Frühlingsfest am Ritze – Musikalische Vielfalt zwischen Bläsern, Beats und „Tränke“
290509. Am gestrigen Freitag trafen sich Jung und Alt bei schönstem Wetter zum gemütlichen Beisammensein und guter Stimmung, für die unsere zahlreichen Musikformationen von der Bläser AG bis zu den Mad Teachers sorgten.
Gegen 16.00 Uhr eröffnete die Bläser AG das Fest mit „Drop that Bass“, einem Queen-Medley und „This Girl“. Schon nach den ersten Takten sprang der Funke der Begeisterung für Musik zum Publikum über. Wenig später übernahm die Band AG mit „Undressed“ und „Eye of the Tiger“ das Kommando.
Der Q1 Musikkurs trug weitere Facetten zur Klangvielfalt bei und bewies mit „Don’t Stop Believin’“ und „Piano Man“, dass Klassiker niemals alt werden. Bei so einem Fest darf die Big Band des Ritze, die Crack Field Stompers natürlich nicht fehlen: „Everybody Needs Somebody“, „Rock Around the Clock“, „I Feel Good“, „California Dreamin’“ und „Lovesong“ brachten die Zuhörer in Stimmung und in Bewegung.
Romantik und Zartgefühl folgten, als Orchester und Solisten „Kanon in D“, „Nocturne“ und „Mückentanz“ spielten. Die Luft roch plötzlich nach Frühling, umhertanzenden Noten und vielleicht auch nach Mutters selbstgebackenem Kuchen.
Chor und das Chorensemble verschmolzen dann zu einer stimmgewaltigen Einheit. Von „California Dreamin’“ bis „Skyfall“ reichte das Repertoire – und irgendwo zwischen „Perfekte Schule“ und „Bitte hör nicht auf zu träumen“ fragte man sich kurz: Waren wir wirklich heute morgen um 08:00 Uhr schon in der Schule und haben Arbeitsblätter be- oder an Projekten gearbeitet?
Anschließend setzten verschiedene Solisten und Ensembles noch eins drauf: Von poppigen Hits wie „36 Grad“ und „Lose My Breath“ über klassische Stücke wie die Opernarie „O mio babbino caro“ bis hin zu Improvisationen war alles dabei. „Una mattina / Interstellar“ entführte das Publikum auf eine Reise durch Raum und Zeit.
Den krönenden Abschluss des Musikprogramms bildeten die Mad Teachers, die mit „Believer“, „Lush Life“ und „Baby One More Time“ bewiesen, dass auch Lehrer durchaus tanzbare Moves draufhaben – wenn auch manchmal unbeabsichtigt. Der Applaus kannte keine Grenzen, und einige Schüler gaben schmunzelnd zu, dass sie ihre Lehrer noch nie so cool gesehen hätten.
Als Zugabe und nicht nur für unsere „Ehemaligen“ präsentierten die Mad Cows als ganz besondere Kunstform noch Stücke aus ihrem neuen „Mad Cow Disease“ Album, in dem sie als mittelalterliche Hinterbänkelsänger sowohl „a capulco“ als auch begleitet vom meisterhaft fehlinterpretierten Mispelorchester mittelalterliche Klänge zum Leben erweckten… ein wahrhaft großes Disaster der Zwölftonmusik – mehr Töne waren leider nicht drin! Aber selbst Walther kam von seiner Vogelweide, gesellte sich unters Volk und lauschte den Fake News in mittelhochdeutschem Minnesingsangsumm. Irgendwo in der Ferne war auch einen Tusch zu hören – Drehleier und Sackpfeife lassen grüßen…
So endete ein Frühlingsfest voller Musik, guter Laune und dem ein oder anderen Kaltgetränk am Bierwagen – ein Abend, der zeigte: Ob Bläser, Band, Chor oder Solist – am Ritze wird der Frühling nicht nur begrüßt, sondern laut, bunt und lange gefeiert.
Fotos folgen…
