Digitale Transformation gestalten: Neue Ansätze für die Bildungssteuerung

Paneldiskussion der KonfBD25 in Berlin

251006. Am 25. September 2025 fand im Rahmen der KonfBD25 in Berlin eine interessante Paneldiskussion zum Thema „Digitale Transformation gestalten: Neue Ansätze für die Bildungssteuerung“ statt. Die Veranstaltung brachte Experten aus verschiedenen Aufgabenbereichen zusammen, um über die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Bildungssektor zu diskutieren:

  • Dr. Kora Kristof, Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Dipl.-Volkswirtin, Pionierin der Transformationsforschung),
  • Alexander Kraft (Bildungsforscher und Pädagoge, Leiter der Abteilung für Schulgestaltung und -aufsicht bei Schleswig-Holstein, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur),
  • Dirk Zorn (Technologieberater und Innovationsforscher, Director der Bertelsmann Stiftung, Programm Bildung und Next Generation) und
  • Ilka Fielen (stellv. Schulleiterin am Ritzefeld-Gymnasium in Stolberg, Gestaltung von Transformationsprozessen).

Moderiert wurde die Diskussion von Jacob Chammon (ehemaliger Schulleiter und Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung).

In der Diskussion wurden folgende Standpunkte und Impulse herausgestellt:

Kora Kristof betonte, dass die digitale Transformation die Möglichkeit bietet, Bildung individueller und flexibler zu gestalten. Dank neuer Technologien könnten Lernprozesse besser an die Bedürfnisse der einzelnen Schüler angepasst werden. Sie hob hervor, dass digitale Werkzeuge wie Lernplattformen und KI-basierte Systeme das Lernen nicht nur effizienter, sondern auch motivierender gestalten könnten.

Alexander Kraft wies darauf hin, dass die Einführung digitaler Systeme in Bildungseinrichtungen oft auf strukturelle und organisatorische Hürden stößt. Dazu gehören fehlende digitale Infrastruktur, unzureichende Lehrerfortbildung und die Notwendigkeit, digitale Kompetenzen in den Lehrplänen zu verankern. Die Bildungssteuerung müsse hier neue Ansätze entwickeln, die sowohl die technischen als auch die menschlichen Aspekte berücksichtigen.

Dirk Zorn sprach über die rasante Entwicklung neuer Technologien und deren Potenzial, den Bildungsbereich zu revolutionieren. Besonders die Integration von Künstlicher Intelligenz, Augmented Reality und virtuellen Klassenzimmern könne den Unterricht transformieren. Doch auch hier sei es wichtig, dass Pädagogen die entsprechenden Fähigkeiten entwickeln, um diese Technologien effektiv zu nutzen.

Ilka Fielen betonte, dass bei der Gestaltung der digitalen Transformation nicht nur Lehrkräfte und Schüler, sondern auch Eltern, Schulträger und Politik in die Prozesse eingebunden werden müssten. Nur ein ganzheitlicher Ansatz mit Beteiligung aller Akteure könne die nachhaltige Veränderung im Bildungssystem gewährleisten. Dabei sei es wichtig, die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse aller Beteiligten zu berücksichtigen.

Die Diskussion verdeutlichte, dass die digitale Transformation im Bildungswesen nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch der Haltung und der Organisation ist. Um die Potenziale der Digitalisierung voll auszuschöpfen, ist es notwendig, Bildungssteuerung neu zu denken und innovative Ansätze zu entwickeln, die sowohl die technischen als auch die sozialen Aspekte einbeziehen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordert.

Link: Forum Bildung Digitalisierung