt ein regelmäßiger Dialog über schulorganisatorische Themen statt. Eine erste wichtige Kooperation der beiden Schulen stellt, neben einem ebenfalls schon angelaufenen E-Mobilitätsprojekt, das sog. Erasmus+-Projekt dar, das von der Europäischen Union gefördert wird und bei dem Schülerinnen und Schüler u. a. aus Stolberg und Heerlen den Radverkehr in verschiedenen Ländern untersuchen und eine grenzüberschreitende Kampagne zur Förderung des Fahrradfahrens erarbeiten. Damit unterstreicht das Ritzefeld-Gymnasium auch sein Auftreten als Euregioprofilschule, indem es das Miteinander in der Euregio Rhein-Maas und die Begegnung von Schülerinnen und Schülern aus den Nachbarländern und die damit verbundene Vermittlung von Sprache, Kultur und Geschichte fördert.

Ansprechpartnerin: Frau Beckwermert

6 Allgemeine Informationen

Vertretungsunterricht ist Bestandteil des schulischen Alltags. Fort- und Weiterbildungen, Klassen­fahrten, Exkur­sionen, Projekte usw. bereichern die schulische Bildung in hohem Maße. Außerdem wer­den auch Lehrer einmal krank und müssen individuelle Zeiten für den Gesundungsprozess in An­spruch nehmen. Deshalb baut die Umsetzung des Vertretungs­konzeptes auf ein beson­deres Maß an Ver­ständnis und Kooperationsbereitschaft aller Betei­ligten (Schul­leitung, Lehrkräfte, Schüler und Eltern).

Ziele

Die Schulleitung wirkt mit diesem Vertretungskonzept darauf hin, den Unterricht nach der Stun­den­tafel sicher­zustellen. Ziel ist es, die Qualität und die Konti­nuität des Unterrichts so weit wie möglich zu erhalten und so wenig Unter­richt wie möglich ausfallen zu lassen. Dabei soll die Belastung der Lehrkräfte durch Vertretungs­unterricht möglichst gering gehal­ten werden. Das Konzept soll durch Transparenz, Eindeutigkeit und Berechen­barkeit das Ver­ständ­nis für z.T. schwierige Situationen und unterschiedliche Erwartungen an Schule bei Schülern und Eltern schaffen. Die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus soll im Interesse der Schüler ge­stärkt werden. Die Schüler sollen auch darin unterstützt werden, Teile ihrer Lern­pro­zes­se in zunehmender Eigen­ver­ant­wortlichkeit zu gestalten.

Grundsätze

Um die Unterrichtsversorgung sicherstellen zu können, bedarf es der gemeinsamen An­strengung und Verstän­digung; die Grundsätze sind im Schulprogramm festgelegt: Eltern stellen ihre Erwartungen an die Schule darauf ein, dass einerseits besondere schulische Veranstaltungen und Unterrichtsangebote (Projekte, Fahrten etc.) immer organisatorisch gesehen systemische Auswirkungen haben und deshalb nur in ver­tret­barem Maße statt­finden können und dass sie andererseits damit auftretende Belastungen akzeptieren. Die Schülerschaft verhält sich in Vertretungsstunden lernorientiert. Sie arbeitet im Falle von Ver­tre­tungsstunden im Vertretungs­unterricht aktiv mit bzw. bearbeitet die Selbstlern­materialien und Auf­ga­benstellungen, die vorgegeben werden. Die Lehrerschaft sorgt für eine möglichst fächerbezogene und lernorien­tier­te Be­schäf­ti­gung der Schüler durch geeignete Lernmaterialien, die aus Aufgaben erwach­sen, die von der Fach­lehr­­kraft zur Verfügung gestellt wurden oder aus langfristigen Unter­richtsprojekten entstehen.

