Minikurs Quantencomputing am Physikalischen Institut, Universität Köln
260504. Am Montag und Dienstag, den 28.04. und 29.04., fand am Physikalischen Institut in Köln ein Minikurs zum Thema Quantencomputer statt.
Am ersten Tag wurden uns zunächst die grundlegenden Funktionsweisen eines klassischen Computers erklärt und anschließend die Unterschiede zum Quantencomputer dargelegt. Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass klassische Computer ihre Prozesse in der Regel linear ausführen, während Quantencomputer durch Überlagerung und Verschränkung bestimmte Berechnungen parallel durchführen können.
Ein zentrales Konzept, das uns vorgestellt wurde, war das Gedankenexperiment der Schrödinger-Katze. Dabei befindet sich eine Katze in einer Kiste, und solange man nicht nachschaut, kann man nicht wissen, ob sie lebendig oder tot ist. Diesen Zustand bezeichnet man als Superposition.
Außerdem wurde erklärt, wie solche Superpositionen erzeugt werden und wie die Abläufe in einem Quantencomputer grundsätzlich funktionieren. In diesem Zusammenhang haben wir uns auch verschiedene Quantengatter (Gates) angesehen. Im Gegensatz zu klassischen Logikgattern sind Quantengatter reversibel, das heißt, ihre Operationen lassen sich grundsätzlich wieder zurückverfolgen.
Am zweiten Tag, an dem nur noch etwa 30 % der Teilnehmenden anwesend waren, konnten wir das Gelernte praktisch anwenden. Mithilfe eines Programms haben wir einen Quantencomputer simuliert und verschiedene Gatter selbst ausprobiert.
Abschließend kann ich sagen, dass die zwei Tage sehr lehrreich und interessant waren. Man konnte viel Neues lernen, und die Referenten waren jederzeit offen für Fragen. Ich kann den Workshop auf jeden Fall weiterempfehlen.
Text: M. Leuchter (EF)
Ein Angebot im Rahmen des MIleNa-Projekts der RWTH Aachen
