Denken, diskutieren, argumentieren, verhandeln und: Überzeugen!

Ritze-Schülerinnen beim Model United Nations (MUN) Brussels 2026 – vier Tage, die unvergessen bleiben

Vom 23. bis 26. April 2026 nahmen Schülerinnen unserer Schule gemeinsam mit der Afnorth International School in Brunssum am MUN Brussels teil – und das mit großem Erfolg!

Unsere Delegierten und ihre Erfolge

Unsere Delegierten haben bei MUN Brussels 2026 großartige Leistungen gezeigt. Im European Council (EUCO) vertraten J. Tibelius (Belgien), E. Lifanov (Kroatien), A. Soroka (Griechenland) und E. Graham (Luxemburg) ihre Länder und diskutierten engagiert über europäische Themen. In der NATO nahm E. Tillmanns die Position der Ukraine ein, während M. Sow im UNHCR-Komitee Kanada vertrat. Besonders ausgezeichnet wurden E. Graham und E. Tillmanns als Best Delegates, A. Soroka als Outstanding Delegate sowie M. Sow als Best Speaker.

Was ist eigentlich MUN?

Model United Nations (MUN) ist eine Simulation der Vereinten Nationen. Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle von Delegierten verschiedener Länder und diskutieren aktuelle politische Themen auf Englisch, in formellen Debatten und mit echten Verhandlungen. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern vor allem um Argumentation, Teamarbeit und Selbstbewusstsein. Wer hier spricht, vertritt nicht seine eigene Meinung, sondern die Position eines Landes, was ganz schön herausfordernd sein kann.

Unsere Erlebnisse – Debatten, Chaos und ganz viel Spaß

Politik hautnah

Am Freitag startete das Programm mit einem Besuch im Europäischen Parlament, die Schülerinnen erhielten Einblicke in das European Committee of the Regions und das Economic and Social Committee.

Bei der anschließenden Opening Ceremony des MUNs sprachen zwei Vertreterinnen des UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees ) über ihre Arbeit mit Geflüchteten, was einen eindrucksvollen und bewegenden Einstieg in die Konferenz darstellte.

In den Komitees wurde es dann ernst: Zum Beispiel im Komitee European Council ging es um die European Citizens’ Initiatives – also darum, wie Bürgerinnen und Bürger stärker an EU-Politik beteiligt werden können. Es wurde diskutiert, argumentiert und verhandelt. Im UNHCR-Komitee stand der Schutz von Geflüchteten im Mittelpunkt. Hier wurde deutlich, wie komplex internationale Zusammenarbeit wirklich ist.

Reden, Tanzen… und Karaoke

Natürlich blieb es nicht immer streng diplomatisch: Wer verbotenerweise Personalpronomen („I..“ anstatt „This delegate“) gesagt hat, musste kurzerhand die Macarena tanzen und anschließend Call Me Maybe singen. Auch die Chairs der einzelnen Komitees sorgten für Unterhaltung, als sie z. B.  zu Barbie Girl tanzten. Für besonders viel Chaos und Spaß sorgte der Moment, als ein anderes Komitee plötzlich von „Aliens“ gestürmt wurde, die Asyl suchten. Selbst der Hammer der Chairs blieb nicht immer an seinem Platz und wurde mehr als einmal „entführt“.

Freizeit und Food

Auch außerhalb der Debatten war einiges los: Die Anreise erfolgte mit dem Bus und war inklusive eines kleinen Stau-Abenteuers, bevor die „Delegierten“ in einem komfortablen Hotel untergebracht wurden. Gemeinsam erkundeten sie ein hippes Viertel und gingen dort mexikanisch essen, wobei auch die belgischen Klassiker wie Waffeln und Fritten natürlich nicht fehlen durften. Abends sorgten ein Bowlingabend und Spiele im Pub für viel Spaß und boten die perfekte Gelegenheit, neue Freundschaften zu schließen.

Fazit: Mehr als nur eine Konferenz

MUN Brussels war nicht nur eine Konferenz, es war eine Erfahrung fürs Leben. Die Schülerinnen haben gelernt, in der englischen Sprache frei zu sprechen, überzeugend zu argumentieren und international zu denken. Gleichzeitig haben sie Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus kennengelernt.

Und vielleicht das Wichtigste: Sie haben gemerkt, dass Politik nicht nur „da oben“ passiert – sondern dass sie selbst etwas bewegen können. Sie freuen uns jetzt schon auf das nächste MUN oder MEP!

Text und Fotos: S: Beckwermert