Organisatorische Randbedingungen

Langfristige Terminplanung / Genehmigung von Veranstaltungen

Es gehört zum pädagogischen Selbstverständnis der Schule, dass Lernen auch einer besonderen Methodik und Anschauung bedarf (Projekte, außerschulische Lernorte, Begeg­nung etc.). Zur Ver­mei­dung von kurzfristigen Veränderungen in der Unterrichtsplanung der Lehrkräfte und Schüler werden im Terminplan feststehende Termine wie Klassen- und Studienfahrten, Betriebs­praktika, Projekt- und Exkursionstage langfristig bekannt gegeben (rechtzeitige Genehmigung bei der Schul­leitung und Information des Vertretungsplaners). Alle außerunterrichtlichen Veranstaltungen (Projekte, Exkur­sionen etc.) sollen möglichst in die zu Schuljahresbeginn terminierten Aktionswochen gelegt werden. In den übrigen Phasen (Klausur­phasen etc.) soll eine Genehmigung solcher Aktivitäten in der Regel nicht erfolgen. Solche Veranstaltungen sind auch in der Sekundar­stufe II nur in bestimmten Phasen möglich (Exkursionsfenster). Die Aktionswochen und exkursionsfreien Zeiten für die Sekundar­stufe II sind im Termin­kalender ausgewiesen. Die Genehmigung von Unter­richts­projekten, Veranstal­tun­gen und Fortbildun­gen, die Auswir­kun­gen auf die Unterrichts­organisation haben, ist davon abhängig, welche weiteren Belastungen zu diesem Zeitpunkt für den angestrebten Termin bestehen bzw. wie hoch der absehbare Vertretungsbedarf ist.

Bereitschaften

Jede in Vollzeit beschäftigte Lehrkraft steht in drei oder vier Bereitschaftsstunden in der Woche zur Verfügung. In Einzelfällen kann aus organisatorischen Gründen davon abgewichen werden. Im Bereitschafts-Stundenplan steht für jede Stunde eine bedarfsgerechte Anzahl von Lehrkräften für den Vertretungseinsatz zur Verfügung (in der Regel 3 Bereitschaften pro Doppelstunde). Lehrkräfte auf Position 2 und 3 des Bereitschaftsplans werden eingesetzt, wenn bis zum Vortag bekannt wird, dass eine Vertretung benötigt wird. Lehrkräfte auf Position 1 des Bereitschaftsplans werden zuerst einge­setzt, wenn der Vertretungsbedarf erst am gleichen Tag bekannt wird. Teilzeitkräfte sollen nach Mög­lichkeit auch nur anteilig zu Vertretungen herangezogen werden.

Vertretungsunterricht in der SI

Vertretungsunterricht ist grundsätzlich Unterricht und in der Regel auch Fachunterricht. Im Gebun­de­nen Ganztag werden die Randstunden in der Regel bis zur 7. Stunde vertreten (15.00 Uhr).

Die Schüler informieren sich regelmäßig selbst oder über ausgewählte Schüler der Klasse bzw. des Kurses über den aktuellen Vertretungsplan, der über das Informationssystem im Foyer bzw. auf der Homepage einzusehen ist. Bei Ausfall des Systems werden die Vertretungspläne im Foyer im Glaskasten ausgehängt. Eventuelle Nachfragen im Sekretariat, bei Konrektorin oder Vertretungs­planer sind nur im Ausnahmefall sinnvoll. Alle Lehrkräfte nehmen mehrmals am Tag Kenntnis vom Stand der Vertretungsplanung.

Bei kurzfristigem Ausfall von Lehrkräften erfolgt der Einsatz der Lehrkräfte für die Vertretungen nach folgen­dem Prioritätsprinzip:

  • freigesetzte Lehrkraft,
  • Lehrkraft nach Bereitschaftsstundenplan,
  • nur in Ausnahme­fällen: sonstige Lehrkraft.

