260207. Ganz Stolberg steht Kopf: Nicht nur Biologen melden die Entdeckung einer bislang hier unbekannten, hochaktiven Unterart der Luftschlange. Besonders in der fünften Jahreszeit tritt sie massenhaft auf und sorgt für Staunen, Gelächter und gelegentliches Stolpern.
Erstmals gesichtet wurde sie in freier Wildbahn zwischen Altweiber und Veilchendienstag. Augenzeugen berichten von plötzlichen Schwärmen, die sich scheinbar aus dem Nichts materialisieren und ganze Straßenzüge erobern. Ihre Ausbreitung ist rasant und ansteckend: Ein einziger Wurf genügt, und binnen Sekunden vermehren sich die Exemplare explosionsartig.
Trotz ihres harmlos wirkenden Äußeren gilt die Luftschlange als sehr gefährlich – zumindest für Frisuren, Brillen und die Würde des Menschen. Besonders tückisch ist ihr lautloser Angriff von oben. Forschende warnen außerdem vor der hohen Ansteckungsgefahr: Wer eine Luftschlange sieht, greift instinktiv zur nächsten herumliegenden Schlange und wird selbst zum Überträger (Zwischenwirt).
Prof. B. GRITZEmek, Zoologe, Tierfilmer, Tierschützer, Verhaltensforscher und langjähriger Direktor des Stolberger Zoos: „Die Luftschlange ist ein faszinierendes Phänomen des Rheinlands. Sie erinnert daran, dass Wissenschaft und Humor manchmal Hand in Hand gehen (sollten). Insbesondere, wenn die „Karnarienvögel“ schon in den frühen Morgenstunden Alaaf rufen und mit ihren Balzritualen beginnen, sind die Luftschlangen auf Zickzack und fangen sich den ein oder anderen unachtsamen Vogel!“
Artbeschreibung: Luftschlange (Serpentina aeria rhenana ssp. stolbergensis)
- Merkmale: lang, bunt, papierartig; tarnt sich gern als Dekoration
- Lebensraum: Karnevalsumzüge, Klassenzimmer, Turnhallen, elterliche Wohnzimmer
- Aktivität und Lebensdauer: massenhaftes saisonales Auftreten, tag- und dämmerungsaktiv, Lebensdauer i.d.R. gering
- Sozialverhalten: extrem gesellig, tritt fast ausschließlich in Gruppen auf
- Fortbewegung: Gleitflug mit anschließender Verhedderung
- Ernährung: Luft mit oder ohne Konfetti, Kettenreaktion mit weiteren, unbeaufsichtigten Luftschlangen
- Übertragung: hohe Ansteckungsgefahr durch Direktkontakt (Wurf), indirekt durch ausgelassene Stimmung
- Schutzstatus und Bekämpfung: nicht geschützt – wird nach der Saison rückstandslos entfernt
Beobachtungsmöglichkeiten exklusiv für Ritze-Schüler und -Lehrkräfte: Donnerstag, 12.02., 09.10 – 11.11 Uhr in der Turnhalle und der Aula des Ritzefeld-Gymnasiums
