Welt der Experimente

Von Zahnpasta für Elefanten und „haarsträubenden“ Mehlstaub-Explosionen

260505. Im Rahmen von zwei spannenden Projekttagen die Schüler aus verschiedenen Projekten wählen. Im Projekt von Herrn Wolter drehte sich alles um das Thema: „Einführung in die Welt der Experimente“. Das Angebot richtete sich vor allem an Schüler der fünften bis siebten Klassen und sollte ihnen einen ersten Einblick in naturwissenschaftliches Arbeiten geben. Ziel war es, naturwissenschaftliche Phänomene nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern aktiv selbst zu erforschen und hautnah zu erleben. Dabei konnten viele spannende und teils überraschende Beobachtungen gemacht werden.

Ein Highlight war das Experiment mit der sogenannten „Oobleck“-Mischung. Hierbei wurde aus Speisestärke und Wasser eine Substanz hergestellt, die sich weder eindeutig wie eine Flüssigkeit noch wie ein fester Stoff verhält. Bei langsamen Bewegungen wirkt sie flüssig, bei starkem Druck hingegen fest. Dieses ungewöhnliche Verhalten sorgte für großes Interesse.

Ein weiteres Experiment widmete sich dem Vergleich von normaler Cola und Cola Light. Durch eine Dichtemessung wurde festgestellt, dass normale Cola schwerer ist als Cola Light. Dies liegt am unterschiedlichen Zuckergehalt, da in Cola Light Süßstoffe verwendet werden.

Besonders faszinierend für die Schüler war ein einfacher Herstellungsprozess. Im sogenannten „Blue Bottle“-Versuch wurde eine Lösung hergestellt, die sich durch Schütteln von farblos zu blau verfärbt und beim Stehenlassen wieder entfärbt. Dieser Farbwechsel kann mehrfach wiederholt werden. Durch Hinzugabe weiterer Indikatorlösungen konnten weitere bunte Farben erzielt werden. Ursache dafür ist eine chemische Reaktion, bei der Sauerstoff aus der Luft eine Rolle spielt. Das Experiment zeigte anschaulich, wie reversible Reaktionen ablaufen können und wie äußere Einflüsse wie Bewegung eine chemische Veränderung auslösen.

In einem weiteren Experiment wurde Magnesium mit Essigsäure zur Reaktion gebracht, wobei ein Gas entstand. Mithilfe der Knallgasprobe konnte dieses als Wasserstoff identifiziert werden. Das dabei entstehende Geräusch machte das Ergebnis besonders anschaulich.

Auch die sogenannte „Elefantenzahnpasta“ durfte natürlich nicht fehlen. Bei diesem Experiment entstand durch eine chemische Reaktion ein großer Schaum, der scheinbar aus dem Gefäß herauswuchs.

Besonders eindrucksvoll war die Mehlstaubexplosion. Fein verteiltes Mehl wurde entzündet und erzeugte eine kurze, aber wirkungsvolle Explosion. Dieses Experiment verdeutlichte die Gefahren von Staub in industriellen Bereichen und die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen.

Zum Abschluss wurde gezeigt, wie sich Cola mithilfe von Aktivkohle entfärben lässt. Die Aktivkohle bindet Farbstoffe durch Adsorption, sodass die Flüssigkeit deutlich heller wird. Nach mehreren Filtrierungen wurde ein deutlicher Effekt sichtbar.

Die Projekttage boten insgesamt eine abwechslungsreiche und lehrreiche Möglichkeit, naturwissenschaftliche Inhalte praktisch zu erleben und besser zu verstehen.

Text und Fotos: L. Wolter