Wenn möglich wird aus diesen Gruppen eine Lehrkraft für den Vertretungsunterricht bestimmt, die in der zu vertre­ten­den Klasse bzw. das zu vertretende Fach unter­rich­tet. Diese Auswahl hängt u.a. von der vor­lie­genden Auf­gabenstellung ab. Lehrkräfte können außerhalb ihres planmäßigen Unterrichts zu Vertretungen herangezogen werden, wenn durch Schulfahrten, Exkursionen, Praktika und Projekte von einzelnen Klassen und Kursen ihr planmäßiger Unterricht entfällt. Dies gilt auch für wegfallenden Unterricht in der Jahr­gangs­stufe Q2, wobei die Beauftragung mit Korrekturen schriftlicher Prüfungs­arbeiten sowie die Vorberei­tung und Durchführung von mündlichen Prüfungen in ange­messener Weise berücksichtigt werden.

Aufsicht aus dem Nebenraum erfolgt nur in besonderen Notsituationen nach Rücksprache mit der Schulleitung, wenn gleichzeitig sichergestellt ist, dass Arbeitsmaterial vorliegt und die Klasse selbst­stän­diges Arbeiten gewohnt ist. Kleine Lerngruppen (z.B. WP-Gruppen) können bei Unter­richtsausfall zusammengelegt oder auf andere Lern­gruppen verteilt werden.

Vorhersehbarer Vertretungsbedarf soll mindestens eine Woche vor ihrem Eintritt der Schulleitung und dem Vertretungsplaner mitgeteilt werden. Eine Unterschreitung dieser Frist kann die Nichter­tei­lung der Genehmigung der Beurlaubung bzw. Dienstbefreiung zur Folge haben. Die Genehmigung einer Fortbildung während der Unterrichtszeit setzt in der Regel voraus, dass eine Vertretung gesichert ist. Im Regelfall soll nur eine Lehrkraft pro Unterrichtsvormittag für eine Fortbildung beurlaubt werden. Bei vorhersehbarem Vertretungsbedarf (Fortbildung, Klassenfahrten oder sonstigen Beurlau­bun­gen) stellt die zu vertretende Lehrkraft nach Möglichkeit Planungsunterlagen/Material für den Unterricht zur Verfügung, auf die die Vertretungslehrkräfte zurückgreifen können bzw. bei denen selbstständiges Arbeiten der Klasse möglich ist. Sie liegen rechtzeitig im Vertretungs­planungsraum bereit.

Bei unvorhersehbarer Abwesenheit bzw. Erkrankung muss dies schnellstmöglich, telefonisch bis spätestens 07.30 Uhr direkt bei der Konrektorin bzw. beim Vertretungsplaner gemeldet werden. Die telefonische Information erfolgt immer, auch wenn eine Email mit Aufgaben geschickt wird. Die voraussicht­liche Dauer der Ab­wesen­heit soll ebenfalls so schnell wie möglich mitgeteilt werden. Wenn es der erkrankten Lehrkraft zumutbar ist, dann übermittelt sie per e-mail (per Fax oder telefonisch) der vertretenden Lehrkraft (falls bekannt) bzw. der Konrektorin bzw. dem Vertretungsplaner Hinweise und Aufgaben für den zu vertretenden Unterricht. Die Aufgabenstellungen liegen jeweils im Vertre­tungs­planerraum für die vertretende Lehrkraft bereit. Soweit Material vervielfältigt werden muss, sollen die Vorlagen rechtzeitig zur Vervielfältigung an die Schule weitergegeben werden.

Ein mittelfristiger Ausfall von Lehrkräften (max. 6 Wochen) wird durch die Anpassung des Stunden­plans und die befristete Änderung der Stundentafel aufgefangen. Die Fächer des Abschluss­ver­fahrens und der Lernstandserhebungen (derzeit Deutsch, Englisch und Mathematik) dürfen nicht länger­fristig ausfallen. Die Eltern werden bei einem mittel­fristigen Ausfall einer Lehrkraft durch die Schulleitung informiert. Regelmäßiger Vertre­tungsunterricht durch Anordnung von bezahlter, regelmäßiger Mehr­arbeit von Lehrkräften mit Einver­ständnis der betreffenden Lehrperson wird angestrebt. Im Einver­nehmen der Beteiligten kann die Wochen­stunden­zahl einzelner Lehrkräfte befristet erhöht werden.

