250929. Am 26.09.2025 fand am Ritzefeld-Gymnasium ein inspirierender Pädagogischer Tag statt, an dem neben den Lehrkräften des Gymnasiums auch Gäste und Fachpublikum aus verschiedenen Schulen und Schulformen der Stadt Stolberg teilnahmen. Das Ziel des Tages war, gemeinsam neue Perspektiven und Ansätze zur Schulentwicklung im 21. Jahrhundert kennenzulernen und voneinander zu lernen.
Der Tag begann entspannt mit einem Begrüßungskaffee, bei dem das Kollegium die Möglichkeit hatte, sich mit den Gästen und untereinander auszutauschen.
„Das lernende Schulsystem“
Den inhaltlichen Höhepunkt des Tages bildete ein Vortrag von Prof. Dr. Anne Sliwka, Universität Heidelberg, zum Thema „Das lernende Schulsystem“, in dem sie eindrucksvoll darstellte, wie Schulentwicklung im 21. Jahrhundert gelingen kann. Sie betonte die Bedeutung von Kooperation, Vertrauen und einer klaren Führung in Schulen. Besonders spannend waren ihre Ansätze zur datenbasierten Schulentwicklung und der Idee der vernetzten Autonomie, bei der Schulen mehr Freiheiten erhalten, aber gleichzeitig in „Schulfamilien“ stärker miteinander vernetzt arbeiten. Internationale Beispiele, wie die Schulentwicklung in Kanada und Singapur, wurden als wertvolle Impulse genannt und zeigten auf, wie Schulentwicklung auch im globalen Kontext erfolgreich gestaltet werden kann. Frau Sliwka gab den Teilnehmern einige praxisnahe Ansätze zur Schulführung an die Hand und regte eine lebhafte Diskussion an.
Nach dem inspirierenden Vortrag konnten die Zuhörer die gewonnenen Eindrücke reflektieren und sich in kleineren Gruppen weiter auszutauschen.
„Individuell fördern – Diagnostikbasierte Unterrichtsentwicklung“ an Grundschulen
Anschließend stellten Frau Reining (Fachmoderatorin Mathematik, OGGS Donnerberg) und Frau Esser (Fachmoderatorin Deutsch, OGGS Zweifall) die Fachoffensive an Grundschulen in NRW vor und referierten zum Thema „Individuell fördern – Diagnostikbasierte Unterrichtsentwicklung“. Ihre Präsentation verdeutlichte, wie die gezielte Diagnostik im Unterricht dazu beitragen kann, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Durch die kontinuierliche Analyse von Lernergebnissen und das darauf basierende Handeln können Lehrkräfte den Unterricht so gestalten, dass er den unterschiedlichen Bedürfnissen der Lernenden gerecht wird. Auch dieser Vortrag führte zu einer intensiven Diskussion, bei der verschiedene Aspekte der Diagnostik im Schulalltag beleuchtet wurden.
„Datengestützte Unterrichtsentwicklung an der Kupferstädter Gesamtschule“
Schließlich stellte Herr Klein, Schulleiter der Kupferstädter Gesamtschule, das Konzept der datengestützten Unterrichtsentwicklung an seiner Schule vor. In seinem Vortrag erklärte er, wie seine Schule in Teams mithilfe von Daten und regelmäßiger Analyse den Unterricht kontinuierlich verbessern konnte. Dabei ging er insbesondere auf die Rolle von Lernstandsanalysen und deren Auswirkungen auf die Unterrichtsplanung (Lernbänder) ein. Der Vortrag lieferte interessante Einblicke in die Praxis einer Schule, die bereits auf datenbasierte Schulentwicklung setzt.
In der abschließenden Reflexion der Impulse und Eindrücke des Pädagogischen Tags tauschte man sich im Kollegium über allgemeine und konkrete Ideen und Handlungsschritte für die Weiterentwicklung der eigenen Schule aus. Dabei zeigte sich eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zum Austausch, wobei weniger über die dargestellten Ziele, umso kontroverser jedoch über Ressourcen und Maßnahmen diskutiert wurde, die unsere Schule auf den Weg zu diesen Zielen bringen könnten.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Vortragenden sowie an die Organisatoren des Tages für die hervorragende Planung und Durchführung dieser Veranstaltung. Ein herzlicher Dank geht auch an die Telekom Stiftung, die die Veranstaltung finanziell unterstützt hat.
Wir freuen uns auf die Diskussion der weiteren Schritte der Schulentwicklung und die Fortsetzung des Dialogs über Schulgrenzen hinaus!



























