Bericht über die Romfahrt vom 19.-23.01.2026
Tag 1 – Bei eisigen Temperaturen und müde allesamt machten sich die Lateiner der Stufe 9 mitten in der Nacht auf den Weg, die ewige Stadt zu besuchen. Dabei – wie könnte es anders sein – sorgte zunächst die Deutsche Bahn mit ausfallenden Zügen für einen nicht zu geringen Stresspegel. Zehn Minuten vor dem Boarding waren wir dann aber doch am Gate und konnten quasi direkt einsteigen.
In Rom angekommen, konnten wir zu unserer großen Freude fast alle Zimmer im Hotel schon beziehen und genossen danach ein gemeinsames italienisches Mittagessen im Restaurant “La Base”. Dem Forum Romanum schenkten wir nur im Vorbeigehen unsere Aufmerksamkeit. Heute standen für uns erstmal die Kapitolinischen Museen auf dem Programm. Nachdem wir auf dem wunderschönen Kapitolsplatz das erste Referat dieser Romfahrt gehört hatten, bewunderten wir im Museum diverse bekannte antike Statuen und Fresken – viele davon kannten wir bereits aus dem Lateinbuch. Leider regnete es auf dem Rückweg leicht, aber wir ließen uns davon nicht die Laune verderben. Um 18:50 Uhr trafen wir uns alle in der Lobby und gingen zusammen zum “Ristorante al Fagianetto”, in dem wir die nächsten Tage abends verpflegt wurden. Nach dem leckeren Essen gab es Freizeit bis 22:00 Uhr, danach ließen wir den seeeehr langen Tag früh ausklingen.
Tag 2 brachte glücklicherweise besseres Wetter mit sich. Heute stand das antike Zentrum Roms auf dem Programm und so machten wir uns auf zum Kolosseum. Im Kolosseum nahmen wir den vorgegebenen Rundweg und schauten uns die zahlreichen Reliquien und Ausstellungsstücke an. Es war sehr imposant, ein so weltbekanntes Bauwerk der Antike betreten und betrachten zu können, dessen Größe zudem sehr eindrucksvoll ist.
Am Circus Maximus, der Bocca Della Verità und dem Forum Boarium hörten wir weitere Referate und viele Mutige trauten sich auch, ihre Hand in den „Mund der Wahrheit“ zu legen. Das Nationaldenkmal war ein sehr beeindruckendes Gebäude. Es besteht aus weißem Marmor, vielen Säulen und ragte hoch in den Himmel. Sehr cool war, dass wir auf die Dachterrasse durften. Dort hatten wir einen atemberaubenden Blick über Rom und die Umgebung. Man konnte das Kolosseum, Forum Romanum und einige andere Sehenswürdigkeiten sehen. Am Trajansforum trafen wir nach einem weiteren Referat und der Mittagspause unsere Führerin, die uns mit ihrer lebendigen Art und ihrem betonen Sprechrhythmus („huuuundert nach Christus“ 😁) viel Neues über das Forum Romanum vermitteln konnte. Im Anschluss an die Führung marschierten wir im Stechschritt hoch zum Palatin, denn die historischen Stätten schlossen bereits um 16:30 die Tore, was hieß, dass schon ab 16:00 versucht wurde, uns hinauszukomplimentieren. Nachdem wir oben auf dem Palatin das letzte Referat des Tages gehört hatten, begaben wir uns, voll mit neuen Eindrücken, zurück ins Hotel. Nach dem Abendessen wollten es sich die meisten dann aber doch nicht nehmen lassen, den Trevibrunnen „by night“ zu besuchen. So wurde, der Tradition gemäß, von jedem eine Münze über die Schulter ins Wasser geschmissen. Wir werden also wohl alle Rom ein weiteres Mal besuchen…
Für Tag 3 hieß das Programm „Antike außerhalb der Stadtmauern“. Wir begannen mit einem Referat an der Porta St. Sebastiano, die ein Museum in einem Abschnitt der antiken Stadtmauer enthält. Es gab sogar einen kleinen, schönen Rundweg an der Mauer entlang. An diesem Punkt startet auch die legendäre Via Appia Antica, auf der wir die ersten Kilometer per Bus zurücklegten, um zu den Katakomben des heiligen Sebastian zu gelangen. Diese besichtigten wir nach einem weiteren Referat mit einer deutschen Führerin und genossen einen gewissen Gruselfaktor neun Meter unter der Erde. Wir gingen durch enge Gänge und schauten uns die Grabmäler sowie Gebete an Paulus und Petrus an. Diese wurden nämlich auf Tafeln geschrieben, die zum Teil gefunden wurden… Die Führung war sehr interessant und man fühlte sich schon fast eingeschüchtert von den vielen Gräbern und dem Gedanken, dass dort Menschen einmal beerdigt wurden. Die Sebastianus-Katakomben wurden im 2. Jahrhundert n. Chr. als unterirdische Begräbnisstätte angelegt, von denen es im alten Rom über 60 Stück gab. Der Name ad catacumbas bedeutet „bei der Senke“ und ist der Ursprung des Wortes „Katakomben“.