Ein längerfristiger Ausfall von Lehrkräften (über 6 Wochen) wird durch die Anpassung des Stunden­plans und die befristete Änderung der Stundentafel aufgefangen. Die Eltern werden bei einem länger­fristigen Ausfall einer Lehrkraft durch die Schulleitung informiert. Im Einvernehmen der Beteiligten kann die Wochenstundenzahl einzelner Kollegen befristet erhöht werden. Die Schulleitung versucht im Einvernehmen mit dem Schulträger eine Lehrkraft für die Vertretungszeit befristet einzustellen.

Lehramtsanwärter werden nur nach persönlicher Absprache zur Vertre­tung ein­gesetzt. Unterrichten sie den zu vertretenden Unterricht im Rahmen ihres Ausbildungs­unterrichts, so sollen sie in der Regel auch die Vertretung dieses Unterrichts übernehmen. Nach jeweiliger Einzelrücksprache können Lehramtsanwärter zu kurzfristigen Vertre­tungen und in Not­situationen herangezogen werden, auch wenn es sich um Lerngruppen handelt, in denen aktuell kein Ausbildungsunterricht erteilt wird.

Die Schulleitung achtet darauf, dass übermäßige Belastungen durch Beauftragung mit Vertretungen möglichst vermieden werden. In besonderen Situationen werden persönliche Gespräche genutzt, um die Vertre­tungs­pla­nung vorzunehmen. Die Mehrarbeit und Belastung, die durch Vertretungsunterricht und zusätzliche Aufsichten bei Lehrkräften verursacht werden, sollen auf das notwendige Maß beschränkt werden. Es gilt die Mehr­arbeits­ver­ord­nung. Bei Schwerbehinderten gilt die Mehrarbeits­verordnung Absatz 9. Es wird ange­strebt, eine ausge­wogene Jahresbelastung für den Vertretungs­unterricht ent­sprechend dem Umfang der Unterrichts­verpflich­tung der Lehrkräfte zu erreichen. Die Schulleitung führt ein (jederzeit einseh­bares) Stunden­konto für jede Kollegin und jeden Kollegen. Ziel ist es, über ein Schuljahr Mehr­arbeits­stunden auszugleichen. Andere Regelun­gen sind indivi­duell mit der Schul­leitung zu verein­baren.

Vertretungsunterricht in der SII

In der SII wird der Vertre­tungsunterricht in der Weise sichergestellt, dass die Schüler der SII in den Stunden, in denen die Fachlehrkraft nicht zur Verfügung steht, an den festgelegten Aufgaben und Modulen in Eigen­verant­wor­tung weiter arbeiten. Die Schule stellt dafür Unterrichtsräume (keine Fach­räume) zur Verfügung. Die Wahl des Lernortes ist dabei nicht beliebig. Er wird von der Lehrkraft fest­gelegt, und zwar in Abhängigkeit von den pädagogischen Gegebenheiten der jeweiligen Lerngruppe sowie vom Thema, den Unterrichts­materia­lien und den gefor­derten sozialen Interaktions­formen (z.B. Einzelstudium zuhause, Partner- bzw. Gruppenarbeit in der Schule, Internet­recherche zuhause oder in der Schule). Im Übrigen steht den Schülern das Selbst­lernzentrum mit Bibliothek zur Verfügung.

Die Aufga­ben­stellungen für diese Stunden ergeben sich a) aus den Aufgaben, die im Falle eines unvorher­ge­se­henen Ausfalls die Fachlehrkraft vorgibt, oder b) aus längerfristigen Projekt­auf­ga­ben, die im Vorfeld oder per Mitteilung bekannt gegeben wurden. Auf­gabenstellungen werden im Kursheft dokumentiert.

