Citizen Science in action – Mit Hochdruck durch die Kaltfront

Schüler der Maker AG bauen und programmieren eine Wetterstation

260116. Im Rahmen eines spannenden Projekts haben Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 in der Maker-AG mit finanzieller Unterstützung des Freundes- und Förderkreises des Ritzefeld-Gymnasiums eine Wetterstation gebaut und programmiert, die künftig Wetterdaten für alle zugänglich macht. Das besondere an diesem Projekt: Es folgt dem Prinzip des Citizen Science und stellt die gewonnenen Messwerte in Echtzeit auf der weltweit genutzten Internet-Plattform opensensemap zur Verfügung.

In der Maker AG arbeiten die Schüler an der Schnittstelle von Technologie, Umwelt und Wissenschaft. In diesem IoT-Projekt (Internet of Things) haben sie ihre Kenntnisse in den Bereichen Programmierung, Technik und Naturwissenschaften genutzt, um eine Wetterstation zu bauen. Die Station misst verschiedene Parameter wie die Temperatur, die relative Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, UV-Intensität und Beleuchtungsstärke, und die Partikelkonzentration in der Luft – also Daten, die uns wichtige Informationen über das Wetter und die Luftqualität liefern.

Das Besondere: Diese Werte sind nicht nur für den schulischen Gebrauch bestimmt, sondern werden über die opensensemap-Plattform öffentlich zugänglich gemacht. So können Interessierte weltweit die Messdaten einsehen und somit ein besseres Verständnis für lokale Wetterbedingungen und Umweltfaktoren entwickeln.

Die selbstgebauten Messgeräte werden nun auf einem stabilen Holzbrett montiert und an einem Außenbereich der Schule angebracht. Schließlich wird die Wetterstation dauerhaft im Freien in Betrieb genommen, um regelmäßig aktuelle Wetterdaten zu liefern.

In Zukunft sollen die Messungen noch erweitert werden: Die Schüler planen, die Station mit Sensoren für die Niederschlagsmessung und die Windgeschwindigkeit zu ergänzen. Dies wird die Wetterstation zu einem noch umfassenderen Instrument machen, das wertvolle Daten für Wissenschaftler, Schüler und interessierte Bürger liefert.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Schüler durch technisches und naturwissenschaftliches Engagement aktiv zur Forschung und zum Umweltschutz beitragen können. Der Citizen Science-Ansatz ermöglicht es, dass jeder einzelne von uns Teil wissenschaftlicher Forschung werden kann – und das auf einfache Weise, mit konkretem Nutzen für die Gesellschaft.

Die Wetterstation am Ritze ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie junge Menschen, unterstützt durch moderne Technologie und kreative Ideen, zu echten Akteuren im Bereich der Umweltforschung werden können.

Bleibt dran – die ersten Daten der Wetterstation sind bald online!