Von dort aus starteten wir unsere Wanderung auf der Via Appia Antica, unterbrachen sie jedoch sogleich wieder, um im Circo de Massenzio nach dem obligatorischen Referat selbst Wettrennen zu veranstalten. Das Mittagessen hatten sich so alle redlich verdient und wir nahmen es in einem Restaurant entlang des Weges ein, wo wir uns für die ausmalbaren Tischsets begeisterten und damit die Herzen des Restaurantbesitzer gewannen. Diese ließen es sich nicht nehmen, nach dem Essen noch Nachtisch auf Kosten des Hauses zu kredenzen.
So gestärkt zogen wir weiter ins Mausoleum der Cecilia Metella. Dieses kleine Museum an der Via Appia wartet seit einigen Jahren mit einem immersiven Konzept auf, und so erfuhren wir mithilfe von Tablets, VR-Brillen und Filmprojektionen einiges über die Entstehung der Via Appia und die antike Bestattungskultur.
Danach wurde es aber doch noch etwas mit unserer Wanderung – wie die alten Römer eroberten wir per pedes die Straße und spazierten mehrere Kilometer auf dem antiken Pflaster. Quer durch die römische Pampa, an diversen Bauernhoftieren vorbei, gelangten wir schließlich zu den Aquädukten und ließen diese Meisterwerke antiker Baukunst bei einem weiteren Referat auf uns wirken, bevor wir doch etwas erschöpft den Weg zur Metro einschlugen. Vor dem Abendessen blieb gerade noch Zeit zum Frischmachen.
Dieses Mal gab es beim Abendessen als Vorspeise keine Nudeln, sondern jeder bekam eine Pizza und der ganze Tisch eine große Schüssel Pommes mit Nachtisch.
An Tag 4 wurden wir von richtigem Kaiserwetter begrüßt. Umso mehr Spaß machte es, heute noch einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Der Bus zu unserer ersten Station war sehr voll, wir hatten Glück, dass alle reingekommen sind. In der Stadt war sehr viel Verkehr, weshalb wir ziemlich lang gebraucht haben, um zu unserem ersten Ziel des Tages zu gelangen, und zwar dem Campo de’ Fiori, dem schönsten Markt Roms. Hier wurden wir direkt von den Verkäufern vereinnahmt. Nachdem wir uns losgeeist hatten, besuchten wir, jeweils durch ein Referat vorbereitet, zunächst die Piazza Navona. Der Platz war aufgrund der drei Brunnen sehr interessant und beeindruckend. Als nächstes besichtigten wir das Pantheon. Es war an den Wänden mit Statuen verziert und hatte in der Dachmitte ein Loch, das eine symmetrische Verbindung zu den Wänden in Form von vertikal gebogenen Steinbögen hat, welche mit anderen horizontalen Kreisen ein Raster bilden. Der Boden ist mit geometrischen Mustern verziert.
Nach dem Besuch beim Pantheon haben wir uns entschieden, einen kleinen Umweg zu nehmen, um der berühmtesten Eisdiele Roms „Giolitti“ einen Besuch abzustatten. Als sich alle unter den vielen verschiedenen Eissorten hre Lieblingssorten ausgesucht hatten, waren wir sehr von dem Eis überrascht. Gerüchten zufolge war das das beste Eis, welches bisher jemals im Leben gegessen worden ist.
Weiter ging es zum Trevibrunnen. Dort waren die Straßen gut gefüllt. Rund um den Trevibrunnen haben sich Menschen versammelt. Alle haben Fotos und Selfies gemacht. Manche von uns haben auch Shops und Souvenirläden besucht. Zudem haben manche versucht, Geld Stücke von außerhalb in den Brunnen zu werfen, was nicht immer funktioniert hat.