Die Lerngruppe wird in der Regel rechtzeitig über die Aufgabenstellung informiert. Wenn die Kurs­lehrer Unter­richts­material und entsprechende Arbeitsaufträge für die konkrete Vertretungs­stunde zur Verfü­gung stellen können, wird dieses wie bisher von Kurssprechern bzw. -teilnehmern im Vertretungs­planerzimmer abgeholt. Wenn möglich, wird zu Beginn eines Kurshalb­jahres mit den Schülern geklärt, welche Aufgaben sie bei unvor­her­gesehener Abwesenheit der Lehr­kraft bearbeiten sollen.

Inhalt von Vertretungsstunden

Vertretungsstunden sind Unterrichtsstunden. Es findet Fachunterricht statt, soweit die vertre­tende Lehr­kraft fachlich dazu in der Lage ist. Der Unterricht in einem bestimmten Fach soll, wenn möglich, nach den Vorgaben der ausfallenden Lehrkraft vertieft oder weitergeführt werden. Die ausfallende Lehrkraft der Klasse stellt dazu Lernmaterial und Auf­gaben­stellungen zur Verfügung. Als Unterrichts­inhalt gelten auch langfristige Aufgaben­stellungen, die sich aus dem Fachunterricht ergeben oder in der Halbjahresplanung vorgesehen waren (Lektüren, Produktionen etc.). Es können auch metho­dische Übungen eingesetzt werden.

Steht kein Aufgabenmaterial zur Verfügung, sollen fachübergreifend Grundlagenwissen und metho­dischen Grundfertigkeiten geübt, wiederholt und gefestigt werden.Können Unterrichtsstunden in der Schule nicht erteilt werden, dann sollen den Schülern dem Alter entsprechend Materialien und Aufgaben (Arbeits­materia­lien der zu vertretenden Lehrkraft, aus dem Fundus der Fach­schaften oder aus einer voran­gegan­genen Stunde heraus) zur Verfügung gestellt werden, damit sie selbständig den Lernprozess vertiefen oder fortsetzen können. In der Schule stehen Materialien zur Verfügung, die auch ad hoc Anwendung in Übungsstunden finden können (kurzfristiges Ziel).

Bemerkungen zu „selbständiger Schülerarbeit“

Die mit zunehmendem Schulalter wachsende Kompetenz zu eigenständigem Wissenserwerb als eine der Grundforderungen an schulische Bildung im Allgemeinen und speziell an gymnasiale Bildung stellt eine der grundlegenden Voraussetzungen unseres Vertretungskonzepts dar.

So wie bereits im regelmäßigen Unterricht der eigenständige Wissens- und Kompetenzerwerb zuneh­men­de Bedeutung gewinnt, wird dieser auch im Vertretungsfall genutzt. Entscheidend ist dabei die Quali­tät der Aufgabenstellung hinsichtlich der enthaltenen Anforderungen und Verständlichkeit. Zur Bear­beitung notwendige Materialien müssen den Schülern zur Verfügung stehen. Die in der Regel vorgesehene gemeinsame Bearbeitung von Aufgaben in den Klassen und Kursen soll sowohl zur gegenseitigen fachlichen Unterstützung dienen als auch zur Erweiterung von sozialen Kom­petenzen beitragen.

Nach einer selbständigen Schülerarbeit im Vertretungsfall muss die Lehrkraft den Schülern in der Regel Gelegenheit geben, auf Probleme bei der Bearbeitung hinweisen zu können bzw. sich durch ge­eig­nete Rückkopplung einen Eindruck über den erzielten Wissenserwerb zu verschaffen. Erst danach können Inhalte von selbständiger Schülerarbeit in Leistungsüberprüfungen einbezogen werden.

Weiterführende Informationen:         http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Unterricht/Sicherung_von_Lernzeit.pdf

Ansprechpartner: Herr Mischlewitz, Frau Fielen              Datum: 02.04.2013