260708. Am heutigen Mittwoch erlebte die Klasse 8D einen ganz besonderen Schultag außerhalb des Klassenzimmers. In Begleitung ihrer Lehrerin Frau Hommelsheim tauchten die Schüler einen ganzen Tag lang tief in die faszinierende Welt des Theaters und der Kultur ein. Das abwechslungsreiche Programm des Festival-Tages bot der Klasse die Gelegenheit, eine bemerkenswerte Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen hautnah mitzuerleben.

Vielfältige Einblicke auf der Bühne
Der Festivaltag glänzte durch vielfältige Performer und thematisch tiefgründiges Bühnenprogramm. Die Klasse 8D durfte fünf sehr unterschiedliche Beiträge aus den Bereichen Theater, Tanz und Poetry Slam verfolgen. Den Auftakt machte die SG Herzogenrath mit dem Stück „Flori und Tom“, das eindrucksvoll zeigte, wie zwei Figuren nach einem Unfall in einer scheinbar aussichtslosen Situation durch Mut, Freundschaft und gegenseitigen Halt neue Kraft schöpfen. Im Anschluss hinterfragte die Betty-Reis-Gesamtschule mit der Produktion „Wenn man das Gleiche tut“ kritisch und alltagsnah stereotype Bewertungen von Verhalten sowie gesellschaftliche Ungleichbehandlung.
Für eine gelungene Mischung aus Humor und Spannung sorgte die Ballettschule Freudensprung mit dem spartenübergreifenden Tanz-Theaterstück „Das große Hotelgeheimnis“, welches die Themen Zusammenhalt und Neugier in einer fesselnden Krimi-Atmosphäre aufgriff. Hier spielte auch O. Langohr mit, ein Mitschüler aus der 8a. Ein weiteres großes Highlight waren die zwei Poetry-Slam-Texte von J. Marx (Bischöfliche Liebfrauenschule Eschweiler). Mit ihrem Text „Ich erinnere mich für zwei“ berührte sie das Publikum zutiefst, indem sie die sensible Beziehung zwischen einem kleinen Mädchen und einer an Demenz erkrankten Person beschrieb. Ihr zweiter Text, „Die Welt kennt keinen Feierabend“, regte zum Nachdenken über den modernen, von Verpflichtungen und Erwartungen geprägten Alltag an.

Stärkung zur Mittagszeit
Nach so vielen intensiven Eindrücken und spannenden Impulsen zu Themen wie Machtverhältnissen, Zukunftsfragen und gesellschaftlicher Vielfalt, gab es einen wohlverdienten, kleinen Mittags-Snack: Frische Pizza und leckeres Eis sorgten bei allen für Begeisterung. In entspannter Atmosphäre konnten sich die Schüler stärken und über das Gesehene austauschen.

Kreative Praxis in den Workshops
Frisch gestärkt ging es am Nachmittag vom reinen Zuschauen über in das eigene Ausprobieren. Die Schüler hatten die Möglichkeit, im Rahmen des Festivals an verschiedenen praxisorientierten Workshops teilzunehmen, die ganz unterschiedliche Facetten der Kulturbranche beleuchteten:
- Workshop 1: Zirkus – Hier standen Koordination, Geschicklichkeit und das Zusammenspiel in der Gruppe im Vordergrund, was allen Beteiligten großen Spaß bereitete.
- Workshop 2: Poetry Slam – Unter professioneller Anleitung lernten die Jugendlichen, eigene Gedanken kreativ in Worte zu fassen und mit Sprache zu spielen.
- Workshop 3: Grundlagen des Theaters – In diesem Kurs erhielten die Schüler Einblicke in die Basics der Schauspielkunst, lernten Präsenz auf der Bühne und den gezielten Einsatz von Mimik und Gestik.
Die Schüler der 8D zeigten sich begeistert von den vielfältigen Angeboten der Kulturbranche. Es war ein rundum gelungener Tag, der nicht nur den Horizont erweiterte, sondern auch neue Inspiration für das gemeinsame kreative Schaffen lieferte. In Zukunft haben einige Jugendlichen im Rahmen ihres gewählten Wahlpflichtfachs „Darstellen und Gestalten“ (DG) vielleicht sogar selbst die Chance, ganz groß rauszukommen: In zwei Jahren könnten sie sich mit ihren eigenen Projekten für das Rampenfieber-Festival bewerben. Wer weiß, vielleicht stehen bald noch mehr Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
Text und Fotos: A. Hommelsheim









