Junge Stimmen in Europa

Teilnahme des Ritzefeld-Gymnasiums am Model European Parliament in der Abtei Rolduc in Kerkrade

251117. Dreizehn engagierte Schülerinnen und Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums Stolberg – S. Berisha, D. Chanfouh, J. Els, E. Graham, F. Jansen, E. Lifanov, L. Mojert, K. Schmidt, A. Schieweck, A. Soroka, M. Sow, J. Tibelius, E. Tillmanns – nahmen am Wochenende vom 07. bis 09. November 2025 an dem Planspiel Model European Parliament (MEP) in der altehrwürdigen Abtei Rolduc in Kerkrade teil. Gemeinsam mit insgesamt 200 Schülerinnen und Schülern aus 20 Schulen setzten sie sich intensiv mit aktuellen geopolitischen Entwicklungen auseinander. Die Veranstaltung wurde von der Afnorth International School in Brunssum unter der Leitung von R. Bindels organisiert und bot den Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Möglichkeit, die Abläufe des Europäischen Parlaments hautnah zu erleben.

Das diesjährige Thema des MEP lautete „Europe’s answer to a new presidency that shakes the foundations of global democracy“. Nach einer feierlichen Eröffnungssitzung hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich aktiv in Diskussionsrunden einzubringen.

Zunächst arbeiteten die Delegierten in verschiedenen Fraktionssitzungen der Parteien wie z. B. die European People’s Party, die Progressive Alliance of Socialists and Democrats, die Greens  und die European Conservatives and Reformists Group. Anschließend tagten sie in ihren Komitees, darunter in den Ausschüssen für Foreign Affairs, für Constitutional Affairs, für Security and Defence und für Industry, Research and Industry Affairs. In ihrer Rolle als Delegierte war es wichtig, dass sie die Bedeutung des Lobbying-Prozesses verstanden. Es handelt sich dabei um eine informelle, aber entscheidende Aktivität, bei der Ideen ausgetauscht, gemeinsame Positionen zusammengeführt und politische Diskussionen in die richtige Richtung gelenkt werden.

Höhepunkt des Planspiels war die abschließende Plenarsitzung des Europäischen Parlaments (Constituting Session), bei der die Komitees ihre erarbeiteten Anträge präsentierten, diskutierten und darüber abstimmten.

Die Teilnehmerin F. Jansen äußerte sich begeistert von dem Wochenende: „Mein erstes MEP war eine prägende Erfahrung. Zum einen die klare und beeindruckende Kommunikation im Parlament, in welches sich jeder einbringen konnte und zum anderen die vielen tollen Persönlichkeiten, die ich dort kennenlernen durfte und als Freunde beibehalten werde. Ich konnte beim MEP viel lernen und hatte viel Spaß an der Politik, besonders weil wir ausschließlich auf Englisch kommuniziert haben. Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr!“

Auch E. Graham betonte die Bedeutung des Erlebnisses: „Mein erstes MEP war eine richtig tolle, aber auch sehr anstrengende Erfahrung. Ich konnte mich mit vielen anderen austauschen und habe neue Freunde gefunden. Ich finde das MEP ist eine gute Gelegenheit um sich politisch weiter zu bilden.“

D. Chanfouh fasste das MEP wie folgt zusammen: „Mein erstes MEP war eine richtig tolle Erfahrung. Man lernt super viele neue Leute kennen, mit denen man schnell Freundschaften schließt, weil alle so offen und interessiert sind. Es ist total spannend, gemeinsam zu diskutieren, Ideen auszutauschen und dabei auch viel über sich selbst zu lernen. Die Stimmung war motivierend und inspirierend und ich würde es auf jeden Fall jedem empfehlen, der gerne neue Erfahrungen sammelt und Menschen aus ganz Europa kennenlernen will.

Text und Fotos: S. Beckwermert