An der Piazza di Spagna bei der Spanischen Treppe gab es dann eine Mittagspause, die von einigen zu ausgiebigem Shopping genutzt wurde. Nach der Pause besichtigten wir, wiederum durch Referate unterstützt, das Museum der Ara Pacis und die Engelsburg. Beim Petersdom und Petersplatz stellten wir uns, um den Petersdom zu betreten, in der Schlange zur Sicherheitskontrolle an. Dann hatten wir 40 Minuten Zeit uns den sehr beindruckenden und riesigen Dom anzuschauen. Nachdem wir den Dom auf uns wirken ließen und viele gebetet hatten, trafen wir uns am Obelisken wieder. Dann haben wir uns die Referate zum Petersdom und Petersplatz angehört.
Tag 5 startete mit ähnlich gutem Wetter wie der Tag zuvor. Nachdem wir unser Gepäck im Hotel eingeschlossen und ausgecheckt hatten, besuchten wir die schon durch ihre schiere Größe eindrucksvollen Diokletiansthermen und hörten auch hierzu ein Referat.
In dem Museum konnten wir zahlreiche Skulpturen, sowie Teile der Diokletiansthermen betrachten, wie z.B. das Frigidarium (Kaltbad) oder das Caldarium (Warmbad). Außerdem war auch eine Kirche, die Basilika Santa Maria degli Angeli e die Martiri neben den Thermen, die aber leider nicht für Besucher zugänglich war. Anschließend hatten wir von 11:30 bis 15:45 Uhr Freizeit, in der die Gruppen sich selbstständig bewegen konnten. Unsere Gruppe bestand aus Ingrid, Pia, Lina, Lia, Eleni und Lea. Um gestärkt für die Abreise zu sein, gingen wir in ein günstiges, japanisches Restaurant, dass wir vor ein paar Tagen entdeckt hatten. Als wir ankamen und uns einen Tisch am anderen Ende ausgesucht hatten, bestellten wir verschiedene Ramen und Dumplings und teilten uns meist die Sachen, denn so konnten wir Geld sparen. Zum Schluss verspürten wir noch Hunger und die meisten von uns bestellten noch Fluffy Pancakes. Wir entschlossen uns, zum Pantheon zu gehen, um erneut Bilder zu machen. Zwischendurch gingen wir auch mal in den Legami Store und zur berühmten Eisdiele Giolitti, da Lea am Vortag nicht dabei sein konnte. Außer Lina und Lea hatten wir schon vorher ein Eis gegessen, aber durch Ingrid aßen auch wir am Ende noch ein Eis. Die Eisdiele war an sich anders als die anderen, da vorher für ein Ticket bezahlt werden musste, um dieses dann abzugeben und sein Eis bestellen zu können. Als wir zurück ins Hotel kamen, hatten wir noch eine Stunde bis zur Abfahrt und vertrieben unsere Zeit am Handy oder mit einem Buch. Als wir alle beisammen waren, warteten wir auf den Transferbus, um zum Flughafen Rom Fiumicino zu kommen. Als der Bus da war, luden wir unsere Koffer ein und fuhren zum Flughafen. Wir gaben die Koffer ab, gingen durch den Security Check, und um ca. 18:00 Uhr hatten wir noch mehr als 1 Stunde Freizeit. Also mussten wir wieder zu Victoria Secret, wo Pia und Eleni draußen davorsaßen und der Rest „drinnen sich am umsehen war“. Dann bekamen Ingrid, Lia und Pia Hunger, also entschlossen sie sich, zum KFC zu gehen. Pia wollte sich dort nichts holen und selbst die anderen fanden einen Chicken Burger zu teuer. Um 18:50 Uhr gingen wir zum Gate. Im Flugzeug saßen wir alle verteilt, hatten ein paar Probleme mit der Sitzverteilung. Als wir landeten, mussten wir noch die Koffer abholen und auf den Zug warten. Wir mussten am Kölner Bahnhof umsteigen und landeten im Mc Donalds eine Influencerin. Um ca. 1:00 Uhr kamen wir alle in Stolberg an.

Text: varii auctores, Fotos: S. Peters







































